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Forum: Übersicht > NEUER VERDACHTSFALL: Georgios Chatzimarkakis

Das darf doch wohl nicht wahr sein, ausgerechnet die selbstgerechtesten Typen erwischt es.

Jetzt steht sogar Georgios Chatzimarkakis unter Verdacht, kuckt mal hier:

http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Home


188.105.132.48 11:24, 15. Mai 2011 (UTC)


http://www.welt.de/politik/deutschland/article13367898/200-EU-Beamte-sollen-Griechenland-uebernehmen.html

Chatzimarkakis nennt die Griechen "dumm und korrupt".


aber wir Deutschen sind wenigstens nicht so dumm wie wir aussehen, wir lesen manchmal ganz genau nach! 188.105.135.160 11:49, 15. Mai 2011 (UTC)


Chatzimarkaki hat bereits reagiert: http://www.chatzi.de/

80.143.41.248 12:12, 15. Mai 2011 (UTC)


hier seine Reaktion auf seiner Homepage chatzi.de in Wortlaut:

.......

Aktuell

  • ==In eigener Sache – Promotion an der Universität Bonn==

15. Mai 2011. In eigener Sache möchte ich folgendes erklären:

"Die jüngsten Debatten über die Doktorarbeiten deutscher Politiker haben auch mich für das Thema sensibilisiert. In der von mir 2000 verteidigten und auch online publizierten Promotion habe ich nach aktueller Prüfung folgende Zitierweisen verwendet:

Zitate (teilweise) kursiv eingerückt und mit Anführungszeichen, ausgewiesen durch Fußnote;

Zitate nicht kursiv, eingerückt und mit Anführungszeichen, ausgewiesen durch Fußnote;

Zitate im Fließtext, nicht eingerückt und ohne Anführungszeichen, ausgewiesen durch Fußnote.

Dies schaftt Raum für Spekulationen. Ich habe deshalb die Universität Bonn auf die von mir angewandte Zitationsweise explizit hingewiesen.

Ich habe auch die Professoren, die mich seinerzeit an der Universität Bonn betreut haben, bereits entsprechend infomiert."


hmmmm, bisher ist es ja nur ein Verdacht.

Aber irgendwo ein kleines bisschen seltsam, dass er gleich aufgeschreckt wird, dieser Jorgo Chatzimarkakis, und gleich auf der Homepage postet und gleich die Uni anschreibt.

Aber mit der Verwendung von ganz unterschiedlichen Zitierweisen hat er ja alles erklären können. Also hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst.

Bleibt nur zu hoffen, dass alle, die sich jetzt die Dissertation anschauen, nicht noch eine weitere, 4. "Zitierweise" finden mit:

"Zitate im Fließtext oder in den Fußnoten, nicht eingerückt, ohne Anführungszeichen und nicht durch eine Fußnote ausgewiesen.".

188.98.142.107 13:17, 15. Mai 2011 (UTC)


Chatzimarkakis ist ja zuständig für den Bereich "Forschung", Dozent und natürlich Dr. - da kann er ja dann selbst am besten seine Doktorarbeit selbst überprüfen und ein klipp und klares Statement (ohne mehrfache "Salamischeiben") abgeben:

sind Fehler oder Plagiate enthalten, ja oder nein.

Da erwarte ich jetzt zu 100%, dass es in diesem Fall dann nicht die geringste weitere "Sensibilisierung" seitens Dritter mehr notwendig sein wird, sonst wäre es das größte Armutszeugnis aller Zeiten.

188.105.140.146 16:34, 15. Mai 2011 (UTC)


heute abend, 15.05.2011, 21:45 Uhr: Chatzimarkakis im TV

http://daserste.ndr.de/annewill/

188.105.140.146 16:34, 15. Mai 2011 (UTC)


Sieht schlecht aus für Chatzimarkakis. Seine dritte vermeintliche "Zitierweise" ("Zitate im Fließtext, nicht eingerückt und ohne Anführungszeichen, ausgewiesen durch Fußnote") ist nämlich die Plagiierweise des Bauernopfers. Es ist aber schon beeindruckend, wie kreativ er in der Leugnung des Offensichtlichen zu Werke geht. Christianfernandes 18:06, 15. Mai 2011 (UTC)



oje, wenn schon die "Zitierweise" Bauernopfer massiv angewendet wurde, dann herzliches Beileid Chatzimarkakis. Hoffentlich kommen dann nicht noch "Zitierweisen" der vierten, fünften und sechsten Art zum Vorschein, wie immer die auch nach Chatzimarkakis definiert werden würden!

