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Plagiatsaffäre: 1. April 2011 - 3. April 2011

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Monatsmagazine April 2011

  • Blätter für deutsche und internationale Politik 4/2011: Guttenberg ff.: Aus Farce wird Ernst (Albrecht von Lucke) "Der ganze Umgang mit der 'Plagiatsaffäre' Karl-Theodor zu Guttenbergs, der sich längst zu einem der größten Skandale der jüngeren Republikgeschichte ausgewachsen hat, stand von Anfang an unter einer Devise: die Wahl in Baden-Württemberg, Angela Merkels 'Schicksalswahl', zu gewinnen. Gerade nach dem Desaster der Union im Norden, der krachenden Wahlniederlage in Hamburg, wurde in der Causa Guttenberg alles dem Willen zum Machterhalt im Süden der Republik untergeordnet, koste es, was es wolle. Die Kollateralschäden dieses 'Schurkenstücks' im Vorfeld haben das Land jedoch bereits heute wesentlich stärker verändert als der Ausgang der Wahlen selbst.[1] Als die schwarz-gelbe Regierung vor knapp anderthalb Jahren antrat, schmückte sie sich mit dem vermeintlichen Ehrentitel einer bürgerlichen Koalition. In der Plagiatsaffäre konnte man nun beobachten, was unter dieser Form der 'Bürgerlichkeit' tatsächlich zu verstehen ist: ein Regiment nach Gutsherrenart.(...)" [Fn. 1] Vgl. Tissy Bruns, Popularität und Täuschung, in: „Der Tagesspiegel“, 23.2.2011."
  • Cicero - Magazin für politische Kultur: Populismus nach Gutsherrenart (Frank A. Meyer) "Der Fall Guttenberg schien schon fast vergessen, da macht der Freiherr durch seinen Streit mit der Uni Bayreuth wieder von sich reden. Cicero-Kolumnist Frank A. Meyer über eine besondere Spielart des Populismus."
  • Forschung & Lehre: Der Fall zu Guttenberg (alle Artikel als PDF) ist Titelthema der Ausgabe 4/2011. Daraus:
    • Doktorwürde (Bernhard Kempen): "Die Plagiatsaffäre um den zurückgetretenen Bundesminister der Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Wissenschaftsgemeinde aufgewühlt. Die Geringschätzung der Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens seitens der Politik und der veröffentlichten Meinung hat Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler empört.K orrektes wissenschaftliches Arbeiten ist kein 'Gedöns'."
    • Selbstkontrolle in der Wissenschaft (Dr. Kirsten Hüttemann) "Die Zeit nach Guttenberg: Das System der Selbstkontrolle der Wissenschaft und in der Wissenschaft wird angenommen und gelebt. Es funktioniert gut. Die Basis für ein redliches Miteinander ist in Empfehlungen und Ordnungen detailreich formuliert und umgesetzt. Ein "prominenter" Fall des wissenschaftlichen Fehlverhaltens ist geeignet, die vorhandenen Standards zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis wieder stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Entscheidender ist aber, dass sich alle Beteiligten der Gefährdung des Wissenschaftsbetriebs durch solche Regelverstöße bewusst sind und künftig noch aktiver an der Selbstkontrolle in der Wissenschaft mitwirken."
