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Plagiatsaffäre: 1. März 2011 - 2. März 2011

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2. März 2011

Augsburger Allgemeine - Mittelbayerische Zeitung

  • Basler Zeitung: Schon 80 Strafanzeigen gegen Guttenberg Demonstration für zu Guttenberg. „Der Verteidigungsminister ist zurückgetreten, doch die Gerichte werden sich mit der Plagiatsaffäre noch einige Zeit beschäftigen: Sie müssen nun zahlreiche Klagen wegen Urheberrechtsverletzungen prüfen.“
  • Berliner Morgenpost: Guttenplag zählt 891 Plagiate bei zu Guttenberg (BMO) "Die Plattform Guttenplag hat erneut einen Zwischenbericht zu den mutmaßlichen Plagiaten in der Dissertation des zurückgetretenen Verteidigungsministers vorgelegt. Fazit der Internet-Aktivisten: Die Hälfte des 393-Seiten-Textes ist abgekupfert."
  • Berliner Morgenpost: Guttenberg-Rücktritt: Öffentliche Meinung mit neuer Macht (Hajo Schumacher) „Zu Guttenberg hat zwar gefehlt, aber kein Kapitalverbrechen begangen. Der Freiherr hätte sein Comeback leichter organisieren können, wäre er nach dem Vorbild der Bischöfin Käßmann früher abgetreten. Wenn zu Guttenberg tatsächlich über die Qualitäten verfügt, die ihm nachgesagt werden, dann wird er diesen Umweg durchstehen und gestählt zurückkehren.“
  • BILD: Graues Mittelmaß (Kai Diekmann) "Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich und dem Land Schaden zugefügt." Kommentar.
  • Deutsche Welle: Folgen der Plagiatsaffäre für die Forschung (Günther Birkenstock, Arnd Riekmann) "Am Ende war der Druck zu groß: Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg trat zurück. Denn es war herausgekommen, dass der CSU-Politiker Teile seiner Doktorarbeit bei anderen abgeschrieben hatte. Gefährdet Guttenbergs Plagiatsaffäre den Wissenschaftsstandort Deutschland?"
  • Deutschlandfunk: Stühlerücken im Kabinett (Wolfgang Labuhn) „Die Plagiatsaffäre, die die Bundeskanzlerin verharmloste, führte schließlich nicht nur zum Ende der politischen Karriere ihres Urhebers, sondern auch zur Beschädigung ihres eigenen Ansehens.“ - Kommentar. - Audio:MP3 Flash
  • EXPRESS (Köln): Über 100 neue Fans die Minute - Facebook-User wollen Guttenberg zurück „Die Pro-Guttenberg-Bewegung im Netz hat einen gewissen symbolischen Wert - schließlich wurde der Verteidigungsminister entscheidend von Internet-Nutzern zu Fall gebracht, die seine Doktorarbeit auf mutmaßliche Plagiate durchforsteten und ihre Erkenntnisse in einem Wiki online stellten.“
  • FAZ.NET: Adelsrollen: Der Fall des Hauses Guttenberg (Patrick Bahners) "Auf den ersten Blick ist Karl-Theodor zu Guttenberg ein Mann ganz nach dem Maß des Großvaters: Sein Rücktritt bedeutet, dass Politik doch kein unehrlicher Beruf geworden ist."
  • Financial Times Deutschland: Nach dem Rücktritt: Von Guttbye zu Guttenback (Daniela Leistikow) "Der Streit um Karl-Theodor zu Guttenberg lief von Anfang an auch über das Internet. Erst wollten seine Fans "die Jagd" auf den CSU-Mann beendet sehen, jetzt erklären sie via Facebook: "Wir wollen Guttenberg zurück"." Betrachtet, woher die Facebook-Fans kommen.
  • Frankenpost: Die Prüfung geht weiter (Joachim Dankbar) "Die Uni Bayreuth verlangt, dass zu Guttenberg ihr Rede und Antwort steht. Bei der Untersuchung der Frage lässt sich die Universität von "renommierten Experten der deutschen Wissenschaftsszene" unterstützen, erläuterte Bormann. Ergebnisse werden allerdings erst in einigen Wochen vorliegen."
  • Frankfurter Rundschau: Facebook - Guttenberg-Fans rufen zu Demonstrationen auf (Hanning Voigts) "Wut auf Medien", "insgesamt zeigen die Kommentare, die sich häufig auf die Berichterstattung der Bild-Zeitung berufen, Misstrauen gegenüber Parteien, Medien und Parlament und die Sehnsucht nach einer charismatischen Führungspersönlichkeit. Ob aus dem Trubel im Internet eine politische Bewegung entsteht, könnte sich schon am Samstag zeigen: Die Mitglieder der Gruppe "Wir wollen Guttenberg zurück" haben bisher in 25 Städten zu Demonstrationen aufgerufen."
  • Frankfurter Rundschau: Markus Beckedahl: "Das Netz als fünfte Macht im Staate" (Interview: Maxim Leo und Thomas Leinkauf) "Markus Beckedahl von netzpolitik.org sieht im GuttenPlag-Wiki ein Beispiel für die Macht von Netzaktivisten - allerdings vor allem als Ergänzung zum klassischen Journalismus, erklärt er im FR-Interview."
  • Frankfurter Rundschau: Der Scheinaufrichtige Leitartikel (Joachim Frank) „Karl-Theodor zu Guttenberg ist mit einem seltenen Kunststück von der politischen Bühne abgetreten. Er hat die Zeitenfolge von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufgehoben.“
  • Handelsblatt: Presseschau:Guttenberg-Comeback nach der Dolchstoßlegende? (Daniel Lenz) "Die internationale Wirtschaftspresse begrüßt fast einhellig den Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg. Doch die Medien diskutieren kontrovers, ob er sich im Wahljahr 2013 zurückmeldet - als Kanzlerkandidat."
  • il manifesto: Fuoripagina (Guido Ambrosino) "La Germania non è Berlusconia"
  • Kölner Stadt-Anzeiger: Die Sehnsucht der Bürger bleibt „Guttenberg hinterlässt ein Paradoxon, dass womöglich noch nach ihm benannt wird: Sein Einzug in die große Politik hat die Sehnsucht vieler Bürger nach charismatischer Führung nachhaltig geweckt, befriedigt und schließlich bitter enttäuscht, weil er seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden konnte. Doch die Sehnsucht wird dadurch nicht geringer, sondern eher noch größer werden. Und der Blick auf die derzeit politisch Verantwortlichen noch unbarmherziger.“ - Zugriff auf Volltext kostenpflichtig.
  • Kress: Berlin ohne Live-Bilder in Aufruhr: Gutti-Mania beflügelt News-Quoten „Auch wenn KT zu Guttenberg mit seiner im Handstreich anberaumten Rücktrittserklärung um 11:15 Uhr erneut die Hauptstadtjournalisten narrte - und Kamerateams draußen blieben -, stand der TV-Dienstag ganz im Zeichen der News-Formate: Allein 4,91 Mio Gesamtzuschauer verfolgten den ‚ARD-Brennpunkt: Weggetreten!‘.“
  • literaturkritik.de: „Verwegene Lebensmelange“ (Jan Süselbeck) „Ein kritisches Nachwort zur Debatte um Karl-Theodor zu Guttenbergs ‚Dissertation‘“.
  • Lübecker Nachrichten: Dr. Merkels Blamage (Christian Longardt) Leitartikel. „In der Bevölkerung genoss der schneidige Minister bis zuletzt enormes Ansehen, daran konnte sich Guttenberg lange klammern. Zu Fall brachte ihn schließlich das wachsende Entsetzen jener Klasse, der sich der Freiherr selbst zugehörig fühlt. [Es waren] zehntausende Wissenschaftler, die an seinen Anstand appelierten.“ (erschienen in der gedruckten Ausgabe, Nr. 51, 66 Jahrgang, S. 4).