188.99.193.41 18:24, 15. Mai 2011 (UTC)



ist ja witzig, heute abend sitzen die ja schon die "Richtigen" beisammen:

es soll ja nicht nur Chatzismarkakis bei Anne Will aufkreuzen, sogar auch Stoiber!

Die beiden allein könnten ja eine ganze Sendung über sämtliche Plagiationsverdachtsfälle bestreiten:

Der eine steht selbst unter Plagiatsverdacht, dazu auch noch seine direkte Kollegin Koch-Mehrin und beim anderen sind es die Tochter, einer der Ex-Hauptfiguren aus der selben Partei: Guttenberg und immerhin noch ein Typ aus der Schwesterpartei CDU.

Man kann also zusammenfassen: die beiden zusammen decken komplett die bisherigen Fälle GuttenPlag und VroniPlag ab.

188.99.193.41 18:24, 15. Mai 2011 (UTC)


Beim derzeitigen Erkenntnisstand in Sachen Georgios Chatzimarkakis halte ich noch eine gesunde Vorsicht und entsprechende Zurückhaltung, was (Vor-) Verurteilungen angeht, für dringend angebracht. Soweit ich weiß, recherchieren bereits mehrere Kollegen/Kolleginnen aus dem Kreis der Aktiven des GuttenPlag Wiki im Hintergrund nach, was an der Sache dran ist. Es gibt aber - was GuttenPlag angeht - noch keinerlei Stellungnahmen (auch keine, die man, sagen wir mal, als "halbamtlich" bezeichnen könnte) zu den Vorwürfen gegen den FDP-Politiker.

Sobald ich uber neue Erkenntnisse verfüge, werde ich diese umgehend hier in diesem Thread posten, und bitte auch alle anderen Forenfreunde, ihre News in diesen Informations-Pool einzubringen. Jedenfalls sollten wir uns davor hüten, bereits jetzt absolute Aussagen zu treffen! In ein paar Tagen sind wir mit Sicherheit schon schlauer, und werden wissen, ob es tatsächlich eine 'Causa Chatzimarkakis' gibt, oder ob nicht.

Beste Grüße -- Mr. Nice 19:01, 15. Mai 2011 (UTC)


ok, dann einigen wir uns darauf, dass Chatzimarkakis' Dissertation etwas unter Verdacht steht und dass sich dieser Verdacht hoffentlich in Wohlgefallen auflöst.

Nämlich es wäre nun echt des Schlechten zu viel - noch mal jemand, der plagiiert, alles abstreitet und dann nach und nach einen kleinen Teil zugibt und sich aber mit Schutzbehauptungen eiskalt herausreden will, sich selbst noch lobt und die anderen nach Hetze oder so etwas ähnliches zu unterstellen - das wär mir dann doch zu viel. Wenn das nochmal geschehen würden, dann muss ich zugeben, dann ist endgültig Schluss mit lustig. Da werden die Heulsusen mal sehen, die wegen schlechter Presse gleich von "Menschenjagd" gesprochen haben, was für andere Saiten auch aufgezogen werden können!

188.99.197.131 19:33, 15. Mai 2011 (UTC)


oh, ich sehe gerade, jetzt kommt in wenigen Minuten Anne Will.

Die wird sich freuen, da werden jetzt dank dem aktuellen Thema Plagiate doch noch ein paar Leute mehr einschalten also nur wegen Chatzimarkakis und Stoiber. Zumal die Gefahr besteht, dass bei Chatzimarkakis eventuell bald für lange Zeit eine große Funkstille a la Koch-Mehrin auftritt.

188.99.197.131 19:39, 15. Mai 2011 (UTC)


Hat die Sendung zufällig jemand gesehen? Kam Chatzimarkakis überhaupt?

Vermutlich schon, weil er sonst hätte befürchten müssen, dass die Nation Fernbleiben oder Schweigen als Schuldeingeständnis werten würde.