    • Demut und Dolchstoß. Beobachtungen zur Rhetorik Karl-Theodor zu Guttenbergs (Heinrich Detering) "Die Sprache von Politikern wird meist als schablonenhaft empfunden, selbst dann, wenn sie versuchen, sich volksnah zu geben. Karl-Theodor zu Guttenberg schien hier eine Ausnahme zu sein, weil er für Geradlinigkeit und Aufrichtigkeit stand. Wer ihm auf die Spur kommen will, muss ins Detail gehen." Eine linguistische Analyse zur Rücktrittsrede von zu Guttenberg. Fazit: "Was hier suggeriert wird, ist kein Schuldbekenntnis, sondern eine Dolchstoßlegende. Ihr zufolge hat nicht der Minister unanständig gehandelt, etwa weil er gelogen und betrogen hätte, ohne Anstand sind vielmehr diejenigen, die ihm das vorwerfen." (...) "Karl-Theodor zu Guttenbergs Äußerungen zur Plagiatsaffäre führen eine Sprache der Scheinheiligkeit."
    • Unbelehrbares Volk. Die Massenmedien, das Internet und die Bürger (Norbert Bolz) "Karl-Theodor zu Guttenberg wurde von den Medien als Popstar aufgebaut, war Umfragen zufolge lange Deutschlands beliebtester Politiker und Hoffnungsträger konservativer Politik. Welche Rolle spielten die Medien, die Politik, das Internet und die Bürger in den knapp zwei Wochen, die zum Rücktritt führten? Kann man hier von Medienmacht sprechen oder kommt sie bei den Bürgern an ihre Grenzen? (...) Die akademische Welt steht und fällt mit der wissenschaftlichen Redlichkeit. Wer hier Erfolg haben will, darf ein Langweiler sein, aber niemals gegen die professionelle Korrektheit verstoßen. Er darf im Mainstream seines Fachs schwimmen, solange er sich an dessen Standards hält. Wer diese Erwartungen nicht erfüllen möchte oder kann, sollte der akademischen Welt fern bleiben. Aus akademischer Sicht ist der Fall Guttenberg sonnenklar: Es handelt sich um wissenschaftlichen Betrug, Diebstahl geistigen Eigentums. Guttenberg existiert nicht mehr in der akademischen Welt."
    • Standpunkt: Doktorwürde (Bernhard Kempen) "Mit Guttenbergs Rückzug von allen politischen Ämtern ist die Plagiatsaffäre für die Wissenschaft keineswegs erledigt. Nachdem die Universität Bayreuth den Doktorgrad rasch entzogen hatte, prüft sie nun, inwieweit sich der Ex-Minister einer vorsätzlichen Täuschung schuldig gemacht hat. Dass eine offensichtlich aus Versatzstücken zusammengeschusterte Arbeit vom Erst- und Zweitgutachter eines 'summa cum laude' für würdig befunden wurde, bleibt rätselhaft und wird von vielen Wissenschaftlern, insbesondere aber von einer kritischen Öffentlichkeit, nicht verstanden" (...) "Kurpfuscher und Blender, die akademische Grade entwerten und deren legitime Träger diskreditieren, gehören in die Schranken gewiesen. Sie sind Sargnägel des wichtigsten Gutes, das die Wissenschaft besitzt: ihre Glaubwürdigkeit und Seriosität."
    • Selbstkontrolle in der Wissenschaft. Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft „gute wissenschaftliche Praxis“ sichern will (Kirsten Hüttemann) "Seit Ende der 1990er Jahre beschäftigt sich die Deutsche Forschungsgemeinschaft intensiv mit wissenschaftlichem Fehlverhalten und der Sicherung der wissenschaftlichen Selbstkontrolle. Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang der 'Ombudsmann'? Wie steht es um die Akzeptanz der Selbstkontrolle in der Wissenschaft? Wie erfolgreich sind diese Maßnahmen?"
    • Der Entzug des Doktorgrades. Aus der Perspektive des Wissenschaftsrechts (Christian von Coelln) "Die Plagiatsaffaire Guttenberg ist auch und besonders unter juristischen Gesichtspunkten von Interesse. Nach welcher Rechtsgrundlage kann eine Universität einen Doktorgrad aberkennen? Kann einem zu Recht Promovierten wegen eines späteren Fehlverhaltens im Privatleben der Titel aberkannt werden?"