  • Mannheimer Morgen: Der Absturz (Michael Schröder). Kommentar „Hochmut, sagt ein deutsches Sprichwort, kommt vor dem Fall. Karl-Theodor zu Guttenberg ist allein an sich selbst gescheitert, weil er glaubte, die Werte von Ehre und Anstand würden für ihn nicht gelten. Wäre der Verteidigungsminister bereits vor zwei Wochen zurückgetreten, als seine gefälschte Doktorarbeit ruchbar wurde, hätte er sich damit vielleicht ungeteilten Respekt für diesen Schritt verdient.“
  • Mittelbayerische Zeitung: Hoch geflogen, tief gefallen (Christian Kucznierz) Kommentar. „Der Baron Münchhausen flog auf ihr unbeschadet über feindliches Terrain. Anders der Freiherr zu Guttenberg: Zwar ist auch er hoch geflogen. Aber er ist umso tiefer gestürzt.“

Neue Westfälische - Zeit

  • Neue Westfälische: Ostermann hofft auf Rückkehr zu Guttenbergs (trau) Fraktionschef der CDU im Stadtrat Löhne.
  • Neue Westfälische: „Guttenberg war nicht mehr zu halten“ (trau/bag/ar). „CDU-Politiker und Herforder Bürger nehmen Stellung zum Rücktritt des Verteidigungsministers.“
  • Neue Westfälische: „Guttenbergs Rücktritt war überfällig“ (Alexandra Buck). Reaktionen aus der Bielefelder Kommunalpolitik.
  • Neue Westfälische: Der Applaus ist verklungen (Thorsten Gödecker) Stimmungsbild Gütersloh.
  • Neue Westfälische: Es war einmal (Peter Steinert und Anna-Lena Wagner) „Bad Oeynhausener zu Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und dessen Rücktritt“
  • nordbayern.de / NÜRNBERGER Nachrichten: Politikersturz 2.0 " In zwei Wochen vom Kanzlerkandidat zum arbeitslosen "GuttenPlag": Heutzutage kann alles ganz schnell gehen. (...)", "Nicht wenige sind sich sicher, dass der unermüdliche Einsatz der Wiki-Gruppe ein Hauptgrund für "KT"s unerwartet frühen Rücktritt war. Der Universität Bayreuth wurde einiges an Recherche abgenommen und das Thema blieb ohne Unterbrechungen im öffentlichen Gedächtnis."
  • NRhZ-ONLINE: Von Plagiaten und Plagiatoren (Dietmar Spengler) "Nun also ist der Guttenberg-Nachruf fällig: 'Denn sie wissen (nicht) was sie tun'"
  • Nürnberger Zeitung: Das Internet brachte Guttenberg zu Fall (Sharon Chaffin) „Das Internet bestimmt zunehmend die Politik. Wohin diese Entwicklung führt, fragten wir Professor Dr. Henning Lobin, Geschäftsführender Direktor des Gießener Zentrums für Medien und Interaktivität.“
  • Nürnberger Zeitung: Volk im Liebeskummer (Martin Schabenstiel) Kommentar. „Der Baron scheidet ‚im Felde unbesiegt‘ aus dem Amt – mit Blick auf einen Neuanfang kein Nachteil.“
  • ORF.at: GuttenPlag und seine Folgen "Der Rücktritt des deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist am Dienstag relativ überraschend erfolgt. Nachdem er vor rund zwei Wochen erstmals wegen Plagiaten in seiner Dissertation unter Beschuss geraten war, tauchten zuletzt immer mehr Passagen auf, in denen Guttenberg offensichtlich auf eine korrekte Zitation „vergessen“ hatte."
  • Rheinische Post: Der Tag nach dem Guttenberg-Rücktritt: Wissenschaft erleichtert – CSU hofft auf Comeback (RP/rtr/das) „‚Es wäre schlimm gewesen, wenn sich der Eindruck verfestigt hätte, dass es in der Wissenschaft mit Lug und Trug zugeht und dass dies ohne weitere Konsequenzen für die berufliche Laufbahn bleibt. Diese Marginalisierung von Wissenschaft hat uns empört‘, sagte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Bernhard Kempen.“
  • Saarbrücker Zeitung: Guttenberg: Das Netz polarisiert und politisiert „Die Guttenberg-Debatte hat ihnen [Politikern und Parteien] vor Augen geführt, dass die gewohnten Mechanismen der Krisenbewältigung nicht mehr greifen.“
  • Saarbrücker Zeitung: Der Abgang des Superstars - Rücktritt Guttenbergs bringt die Kanzlerin in die Bredouille (Werner Kolhoff) Leitartikel. „Der 39-jährige CSU-Politiker fand wieder kein Wort der Scham für die plagiierte Doktorarbeit, kein Wort über seine Motive. Die ‚enorme Wucht der medialen Betrachtung‘ sei schuld, dass er weiche, sagte er. Es kommen einem die Tränen. Erstens war es vor allem die wissenschaftliche Betrachtung, die seine Arbeit als Versuch der Erschleichung eines Doktortitels mittels eines ganz banalen Plagiats enthüllte. Und was die mediale Betrachtung angeht, so hat sich Guttenberg samt Gattin bisher in ihr regelrecht gesonnt.“
  • SPIEGEL ONLINE: Forsa-Umfrage: Plagiatsaffäre bringt SPD Stimmen ein (ffr/dapd) "Der Skandal um Ex-Minister Guttenberg schlägt sich auch in den Wählerbefragungen nieder: Die SPD hat in der neuen Forsa-Umfrage um vier Punkte auf 27 Prozent zugelegt - schon vor dem Rücktritt. Schwarz-Gelb hätte demnach derzeit keine Regierungsmehrheit."
  • SPIEGEL ONLINE: Geschäfte der Ghostwriter: Von Geisterhand verfasst (Juliane Frisse) "Sie sehen sich als nützliche Dienstleister und bestreiten stets, dass sie beim Betrügen helfen. Ghostwriter leben vor allem von ihrem Ruf, für Geld den wasserdichten akademischen Schwindel liefern zu können. Der UniSPIEGEL zeigt, wie die heimlichen Lohnschreiber wirklich arbeiten."
  • SPIEGEL ONLINE: Guttenberg-Talk bei Maischberger Dann lieber einen Playboy (Annett Meiritz) "Eigentlich wollte Sandra Maischberger mit Rolf Eden über Triebe und Sex reden. Doch dann ging Guttenberg. Neues Thema, neues Glück. Gleich sechs Experten debattierten nun über den Abgang - leider bürgt Masse nicht unbedingt für Klasse."
  • SPIEGEL ONLINE: Guttenbergs Zweitgutachter "Ich habe zu sehr vertraut" (Das Interview führte Birger Menke) "Wie konnte die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg mit der Bestnote bewertet werden? Die Gutachter der Dissertation sind in Erklärungsnot. Der Zweitprüfer Rudolf Streinz verteidigt sich nun im Interview: Er sei zu gutgläubig gewesen, Mauschelei streitet er aber ab."
  • SPIEGEL ONLINE: Online-Zuspruch: Facebook-Fans wollen Guttenberg zurück (meu) "Vor seinem Rücktritt hatte Karl-Theodor zu Guttenberg über 300.000 Fans bei Facebook - und nach seinem Rücktritt immer noch. In neuen Gruppen sammeln sich die Fans des Barons, fordern seine Rückkehr, seinen Verbleib in der aktiven Politik. Online-Votes zeigen dagegen eine Abkehr vom Ex-Minister."