Redlich waehrt am laengsten 22:09, 15. Mai 2011 (UTC)


Die Arbeiten auf Vroniplag haben mittlerweile einen Stand erreicht, bei dem es nicht mehr um das "ob" sondern um das "wieviel" geht. Insbesondere die langen fast wörtlichen Übernahmen von S. 173[1] über S. 174 [2] bis S. 175[3] lassen für mich keinen Zweifel mehr, dass Vroniplag ein weiteres Plagiat belegt hat. Die plagiierten Quellen sind allerdings nicht on-line zugänglich und daher nicht ohne Weiters überprüfbar. Bisher scheint der Autor auch durchgehend eine Fußnote zum jeweils kopierten Werk gesetzt zu haben. Er hat aber augenscheinlich massiv und systematisch das Gebot verletzt, alle wörtlichen Zitate als solche zu kennzeichnen. PlagProf:-) 15:46, 16. Mai 2011 (UTC)


Danke f.d. Info, PlagProf:-)

Inzwischen hat auch die Uni Bonn reagiert, wie die Presseagentur AFP vor wenigen Stunden gemeldet hat. In ihrer Meldung heißt es u.a.: "Zur Prüfung der Plagiatsvorwürfe gegen den FDP-Europapolitiker Jorgo Chatzimarkakis wird demnächst der Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät an der Uni Bonn zusammenkommen. Der Dekan der Philosophischen Fakultät, Günther Schulz, kündigte in Bonn die Einberufung des Gremiums an, sobald die erforderlichen Unterlagen aus dem Archiv beschafft seien. Nach Angaben der Uni hatte Chatzimarkakis am Wochenende Schulz um Überprüfung gebeten, ob seine Doktorarbeit den Ansprüchen der Bonner Hochschule an gutes wissenschaftliches Arbeiten genüge." Quelle: AFP, Uni prüft Doktorarbeit von FDP-Politiker Chatzimarkakis, 16.05. 2011 --- Ich schaue gleich noch mal nach, ob ich auch den Originaltext der Uni-Mitteilung finde. -- Mr. Nice 16:36, 16. Mai 2011 (UTC)


Der Herr Ch. sollte die Arbeit der Zitatsüberprüfung der dritten oder vierten Art besser selber machen, anstatt auf freiwillige unbezahlte Helfer zu vertrauen und seiner Uni die Arbeit aufzubürden. Er könnte einen Barcode erstellen oder seine Arbeit mit Textmarkern buntmalen. Das wäre ein Anfang, auch ein Anfang der Selbstüberprüfung und Selbsteinsichtsanbahnung.

Dicit Klungs, Dr. Klungs 18:37, 16. Mai 2011 (UTC)92.205.117.94


Jetzt ist auch die Zitierweise Nr. 4 aufgetaucht:

Zitate im Fließtext, nicht eingerückt und ohne Anführungszeichen, nicht ausgewiesen durch Fußnote, nicht im Literaturverzeichnis erwähnt.

Dieses Zitat ist zudem aus einer on-line verfügbaren Quelle abgekupfert: http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Gc/109, Chatzimarakis[4] S. 109, übernommen aus Becker[http://www.aspr.ac.at/publications/wp1_98.pdf[ S. 11f.

PlagProf:-) 18:54, 16. Mai 2011 (UTC)


Apropos Selbsteinsichtsanbahnung (-> dicit Klungs) hilft vielleicht folgende Einsicht weiter:

Selbsterkenntnis ist fast niemals der erste Schritt zur Besserung, aber oft genug der letzte zur Selbstbespiegelung (Arthur Schnitzler) Kreuzritter 00:51, 17. Mai 2011 (UTC)


http://www.stern.de/politik/deutschland/plagiatsvorwuerfe-gegen-jorgo-chatzimarkakis-fdp-europaabgeordneter-laesst-seine-doktorarbeit-ueberpruefen-1685776.html

Der wegen Plagiatsvorwürfen nun ebenfalls in die Kritik geratene FDP-Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis hat die Universität Bonn um die Überprüfung seiner Doktorarbeit gebeten.

Aber Entwarnung, doch kein Plagiator wie noch weiter unten zu lesen ist:

Alexander Graf Lambsdorff, Fraktionskollegen im Europaparlament, "forderte: 'Schluss mit dem Pranger im Netz'. Chatzimarkakis habe es als 'kreativer Kopf und mutiger Querdenker' mit Sicherheit 'nicht nötig gehabt, Textstellen anderer Autoren zu übernehmen, um Ideen zu produzieren', erklärte Lambsdorff.

188.98.138.229 01:37, 17. Mai 2011 (UTC)


meine Assoziationen der klungsischen Art:

"nicht nötig haben" entspricht "es unbedingt haben wollen"

"kreativer Kopf" entspricht "Blender".

