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Liste der Plagiatoren und Plagiats-Verdächtigen

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Forum: Übersicht > Liste der Plagiatoren und Plagiats-Verdächtigen


Plagiats-Verdächtige und PlagiatorenInnen Bearbeiten

Jahr des Werkes / VerfasserIn / (Art des Werkes) / (aktueller Stand in der Angelegenheit), ggf. Referenz oder NachweisBearbeiten

2013 Plagiiert wird eine komplette Unterseite zum Thema Architektenhaus:
Urheber ist www.einfamilienhaus.cc (Plagiat zu finden auf www.hausbautest.com) In Deutschland ist eine Problemlösung leider nicht möglich, solange der Contentdieb nicht mitspielt. In diesem Fall werde ich als Urheber der Dumme sein, der nun einen neuen Text schreiben muss....


20?? nicht namentlich bekannter Professor (!) der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (Wissenschaftliches Buch) (Textstellen als Plagiate gewertet, aber anscheinend keine Konsequenzen) (Berliner Kurier vom 27.05.2011: "Professor schrieb bei eigenem Studenten ab")

2011 Löffler, Reinhard (Zeitungsartikel) (eine Richtigstellung soll in der nächsten Ausgabe gedruckt werden/ es bleibt der Eindruck von "Parteiklüngelei")


2010 Brinkmann, Uwe (Diss.) (auf vroniplag wird mittlerweile geprüft)

2009 eine namentlich nicht näher erwähnte Doktorandin an der Universität Rostock (Diss. und auch die frühere Diplomarbeit) (Doktortitel wurde nicht erteilt und das frühere Diplom wurde aberkannt)

2009 Saß, Veronica (Diss.) (eigenes Wiki hier) (die Universität Konstanz prüft, die Staatsanwaltschaft ermittelt)

2009 nicht namentlich bekannt (Diss.) (Medizin, Uni Münster: das Superplagiat schlechthin, entdeckt von einem Wikipedianer, s. http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Kurier/Ausgabe_5_2011 in der Mitte unter der Artikelüberschrift "Wikipedia-Autoren als Plagiatsjäger?")


2007 Gottinger, Hans Werner (Mehrfachplagiator) (SPIEGEL-Beitrag), recherchiert durch Marcusb bei VroniPlag Wiki

2007 ein nicht namentlich bekannter Student (Beitrag im Uni-Spiegel ) (Universität Münster hat ohne Abschluss exmatrikuliert), recherchiert durch Marcusb bei Vroniplag wiki

2007 Pröfrock, Matthias (Diss.) (eigenes Wiki hier) (die Universität Tübingen prüft, die Staatsanwaltschaft ermittelt)

2006 zu Guttenberg, Karl-Theodor (Diss.) (Doktortitel ist bereits aberkannt worden, die Universität Bayreuth prüft nun genau nach, die Staatsanwaltschaft ermittelt)

2005 Kasper, Andreas (ein Buch, diverse Beiträge in Fachzeitschriften/Büchern) (die Bücher/Zeitschriften wurden eingestampft, Schadensersatzzahlung)

2004 Kasper, Andreas (Diss.) (der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft über 9.000 EUR wurde angenommen)

2003 Schaumburg-Lippe, Mario-Max (Diss.) (Gutachten vom 11.04.2011 (Stefan Weber) hier, Barcode hier) (Uni Innsbruck prüft) (eingefügt von 79.241.223.78 09:47, 27. Apr. 2011 (UTC))

2003 eine namentlich nicht näher benannte Professorin (Diss., eingereicht bei der TU Darmstadt) (Doktortitel bereits aberkannt, arbeitet aber als Professorin weiter an der Frankfurter Hochschule !)

2001 Koch-Mehrin, Silvana (Diss.) (eigenes Wiki hier) (die Universität Heidelberg prüft, die Staatsanwaltschaft hat mitgeteilt, dass wegen der bereits eingetretenen strafrechtlichen Verjährung, nichts gegen Koch-Mehrin unternommen wird)

2001 Wollgast, Siegfried (Buch) (bisher steht anscheinend nur der Plagiatsvorwurf in einer Rezensionim Raum) -> weitere Ausführungen s.u., nach der Liste, Beitrag von 79.241.223.78 um 08:58 am 27. Apr. 2011

2001 Eine nicht näher benannte Doktorandin (Diss.) (Bayerischer VGH, Urteil vom 04.04.2006, Az. 7 BV 05.388, Volltext) (Aberkennung)

2000 Eine Hochschuldozentin aus Hessen, promovierte in Philosophie (Diss.) (Doktortitel aberkannt)

1998 Brunner, Josef (Diplomarbeit Bauigenieur) (Aberkennung des Titels)

1997 Wollgast, Siegfried (Buch: Reprintausgabe der gesammelten Werke Gabriel Wagners (1660-1717)) (bisher steht anscheinend nur der Plagiatsvorwurf, der hier kundgetan wurde (s. Fussnote [5)] und anscheinend ursprünglich von hier stammt: Rezension von Detlev Döring, in: Theologische Literaturzeitung 123 (1998), Sp. 883-885, im Raum)


1993 Gottinger, Hans Werner (!MEHRFACH-PLAGIATOR!), Artikel: Estimating demand for SDI-related spin-off technologies


1987 Mathiopoulos, Margarita (Diss.) (Dr.-Titel wurde mit seltsamer Begründung nicht aberkannt, die Dissertation wird aktuell untersucht: http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Mm )



1983 Pilz, Peter - Politiker aus Österreich (Diss) (Es wird ihm vorgeworfen, dass die Diss. ein Eingeplagiat sei)


1972 Ein "Lehrbeauftragter für Antike Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bochum" (Buch: Sozialgeschichte der Antike. Ein Abriß) (Plagiatsvorwürfe: In einer Rezension, veröffentlicht in der Historischen Zeitschrift (HZ 217, 1973, 111-113), prangerte der Kölner Althistoriker Friedrich Vittinghoff (1910-1999) die Plagiate an)



1957 Hahn, Johannes (Diss.: "Perspektiven der Philosophie heute - dargestellt am Phänomen Stadt") (Stand der Dinge: s. antiplagaustria / Initiative Transparente Wissenschaft)

1953 Ströker, Elisabeth (Diss.) (Trotz zahlreicher Plagiate wurde der Titel mit einer seltsamen Begründung nicht aberkannt -> sollte man mal genauer angeschauen!)