  • Stern: Nach dem Rücktritt: Union setzt auf Guttenberg-Comeback (zen/dho/DPA/Reuters) „Nur einen Tag nach seinem Rücktritt, beschwört die Union bereits die Rückkehr Karl-Theodor zu Guttenbergs auf die politische Bühne. Ein neuer Verteidigungsminister wird wohl schon heute benannt.“
  • Stern: Trümmerfrau Angela Merkel (Claudia Kade, Lorenz Wagner, Claus Gorgs) „Bis zuletzt hat Angela Merkel für Karl-Theodor zu Guttenberg gekämpft - und sich angreifbar gemacht. Nun steht sie vor einem Scherbenhaufen. Wie konnte das passieren?“
  • Stern: Guttenberg-Sympathisanten bei Facebook: Konservative Apo läuft Sturm (Carsten Heidböhmer) „Hunderttausende wollen sich mit dem Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nicht abfinden: Im Netz entsteht derzeit eine neue außerparlamentarische Opposition, die schon den Sprung auf die deutschen Straßen plant.“
  • Stern: Ermittlungsverfahren gegen Guttenberg: 80 Strafanzeigen gegen den Freiherrn (swd/DPA/AFP) „Die Juristen in Hof prüfen, ob sie ein Verfahren gegen Karl-Theodor zu Guttenberg einleiten. 80 Anzeigen liegen bereits vor. Darunter ist bislang noch kein Geschädigter.“
  • Stuttgarter Zeitung: Das Internet als politisches Schlachtfeld genutzt (Simone Käser) "Online-Portale Experten und Nutzer sind sich einig: Das Netz hat dazu beigetragen, dass Guttenberg zurücktreten musste."
  • Süddeutsche Zeitung: Bericht: Staatsanwaltschaft äußert sich zu Guttenberg-Verfahren (dpa)
  • Süddeutsche Zeitung: Doktorand und Doktorvater - Ohne Vertrauen geht es nicht (Diethelm Klippel) "Guttenberg hat seinen Doktorvater hintergangen und sein Vertrauen missbraucht. Das hat nichts mit einem Fehler im universitären System zu tun. Besorgniserregend sind vielmehr die Reaktionen der politischen Öffentlichkeit."
  • Süddeutsche Zeitung: Doktoranden enttäuscht von Guttenberg und Merkel (dpa) "Die Doktoranden-Initiative, die mit einem offenen Brief an Kanzlerin Angela Merkel zur Plagiats-Affäre Karl-Theodor zu Guttenbergs für Aufsehen gesorgt hatte, hat sich enttäuscht von der Rücktrittsrede des Verteidigungsministers gezeigt." Pressemitteilung
  • Süddeutsche Zeitung: Europa sagt Guttenberg «Guttbye» (dpa) Pressespiegel zum Rücktritt
  • Süddeutsche Zeitung: Guttenberg: Das Netz polarisiert und politisiert
  • Süddeutsche Zeitung: Guttenberg-Rücktritt: Presseschau–"Guttenberg schneller als Gaddafi" (sueddeutsche.de) Pressespiegel zum Rücktritt
  • Süddeutsche Zeitung: Guttenberg: Rücktritt und politische Zukunft - "Grotesker Realitätsverlust" (Interview: Peter Lindner) ""Schwere handwerkliche Fehler": Der Historiker Michael Philipp erklärt, was an Guttenbergs Rücktritt außergewöhnlich ist, warum dessen Krisenmanagement ein "Desaster" war - und wie es um seine Comeback-Chancen steht. Michael Philipp ist Autor des Buches "Persönlich habe ich mir nichts vorzuwerfen". Darin hat er Politiker-Rücktritte in Deutschland seit 1950 analysiert. Der Historiker lebt in Hamburg."
  • Süddeutsche Zeitung: Mehr als 80 Strafanzeigen gegen Guttenberg allein in Hof (dpa)
  • Süddeutsche Zeitung: Rücktritt von Guttenberg: Reaktionen - "Scheinheilig und verlogen" - Merkel attackiert Kritiker (dapd/Reuters/jobr/hai) ""Wir müssen uns nicht erklären lassen, was Anstand und Ehre sind": Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich im Zusammenhang mit der Plagiatsaffäre gegen Kritik von Seiten der Opposition verwahrt."
  • Süddeutsche Zeitung: Staatsanwaltschaften Hof und Berlin Bereits 100 Strafanzeigen gegen Guttenberg (Olaf Przybilla) "Jede Menge Arbeit für die Ermittler: 100 Strafanzeigen sind bei den Staatsanwaltschaften in Hof und Berlin eingegangen. In Hof wird nun erwogen, ein förmliches Ermittlungsverfahren aufzunehmen."
  • Süddeutsche Zeitung: Zum Rücktritt von Guttenberg Märtyrer für Soldaten und Volk (Johan Schloemann) "Wenn der Fall Guttenberg die Spaltung zwischen akademischen Eliten und populistischen Stimmungen verstärkt hat, ist das kein Grund für Triumphgeheul. Die deutsche Wissenschaft kann trotzdem ein wenig stolz sein."
  • Süddeutsche Zeitung: Guttenberg und die Erregungsgesellschaft (Kurt Kister) Kommentar. „Gerade weil Guttenberg eine Celebrity ist, wird er den Rest seiner Tage nicht auf dem Stammschloss verbringen. Es ist absehbar, dass er für einen eher großen Teil der Bevölkerung in ein paar Wochen jener Mann sein wird, der sich der Verantwortung gestellt hat. Er wird populär bleiben, und an die Dissertation werden nur die ewigen Nörgler erinnern. Er selbst wird ein Buch schreiben, vielleicht über ‚Politik in der Erregungsgesellschaft‘.“
  • Südkurier: Guttenberg: Das Netz polarisiert und politisiert (dpa) „«Das Netz entfaltet seine eigene Mitmach-Dynamik», sagt der Internet-Unternehmer Mario Grobholz, der sich vor allem mit der Reputation im Internet beschäftigt. «Aus der Analyse solcher Prozesse kann die Politik lernen, wie sie die Bürger für eine stärkere Beteiligung auch bei Wahlen gewinnen können.» Dabei gehe es vor allem um die persönlichen Beziehungen zwischen den Menschen, um den Kern der sozialen Vernetzung.“
  • Südkurier: Doktoranden enttäuscht von Guttenberg und Merkel (dpa) Leitartikel „Die Doktoranden-Initiative, die mit einem offenen Brief an Kanzlerin Angela Merkel zur Plagiats-Affäre Karl-Theodor zu Guttenbergs für Aufsehen gesorgt hatte, hat sich enttäuscht von der Rücktrittsrede des Verteidigungsministers gezeigt.“
  • Südkurier: Großer Triumph sieht anders aus (Nils Köhler) „SPD-General Peter Friedrich übt sich nach dem Guttenberg-Rücktritt in Zurückhaltung. Eine Kampagne will er nicht lostreten.“
  • der Standard (Österreich): Deutsche "Plagiatsjäger" wollen Dissertationen von Hahn und Pilz prüfen "Unter den "Verdächtigten" ist aber auch Österreichs EU-Kommissar Johannes Hahn (ÖVP), der bereits zu seiner Zeit als Wissenschaftsminister mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert war" (Anm. v. GuttenPlag Wiki: es besteht kein Zusammenhang zwischen uns und PlagiPedi.)
  • Stern: Nach dem Rücktritt als Verteidigungsminister: Was Guttenberg juristisch droht (Niels Kruse und Philipp Elsbrock) "Fast 100 Anzeigen liegen in der Plagiatsaffäre gegen Karl-Theodor zu Guttenberg vor. Noch ist unklar, ob gegen ihn ermittelt wird. Das Urteil der Bayreuter Prüfungskommssion lässt aber nichts Gutes für ihn erwarten. Und in einer Sache könnte der Ex-Minister zum Präzedenzfall werden."