    • Ein „Sargnagel für die Demokratie“? Anspruch und Wirklichkeit im Fall zu Guttenberg (Volker Kronenberg) "Einer der 'Höhepunkte' in der Affaire Guttenberg war die Aussage der Bundeskanzlerin, sie habe keinen wissenschaftlichen Mitarbeiter, sondern einen Verteidigungsminister bestellt. Ein Rückblick auf die Reaktionen der politischen Öffentlichkeit und die Rolle der Medien."
    • Entweder – oder? Politik und Wissenschaft aus der Sicht Ciceros (Arnd Morkel) "Das aktuelle Tagesgeschehen, gekennzeichnet durch 'Breaking news' im Minutentakt, bietet oft gerade einmal die Zeit für kurzfristige Reaktionen und Perspektiven. Dabei meint man, die heutigen Probleme seien einzigartig und Erfahrungen aus Politik und Denken früherer Epochen wären für die Gegenwart irrelevant. Die Analyse von Ciceros Einstellung zu der Spannung von privatem und öffentlichem Leben, genauer von Politik und Praxis, vita activa und vita contemplativa, zeigt, wie überraschend aktuell vermeintlich 'altes' Denken sein kann."
    • Aberkannt und abgetreten. Eine Chronik der Plagiatsaffaire
    • Desaster. Aus Presse und Briefen "Die Plagiatsaffaire um Karl-Theodor zu Guttenberg hat zahlreiche Reaktionen ausgelöst. Die Zitate aus der Presse sowie von Hochschullehrern (hier anonym) zeigen, wie sehr es dabei um den Kern der Glaubwürdigkeit von Politik und Wissenschaft ging."
  • Journalist / TU Dortmund: Forschung zum "GuttenPlag-Wiki" Max Ruppert und Julius Reimer haben die Diskussion um die Plagiatsvorwürfe gegen Karl-Theodor zu Guttenberg wissenschaftlich genutzt und veröffentlichen nun ihre Untersuchungsergebnisse zum "GuttenPlag-Wiki" in einem Fachmagazin. Kommentar PlagDoc: Anders als die Vorabmeldung suggeriert, kam die Anregung für eine Umfrage von mir. Unsere Argumente, die ich im Gespräch mit Max Ruppert äußerte, haben es wohl leider nicht mehr in den Artikel geschafft. Trotzdem ganz interessant. Artikel ist jetzt online: GuttenPlag Wiki - Der Ex Minister und sein Schwarm.
  • Soziologie (Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Soziologie; Bd. 40, Nr. 2): Editorial noch kein Direktlink möglich (Georg Vobruba) "Ein Politiker, sein Name tut hier nichts zur Sache, hat in seiner Dissertation hemmungslos abgekupfert (...) Einige [Stellen M4L] hat er leicht verfremdet. Anders als wortgleich übernommene Textstellen spricht dies kaum widerlegbar für direkt vorsätzliche Täuschung (...) Und alle, die Befürchtungen bezüglich des Verhältnisses zwischen dem Autor und dem Gutachter der Dissertation hegen, mag die folgende Spekulation beruhigen: Vielleicht hat der Doktorvater an seinem Gutachten so viel Anteil wie der Autor, sein Name tut hier nichts zur Sache, an seiner Arbeit. (...) Kopieren mag durch das Internet einfacher geworden sein. Aus fremden Texten wurde immer schon geklaut, nur war früher das Aufdecken schwieriger. (...) Jetzt reicht ein wenig Augenmaß und die Eingabe auffälliger Textteile in Google. Das Risiko erwischt zu werden, ist größer geworden."
  • Unzensiert: Vom Scheitern des Überfliegers (Erik Lehnert)