Verwendung von nicht anerkannten Titeln, Titelkäufe, etc. Bearbeiten

2004 - 2009 Jasper, Dieter, CDU (nicht anerkannter Titel verwendet: Doktor) (Verfahren gegen Zahlung einer Strafe von 5000 EUR eingestellt)

2001 - 2008 Bögner, Hans-Georg, SPD (ein Beispiel dafür, dass man sehr genau aufpassen muss, dass man nicht auf ein falsches Promotionsverfahren hereinfällt) (Staatsanwalt prüfte den Tatbestand des Titelmissbrauchs)

1993 - ? Kühr, Thomas W., ehem. Manager bei T-Venture, einer Telekomtocher (Titel war bei einer Schweizer Briefkastenuniversität erworben worden)

Sonstige KuriositätenBearbeiten

1.) Der tschechische Titel: "PhDr." - zu diesem Thema ein Beitrag von 'Externer':

Zu Scheuer, Andreas: Die politische Kommunikation der CSU im System Bayerns (keine Dissertation) - Ich übernehme aus PlagiPedi wieder zurück, was ich dorthin von Guttenplag kopiert hatte: "Um es so kurz wie möglich zu machen: Der 'PhDr.' ist ein sogenanntes 'Berufsdoktorat', eine Form, die es in dieser Form nach m.W. nur in Tschechien und der Slowakei gibt. Es ist heute ein Magistergrad mit einer postgradualen Ausbildung, der - so ist die Geschichte dieses Grades - den Träger über das 'normale' Diplom herausheben sollte. Näheres findet sich bei Anabin (www.anabin.de), d e r Datenbank, die die Übernahme von akademischen Graden profund bewertet und Grundlage für alle Kultusministerentscheidungen ist. Im wesentlichen ist der PhDr. 1966 in der damaligen CSSR [lt. Anabin, Externer] deshalb eingeführt worden, weil bis zu dem Zeitpunkt akademische Grade unterhalb des 'Doktors' nicht üblich waren.

Anabin weiter "Erst der Ph.D., der nach Abschluss eines regulär 3-jährigen Doktorandenstudiums (Vollzeitstudium) mit obligatorischen Prüfungen sowie Anfertigung und Verteidigung einer Dissertation erworben werden kann, ist der 3. Stufe der Bologna-Klassifikation (Bachelor-Master-Doktor) zuzuordnen."

Weiter: "Inhaber von in einem wissenschaftlichen Promotionsverfahren erworbenen Doktorgraden, die in den in Ziff. 1 (d.h. der EU zugehörigen Staaten) bezeichneten Staaten oder Institutionen erworben wurden, können anstelle der im Herkunftsland zugelassenen oder nachweislich allgemein üblichen Abkürzung gem. Ziffer 1 des Beschlusses vom 14.04.2000 wahlweise die Abkürzung 'Dr.' ohne fachlichen Zusatz und ohne Herkunftsbezeichnung führen. Dies gilt nicht für Doktorgrade, die ohne Promotionsstudien und -verfahren vergeben werden (so genannte Berufsdoktorate) und für Doktorgrade, die nach den rechtlichen Regelungen des Herkunftslandes nicht der dritten Ebene der Bologna-Klassifikation der Studienabschlüsse zugeordnet sind." ((Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 21.09.2001 i. d. F. vom 15.05.2008) KMK-Beschluss von 2001 (zuletzt abgerufen am 10.03.2011,20.30 Uhr) . Herr Scheurer ist also [nur!, Externer] berechtigt, den 'PhDr.' zu führen und der 'PhDr.' muss vor dem Namen geführt werden. Alles andere ist ihm verwehrt, weder den echten und internationalen 'Ph.D.' international nach dem Namen, noch den 'Dr.' vor dem Namen darf er führen. Sollte eins von beiden festgestellt werden - Strafbarkeit (unerlaubte Titelführung). --Externer 19:40, 10. Mär. 2011 (UTC)" Und ergänze: Herr Scheuer hat nie eine "Dissertation" bei der Karls-Universität in Prag eingereicht, sondern "nur" eine "rigorozní praze", eine Rigorosumsarbeit, etwa vergleichbar mit einer erweiterten Masterarbeit. Sollte Herr Scheuer sich herauswinden wollen, dass es eine Art bayrische "lex scheueri" gibt (die gibt es tatsächlich, durch eine obskure Verfügung ist er um ein strafrechtliches Verfahren wegen unerlaubter Titelführung herumgekommen), so ist ihm heute das Tragen des Dr.-Titels verwehrt. --Externer 20:40, 27. Apr. 2011 (UTC)



Liste initiert: Redlich waehrt am laengsten (former known for some minutes as 188.110.227.251 ) 01:06, 27. Apr. 2011 (UTC)


Liste aktualisiert: Redlich waehrt am laengsten 20:52, 28. Apr. 2011 (UTC)


Persönlichkeitsrechte /-schutz des einzelnen Plagiators (Anfragen und Diskussion)Bearbeiten

Ich frage folgendes an die Community: Wie halten wir es hier in diesem Teil des Forums mit dem Persönlichkeitsrecht des Plagiators?