  • tagesschau.de: Guttenberg-Fans fluten elektronische Postfächer "Bei tagesschau.de liefen innerhalb weniger Stunden fast 5000 E-Mails aus der Facebook-Gruppe ein. Was die Massen-Mails erreichen sollen, erscheint derweil unklar, viele Nachrichten sind ohne Inhalt, andere betonen, andere Politiker hätten "mehr Dreck am Stecken". (...) "Die Macher der Seite GuttenPlag, auf der mögliche Plagiate aus Guttenbergs Doktorarbeit dokumentiert wurden, erklärten: "Der Rücktritt des Bundesministers der Verteidigung war nicht Ziel dieses Projekts."
  • Tagesspiegel: Ein Debakel für Merkel (Antje Sirleschtov) „Übrig bleibt nun ein Gefühl der Schalheit, und zwar gleichwie der Politiker Guttenberg gesehen wird. Denn da ist eine Regierungschefin, die weder aufrecht an der Seite des Ministers gestanden, noch Grundüberzeugungen ihrer Partei zur Geltung verholfen, hat, als es nötig war: Den bürgerlichen Werten von Anstand und Ehrlichkeit.“
  • taz.de: Guttenbergs Rücktritt: Das Netz gibt keine Ruhe (Meike Laaf) "Die neuen Medien haben Guttenbergs Plagiat-Skandal befeuert. Viele machen sie deswegen für den Rücktritt des Ministers mitverantwortlich. Stimmt das?"
  • WELT ONLINE: Hinter dem Fall Guttenberg der Fall Bayreuth (Michael Stürmer) "Wer jetzt nur die Fehler des Plagiators sieht, macht es sich zu einfach. Universität und Professoren sitzen mit im Boot."
  • DerWesten: Coole Frisur (Annette Kreikenbohm) Glosse; der 13-jährige Sohn der Autorin beurteilt KTzG.
  • DerWesten: Handwerk statt Show (Walter Bau) Kommentar. „Wenn die Vorzeichen nicht trügen, wird mit den beiden Personalien nach Gut­ten­bergs Abgang eine neue Sachlichkeit in die Re­gie­rungspolitik einziehen. Manche mögen das langweilig finden. Aber solides Hand­werk zählt allemal mehr als oberflächliche Show.“
  • DerWesten: Gute Rente für  Guttenberg (Simon Wiggen) „Wäre Karl-Theodor zu Guttenberg nur einen Tag früher zurückgetreten, wären ihm 14.000 Euro durch die Lappen gegangen.“
  • DerWesten: Die Lügen-Falle: „Du sollst nicht lügen“ (Ute Rasch) „In ihrem Buch schildert die Philosophin Simone Dietz, dass die Motivation entscheidet. Sie spricht auch über Karl-Theodor zu Guttenberg.“
  • DerWesten: Guttenbergs Fall ist ein Werk der Netzgemeinde (Annika Rinsche u. Jürgen Overkott).
  • DerWesten: Experte rechnet mit Guttenbergs politischem Comeback (Dagobert Ernst) „Der Forscher Michael Philipp sieht den Fall Guttenberg als ‚klassisches Beispiel‘ eines Politiker-Rücktritts. Auch, weil der Minister viel eher die Konsequenzen aus der Plagiats-Affäre um seine Doktorarbeit hätte ziehen müssen. Ein Comeback sei dennoch wahrscheinlich.“
  • DerWesten: Linkspartei fordert nach Guttenberg-Rücktritt Bildungsgipfel (Dirk Hautkapp).
  • DerWesten: Facebook-Nutzer wollen Guttenberg zurück (Annika Rinsche).
  • DerWesten: Auslöser der Plagiatsaffäre gibt sich bescheiden (dapd) „Andreas Fischer-Lescano bleibt zurückhaltend: Den Amtsverzicht von Karl-Theodor zu Guttenberg wollte er nicht bewerten. Ihm sei es um die Einhaltung ‚wissenschaftlicher Maßstäbe‘ gegangen.“
  • DerWesten: Union hofft auf schnelles Comeback von Guttenberg (dapd/afp).
  • DerWesten: TV-Talk : Wird Karl-Theodor zu Guttenberg zur Legende? (Pia Mester) „Der überraschende Rücktritt des Barons ließ Sandra Maischbergers TV-Gäste spekulieren. Zu Gast: Bild-Redakteur Nikolaus Blome, Historiker Arnulf Baring und Michel Friedman.“
  • ZEIT ONLINE: Plagiatsaffäre: Die Titelverteidiger (Ulrich Schnabel) "Nicht zuletzt der massive Protest von Jungforschern hat Karl-Theodor zu Guttenberg zu Fall gebracht. Die Affäre wirft auch peinliche Fragen an die Wissenschaft auf." Mit Link zu GuttenPlag.
  • ZEIT ONLINE: Schuld ohne Bekenntnis (Josef Joffe) „Karl-Theodor zu Guttenberg tritt mit einer moralisch flexiblen, aber strategisch brillanten Rede ab – und baut so die Trasse zu einem Comeback.“
  • ZEIT ONLINE: Wie sehr darf man die eigene Vita aufmotzen? (Jochen Mai / WirtschaftsWoche) „Karl-Theodor zu Guttenberg hat für seinen Lebenslauf getrickst. Der Fall zeigt: Die frisierte Vita wird entlarvt. - Wie viel Selbstmarketing zulässig ist.“
  • ZEIT ONLINE: Karl-Theodor zu Guttenberg: Eine spaltende Persönlichkeit (Marc Brost et al.) „Wie es kam, dass der Mann, für den nichts unmöglich schien, an die Grenzen seiner Kräfte kam.“
  • ZEIT ONLINE: Hoffen auf ein Guttenberg-Comeback „Nach Einschätzung des Parteienforschers Gerd Langguth dürfte der scheidende Minister gestärkt aus der Plagiatsaffäre hervorgehen. [...] Indem er der Bevölkerung Anteil an seiner politischen und menschlichen Erschöpfung gab, gewinne Guttenberg neue Sympathie.“
  • ZEIT ONLINE: Deutschlandkarte: Summa Cum Laude (Matthias Stolz) „Es bedurfte nicht erst des Falles Guttenberg, um zu ahnen, dass die Note so viel dann doch nicht über die Qualität einer Doktorarbeit aussagt.“


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1. März 2011

ARD - Le Monde

  • ARD-Brennpunkt: Zu Guttenberg tritt ab
  • Badische Zeitung: Guttenbergs Fall: An sich selbst gescheitert (Thomas Hauser) „Der Rücktritt kam spät und hinterlässt Schaden. Er stoppte jäh die Karriere eines großen politischen Talents, das sich selbst keine Chance gab, zu reifen. Gerne ließ er sich zur Projektionsfläche für Sehnsüchte nach einem zupackenden, ehrlichen Staatsmann machen. Was bleibt, sind respektable Ansätze, aber kein zu Ende gebrachtes Projekt. Ob Guttenberg mit Abstand eine zweite Chance erhält, wird davon abhängen, welche Lehren er und seine Partei aus diesem Fall ziehen.“
  • Berliner Zeitung: Guttenbergs Abgang, Merkels Risiko (Brigitte Fehrle) Leitartikel. „Die Politikerin Merkel, die Bundeskanzlerin, bleibt jetzt, nach Guttenbergs Rücktritt im Alleingang, doppelt beschädigt zurück. An diesem 1. März ist klar geworden, dass die Krisenmanagerin Merkel versagt hat, dass sie nicht handelt, nicht Regie führt. Ihr erster Fehler lag darin, Guttenberg zu stützen. Ihr zweiter Fehler lag darin, sich von seinem Rücktritt überrumpeln zu lassen. Die Kanzlerin steht jetzt nackt da, ohne Autorität, an der Nase herumgeführt von einem jungen Politiker aus Bayern.“
  • Bild: Doktortitel-Affäre: Guttenberg tritt zurück "Karl-Theodor zu Guttenberg legt nach BILD-Informationen noch heute das Amt des Bundesverteidigungsministers nieder. Ein entsprechendes Rücktrittsgesuch hat Guttenberg bereits bei Bundeskanzlerin Angela Merkel eingereicht. Auch das Bundespräsidialamt ist über Guttenbergs geplanten Schritt vorab informiert worden. Guttenberg lud die Presse kurzfristig zu einer Erklärung ein. Um 11.15 Uhr will er sich im Verteidigungsministerium in Berlin erklären."
