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"Für mich steht außer Frage, dass Herr zu Guttenberg ein Betrüger ist"

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Wer immer noch meint, KTs Verhalten sei irgendwie zu entschuldiegen, sollte sich einfach einmal das Viedo auf der folgenden Seite ansehen: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/guttenberg-plagiat-doktorarbeit-ID1298650729897.xml


Der dort gezeigte Ausschnitt des Interview mit Prof. Oliver Lepsius, der seit 2002 in Bayreuth der Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht sowie Allgemeine und Vergleichende Staatslehre und damit Nachfolger seines Doktorvaters ist, lautet:

"Wir sind alle ebtsetzt. Wir sind einem Betrüger aufgessen und die Universität hat daraus die Konsequenzen gezogen und ihm den Grad aberkannt. Niemand hätte sich vorstellen können, mit welcher Dreistigkeit hier ein Plagiat eingereicht wird."

Frage: Glauben Sie, dass er bewusst, dass er mit Absicht getäuscht hat?

"Für mich steht außer Frage, dass Herr zu Guttenberg ein Betrüger ist. Er hat planmäßig plagiiert. Er hat eine Collage von Plagiaten angefertigt. Über hunderte von Seiten und er glaubt, er hat es nicht getan. Er stellt eine Dissonanz fest, zwischen dem, was er objektiv getan hat, und dem, was er subjektiv getan haben will. Das ist absurd. Wie kann jemand etwas tun uhd nicht wissen, was er tut? Das ist eine große Frage, die am Ende dieser Woche offen bleibt. Woher kommt diese Fehleinschätzung des Ministers über sein Handeln?"

Frage: Wenn ein Student eine solche Arbeit bei Ihnen abliefern würde, mit den objektiven Passagen, die von anderen abgeschrieben worden sind, was würden Se dem sagen, wenn er sagen würde, er hätte das gar nicht bemerkt?

(lacht) "Ich würde ihn auslachen. Das kann man sich nicht vorstellen. Die Leute wissen, was sie tun. Wie reden ja hier nicht üner einen Studenten im 2. Semester, der in einer Patchwork-Kultur groß geworden ist. Wir reden hier über jemanden, der eine Arbeit abgibt am Ende eines langjährigen Promotionsverhältnisses, am Ende von jahrelangen Gesprächen mit dem Betreuer. Natürlich gibt es Studenten in Anfangssemenstern, die noch nicht den wissenschaftlich korrekten Umgang mit Texten kennen. Den bringen wir ihnen bei. Aber wir reden hier ja über einen ganz anderen Fall."

Frage: Ist es für Sie, auch auf Grund Ihrer professoralen Erfahrung, Ihrer beruflichen Erfahrung in irgedeiner Weise glaubhaft, dass das nur ein Irrtum sein, ei Versehen?

"Wie wollen Sie etwas bewerten: Jemand schreibt 400 Seiten und es ist eine Collage, das ist von Anfang an als Collage geplant; das ist doch kein Versehen. Hier geht jemand bewusst vor. Der Mann hatte eine bewussten Vorsatz des Plagiierens. Mir ist vollkommen Schleierhaft, wie er diesen Vorsatz bestreiten kann. Mich würde - darf ich ehrlich sein - die Einschätzung eines Psychologen interessieren, was ein Psychologe zu solch eine Fall von Wirklichkeitsverdrängung meint? "

Und:

"Die Kanzlerin geht fehl in der Annahme, dass der Doktorgrad irrelevant wäre für die Ausführung seines Amtes. Entscheident in dieser Frage ist doch die Wahrnehmung von dem, was er getan hat. Und die divergiert von dem, was er objektiv getan hat. Das ist die politische Dimension dieses Skandals."

Frage: Die Tatsache, dass er bei seiner Doktorarbeit geschummelt hat und die Art und Weise, wie er sich verteidigt, wie er darauf reagiert, ruft das noch Zweifel bei Ihnen an seinen Fähigkeiten als Verteidigungsminister, an seinen Fähigkeiten, ein solches Amt zu führen, wach?

"Das politische Berlin muss sich schon die Frage stellen, ob jemand das Amt eines Bundesministers ausüben kann, der X tut aber in Abrede stellt, das er X getan hat. Wer solch eine Selbsteinlassung vornimmt, von dem muss man fragen: wenn er in diesem Fall nicht wusste, was er tut, weiß er es denn in anderen Fällen?"

Frage: Befürchten Sie Auswirkungen? Welche Auswirkungen könnte der Umgang mit dieser Plagiatsaffäre haben für die Wissenschaften, für die Reputation der Wissenschaften in Deutschland?

"Es ist natürlich erst einmal ein Schock, nicht nur für uns in Bayreuth, sondern ich denke für sie Scientific Comunity insgesamt. Es ist auch einfach ein Ausmaß an Dreistigkeit, das wir noch nicht erlebt haben. Ich glaube aber, dass die Wissenschaft aus dieser Situation gestärkt hervorgehen wird. Wir haben gesehen, dass die Qualitätsstandards streng überprüft werden, Plagiata aufgedeckt werden; wir wünschten, wir hätten sie früher aufgedecken können, aber sie werden aufgedeckt. Solche Leute haben keine Chance und es werden die Konsequenzen gezogen. Die Gremien der Universität haben schnell und solide gehandelt. In sofern können Sie sagen, ist die Welt doch wieder in Ordnung. Ich meine, wo Menschen handeln, passieren Fehler. Wichtig ist, diese Fehler rechtzeitig zu erkennen und sie zu sanktionieren. Beides denke ich, ich geschehen, wenngleich man sich natürlich das alles ganz anders gewünscht hätte."

Frage: Halten Sie es denn für angemessen, dass der Minister im Amt beibt, der angesichts der Schwere der Vorwürfe und auch der Frage, welche Konsequenzen solchen Verhalten auch in der Wssenschaft nach sich ziehen kann?

"Als Wissenschaftler wäre der Mann erledigt, das ist gar keine Frage. Es steht mir nicht zu als Wissenschaftler jetzt politische Konsequenzen zu fordern. Als Staatsbürger freilich, möchte ich doch schon sagen: ich wünsche mir Minister, die wissen was sie tun und ein Verantwortungsgefühl für ihre eigenen Antworten haben. Und die Art und Weise, wie der Minister in der letzte Woche mit der Causa umgegangen ist, lässt bei mir als Staatsbürger erhebliche Zweifel an seinen charakterlichen Fähigkeiten zur Selbsteinschätzung seiner Handlungen erkennen."

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