Beispiel: Wie ersichtlich, sind verschiedene Nachweise von Plagiatsfällen vorhanden, bei denen der Name nicht bekannt ist (siehe z.B. Uni Rostock: Diss. und auch die frühere Diplomarbeit, aus: "Ostseezeitung"). Der dazugehörende Namen könnte z.B. durch Verbreitung von Gerüchten bekannt werden. Eintragen? Oder nicht?

Weiteres Beispiel: Obwohl sämtliche Gerichtsfälle dokumentiert werden, in dem z.B. Namen geschwärzt werden, ist durch einfaches Googlen der dazugehörende Klarnamen relativ rasch zu ermitteln - im Fall des Bonner Chemikers (hier nicht plagiatsrelevant) zeigt der Link sogar den Klarnamen direkt. Googlen, eintragen, oder nicht?

Auf der einen Seite ist das bei zu Guttenberg, Pröfrock und Koch-Mehrin als Personen des öffentlichen Lebens eindeutig, nicht eindeutig ist z.B. schon der Fall von Frau Saß. Dort kann man es aber gerade noch als "Zufallsfund" werten, da der Name im Zusammenhang mit einer anderen Diss. auftauchte, und insofern die Plagiatssuche eine eigene Leistung darstellt. Gleiches gilt m.E. für öffentliche Rezensionen, die ja auch eine Namensnennung beinhalten.

Was ist aber mit gezielter Klarnamen-Suche, die Diss. ist ja noch irgendwo erhältlich, andererseits hat die jeweilige Person durchaus eigene Rechte. Auch Stefan Weber geht damit sehr vorsichtig um, sogar seinem eigenen Fall. Mich würde ein Meinungsbild zur Sache sehr interessieren, ist es für eine Weiterarbeit an der Liste m.E. grundsätzlicher Natur. --Externer 11:30, 28. Apr. 2011 (UTC)


Die Liste habe ich deshalb initiiert, damit man sich mal einen Überblick verschaffen kann über die Taten (Art, Zahl, Verfahrensergebnisse/-stand, etc.). Einzelne Namen finde ich deshalb nicht relevant.

Wenn Werke bereits veröffentlich sind und es feststeht, dass fremde Texte darin nicht kenntlich gemacht worden sind, dann werde ich den Namen des Verfassers bestimmt nicht umschreiben - denn er hat ja mit der Veröffentlichung seiner Taten direkt selbst eine öffentliche Diskussion provoziert.

Wenn ein Werk veröffentlicht wurde und manche Passagen verdächtig sind, aber auch von Autor selbst stammen können, da würde ich die Aufnahme des Werkes zuerst in eine andere Liste vorschlagen: in die Liste mit der noch zu überprüfenden Werke.

Redlich waehrt am laengsten 17:02, 28. Apr. 2011 (UTC)

Völlig d'accord. Mir ging/geht es darum: Fakt des Plagiats steht definitiv fest - bisher ist aber kein Klarname bekannt - wird nicht durch Veröffentlichung bekannt, wäre aber auf legalem Weg herauszubekommen. Suchen? Veröffentlichen? Oder nur dokumentieren - und es dem Schicksal überlassen (siehe eben Ostseezeitung, FH Mittweida usw.). Du plädierst also es bei "ein nicht namentlich bekannter XY" zu belassen, Link oder Beleg - und gut ist. Kann man so machen. I.O. Externer 20:16, 28. Apr. 2011 (UTC)

Danke an Externer f. d. Anfrage bezügl. Persönlichkeitsrechten (putativer) Plagiatoren! Gibt sie uns doch einmal mehr die Gelegenheit deutlich zu machen, dass 'PlagHunting' keineswegs eine Art gewissenlose 'Kopfjägerei' darstellt, sondern dass diesbezüglich auch ethische (und in der Folge juristische) Grundlagen zu beachten sind. Ich persönlich sehe z.B. die dringende Notwendigkeit, im Rahmen einer solchen Auflistung wie dieser hier zwischen vermutlichen und nachweislichen Plagiatsfällen / PlagiatorInnen zu unterscheiden. Dazu sehe ich auch weiteren Diskussionsbedarf bezüglich der Frage: Unter welchen Umständen ist 'Nachweisbarkeit' gegeben?

Was die Nennung von Namen (vermeintlicher) PlagiatorInnen betrifft: Hörensagen, Gerüchteküche etc. dürfen natütrlich NICHT zur Grundlage von Namensnennungen werden, sondern hier möchte ich zumindest gute journalistische Standards und Belegbarkeit durch überprüfbare Quellen vorausgesetzt wissen. In einen echten Gewissens- und Interessenkonflikt (auch juristischer Natur) geraten wir m. E. dann, wenn es sich bei den betreffenden (putativen) PlagiatorInnen NICHT um Personen des öffentlichen Lebens handelt. (Externer hat ja diesbezüglich schon auf die 'Grenzwertigkeit' des Casus Sass hingewiesen). Hier sollten wir sowohl weiter diskutieren, was die Zielsetzung unserer Arbeit derzeit und auch künftig betrifft (befassen wir uns auch weiterhin 'nur' mit Dissertationen von PolitikerInnen, oder weiten wir das Beobachtungs-Spektrum aus?), aber auch juristischen Rat einholen.

Grundsätzlich bin ich - ähnlich wie der Themenstarter - keineswegs versessen darauf, hier jede/n, die/der sich mit unzulässigen Mitteln einen akademischen Grad verschafft hat, durch Namensnennung quasi 'an den Pranger zu stellen', aber ich würde mir im Interesse guter wissenschaftlicher Praxis wünschen, dass nach und nach eine Grundlage zur quantitativen und qualitativen Untersuchung des Plagiarismus-Problems (und angrenzender Aspekte wie Titel-Handel etc.) zu erarbeiten. Und dazu erscheint mir einleitend eine solche Auflistung sehr sinnvoll. Sollte eine Ermittlung von in dieser Liste nicht genannten 'Klarnamen' auf anderem Wege (googlen etc.) möglich sein, dann ist das eben so, und es kann nicht unsere Aufgabe sein, derartige Ermittlungen in bestimmten Fällen durch Verschleierung oder Auslassung der Tatsachen zu erschweren. Damit würden wir uns dann zu Recht dem Vorwurf aussetzen, mit zweierlei Maß zu messen.