  • BrainLogs: Copygate - reply to Anatol Stefanowitsch (Elmar Diederichs) „Anatol Stefanowitsch hat sich die Mühe gemacht, meine hier im Rahmen des bloggewitters Ehrlichkeit in der Wissenschaft vertretene Position hier zu kritisieren und interessante Argumente vorgetragen, die zu zeigen beanspruchen, daß mein post an der Pointe der zu-Guttenberg-Affaire für die Wissenschaft vorbeigeht. Worüber wir uns uneinig sind, ist die Rolle von handlungsleitenden Werten in der Wissenschaft: Ich überprüfe meine Position und entwickle sie im Vergleich zu meinem ersten post ein wenig weiter.“
  • CARTA: Seemann: “Es gibt jetzt endgültig kein “Wir” des Netzes mehr” (Robin Meyer-Lucht) "Auch für Michael Seemann bedeuten die Vorgänge um den Rücktritt zu Guttenbergs eine “Zäsur im deutschen Internet”: Die ‘Netzgemeinde’ ist tot. “Das Netz forderte diesmal nichts, das Netz meinte diesmal nichts und das Netz brachte auch nichts zu stande.""
  • Corriere della sera: Germania: si è dimesso Guttenberg "Alla fine ha lasciato. Il ministro della Difesa tedesco Karl-Theodor zu Guttenberg, stella nascente della Cdu si è dimesso a seguito del cosidetto copygate."
  • DerWesten: Der Rücktritt war unausweichlich (Rüdiger Oppers) Kommentar. „Eher hat es überrascht, wie lange der als Lügenlord entlarvte Freiherr an Amt und Würden klebte. Peinlich anzusehen, wie sich die frühere Lichtgestalt der Konservativen immer mehr als dreister Trickser und Täuscher entpuppte. Dabei hatte er nur die Demoskopie auf seiner Seite. Erstaunlich wie viele Herzen bis zum Schluss an dem blaublütigen Sonnyboy hingen.“
  • DerWesten: Eine Projektionsfläche für die Unsicheren (Hayke Lanwert) Kommentar. „Hochstapler verfügten über die Fähigkeit, die Wünsche ihres Ge­genübers auf geschickte Art zu bedienen. »Bei Guttenberg wissen wir nicht, ob er dachte ‘Frechheit siegt’ oder ob er Lustgewinn daraus zog, eine Gesellschaft aufs Kreuz zu legen«, so der Psychologe. Auf jeden Fall sei er dankbar, dass alles aufgedeckt worden sei, schließlich »waren wir kurz davor, die konstitutionelle Monarchie auszurufen«.“
  • DerWesten: So steil der Aufstieg, so jäh das Ende (Dirk Hautkapp) „Karl-Theodor hat sich gestern weder offenbart. Noch hat er erklärt, wie es zu dieser Promotion kommen konnte. Er ist gegangen, weil ihn ernsthaft niemand halten wollte. Die Lichtgestalt der deutschen Politik. Jetzt ist sie erloschen.“
  • DerWesten: In Plagiatsaffäre Guttenbergs gerät Merkel unter Druck (dapd) "Immer mehr Experten schließen sich der Kritik an Verteidigungsminister Guttenberg an. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel gerät zunehmend in die Kritik. Derweil stockt die Bundeswehr stockt ihren Etat für Eigenwerbung massiv auf."
  • Deutschlandfunk Der Minister geht, das Phänomen bleibt MP3 (Stephan Detjen) Kommentar: „Karl Theodor zu Guttenberg hat sich heute auf Tugenden wie Glaubwürdigkeit, Aufrichtigkeit und die Regeln des politischen Anstands berufen. Er hat damit noch einmal einen Kredit für sich in Anspruch genommen, den er bereits in den vergangenen Tagen verspielt hat.“ Im Anschluss daran Kommentar „Umbau der Bundeswehr ist längst nicht abgeschlossen“ (Rolf Clement) zu den politischen Folgen des Rücktritts.

durchstehen kann“] Biograf Markus Wehner über die Causa Guttenberg (im Gespräch mit Joachim Scholl). - MP3-Audio Flash

  • Deutschlandradio Kultur: Schwarmkontrolle brachte Minister zu Fall (Moderation: Frank Meyer) "Ohne das Internet wäre zu Guttenberg vermutlich noch im Amt, glaubt der Geschäftsführer des Adolf-Grimme-Instituts Uwe Kammann. Die Aktionen im Netz hätten dazu beigetragen, dass das Thema nicht einfach wieder verschwunden sei."
  • DEUTSCHER JOURNALISTEN-VERBAND: DJV weist Kritik an Medien zurück "„Den Medien die Schuld für sein Fehlverhalten in die Schuhe schieben zu wollen ist perfide“, sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Es gebe keinen Zusammenhang zwischen der Plagiatsaffäre und getöteten Bundeswehrsoldaten. „Die Berichterstattung der Medien über die Doktorarbeit von Herrn zu Guttenberg war notwendig und unverzichtbar. Hier ging es um nichts weniger als die Glaubwürdigkeit eines Ministers, der eines der wichtigsten Ressorts leitete. Ob er die Öffentlichkeit hinters Licht geführt hat, ist daher alles andere als eine Privatsache.“ Konken betonte, die Journalistinnen und Journalisten, die über Guttenberg und die Plagiatsaffäre berichteten, hätten sich nichts vorzuwerfen."
  • FAZ.NET: Die Affäre Guttenberg: Der Plan B für den Fall des Falls KTs (Günter Bannas) "Es widerspräche den Üblichkeiten der Politik, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel trotz aller Bekenntnisse zu ihrem Verteidigungsminister nicht doch über Ersatzoptionen nachdächte. In Betracht kommt für die CSU nur Peter Ramsauer, für die CDU neben anderen Innenminister de Maizière." (Update vom Vortag)
  • FAZ.NET: Plagiats-Affäre: Guttenberg brauchte Sondergenehmigung für Promotion (Heike Schmoll) "Verteidigungsminister zu Guttenberg konnte nur mit einer Ausnahmegenehmigung promovieren, weil er in seinem Examen nur die Note „befriedigend“ erreichte. Die Genehmigung erteilte neben anderen der damalige Dekan, der Vorsitzender der Jungen Union der CSU in Schwandorf war." (Update vom Vortag)
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Zu Guttenbergs Fall: Ikarus (Berthold Kohler) "Guttenberg unterschätzte, wie sehr die Plagiatsaffäre den Kern bürgerlichen Selbstverständnisses traf." - Kommentar.
