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PlagiatsKategorien

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Bisher gefundene kritische Textstellen lassen sich in verschiedene Plagiatshärtegrade unterteilen (Vorschläge teilweise von weberwu). Desweiteren ist eine Kategorisierung nach Quelle möglich (Hilfe erbeten).<- Mein Eindruck ist, dass inzwischen (fast?) alle Seiten nach "Quelle" kategorisiert wurden. Hier sind alle Fragmente.

Die Plagiatskategorien sind zum Teil an die Plagiatskategorien von Weber-Wulff und Wohnsdorf angelehnt.[1]

Komplettplagiat Bearbeiten

Kategorie:KomplettPlagiat

Komplette Abschnitte der Quelle werden wörtlich und ohne Zitat übernommen. Dabei lässt sich noch unterscheiden, ob die Quelle im Literaturverzeichnis auftaucht (d.h. die Fußnote und die Anführungszeichen nur "vergessen" wurden) oder ob die Quelle überhaupt nicht erwähnt wird.

Wichtig: Wie viele solcher eindeutig verwendeter Quellen tauchen nicht im Literaturverzeichnis auf? Handelt es sich nur um einen Einzelfall oder nicht?

  1. Komplettplagiat ohne Erwähnung im Literaturverzeichnis
  2. Komplettplagiat ohne Erwähnung im Literaturverzeichnis, aber auf die Quelle wird in einer nicht zum Plagiat gehörigen Fußnote in einem ganz anderen Zusammenhang viele Seiten entfernt verwiesen.
  3. Erwähnung im Literaturverzeichnis, aber fehlende Fußnote
    • Seite 117 komplett übernommen. (1 Quelle / leicht redigiert / nicht ganz fortlaufend / nicht erwähnt in einer Fußnote zum Text / zumindest aber im Literaturverz. vorhanden)
    • Seite_369f Hier aus einer Seminararbeit kopiert, kann wohl kaum als Quelle erwähnt worden sein. Es müsste allerdings überprüft werden, ob die Seminararbeit evtl. eine Quelle wörtlich zitiert, die Guttenberg ebenfalls benutzt hat und möglicherweise im Literaturverzeichnis angibt.
  4. Komplettplagiat mit ausdrücklicher wahrheitswidriger Versicherung, das Plagiat selbst verfasst zu haben. Das betrifft vor allem plagiierte Übersetzungen, bei denen ein Verfasser wahrheitswidrig behauptet, die Übersetzung selbst angefertigt zu haben.
    • Seite 184. Hier behauptet der Verfasser, die von Kimmel besorgte Übersetzung selbst verfertigt zu haben.

VerschleierungBearbeiten

Kategorie:Verschleierung

Verschleierungen sind Textstellen, die erkennbar von fremden Quellen abstammen, aber umformuliert und weder als Paraphrase noch als Zitat erkennbar gemacht wurden. Gemeint sind Texte, die wegen der Umformulierung nicht mehr einfach als "Gänsefüßchen/Fußnote vergessen" abgetan werden können und wo die Vermutung naheliegt, dass die Neuformulierung dazu dient, die Herkunft aus fremder Quelle zu verschleiern (d.h. z.B. Suche zu erschweren, Stil und Duktus anzupassen, damit es zur restlichen Arbeit passt, etc.).

  • Seite 015 ("vor über 215 Jahren" - bewusste Anpassung innerhalb eines komplett übernommenen Textes)
  • Seite 144 (umformuliert, im Vergleich noch als Originaltext erkennbar)
  • Seite 192 (Hinweis auf den Originalautor ("Historiker") und Hinweise auf Textzusammenhang ("wie sie hier beispielsweise umrissen wurde") wurden getilgt.
  • Seite 273
  • Seite 274
  • Seite_016/Differenzen (bzw. Seite 16) (aus einem Kommentar dort: "So ist es. Damit wäre der bewusste Täuschungsversuch eindeutig bewiesen. Denn der Text wäre, egal wie man es dreht und wendet, kein ordentliches Zitat mehr")
  • Seite 157 (u.U. auch Seite 156, 158, 159) (Kommentar dort: "Der gesamte Text ab Mitte der S. 156 bis S. 159 [vor (a) Nationale Erfahrungswerte...] wurde aus Integration 2003, 398ff. übernommen, durch leichte Umformulierungen und Neuarrangieren der Textteile verschleiert.")
  • Teile des Nachworts.