@ Redlich waehrt am laengsten (betr. H.-G. Bögner): Ich stimme voll mit Ihnen überein, dass gerade dieser Fall sehr differenziert zu betrachten ist, aber, wie Sie selber es so schön formuliert haben: "... auf die Liste muss er halt leider, als abschreckendes Beispiel, dass man nie naiv sein darf und immer überprüfen sollte, ob man nicht von geschickt agierenden 'Doktormachern' reingelegt wird."

@ alle: Ich würde diesen Thread gerne - spätestens am Wochenende - in das zuständige Subforum "Diskussion über andere Dissertationen und Arbeiten" verschieben. Spricht irgendetwas dagegen?

Beste Grüße -- Mr. Nice 21:19, 28. Apr. 2011 (UTC)

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(m)einem nachbarn, der 1979 seinen doktor an der math-nat-fak der uni-d-dorf machte, der jahrelang in einem mittelständischem unternehmen arbeitete, wurde 2009 der doktortitel aberkannt. bitte in die liste einpflegen.

richtig, das war/ist erfunden. es soll schlicht die differenz zwischen theorie und praxis auf den punkt bringen. der einwurf von externer, dass man nicht (gleichsam in blöd-zeitungs-manier) menschen ins flutlicht stellen muss, ist vermutlich klar und von ernster bedeutung. dass man jedoch nicht obigen (erfundenen) beitrag aufnehemen kann/sollte, ist auch klar.

wer die suchmaschinen mit `doktortitel aberkannt` o.ä. befeuert, könnte die liste durchaus erweitern. finden wird man dann bereits medial veröffentlichte, die bei weiterer recherche evtl. identifizierbar wären.

statistiken über aberkannte doktortitel werden nach meiner kenntnis nicht geführt. das statistische bundesamt und universitäten geben diesbezüglich nichts bzw. kaum etwas her. aberkannte disssertationen sind wohl keine ruhmesblätter für die prüfer…

kurz, wozu dieses thema? geht es um die tabellarische nachvollziehbarkeit von doktoralen entzügen nach parteimitgliedschaft – ok. für eine wirklich seriöse recherche müssten alle unis angeschrieben werden. belegen (mit einem link) kann ich hier jedoch nur etwas, das bereits veröffentlicht wurde …?

195.46.44.53 21:45, 28. Apr. 2011 (UTC)

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@195.46.44.53: Ich - persönlich - engagiere mich, weil ich den Versuch von Benutzer:Redlich_währt_am_längsten für ehrenwert erachte, eine Liste aller bisher bekannten Plagiatsfälle zusammenzutragen, ohne damit jemanden anschwärzen zu wollen. Es ist eine Monographie, wie sie im wissenschaftlichen Bereich gute Tradition hat. Dabei geht es auch nicht ums Anschreiben von Unis, oder ähnlichem, sondern um eine seriöse Dokumentation, z.B. steht (ich habe einen gerade eingetragen) hinter jedem Gerichtsurteil zum Plagiieren halt auch eine Arbeit - und auch ein Mensch. Ersteres, die Arbeit, halte ich deshalb für eintragungswürdig, sie ist dokumentiert, mit dem Eintrag von letzterem habe ich meine Probleme öffentlich gemacht und zur Diskussion gestellt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Und da es andere Wikis auch nicht schaffen, da mal Klarheit zu schaffen, ist der Ansatz hier eine vernünftige Idee: In VroniPlag hat da jemand mal geschrieben (sinngemäß): "Geht es ums Plagiat - oder um den Plagiator?" Mir geht es ums Plagiat. Und ich - persönlich - will aus dem "politischen Geruch" weg.
Aber solange auch irgendwelche Zahlen im Raum "geistern", (ich zitiere jetzt aus dem Gedächtnis:) "Zwischen ein und dreißig Prozent der Dissertationen sind plagiatsbehaftet", was ich gelesen habe, da denke ich, sollte seriöse Arbeit ansetzen, auch mit meiner (inständigen) Hoffnung, es liegt eher bei oder unter einem Prozent. Denn eine solche Aussage über "Prozent-Band-Breiten" halte ich - gelinde - auch nicht für ausreichend seriös. Aber: Es ist eben Arbeit, das zusammenzutragen, was veröffentlicht vorliegt, und ist auch sehr verstreut (und häufig auch nur offline verfügbar). --Externer 22:30, 28. Apr. 2011 (UTC)
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@externer
da auch ich für einen eingepflegten beitrag `gesorgt` habe, halte ich das unterfangen nicht für restlos sinnlos. dennoch wollte/möchte ich (ähnlich zu ihrem persönlichkeitschützendem vorbehalt) eine einlassung verfassen.
eine liste, die nur aus bereits veröffentlichten `fällen` besteht, wird eine (methodisch-immanente) `promi`-liste sein/bleiben, eine vermutliche (hoffentlich nicht) spitze eines eisberges.
seriös, belastbar -ohne umhergeisternde prozentzahlen- geht es nur mit ernsthafterer recherche, denn einfach eine suchmaschine einzuschalten, ist auch hier nicht genug, um an die `wahrheit` zu gelangen. wohlan!
195.46.44.53 23:00, 28. Apr. 2011 (UTC)
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Es kommen immer wieder Vorwürfe aus, dass die PlagWikis vor allem die Dissertationen nur von Politikern untersuchen würden. Aber wenn dann mal eine Dissertation von einem/einer Nicht-Politiker/in, dann kommen z.T. die gegenteiligen Vorwürfe (s. Michael Spreng in der Sendung von Anne Will "Blenderrepublik - wie weit kommt frech").