  • Frankfurter Rundschau: Guttenberg-Rücktritt Akademiker atmen auf (Katja Tichomirowa und Viktor Funk) "Die Kommission der Universität Bayreuth prüft den Betrugsvorwurf gegen Guttenberg weiter. Professoren sprechen von Betrug und einer bisher ungekannten Dreistigkeit." "Guttenplag macht weiter."
  • Golem: Trotz Rücktritt: Guttenplag-Wiki macht weiter (asa) "Das Team des Guttenplag-Wikis wird seine Arbeit an der Dissertation von Karl-Theodor zu Guttenberg fortsetzen. Der heute vorgelegte zweite Zwischenbericht ergab: 49 Prozent der Doktorarbeit sind als Plagiat identifiziert."
  • gulli.com: GuttenPlag schuld an Guttenberg-Rücktritt? (Julian_) "Nun fragen sich die Experten, wie es zum Rücktritt kam. Für die Social-Media-Expertin und Autorin beim Blog „KoopTech“, Christiane Schulzki- Haddouti, steht fest, dass es ohne die Webseite „GuttenPlag“ nicht soweit gegangen wäre."
  • Handelsblatt: Nach dem Rücktritt :Das Internet sagt "Guttbye" "Im Internet ist ein Streit entbrannt über den Rücktritt von Verteidigungsminister Guttenberg. Viele feiern die Kollektiv-Recherche,die den Minister straucheln ließ. Doch auch Guttenberg-Fans sind im Netz vertreten."
  • Handelsblatt: 'Presseschau:Guttenberg-Comeback nach der Dolchstoßlegende?(Daniel Lenz) "Die internationale Wirtschaftspresse begrüßt fast einhellig den Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg. Doch die Medien diskutieren kontrovers, ob er sich im Wahljahr 2013 zurückmeldet - als Kanzlerkandidat."
  • Main-Post: Angekratzter Ruf - Würzburger Professoren unterzeichnen Erklärung (Alice Natter) „Die Professoren kritisierten in dem Papier unter anderem, dass die Uni Bayreuth die Aberkennung des Doktorgrades von zu Guttenberg ‚nicht mit vorsätzlicher Täuschung begründet‘ habe. Dabei sei laut Promotionsordnung gerade der Nachweis einer Täuschungsabsicht die einzige Möglichkeit, den Titel abzuerkennen. ‚Wenn Mängel wie die der zu Guttenbergschen Arbeit lediglich handwerkliche Fehler darstellen sollen, sehen wir die Gefahr, dass die bewährten Standards wissenschaftlicher Arbeit verkommen‘.“
  • Main-Post: Das bittere Ende einer Lichtgestalt (Michael Reinhard) Leitartikel. „Karl-Theodor zu Guttenberg ist nicht zuletzt an seinen eigenen Maßstäben gescheitert. Sein Name stand, wie bei kaum einem anderen Politiker hierzulande, für Glaubwürdigkeit und Geradlinigkeit.“
  • Main-Post: Der große Kommunikator (Tilman Toepfer) Kommentar. „Mit seinen Worten setzte er Maßstäbe – und musste sich daran messen lassen. [...] KT – das Kommunikations-Talent.“
  • Mannheimer Morgen: Der Absturz (Michael Schröder). Kommentar „Hochmut, sagt ein deutsches Sprichwort, kommt vor dem Fall. Karl-Theodor zu Guttenberg ist allein an sich selbst gescheitert, weil er glaubte, die Werte von Ehre und Anstand würden für ihn nicht gelten. Wäre der Verteidigungsminister bereits vor zwei Wochen zurückgetreten, als seine gefälschte Doktorarbeit ruchbar wurde, hätte er sich damit vielleicht ungeteilten Respekt für diesen Schritt verdient.“
  • Merhaba: Fall Guttenberg "Die Plagiatsvorwürfe gegen Karl-Theodor zu Guttenberg weisen erneut auf die eklatanten Mängel in der Qualitätssicherung in deutschen Promotionsverfahren hin. Schaden nimmt die gesamte Wissenschaft. Großzügigkeit bei der Ahndung von Plagiaten sind ein Schlag ins Gesicht seriöser Wissenschaftler, die trotz der neuen digitalen Möglichkeiten für die Einhaltung wissenschaftlicher Standards kämpfen. Die Kontrolle der Standards darf nicht ausschließlich beim Doktorvater und seiner Fakultät liegen. Die Verantwortung ist stärker auf die Universitäten zu übertragen. Internationaler Standard ist die Trennung von Betreuung und Beurteilung im Promotionsverfahren."

Nachdenkseiten - Zeit

  • Nachdenkseiten (Blog): Guttenbergs unaufrichtiger Rücktritt (Jens Berger) "Selbst in seiner bittersten Stunde bleibt Guttenberg sich selbst treu und bestätigt seine Kritiker in ihren Vorwürfen."
  • Neue Zürcher Zeitung (Schweiz): Immer mehr Kritik an Merkel (ddp) "Politiker aller Couleur und Wissenschafter fordern Konsequenzen aus dem Fall. Bundestagsvizepräsident Thierse unterstellte Merkel «Schizophrenie» (...) Biedenkopf kritisierte Merkels Aussage, sie habe keinen wissenschaftlichen Assistenten eingestellt, sondern einen Minister: «Der Mensch wird gemessen, nicht das Amt. Und der Mensch ist auch nicht teilbar»"
  • Neue Zürcher Zeitung (Schweiz): Zurück auf Feld Eins (Ruth Spitzenpfeil) "Der Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenbergs ist richtig, doch er kommt viel zu spät. Jetzt muss er nicht nur die Notbremse ziehen, sondern den Rückwärtsgang einlegen. Indem er aber auf Feld Eins zurückkehrt, tut er sich und Deutschland den grössten Gefallen, meint NZZ-Online-Redaktorin Ruth Spitzenpfeil." Kommentar
  • Nürnberger Zeitung: Der tiefe Fall des Überfliegers (Daniela Schadt) Kommentar. „Es ging nicht mehr. Dabei war es wohl nicht in erster Linie der mediale Druck, der Karl-Theodor zu Guttenberg am Dienstag zum Rücktritt zwang; da stand es zwischen der kritischen linken sowie bürgerlichen Presse und den Solidaritäts-Adressen der ‚Bild‘-Zeitung sozusagen pari-pari.“
  • Nürnberger Zeitung: „Guttenberg kommt wieder zurück“ (Christian Ebinger) Interview mit dem Nürnberger Politikprofessor Johannes Varwick: „Auch wenn der Rücktritt richtig war – heute ist ein trauriger Tag für die deutsche Politik!“
  • Nürnberger Zeitung: Der gefallene Held (NZ/dpa) Bilder, Nachrichten, Reaktionen zu Guttenbergs Rücktritt.
  • Rheinische Post: Guttenberg - Dämmerung (Michael Bröcker) „Noch ist der Kanzlerin ein angeschlagener Minister, der die Säle füllt, wichtiger als die Glaubwürdigkeit ihrer bürgerlichen Koalition. Noch.“
  • Schwäbisches Tagblatt: Fehleinschätzungen sind nicht grundlos (Hans-Joachim Lang) Kommentar. „Auffallend zurückhaltend kommentierte Uni-Rektor Bernd Engler kürzlich die Plagiatsvorwürfe gegen Karl-Theodor von Guttenberg, als dieser noch ‚Summa-cum-Laude‘-Doktor war und die Beschuldigungen erst als ‚abstrus‘ zurückwies und dann mit der Behauptung, ‚zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht‘ zu haben, nur vorübergehend auf den Titel verzichten wollte.“
  • Schwäbisches Tagblatt: Guttenberg: Nicht mehr zu halten (Wilhelm Hölkemeier) Kommentar. „Zu Guttenberg hat einen erfrischenden und jugendlichen Stil in die Politik gebracht und damit manch einen dafür zurückgewonnen, der sich verdrossen vom althergebrachten Betrieb abgewandt hatte. Sein Scheitern hat deshalb auch eine tragische Note. Doch gerade für ihn müssen die Maßstäbe gelten, die er selbst angelegt hat.“
  • SPIEGEL ONLINE: Guttenbergs Abgang: Netz besiegt Minister (Christian Stöcker) "Karl-Theodor zu Guttenbergs Rücktritt ist ein Sieg des Internets. Ohne die akribische Dokumentation der Plagiate im GuttenPlag Wiki wäre die Debatte versandet. So aber brachte der Minister Deutschlands Wissenschaftselite gegen sich auf - nicht einmal die "Bild"-Zeitung konnte seinen Job retten."