" Querdenker" entspricht "Schaumschläger", "Laberer"

"Mutig" entspricht "unüberlegt".

"Ideen produzieren" entspricht "Forderungen an andere in die Runde werfen"

Wobei mein Liebling das "nicht nötig haben" ist. Jemand wird beim Klauen erwischt. Die Beweise sind eindeutig. Der "Gegenbeweis" soll sein: der hat soviel Geld, der hat das Klauen nicht nötig. Fazit: also können die Beweise nicht stimmen, denn die Notwendigkeit des Klauens war nicht vorhanden.

Wenn nur Leute klauen würden, die es nötig haben, würde das die Polizei und die Justiz deutlich entlasten.

Otto GRAF Lambsdorff ist nicht ohne Erfahrung mit der Justiz.

Hic fuit Klungs Klungs11 03:01, 19. Mai 2011 (UTC)

_____

Otto Graf Lambsdorff weilt nicht mehr unter uns.

Dietrich Rabe Drabe 06:11, 19. Mai 2011 (UTC)


Verehrter Herr Prof. Drabe,

wie Recht sie haben. Mea maximissima culpa. Me-issima sozusagen. Allerdings: Ich jetzt meine selbstbewussteste Pose aufsetz: aber GRAF ist DER auch. Und Erfahrung hat der bestimmt auch. Muss ja keine schmerzliche sein. Außerdem sagt mein Prophetenknochen (das ist der, der bei Gewitter immer Aua macht): "was nicht ist, kann noch werden". Das sagte meine Oma auch, ganz ohne Prophetenknochen, was den Wahrscheinlichkeitsgehalt meiner Aussage entschieden erhöht. Denn: meine Oma hatte es überhaupt nicht nötig, für Volksweisheiten irgendeinen Knochen zu befragen. Es müsste also wahr sein. Außerdem hätten sonst alle Erfinder und Erdenker Unrecht. Und ohne Finder und Denker ist das Leben entschieden weniger angenehm.

____________________________________________________

Lieber Herr Dr. Klungs,

ich bin doch gar kein Professor, und mein Name ist Rabe, (wie in Hase), nicht 'Drabe'. Und auch wenn Sie 'maximissima' schreiben, auch wenn Sie das nur tun, um mich zu ärgern, so scheint doch bedauerlicherweise der Stil von Herrn 'Erich-kann-am-längsten' auf Sie abzufärben. Das finde ich traurig.


Muera la inteligencia!


Ihr Dietrich Rabe Drabe 07:53, 19. Mai 2011 (UTC)


Hochverehrter Herr Nichtprofessor (wie schade),

bitte nicht traurig sein. Nichts liegt mir fernest, als Sie ärgern zu wollen. Aber es heißt doch auch "optimalst", oder nicht? Ich habs so oft schwarz auf weiß gelesen, dass es doch wohl richtig ist.

Meinen Sie mit Erich den Honni? Der mit der Absicht, die niemand hatte? So festgemauert in der Erden, und völlig absichtslos erstellt? Das soll dem mal einer nachmachen. Verglichen mit der Absichtslosigkeit eines Honni ist die Absichtslosigkeit eines Gutti doch peanuts. Aber Gutti ist "jung" (seit wann ist man mit 40 "jung"?) und kann an Absichtslosigkeiten noch wachsen bzw. sich emporklimmen.

Und was Abfärben betrifft: ich ging meinen Lebensweg bisher lachlos. Zur nur zögerlich nachlassenden Nachsicht meiner Freunde konnte ich selbst beim besten Witz die Mundwinkel nicht verziehen. Ich bin auch definitiv kitzelfrei. Ja, ich bin bekennender Angehöriger der Spießerzunft. Aber nun hat mich eine Lichtgestalt befreit. Gutti sei Dank! (Um Verwechslungen zu vermeiden: der zweite Buchstabe ist ein "u", und es gibt noch einen fünften, das "i", also jenen Buchstaben mit dem Tüpfelchen.)

Für mich gibt es eine Zeitenwende seit Gutti. Völlig unabsichtlich. Auf einmal habe ich Freude am politischen Kabarett. (Na sowas). Und über den Witz eines Kindes habe ich Tränen gelacht. (In Japan gab es Hamsterkäufe. "Wozu kaufen sich die Japaner denn jetzt Hamster?")