Die PlagWikis brauchen sich aber auch nicht einschüchtern lassen von den überbesorgten Glucken. Wer öffentlich betrügt, der kann doch beim besten Willen nicht mehr erwarten, dass heimlich alles diskutiert und aberkannt wird. Und, an alle, die keine Ahnung haben: gerade in der Wissenschaft und in der Literatur, da werden Werke veröffentlicht, gerade damit jeder sie lesen und begutachten und kritisieren kann. Da braucht niemand mehr sich als edler Schützer von Privatsphäre aufspielen zu wollen. Jedes Werk ohne Plagiat, das veröffentlicht wird, muss sich der Kritik stellen und erhalten keine Glucke, die dann sagt, ach der Autor muss geschützt werden und dann sollen Werke mit Plagiat auf einmal nicht mehr öffentlich diskutiert werden können. So einen Quatsch habe ich schon lange nicht mehr gehört.

Ausserdem wurde niemand zum Plagiieren, noch zum Promovieren gezwungen. Jeder entscheidet sich dafür allein. Und dann muss er auch mit den Konsequenzen leben.

Wer in die Küche geht (= Doktor werden will und seine Arbeit veröffentlicht), der muss auch Dampf aushalten können (= dass die Öffentlichkeit die Arbeit beäugt und diskutiert). Wer aber sein Werk nicht in der Öffentlichkeit diskutiert haben möchte, der ist in der Wissenschaft und beim Promovieren fehl am Platze.

188.105.128.165 22:59, 16. Jul. 2011 (UTC)


Hinweise und Diskussion Bearbeiten

2001 Wollgast, Siegfried (Rezension von Ulrich Rasche , gefunden bei Stefan Weber ) Zitat Stefan Weber im Blog: "In dieser Rezension findet sich ein Plagiatsvorwurf gegen einen deutschen Philosophiehistoriker, in Fußnote 5 sogar der dezente Hinweis darauf, dass es sich vielleicht um einen Serienplagiator handeln könnte – analog zu anderen großen Fällen in der jüngeren deutschen akademischen Philosophie (etwa Forschner). Eine “weitgehend wortwörtliche Abschrift” von 50 Seiten am Stück durch einen Dresdner Universitätsprofessor? Nicht schlecht. Und Plagiatsfragmente ausgerechnet in einem Buch über das deutsche Promotionswesen? Unglaublich! Konsequenzen: Keine." Siegfried Wollgast habililitierte anschließend noch. Beteiligt an der Promotion war die Promotionsberatung Dr. Graetz, Bergisch-Gladbach (eingefügt von 79.241.223.78 08:58, 27. Apr. 2011 (UTC))



Vielleicht passt heutige Meldung hier hin:

"Der Dozentin einer Fachhochschule ist am Mittwoch der Doktortitel aberkannt worden. Die Frau hatte rund ein Viertel ihrer Dissertation bei anderen Autoren abgeschrieben."

http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36098&key=standard_document_41383311

195.46.44.53 17:29, 27. Apr. 2011 (UTC)


@ 195.46.44.53

Vielen Dank! Ich werde diesen Fall sofort in die Liste aufnehmen.

188.105.139.203 18:06, 27. Apr. 2011 (UTC)


@ 79.241.223.78

vielen Dank für die Hinweise!

Der Übersichtlichkeit wegen habe ich Ihren Beitrag noch einmal nach der Liste komplett aufgeführt und in der Liste nur die Grundangaben belassen.


Ich hab mir mal diese erwähnte Fußnote angeschaut, sie lautet wie folgt:

[5] Wollgast hat seine 1997 erschienene Reprintausgabe der gesammelten Werke Gabriel Wagners (1660-1717) mit einer Einleitung versehen, bei der es sich um eine „weitgehend wortwörtliche Abschrift“ einer über 50 Seiten langen Passage aus einem Buch von 1961 handelt, vgl. die Rezension von Detlev Döring, in: Theologische Literaturzeitung 123 (1998), Sp. 883-885.


Werde auch diesen Vorwurf aufnehmen.

188.105.139.203 18:29, 27. Apr. 2011 (UTC)


@ 188.110.227.251: Ganz großartige Idee, diese Material-Liste! Kompliment!!! Bin sehr dafür, die Liste hier im Forum weiter auszuarbeiten, und sie später in geeigneter Form ins Wiki zu übernehmen. Habe gerade schon mal ein Inhaltsverzeichnis und Headlines eingebaut.

Zu "Verwendung von nicht anerkannten Titeln, Titelkäufe, etc." Da kann ich momentan diesen Fall (H.-G. Bögner, SPD) aus 2009 mit zwei Presse-Belegen beisteuern:

  • EXPRESS.DE 24.02. 2009:Falscher Doktor: Fall für den Staatsanwalt (VOLKER ROTERS) "Köln - Auf den SPD-Kulturpolitiker Hans-Georg Bögner kommt neuer Ärger zu. Denn jetzt interessiert sich auch die Kölner Staatsanwaltschaft für den Mann, der sich nach eigenen Angaben mit einem falschen Doktor-Titel schmückte."
  • Kölnische Rundschau 18.02. 2009: Falscher Doktortitel (Susanne Happe und Manfred Reinharth) "Seit 2008 Honorarprofessor der Musikhochschule, SPD-Politiker und Geschäftsführer der Sparkassen-Stiftung Kultur: Hans-Georg Bögner hat seinen Dr., den er seit 2001 führte, zu Unrecht getragen. Nach Angaben seines Anwalts Dietmar Müller wurde er Opfer von Betrügern, die 5000 D-Mark von ihm kassierten"

Beste Grüße -- Mr. Nice 19:24, 27. Apr. 2011 (UTC)



@ Mr. Nice

Danke für das Inhaltsverzeichnis und die Headlines und für das positive Feedback. Meistens kann man es ja niemandem recht machen, um so mehr freut es mich, wenn eine positive Rückmeldung auftaucht!