  • SPIEGEL ONLINE: Guttenberg-Abgang: Pathos und Phantomschmerz (Sebastian Fischer und Matthias Gebauer) "Was für ein einsames Ende: Ex-Minister Guttenberg hat seinen Rücktritt nicht mit der Kanzlerin, nicht mit dem CSU-Chef besprochen - und dann theatralisch inszeniert. Seine Karriere scheint beendet, aber Parteifreunde hoffen auf ein Comeback. Steht KTG dafür überhaupt zur Verfügung? Ein Psychogramm."
  • SPIEGEL ONLINE: Guttenberg-Rücktritt: "Ich bin begeistert von der Kraft des Internets" (Das Interview führte Christoph Titz) "Guttenberg gibt auf - auch weil Tausende Doktoranden ihm die Ausflüchte zu seiner umstittenen Doktorarbeit nicht durchgehen lassen wollten. "Wir haben verhindert, dass die Politik zur Tagesordnung übergeht", sagt Tobias Bunde, Autor des Doktorandenbriefs. Und er verlangt: Die Kanzlerin soll sich erklären."
  • SPIEGEL ONLINE: Guttenberg-Rücktritt: Merkels Supermann stürzt ab (Sebastian Fischer und Veit Medick) "Es war eine Karriere im Zeitraffer: In wenigen Jahren stieg Karl-Theodor zu Guttenberg vom einfachen Bundestagsabgeordneten zum Politstar der Republik auf. Jetzt ist er über die Plagiatsaffäre gestürzt. Sein Rücktritt versetzt die Koalition in einen Schockzustand."
  • SPIEGEL ONLINE: KTG-Abgang: Gutt so! (Roland Nelles) "Der Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg markiert eine tiefe Zäsur - für die Parteien und für die politische Kultur im Land. Sein Comeback ist nicht ausgeschlossen, aber Kanzler darf er nicht mehr werden." Kommentar
  • SPIEGEL ONLINE: Liveticker: Guttenberg tritt nach Plagiatsaffäre zurück "Der Druck wurde einfach zu groß: Verteidigungsminister Guttenberg tritt wegen der Plagiate in seiner Doktorarbeit vom Amt des Verteidigungsministers zurück. Verfolgen Sie die Erklärung des CSU-Politikers im Liveticker."
  • SPIEGEL ONLINE: Minister-Rücktritt Merkel attackiert Guttenbergs Gegner (can/dpa/dapd) ""Wir müssen uns nicht erklären lassen, was Anstand und Ehre sind": Angela Merkel reagiert kämpferisch auf den Abgang ihres Kabinettstars, bei einem Auftritt am Abend greift sie Sigmar Gabriel & Co. scharf an - und wirft der Opposition Verlogenheit vor."
  • SPIEGEL ONLINE: Presseschau zum Guttenberg-Rücktritt: "Wahnsystem und Allmachtsfantasien" (feb/dpa) ""Rückzug nach kurzem Gefecht" - der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg legte seine Ämter nieder, die deutsche Presse kommentiert. "Selber schuld" sagen die einen, andere bedauern "die traditionellen Regeln der Berliner Politik". Auch international erregt der Rücktritt Aufsehen." Pressespiegel zum Rücktritt
  • SPIEGEL ONLINE: Rücktritt: Guttenberg will auch Bundestagsmandat abgeben (hen/dpa/AFP) "Es ist ein vollständiger Rückzug von der politischen Bühne: Karl-Theodor zu Guttenberg will nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister auch sein Bundestagsmandat abgeben. Der CSU-Politiker hat der Nachrichtenagentur dpa zufolge bereits erste Schritte eingeleitet."
  • SPIEGEL ONLINE: Schutz vor Souvenirjägern Uni lässt Guttenbergs Doktorarbeit bewachen (otr/dpa) "Guttenberg gibt auf, doch seine Doktorarbeit steht noch in den Bibliotheken: Was geschieht mit ihr? Experten fordern, sie aus dem Verkehr zu ziehen. Die Universität Münster will sie zunächst vor Trophäenjägern schützen - und mit einem Warnhinweis versehen."
  • SPIEGEL ONLINE: SPIEGEL-ONLINE-Forum: Argumenteschlacht um Guttenberg (mmq) "Für die einen ist er ein bloßgestellter "Blender", für die anderen ein Opfer seiner Neider. Der Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg spaltet die User im Forum von SPIEGEL ONLINE. Diskutiert wird vor allem die Frage: Kehrt er auf die politische Bühne zurück?"
  • SPIEGEL ONLINE: Sturz über Plagiatsaffäre: Guttenberg will zurücktreten (ffr/dpa/dapd/Reuters/AFP) "Nun also doch: Karl-Theodor zu Guttenberg will noch an diesem Dienstag seinen Rücktritt vom Amt des Verteidigungsministers erklären. Wegen der Plagiate in seiner Doktorarbeit war der CSU-Mann auch in der Union erheblich unter Druck geraten."
  • SPIEGEL ONLINE: Zorn über Guttenberg-Plagiate: "Merkel hat uns verhöhnt" (Das Interview führte Christoph Titz) "Zehntausende haben den offenen Brief an Angela Merkel unterzeichnet, mit dem sich Doktoranden ihren Frust über Guttenbergs Plagiataffäre von der Seele schrieben. Co-Autor Tobias Bunde erklärt im Interview, warum ihn das Taktieren der Kanzlerin so wütend macht."
  • Sprengsatz (Politik-Blog aus Berlin): Sargnagel für Merkel? (Michael Spreng) „Ein anständiger Mann, Bundestagspräsident Norbert Lammert, hat gesagt, der Skandal sei ‚ein Sargnagel für die Demokratie‘. Das wohl nicht, aber möglicherweise ein erster Sargnagel für Angela Merkel.“
  • Stern: Der unbewusste Minister Karl-Theodor (Frank Thomsen) Analyse „Es ist Zeit für eine Zwischenbilanz in der Copy&Paste-Affäre um Karl-Theodor zu Guttenberg. Was ist unstrittig? Was sagt der Minister? Was ist davon zu halten? Das Ergebnis fällt eindeutig aus. [...] Dank der Onlineseite ‚Guttenplag Wiki‘ kann jedermann, der sich eine Viertelstunde Zeit nimmt, stichprobenartig nachvollziehen, wie freimütig Doktorand Guttenberg abgekupfert hat.“
  • Stern: Professor Häberle zur Plagiatsaffäre: Guttenbergs Doktorvater distanziert sich (zen/ukl/fw/DPA/AFP) „Tagelang hat er sich nicht geäußert, doch nun geht Guttenbergs Doktorvater an die Öffentlichkeit. Der Jura-Professor Peter Häberle lässt kein gutes Haar an der Promotion seines ehemaligen Schützlings. Laut einem Medienbericht konnte Guttenberg nur dank einer Sondergenehmigung promovieren.“
  • Stern: Abgang im Halbdunkeln (Lutz Kinkel) „10.32 Uhr: Eilmeldung über Guttenbergs Rücktritt. 11.16 Uhr: Guttenberg spricht im Säulensaal des Verteidigungsministeriums. 14.45 Uhr: Die Kanzlerin dankt. Ein Ortstermin.“
  • Stern: Ein Komet verglüht (Lutz Kinkel) Kommentar. „Er hatte zum Schluss keine Wahl mehr: Karl-Theodor zu Guttenberg musste zurücktreten. Er hinterlässt einen politischen Scherbenhaufen, den nun die Kanzlerin wegzufegen hat.“
  • Stern: Gewinner und Verlierer des Skandals: Die Bilanz der Guttenberg-Affäre (Florian Güßgen) „Er ist zurückgetreten. Immerhin, aber viel zu spät. Sein Zögern und das Zögern der Kanzlerin haben gewaltige Flurschäden in der politischen Landschaft Deutschlands hinterlassen. Es gibt viele Verlierer, wenige Gewinner - und nur einen ganz großen Sieger.“
  • sueddeutsche.de: Adel verzichtet (Thorsten Denkler) "Deutschlands umjubelter Polit-Star stürzt über sich selbst. Der Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg war überfällig - Merkels strahlendster Minister ist in der Plagiatsaffäre an eigenen Ansprüchen gescheitert. Der Union droht eine Krise - doch am Ende könnte der Mann so seine Karriere retten."