Diese kairotisch eingesetze Katharsis verdanke ich auch ein wenig Ihnen, Verehrter. Ob Ihr Name nun "Hase" ist, der von nichts weiss, oder eher "Rabe", nach dem Tier, das der Überlieferung zufolge bevorzugt langnäsigen und langfingrigen Menschen auf der Schulter hockt, seis drum.

Ihr Doktor Klungs

92.205.213.110 12:12, 19. Mai 2011 (UTC) 92.205.213.110 12:12, 19. Mai 2011 (UTC)




Ja, wenn Herr Alexander Graf Lambsdorff das sagt, dann ist alles andere natürlich irrelevant... -- Mr. Nice 22:41, 17. Mai 2011 (UTC)

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Ich habe mir einige interessante Aussagen Chatzimarkakis' in der ZDF-Sendung "Lanz" vom 17. Mai 2011 (Chatzimarkakis-Lanz) notiert und Fragen dazu formuliert:

„ … ich bin noch Dr. Chatzimarkakis …“

Hält C. eine nachträgliche Aberkennung des Doktortitels für möglich? Das wäre inkonsequent, da er doch behauptet, seine Fehler seien bereits im Gutachten und bei der Benotung berücksichtigt worden.

„Ich habe geschlampert zitiert.“

Aber immerhin zitiert!

„Ich habe drei verschiedene Zitierweisen benutzt, weil die Arbeit über mehrere Jahre entstanden ist.“

Auch die fragliche dritte Zitierweise ist also eine Zitierweise.

„Es ist mir schon wichtig zu unterscheiden zwischen 'Stehlen', also, Plagiat heißt ja, sich etwas aneignen, was man nicht nachweist, und zwischen Formalkriterien, die nicht eingehalten werden. Das is so wie wenn Sie nen Aufsatz schreiben in der Schule und dann hat die Lehrerin dahintergeschrieben, also, dein Aufsatz ist schön, aber du hast’n paar Rechtschreibfehler gemacht.“

C. negiert also eine Täuschungsabsicht.

„ … hab im Fließtext sozusagen - am Ende des Absatzes - eine Fußnote gesetzt und dann konnte man sehen, da kommt es her.“

Konnte man es dann wirklich sehen? Wurde diese Zitierweise in der Arbeit explizit verabredet?

„Am Ende des Absatzes gekennzeichnet, aber, und das ist mein Formalfehler, nicht per Zitat, nicht per Anführung oder kursiv abgesetzt.“

Ist die dritte "Zitierweise" also doch kein Zitat?

„Erstens steht ja am Ende des Absatzes, dass es irgendwoanders herkommt. Zweitens passt man dann oft im Fließtext die Sprache an seinen eigenen Sprachduktus an.“

Kann man einen Text, dessen sprachliche Gestalt verändert wurde, noch ein Zitat nennen?

„Weil das in der Wissenschaft mittlerweile auch üblich ist und weil das auch nicht Pla -- wenn Sie’s belegen, und das ist das Entscheidende, Sie müssen sagen, der Gedanke is woanders her, selbst wenn Sie ihn verändern.“

Man stelle sich vor, die von C. gewählte Art des Bauernopfers wäre in der Tat legitim. Dann wäre die Arbeit, eine eigene sprachliche Formulierung für einen Gedanken zu finden, in der Wissenschaft nicht mehr notwendig. Ist das eine, wenn schon nicht sehr gute, so doch zumindest akzeptable Arbeitsweise?

„Aber es ist ein Unterschied, ob man Formalfehler macht oder ob man hingeht und sagt ‚der stiehlt’. Das ist ehrabschneidend …“

„Ich gehöre zu der Generation, die genau in der Phase war, wo’s Google noch nich gab, wo’s aber schon Internet gab, also es -- wir sind leichte Opfer, weil bei uns konnte man schon viel Internet machen, aber wir ham auch noch viel mit mit Ausschneiden und Hand und Anmalen und -- also da -- heute sind die Standards weiter gesunken, weil heut kann man copy-paste ja mit’m Computer machen, da sind die Standards noch weiter gesunken.“

Was soll diese Aussage bedeuten?

Christianfernandes 09:30, 19. Mai 2011 (UTC)


http://www.stern.de/news2/aktuell/uni-bonn-will-bis-juni-klarheit-ueber-doktorarbeit-von-chatzimarkakis-1688512.html

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Die Philosophische Fakultät der Uni Bonn hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die in den nächsten Wochen die Doktorarbeit des unter Plagiatsverdacht stehenden FDP-Europapolitikers Jorgo Chatzimarkakis prüfen soll.

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