Danke auch für den Hinweis auf Hans-Georg Bögner. Ich muss zugeben, nachdem ich die genannten Artikel über ihn gelesen habe, fällt es mir recht schwer, ihn auf die Liste zu setzen. Er wurde ja anscheinend auf eine Promotion extra angesprochen, hat dann zugesagt, eine Doktorarbeit geschrieben, fand sich danach zur Disputation in einem Raum in der Uni Hamburg ein, schließlich hat er noch Geld für den Verwaltungsaufwand entrichtet und als er dann Jahre später von Fremden kontaktiert wurde, dass mit seinem Titel wohl etwas nicht stimme aber man ihm behilflich sein könne, ist er nicht darauf eingegangen und er hat frontal Strafanzeige erstattet.

Aber naja, auf die Liste muss er halt leider, als abschreckendes Beispiel, dass man nie naiv sein darf und immer überprüfen sollte, ob man nicht von geschickt agierenden "Doktormachern" reingelegt wird.


Redlich waehrt am laengsten 21:04, 27. Apr. 2011 (UTC)


Zu Scheuer, Andreas: Die politische Kommunikation der CSU im System Bayerns (keine Dissertation) - Ich übernehme aus PlagiPedi wieder zurück, was ich dorthin von Guttenplag kopiert hatte: "Um es so kurz wie möglich zu machen: Der 'PhDr.' ist ein sogenanntes 'Berufsdoktorat', eine Form, die es in dieser Form nach m.W. nur in Tschechien und der Slowakei gibt. Es ist heute ein Magistergrad mit einer postgradualen Ausbildung, der - so ist die Geschichte dieses Grades - den Träger über das 'normale' Diplom herausheben sollte. Näheres findet sich bei Anabin (www.anabin.de), d e r Datenbank, die die Übernahme von akademischen Graden profund bewertet und Grundlage für alle Kultusministerentscheidungen ist. Im wesentlichen ist der PhDr. 1966 in der damaligen CSSR [lt. Anabin, Externer] deshalb eingeführt worden, weil bis zu dem Zeitpunkt akademische Grade unterhalb des 'Doktors' nicht üblich waren.

Anabin weiter "Erst der Ph.D., der nach Abschluss eines regulär 3-jährigen Doktorandenstudiums (Vollzeitstudium) mit obligatorischen Prüfungen sowie Anfertigung und Verteidigung einer Dissertation erworben werden kann, ist der 3. Stufe der Bologna-Klassifikation (Bachelor-Master-Doktor) zuzuordnen."

Weiter: "Inhaber von in einem wissenschaftlichen Promotionsverfahren erworbenen Doktorgraden, die in den in Ziff. 1 (d.h. der EU zugehörigen Staaten) bezeichneten Staaten oder Institutionen erworben wurden, können anstelle der im Herkunftsland zugelassenen oder nachweislich allgemein üblichen Abkürzung gem. Ziffer 1 des Beschlusses vom 14.04.2000 wahlweise die Abkürzung 'Dr.' ohne fachlichen Zusatz und ohne Herkunftsbezeichnung führen. Dies gilt nicht für Doktorgrade, die ohne Promotionsstudien und -verfahren vergeben werden (so genannte Berufsdoktorate) und für Doktorgrade, die nach den rechtlichen Regelungen des Herkunftslandes nicht der dritten Ebene der Bologna-Klassifikation der Studienabschlüsse zugeordnet sind." ((Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 21.09.2001 i. d. F. vom 15.05.2008) KMK-Beschluss von 2001 (zuletzt abgerufen am 10.03.2011,20.30 Uhr) . Herr Scheurer ist also [nur!, Externer] berechtigt, den 'PhDr.' zu führen und der 'PhDr.' muss vor dem Namen geführt werden. Alles andere ist ihm verwehrt, weder den echten und internationalen 'Ph.D.' international nach dem Namen, noch den 'Dr.' vor dem Namen darf er führen. Sollte eins von beiden festgestellt werden - Strafbarkeit (unerlaubte Titelführung). --Externer 19:40, 10. Mär. 2011 (UTC)" Und ergänze: Herr Scheuer hat nie eine "Dissertation" bei der Karls-Universität in Prag eingereicht, sondern "nur" eine "rigorozní praze", eine Rigorosumsarbeit, etwa vergleichbar mit einer erweiterten Masterarbeit. Sollte Herr Scheuer sich herauswinden wollen, dass es eine Art bayrische "lex scheueri" gibt (die gibt es tatsächlich, durch eine obskure Verfügung ist er um ein strafrechtliches Verfahren wegen unerlaubter Titelführung herumgekommen), so ist ihm heute das Tragen des Dr.-Titels verwehrt. --Externer 20:40, 27. Apr. 2011 (UTC) (war heute früh 79.241.223.78)

..........................

hier noch einige internationale namen/plagiatoren aus dem Telegraph - 195.46.44.53 10:28, 10. Mai 2011 (UTC)

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folgenden Fall habe ich oben eingepflegt:

Plagiate in der Dissertation: http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-05/aberkannte-doktortitel


Übrigens, voll krass:

Die betreffende Professorin unterichtet trotz Aberkennung des Doktortitels weiter!!!