ÜbersetzungsplagiatBearbeiten

Kategorie:ÜbersetzungsPlagiat

Ein Übersetzungsplagiat entsteht durch wörtliche Übersetzung aus einem fremdsprachlichen Text. Natürlich lässt hier die Qualität der Übersetzung einen mehr oder weniger großen Interpretationsspielraum. Fremdsprachen lassen sich zudem höchst selten mit mathematischer Präzision übersetzen, so dass jede Übersetzung eine eigene Interpretation darstellt. Zur Abgrenzung zwischen Paraphrase und Kopie bei Übersetzungen gibt es ein Diskussionsforum auf Vroniplag.[1] Ein weiteres Diskussionforum gibt wertvolle Tipps dazu, wie man Übersetzungsplagiate erkennen kann.[2]


Wörtliche Übersetzung (ohne Quellenangabe):

  • Seite 226
  • Seite 226f
  • Seite 227
  • Seite 228-229
  • Seite_235-236
  • Seite_237
  • Seite_238
  • Seite_239
  • Mindestens ab Seite 362 (letzter Absatz) bis Seite 369 oben besteht zu Guttenbergs Dissertation praktisch ausschließlich aus ungekennzeichneten Übersetzungen aus einem einzigen Artikel von Rakove (in "Foreign Policy"). Siehe Seite 362-363, Seite 363-364, Seite 364-365, Seite 365-366, Seite 366, Seite 367 und Seite 368. Im gesamten Kapitel B.V (S.358-369) wird Rakoves Artikel lediglich auf Seite 365 ("Vgl.") und Seite 366 (dort für vier in Anführungszeichen gesetzten Wörter) zitiert.
  • Zu untersuchen in den Abschnitten, die aus englischsprachiger Literatur plagiiert wurden, ist der Umgang mit scheinbar korrekt nachgewiesenen Zitaten: Auf Seite_223 verdankt sich Fußnote 617 einschließlich darin vorkommender Zitate einem dort nicht genannten Aufsatz von J.R.Vile von 1991. Von diesem werden die englischsprachigen Zitate mitsamt Fehlern und einem nicht zum Zitat gehörenden englischen Wort originalsprachlich übernommen. Das Übersetzungsplagiat zeigt sich damit hier am eindeutigsten in den nicht übersetzten Zitaten.

Nach einer Äußerung G. in der Fragestunde des Deutschen Bundestages am 23. Februar 2011 ist der ungenannte Übersetzer der Wissenschaftliche DienstKategorie:Wissenschaftlicher Dienst.

StrukturplagiatBearbeiten

Kategorie:StrukturPlagiat

Hier werden keine Wörter, sondern die Struktur eines Texts übernommen. Beispielsweise zu finden in Gliederungen, aber auch in Auflistungen verwandter Arbeiten.

Alibi-Fußnote Bearbeiten

Kategorie:AlibiFußNote

Ein formkorrektes Zitat, zu dem in einer Fußnote die Quelle angegeben ist, aber eine Distanz zum kopierten Text fehlt und dieser Text sich zueigengemacht wird, eigene Gedanken ersetzt oder zumindest nicht vorbereitet. Manchmal ist die Fußnote auch so angegeben, dass es aussieht, als beziehe sie sich nur auf einen Satz in der Mitte des Plagiats, während in Wirklichkeit die gesamte Passage absatzweise übernommen wurde. Typisch ist, dass kleinere, eigentlich ansonsten unwesentliche Formfehler verbleiben, wie fehlende Anführungszeichen oder fehlende Einrückung des zitierten Textes, die das Plagiat auch als solches entlarven würden, weil ganze Abschnitte nur aus Zitat bestünden. Bei der Kategorisierung von Plagiaten (Seiten und Fragmente) bitte zwischen Bauernopfer und verschärftem Bauernopfer unterscheiden!