  • Süddeutsche Zeitung: Guttbye! Das Netz hat seinen Rücktritt beschleunigt (dpa) "Ein hämisches «Guttbye» - oder Wut über die «Hetzjagd»? Der Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat im Netz zu hitzigen Debatten geführt."
  • Süddeutsche Zeitung: Guttenberg stürzt über Plagiatsaffäre (dpa) "Mindestens die Hälfte der Dissertation von Karl- Theodor zu Guttenberg (CSU) ist nach einer Analyse der Plagiatsjäger vom Guttenplag-Wiki abgekupfert."
  • Süddeutsche Zeitung: Guttenberg-Biographie "Er wollte in jedem Bereich großartig sein" (Lena Jakat) "Die Hauptstadtpresse versammelt sich, um zu erfahren, wie das Phänomen Karl-Theodor zu Guttenberg funktioniert. Sie wollen wissen, was den Verteidigungsminister antreibt, wie er arbeitet, was er denkt - und wie es zu seiner zusammenkopierten Doktorarbeit kam. Nur einer drückte sich vor der Buchvorstellung"
  • Süddeutsche Zeitung: Plagiatsaffäre - Biedenkopf traut Guttenberg nicht mehr "Die Einschläge kommen näher: Polit-Veteran Biedenkopf tritt aus der Geschlossenheit der CDU heraus und legt Guttenberg den Rücktritt nahe. Auch innerhalb der Unionsfraktion macht sich Hoffnungslosigkeit breit. Guttenbergs Ministerium stockt den Werbeetat indes offenbar massiver auf als bekannt: Von April an fließen hohe Beträge an Springer-Medien wie die "Bild"-Zeitung."
  • Süddeutsche Zeitung: Plagiatsaffäre - Guttenberg und die Erregungsgesellschaft (Kurt Kister) "Karl-Theodor zu Guttenberg, ganz der Politprofi, hat versucht, sich mit den üblichen Tricks aus der Affäre zu winden. Letztlich ist er darüber gefallen, dass er die Wissenschaft verhöhnt hat. Das hat er verstanden. Aber die andere Ursache, und das ist typisch Guttenberg, hat wieder einmal nichts mit ihm zu tun." Kommentar
  • Süddeutsche Zeitung: Plagiatsjäger vermissen klare Worte (dpa) "Die Plagiatsjäger vom Guttenplag-Wiki bedauern, dass Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in seiner Rücktrittserklärung «keine klaren Worte zur offensichtlichen Täuschungsabsicht und zur Urheberschaft» seiner Dissertation gefunden habe."
  • Süddeutsche Zeitung: Plagiatsvorwurf: Umstrittener "Spiegel"-Titel Zündende Idee (Katharina Riehl) "Das aktuelle Titelbild des "Spiegel" zur Macht der "Bild"-Zeitung sieht einer Installation zum Verwechseln ähnlich. Die "Spiegel"-Macher sprechen von einer zufälligen "Doppelschöpfung", für den Künstler ist es eine Urheberrechtsverletzung."
  • Süddeutsche Zeitung: Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg - Adel verzichtet (Thorsten Denkler) "Deutschlands umjubelter Polit-Star stürzt über sich selbst. Der Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg war überfällig - Merkels strahlendster Minister ist in der Plagiatsaffäre an eigenen Ansprüchen gescheitert. Der Union droht eine Krise - doch am Ende könnte der Mann so seine Karriere retten." Kommentar
  • Südkurier: «KT» adé: Guttenberg-Rücktritt bringt Merkel in Not (Marc-Oliver von Riegen, dpa) „Die Welle der Empörung aus der Wissenschaft und der schwindende Rückhalt aus den eigenen Reihen waren dann doch zuviel. [...] Am Freitag soll sich die Personalie entscheiden. Dann tagt die CSU-Spitze. Bis dahin werden Merkel, CSU-Chef Horst Seehofer und der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle wohl noch öfter telefonieren. Vielleicht schauen die drei ja auch vorsichtshalber in die Doktorarbeit des Kandidaten.“
  • Südkurier: Peter Friedrich über den Guttenberg-Rücktritt (Markus Bechtold) Video (4:02 min). „Friedrich sagt: ‚Ich fürchte, dass viele Menschen das Vertrauen in die Politik noch weiter verloren haben. Mit Sicherheit ist es so, dass die CDU gezeigt hat, dass ihre eigenen Werte, die sie immer betont, ihr nicht so wichtig sind‘.“
  • Der Tagesspiegel: Last Exit Guttenberg: Sein oder nicht sein "Der stolze Gefallene suggeriert sich über weite Passagen seiner Rücktrittsrede noch immer, im Grunde Herr des Verfahrens zu sein. Mit Herz, Schmerz und metallischem Sentiment. Auch Hamlet hat er im Gepäck. Eine Exegese."
  • taz: Machtpolitikerin Merkel gescheitert (Ines Pohl) „Das Festhalten an Karl-Theodor zu Guttenberg sogar über seinen Rücktritt hinaus belegt, wie zynisch sie als Machtpolitikerin inzwischen agiert.“
  • ZDF und Spiegel: Dokumentation der Rücktrittsrede des (Wortlaut): Selbstverteidigungsministers (YouTube) [1] [2]. Eine Transskription der WAZ: [3]
  • ZEIT ONLINE: Die Basis trauert um ihr Idol (Michael Schlieben) „Werner Richter [...] räumt zwar ein, dass Guttenberg ‚als Student Fehler‘ gemacht habe. Aber, sagt er mit strengem Blick, Vergangenheit und Gegenwart seien doch bitteschön ‚zwei Paar Schuhe‘.“
  • ZEIT ONLINE: Doktor a. D. (Giovanni di Lorenzo). „Karl-Theodor zu Guttenberg ist seinen Doktor jur. los. Das ist angemessen. Sein Amt soll er behalten. Und sich darin künftig allein an seiner Leistung messen lassen.“
  • ZEIT ONLINE: Guttenberg: Die Chronologie der Plagiatsaffäre (dpa) „Am Anfang war es eine kurze Textstelle, die Guttenberg ohne Quellenangabe kopiert hatte. Daraus wurde eine Affäre, an deren Ende Guttenbergs Rücktritt steht.“ Chronologie der Affäre.

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