188.105.127.131 20:53, 11. Mai 2011 (UTC)

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Zwar ist er oben schon vorher in die Liste eingetragen worden, aber wenn man das liest, er ist wohl der König der Plagiatoren und Vorspiegler falscher Referenzen:

Hans Werner Gottinger


http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Werner_Gottinger

188.105.141.232 14:01, 19. Mai 2011 (UTC)


http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-05/uni-bonn-plagiate

Elisabeth Ströker, Doktorarbeit, 1953


http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Mm

Prof. Dr. Margarita Mathiopoulos, Diss., 1987

188.105.52.39 22:07, 20. Mai 2011 (UTC)


oje, ein ganzer Haufen falscher Doktoren:

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,637812,00.html


Neu, Niels (CDU)

Schürholt, Kai (CDU)

Dewender, Markus (Chef der Hilfsorganisation "Kinder brauchen uns")

188.105.52.39 23:00, 20. Mai 2011 (UTC)


Jetzt auch noch die Professoren selbst bei der Erstellung wissenschaftlicher Bücher:

Professor schrieb bei eigenem Studenten ab

Ganz schön krass, weiss jemand näheres?

188.105.141.187 15:06, 27. Mai 2011 (UTC)


Dr. Johannes Hahn:

Perspektiven der Philosophie heute - dargestellt am Phänomen Stadt

s. antiplagaustria / Initiative Transparente Wissenschaft)

88.67.152.150 16:30, 27. Mai 2011 (UTC)


Das ist ein Ding:


Das Dissertations-Superplagiat schlechthin:


http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/muenster/hochschule/1556398_Verdacht_auf_gefaelschte_Doktorarbeiten_an_Uni_Muenster.html


Uni Münster, 2009


188.105.55.222 22:21, 15. Jun. 2011 (UTC)


In der Liste zu Beginn des Threads (Verdachtsfälle) fehlen noch folgende Fälle:

Chatzimarkakis

Althusmann

Stefan Liebing

Jürgen Goldschmidt

Dr. Benedikt Seidenfuß


Dr. med. Nalan Schnelle (geb. Kayhan)

s. PlagiPedi

[Kayhan (2006): Frequenzinotropie und intrazellulärer Calciummetabolismus bei Mitralvitien unter isometrischen und isotonen Messbedingungen
Dissertation, Universität Heidelberg
]


Tacheles 23:24, 21. Jul. 2011 (UTC)



Leider schon wieder ein Verdachtsfall, hoffentlich löst er sich in Wohlgefallen auf:


Dr. Siegfried Haller: Das Sanierungsgebiet Hemshof in Ludwigshafen am Rhein. Eine Bilanz von 30 Jahren baulicher Erneuerung und sozialer Veränderung (2003) (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg).


Auf Vroni-Plag: http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Sh


Falls sich die Funde als Plagiate erweisen sollten, dann bin ich wirklich gespannt, welche Ausreden ein Diplom-Soziologe und Sozialpsychologe ersinnen kann. Was Politiker da an Ausreden und Lügen äußern ("abstrus", Verharmlosungen a la "Fehler", "Harvard-Zitierweise", "Oxford", "Uni ist schuld", "fordende Amt + Kinder", ...), wissen wir ja, aber Sozialpsychologen oder Soziologen können bestimmt auch etwas Spezielles hinzufügen.

Tacheles 08:26, 25. Jul. 2011 (UTC)


Jetzt wird es ernst, der Verfasser der Dissertation meldet sich zu Wort:

http://www.leipzig-fernsehen.de/default.aspx?ID=5846&showNews=997792



In einem kurzfristig angesetzten Pressegespräch will Dr. Haller zu den Vorwürfen Stellung nehmen, teilte die Stadt Leipzig mit. LEIPZIG FERNSEHEN ist ab 15:30 Uhr im Neuen Rathaus beim Pressegespräch anwesend.

Wie sich der beschuldigte Leipziger Jugendamtsleiter äußert, erfahren Sie ab 18 Uhr heute stündlich in der Drehscheibe Leipzig.

Tacheles 12:09, 25. Jul. 2011 (UTC)


Die Stellungnahme ist nun als Video online:

http://www.leipzig-fernsehen.de/default.aspx?ID=5846&showNews=997792&newVideo=0


Tacheles 19:05, 25. Jul. 2011 (UTC)


Hier gibt es einen Fall aus 2004 mit Plagiatsverdacht:

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,382779,00.html

Tacheles 17:25, 27. Jul. 2011 (UTC)


.... so langsam wird es echt zuviel:


schon wieder ein Verdachtsfall:

eine Dissertation aus dem Jahre 2009



Tacheles 07:28, 31. Jul. 2011 (UTC)




"Austria Calling"


Die Österreichische Plattform antiplag austria

http://de.antiplagaustria.wikia.com/wiki/Initiative_Transparente_Wissenschaft_Wiki

vermeldet verdächtige Fälle bzw. Plagiate:

1. Montanuniversität Leoben, Rigorosum 2009

2. Mario-Max Schaumburg-Lippe (Mario Wagner), Universität Innsbruck, 2003


Tacheles 09:40, 2. Aug. 2011 (UTC)



Und schon wieder ein Vorfall:

http://www.uni-potsdam.de/pm/news/up/date/2011/08/02/2011-152.html

Es handelt sich um das Buch "Universal algebra and coalgebra", 2009.

Mathematiker Prof. Dr. Klaus Denecke (emeritiert), Uni Potsdam

Tacheles 17:27, 3. Aug. 2011 (UTC)



http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2830327

Ein früherer Fall wird ein zweites Mal von der Universität Dresden geprüft:

Die Doktorarbeit des sächsischen Kultusministers Dr. Roland Wöller.

Tacheles 04:14, 7. Aug. 2011 (UTC)


Präsidentin der Hochschulkonferenz: Die Zahl der Fälle ist erschreckend.