Siehe auch http://research.ithenticate.com/citation_help/types_of_plagiarism.html Abschnitt "Plagiarism - Sources Are Cited"

BauernopferBearbeiten

Kategorie:BauernOpfer

Fußnote zu einem unbedeutenden Teil eines Originaltexts, größere Abschnitte aus demselben ohne Zitatnachweis übernommen.

Wirklich großräumige Verwendung von ganzen Absätzen (z.T. über die ganze Seite) der gleichen Quelle. Es tauchen Verweise auf die Quelle auf (3x in Fußnoten, 1x Literaturverzeichnis), die aber letztlich in keiner Weise nahelegen, wie sehr sich aus der Quelle bedient wurde (z.T. wörtlich, z.T. leicht umformuliert).

  • Seite 143 (Ist besser im Original ersichtlich. Die Quelle wird für den Absatz davor angegeben, der folgende und hier im Wiki gezeigte Absatz dann ist nicht als Zitat ersichtlich)
  • Seite 144b (wie S.143, s.o.)
  • Seite 148 (eine Fußnote mit "Vergleiche (Quelle)"., dann eine kpl. Seite wortgleichen Texts)
  • Seite 169 (siehe Hinweis unten dort auf der Wiki-Seite)
  • Seite_352-353 Langer Abschnitt übernommen, Quelle im Literaturverzeichnis vorhanden
  • Seite 338 [angeführt war 338-339 ohne Begründung, bitte diese nachreichen]

Verschärftes Bauernopfer Bearbeiten

Kategorie:VerschärftesBauernOpfer

Fußnote führt Originaltext mit "so auch" an und suggeriert eigenständige Formulierungen, obwohl plagiiert wurde

  • Seite 049-051 (siehe Hinweis unten dort auf der Seite)
  • Seite 110-111
  • Seite_189_(2) Ein sehr nettes Spielchen: Man kopiert mehrere Absätze nahezu wörtlich, macht dann ans Ende eine Fußnote mit Verweis auf die Quelle in der folgenden Form: Vgl. (Quelle) "weiteres wörtliches Zitat aus der Quelle" (das muß man sich im Buch selbst auf S. 189 bzw. die Fußnote dann auf S.190 ansehen, damit es seine Wirkung entfalten kann)
  • Seite_218f (nahezu wörtliche Übernahme, aber die Fußnote lautet: "Ebenso M. Stolleis, Europa nach Nizza. Die historische Dimension, in: NJW 2002. S. 1022 ff., 1023")
  • Seite_250 (ähnlich wie S189. nahezu wörtliche Übernahme, dann eine Fußnote in etwa auf die Quelle, mit der Aussage, dort würde "ähnlich" argumentiert)
  • Seiten 257-260 (3 Seiten Kopie mit dezenten Änderungen folgen auf einen Doppelpunkt mit Verweis.)
  • Seite 299
  • Seite 336/337
  • Fragment_301_07-17 auch ein nettes Spiel, KGT zitiert Böckenförde, der Hamilton sinngemäß beschreibt. Daraus wird ein wörtliches Zitat (warum?) und an anderer Stelle wird auf Böckenförde verwiesen Fn 872. "Siehe auch Böckenförde".