3. April 2011

  • WDR: Alles nur gelogen - Was ist uns die Wahrheit wert? (mit Video-Stream, 80 min) (west.art Talk) "Wie steht es um die Wahrhaftigkeit in den Medien und in der Politik, in der Werbung und in der schönen neuen Warenwelt? Im Hinblick auf die Politik offenbar nicht allzu gut, wenn wir an die Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg oder Rainer Brüderles widersprüchliche Aussagen zum Atommoratorium denken."

2. April 2011

  • Blog für wissenschaftliche Redlichkeit: In bester Gesellschaft (Blog von Stefan Weber) "Das Buch “Das Google-Copy-Paste-Syndrom” Ihres werten Plagiatsgutachters findet sich im Amazon-Partnerprogramm von “Telepolis” in bester Gesellschaft – gleich neben postmodernen Gesamtkunstwerken wie “Verfassung und Verfassungsvertrag” oder “Regulierung im Mobilfunk”. Das freut mich! Nur: Was bitte hat denn die Dissertation des CDU-Abgeordneten Günter Krings hier zu suchen? Ääääh… hab ich was versäumt? Oder sind es nach Menschen wie mir und Netzkollektiven wie GuttenPlag oder VroniPlag nun schon die Algorithmen selbst, die…? Kann nicht sein."
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (Blog, Antike und Abendland): Sozialgeschichte, abgeschrieben. Erinnerung an ein Plagiat (Uwe Walter) "Traurigkeit und Wut klingen langsam ab. Traurigkeit darüber, wie sich ein so begabter, vorzeigbarer, dennoch empathischer junger Politiker durch Dummheit, Arroganz und Eitelkeit ins Abseits manövriert hat. Wut darüber, wie sich nun Oppositionspolitiker zu Verfechtern bürgerlicher Werte aufschwingen, die solche zu haben bislang ganz unverdächtig waren. Traurigkeit über eine Bundeskanzlerin, die gar nicht merkt, wie sie mit einer schnoddrigen Bemerkung die leidenschaftliche und ethisch wie handwerklich tadellose Arbeit zehntausender Wissenschaftler dieses Landes in die Tonne tritt."
  • Frankfurter Neue Presse: Das neue Stadtparlament: Adel und Doktoren bevorzugt "Karl-Theodor von und zu Guttenberg wusste schon, warum er an seinem Doktortitel hing: Bei dem Urnengang am Sonntag hat der Wähler der Stadtverordnetenversammlung Kandidaten von Adel und solche mit Doktortitel bevorzugt."
  • Rheinische Post: Merkel setzt auf „Weiter so“ (Michael Bröcker) Kommentar. „Die argumentativen Verrenkungen der CDU-Chefin bei der Unterstützung Guttenbergs – hier der plagiierende Privatmann, da der überzeugende Minister – haben Spuren in der bürgerlichen Klientel hinterlassen, die tief sind. Merkels herablassender Umgang mit den wissenschaftlichen Prinzipien, die eben nicht nur in der Wissenschaft gelten, zeigt das unschöne Gesicht einer wahlkämpfenden Machtpolitikerin, die Volksminister Guttenberg nicht aus innerer Überzeugung, sondern aus Kalkül stützen wollte.“ - Pressemitteilung.
  • Stern: Nachruf auf die Glaubwürdigkeit (Sophie Albers) " Der Schaden, den Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg mit dem Skandal um seine Doktorarbeit der Glaubwürdigkeit zugefügt hat, ist gar nicht hoch genug einzuschätzen. Die Nachbeben sind noch immer zu spüren.Da kommt einer, der Ehrlichkeit verspricht, der tatsächlich zu tun scheint, was er sagt, den die Bürger dankbar würdig befinden, ihm zu glauben. Und dann das: nicht nur Betrug, sondern auch noch die Eitelkeit, für diesen nicht einzustehen. Die Enttäuschung darüber sitzt beim Bürger knochentief."
  • Zeit online: Politische Kultur Es zählt Profil statt Prominenz (Jan Schulz-Ojala) "Zweifellos war dieser März 2011 politisch so kontrastreich wie selten. Der Rücktritt des der Lüge und des Betrugs überführten, sich als Popstar gerierenden Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg markierte seinen Beginn – womit die Republik kurz vorm kollektiven Kirresein wieder zu unveräußerlichen Selbstreinigungskräften der Demokratie zurückfand."