Tacheles 04:14, 7. Aug. 2011 (UTC)


Schon wieder ein Verdachtsfall, s. VroniPlag:

Prof. Dr. Cornelia Eva Scott: The influence of national culture on stock option programmes as motivators. The case of managers in Germany


Tacheles 17:31, 8. Aug. 2011 (UTC)



Nachtrag zum Verdachtsfall Cornelia Eva Scott:

Ich hab gerade nachgeschaut, wer diese mir bis dato unbekannte Person, ist und falls ich nicht eine Namensvetterin erwischt habe, dann ist sie im Vorstand des Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte. Oje!

Echt ätzend, wenn sich der Verdacht erhärtet! Vor allem, wenn man daraufhin die Eigenbeschreibung des Verbandes liest, wäre das schlichtweg blanker Hohn:

"Seit 109 Jahren vertreten wir die Interessen aller Wirtschaftswissenschaftler in Deutschland. Wir stehen unseren Mitgliedern in Studium, Beruf, Weiterbildung und bei der Karriere hilfreich zur Seite. Als unabhängiger, anerkannter und größter Verband der Wirtschaftsakademiker unterstützen wir die interdisziplinäre Diskussion und bilden ein Forum für den fachlichen Gedankenaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis".


"Mit uns

...

eine gemeinsame Identität und Werteorientierung leben;

..."


Ich hoffe wirklich, dass sich alles in Wohlgefallen auflöst, denn so massiv fremdschämen wie hier sonst angemessen wäre, das möchte ich mir ersparen. "Harvard" und "Oxford"-Ausdreden sind ja schon armselig, aber sich in einem Verein, der das o.G. sich auf die Fahnen geschrieben hat, in den Vorstand zu gehen, das wäre noch peinlicher. Das erinnert mich an das Oberfremdschämen im Fall Guttenberg, wenn man Guttis früheren Kommentare sich nach der Plagiatsentdeckung angehört hat: Anstand, Niveau, etc., - wenn man sich das angehört hat und verglich dann mit der Realität, dann stieg so ein ekelhafter Brechreiz hoch - sorry, war nicht wertend gemeint, sondern ist rein deskriptiv. Und dann die "bürgerlichen" Parteien, wenn man die alten Statements, was sie so von anderen eingefordert haben: Werte, Anstand, etc. und das dann mit der Stillhaltetaktik verglich - beschämend! Da mußte man ja froh sein, dass sich dann jemand von den bürgerlichen Parteien "nicht nur heimlich" schämte oder dass es welche gab, die ebenfalls die "Salamitaktik" (und was für eine!) inakzeptabel fand (danke Herr Biedenkopf!). Weil sonst denkt man wirklich, dass man mit einer Parteimitgliedschaft wohl gleich den Anstand ablegen muss.

Tacheles 17:50, 9. Aug. 2011 (UTC)


https://www.bdvb.de/de/der-bdvb/ (Ich habe mal um den Link auf die Seite des bdvb e.V. ergänzt) 80.143.75.98 18:13, 9. Aug. 2011 (UTC)



@ 80.143.75.98 Danke für die Einfügung!

Tacheles 16:29, 10. Aug. 2011 (UTC)



Um es ganz ordentlich aufzubereiten:

1. Frau Cornelia Eva Scott ist Präsidentin des BDVB (Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebwirte e.V.):

Der BDVB

http://www.bdvb.de/

Das Präsidium des BDVB:

https://www.bdvb.de/de/der-bdvb/praesidium.html

... und hier die Aufgaben des BDVB nach eigenen Angaben:

https://www.bdvb.de/de/der-bdvb/

"..Wir stehen unseren Mitgliedern in Studium, Beruf, Weiterbildung und bei der Karriere hilfreich zur Seite.."

"Mit uns ...

  • eine gemeinsame Identität und Werteorientierung leben;

..."


2. Frau Cornelia Eva Scott ist auch noch im Vorstand des BDVB-Forschungsinstitut e.V., dort als stellvertretende Vorsitzende:

Der BDVB-Forschungsinstitut e.V.:

http://www.forschungsinstitut.bdvb.de

Der Vorstand des BDVB-Forschungsinstituts:

http://www.forschungsinstitut.bdvb.de/de/startseite/forschungsinstitut/vorstand.html

... und hier die Aufgaben des BDVB-Forschungsinstituts nach eigenen Angaben:

http://www.forschungsinstitut.bdvb.de/de/startseite/forschungsinstitut/aufgaben.html


"Zwecke des Vereins sind die Förderung

  • von Wissenschaft und Forschung

... "


Uni Bonn:

Doktorandin vs. Doktorvater! Krass: Wer von wem abgeschrieben hat, ist hier die Frage.

http://www.radio96acht.de/Themen/Campus/819/Noch_mehr_Plagiatec.html

"Eine Doktorandin steht unter dem Verdacht, in ihrer Doktorarbeit dei ihrem Doktorvater, dem Aachener Professor für Europarecht Walter Frenz, abgeschrieben zu haben.

....

Da es an der Universität Aachen keine juristische Fakultät gibt,prüfte die rechts-und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn die Dissertation. Dort kam der Erstgutachter zu einem anderen Ergebnis. Er beanstandetete, dass 40 Seiten der Dissertation mit einer Passage im 2009 von Prof. Frenz veröffentlichten "Handbuch für Europarecht" übereinstimmen und erhob den Vorwurf des Plagiats. Die Doktorandin behauptet, dass ihr Doktorvater die Pssage von ihr abgeschrieben habe."

Tacheles 22:27, 12. Aug. 2011 (UTC)


TU Dresden:

http://www.zeit.de/studium/hochschule/2011-12/plagiatsfall-woeller

Der Kultusminister darf seinen Titel behalten. Durch die vorgehaltene Hand bei der Bekanntgabe macht eine unabhängige Untersuchung eventuell sinnvoll?

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