Weitere KategorienBearbeiten

HalbsatzflickereiBearbeiten

Kategorie:HalbsatzFlickerei

Kurze Sätze, Halbsätze oder auch nur Ausdrücke aus einzelnen Wörtern fallen in diese Kategorie. Wiederum werden diese wörtlich übernommen und die Quelle findet sich an anderer Stelle im Literaturverzeichnis oder auch gar nicht. Fußnote wird - wie auch bei den obenstehenden Typen - keine angegeben.

Shake & PasteBearbeiten

Kategorie:ShakeAndPaste

Hier setzt sich der erzeugte Text aus verschiedenen Quellen zusammen, die satz- oder absatzweise durcheinandergewürfelt werden. Weiterhin lassen sich Quellen im Literaturverzeichnis und komplett außenvorgelassene Quellen unterscheiden.

Kopiertes ZitatBearbeiten

Kategorie:KopiertesZitat

Ein ordnungsgemäß ausgewiesenes Zitat ist grundsätzlich kein Plagiat. Zu einer anderen Bewertung kann man jedoch gelangen, wenn das Zitat eingebettet ist in einem längeren Textabschnitt, der seinerseits von einem Dritten wortgetreu übernommen wurde. In diesem Fall wird zwar nicht der Text des zitierten Verfassers, sehr wohl aber die Gedanken- und Beweisführung dieses Dritten kopiert.

Beispiel: Übernahme des Zitats einer Aussage des amerikanischen Präsidenten aus der vollständig kopierten Arbeit von Wilhelm Weege, wissenschaftlicher Dienst des Bundestages, auf Seite 205, Zeile 16-19.

Unbekannte Quelle Bearbeiten

Kategorie:UnbekannteQuelle

Dieses Fragment wurde noch nicht gründlich angeschaut. Es bestehen keine akuten Verdachtsmomente. Erfolglose Rechercheversuche in den Anmerkungen dokumentieren.

VerdachtsmomenteBearbeiten

Kategorie:Verdächtig

Fundstellen, die weiterer Recherche bedürfen ( weil möglicherweise Primärquellen nicht online verfügbar sind) und allgemein strittige Fälle. Erfolglose Rechercheversuche in den Anmerkungen dokumentieren.

  • Seite 303 könnte ggf. aus der Primärquelle, die leider nicht online verfügbar ist, abgeschrieben sein

Möglicherweise übernommene RechtschreibfehlerBearbeiten

Kategorie:Rechtschreibfehler

Bei Sonja Volkmann-Schluck steht das Wort Rechtssprechung [sic] genauso wie im Plagiat (nach Fußnote 333) [Link fehlt]

Übernommene falsche Rechtschreibung findet man auf Seite 027 bei dem "großen englischen Juristen Cocke", tatsächlich Sir Edward Coke, Chief Justice, King's Bench, und Verfasser der "Institutes of the Law of England".

EigenplagiatBearbeiten

Einige Wiederholungen innerhalb der Arbeit wurden festgestellt, sind aber nicht als Eigenplagiat zu werten, weil davon wohl grundsätzlich nur die mehrfache Verwertung in unterschiedlichen Publikationen erfasst wird. Einen Ansatz zu einer Diskussion der Besonderheiten von Eigenplagiaten findet man auf einem Diskussionsforum auf VroniPlag.

Kein PlagiatBearbeiten

Kategorie:KeinPlagiat

Textstellen, die vermutlich kein Plagiat sind und/oder fälschlich als Plagiat eingeordnet wurden. Die Kategorie ist vor allem nützlich, um Seiten zu behalten und so Wiedereinstellung zu vermeiden. Erfolglose Rechercheversuche in den Anmerkungen dokumentieren.

Zur Frage, unter welchen Umständen Standard-Definitionen als Plagiat zu werten sind, gibt es ein Diskussionforum auf VroniPlag.

Fußnoten Bearbeiten

  1. Debora Weber-Wulff; Gabriele Wohnsdorf: Strategien der Plagiatsbekämpfung In: Information - Wissenschaft & Praxis (2-2006 / Ausgabe 57), S. 90-98 (online, Permalink)

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