1. April 2011

  • Blog für wissenschaftliche Redlichkeit: Neuer Begriff macht die Runde: "Gutteln" (Blog von Stefan Weber) "Der Begriff “gutteln” macht die Runde. “Ich hab’s geguttelt” heißt so viel wie: Ich hab’s mir aus irgendwelchen, nicht angegebenen Quellen zusammengeschustert. Es ist eben mehr als bloß googeln oder copypasten. So gesehen, war der Begriff des Guttelns längst überfällig." (...) "Etymologisch wäre das nicht uninteressant: “Gutteln” stammt also ursprünglich von “in die Gosse kippen” (gemeint ist ein Eintrag im "Wörterbuch der deutschen Sprache" von 1838, GuttenPlag). Nun braucht es nur noch einen griffigen Term für Plag-Wikis. Hat jemand Vorschläge?"
  • 3sat: Guttenberg - der Plagiator "Die gewachsen eher linke Netzgemeinde stürzte sich auf Guttenbergs Arbeit. Im Guttenplag Wiki zeigte sich die Intelligenz der Massen – hunderte User prüften die Arbeit auf Herz und Nieren. Nach zwei Wochen schon liess ihr Ergebnis keinen Zweifel mehr zu: Fast alles nur geklaut."
  • kanal 8: Die Frage, ob Karl-Theodor zu Guttenberg mit seiner Doktorarbeit die Universität Bayreuth bewusst getäuscht hat, will die Hochschule Mitte April beantworten. "Das hat Universitätsprecher Frank Schmälzle heute auf Anfrage unseres Senders bestätigt. Die Prüfungskommission sei mit ihrer Arbeit schon sehr weit und könne den Termin einhalten. Der Abschlussbericht befasse sich nicht nur mit dem wissenschaftlichen Fehlverhalten zu Guttenbergs, sondern auch mit der Frage, welche Konsequenzen aus der Affäre für die Arbeit an der Uni Bayreuth zu ziehen seien. Der Bericht der Prüfungskommission wird wohl auch von der Staatsanwaltschaft Hof mit Aufmerksamkeit verfolgt werden. Bekanntlich sind dort mehr als 100 Strafanzeigen gegen den ehemaligen Bundesminister eingegangen."
  • Kleine Zeitung Steiermark at: Guttenberg "Hat nicht nur sich selbst geschadet" "Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist nach der "Disstertations-Affäre" zurückgetreten. Ingo Hasewend, Außenpolitik-Ressortleiter der Kleinen Zeitung, analysiert: "Guttenberg hat nicht nur sich selbst in den Abgrund gerissen"
  • Rheinische Post: Guttenberg musste gehen (Martin Kessler) Kommentar. „Zu Fall gebracht hat den Verteidigungsminister zweierlei. Zum einen der Aufstand der Wissenschaft. Sie fühlte sich, obwohl sonst von der Politik gern verhätschelt, nun plötzlich als zweitrangiger Gesellschaftsbereich. Der Doktortitel als reines Blendwerk im eitlen Politikbetrieb - das ging den Doktoren und Professoren an den vielen Lehrstühlen und Instituten doch zu weit. Sie wagten nach dem erfolgreichen Memorandum der Atomwissenschaftler gegen die nukleare Bewaffnung der Bundesrepublik (im Jahr 1957) den bislang einzigen Massenprotest der Zunft gegen die Politik [...]“. - Pressemitteilung dazu.
  • Rheinische Post: Guttenberg und die Folgen: Merkel im Sog der Guttenberg-Affäre (AFP/pst) „Peter Altmaier: ‚Der Rücktritt wird uns in den Wahlkämpfen nicht schaden, weil Guttenberg in seiner Erklärung zu dem Format zurückgefunden hat, das viele an ihm geschätzt haben.‘“. - Pressemitteilung dazu.
  • Wie-Wie.de: Was ist ein Plagiat? "Das Wort Plagiat war in letzter Zeit in aller Munde als herauskam, dass sich der mittlerweile Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg für seine Dissertation fremden Gedankenguts bediente ohne ausdrücklich darauf hinzuweisen. Somit geht daraus hervor, dass es sich bei einem Plagiat um geistigen Diebstahl handelt."

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