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Plagiatsaffäre: 11. März 2011 - 15. März 2011

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15. März 2011

  • IranAnders: Der Fall Guttenberg und wieso das iranische Parlament tonangebender ist als der Deutsche Bundestag "Wochenlang beschäftigte sich die Bundesrepublik mit dem Schicksal des Popstars und ehemaligen Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg. Fast ganz Deutschland diskutierte die Frage, ob er zurücktreten soll oder nicht. Letztlich trat er zurück und niemand rief deshalb den Deutschen Bundestag zum Handeln auf. Denn dieser hätte praktisch keine Handhabe gehabt."
  • Rosenheimer Nachrichten: Eine Frage der Ehre "Keine Frage, das Zustandekommen von Guttenbergs Doktorarbeit ist kein Ruhmesblatt für wissenschaftliche Arbeit. Guttenberg hat aber in vorbildlicher Weise die angebrachten Konsequenzen gezogen und so Schaden vom Ministeramt abgewendet, dafür gebührt ihm Respekt. Wenn aber die Republik von Flensburg bis Berchtesgaden von den Rufen empörter Akademiker widerhallt, die durch Guttenberg ihre Reputation beschädigt sehen, müssen auch logische Fragen auf den Tisch: Der Doktorvater distanziert sich öffentlich ohne zu erklären, wie er eine solche Arbeit überhaupt annehmen konnte."

14. März 2011

  • art: DER LÜGENDETEKTOR (Daniel Boese) Margarete Pratschke wird als Spezialistin für digitale Bilder u.a. wie folgt zitiert: "Bei der Diskussion der Grafik ist es ein Irrglaube von "dem Internet" und "der Wissenschaft" zu sprechen. Diese zwei Sphären sind nicht getrennt. Es war gerade der Zorn junger Wissenschaftler, die vor prekären Karrieren stehen, der die detektivische Arbeit antrieb. Auch dafür war die Grafik ein "Leitbild", das motivierte. Eben ein kleines Bild, das sehr mächtig wurde."
  • Main-Post: Auch für einen beliebten Politiker sollten die Freiheiten der Medien nicht in Frage gestellt werden (Anton Sahlender, nur online verfügbar) "Er muss dem Ansehen des Amtes gerecht werden. Ob er das noch wurde, konnte nach seiner Doktorarbeit in Zweifel gezogen werden. Grund genug für Medien, zu Guttenbergs Redlichkeit in Meinungsbeiträgen in Frage zu stellen und ihm den Rücktritt nahezulegen. Das steht ihnen zu, ebenso wie ein satirischer Umgang mit ihm. Das gilt auch für überparteiliche Blätter und ist im vorliegenden Einzelfall weder links noch rechts und kein Angriff auf konservative Politik. Bei jedem anderen Minister hätten derartige Vorwürfe wohl die gleiche mediale Aufmerksamkeit ausgelöst"
  • Oberhessische Presse: Was hat zu Guttenberg falsch gemacht? (Gustaf Lukas Schulte und Jonan Fehre) Zwei Schüler der Klasse 4a der Brüder-Grimm-Schule Marburg interviewen einen Professor und beschreiben die Plagiatsaffäre in ihren Worten. Lesenswert! (Einige GuttenPlag-User haben den Schülern eine Antwort per Fax geschickt.)
  • profil online: Plagiatorenkämpfe (Edith Meinhart)
  • Rohmert-Medien: „Guttenberg-Diss“ zum Schmunzeln – warum der moralische Zeigefinger fehlt (Werner Rohmert) Als Fazit: "Dieses Dilemma, sich selber entweder als unbedarft darstellen zu müssen, oder alternativ eine Unkorrektheit zugeben zu müssen, hätte Stoff für eine griechische Tragödie sein können. Tröstlich ist im aktuellen Fall aber sicherlich, dass nach einem Comeback in einigen Jahren den dann wieder prominenten Politiker sicherlich eine ehrliche Doktorwürde erreichen wird. Ob er die dann aber annehmen wird, wenn er immer damit rechnen muss, dass bei der feierlichen Verleihung entweder der Verleihende oder die Gäste in der Aula in Lachanfälle ausbrechen, wird er eines Tages selber entscheiden müssen."
  • sueddeutsche.de: Enttäuschte Doktoranden Initiative Offener Brief: "Die Reaktionen der Regierung hinterließen einen 'erheblichen Flurschaden', heißt es in einer Erklärung der Protestgruppe." (...) "Bedauerlich sei auch, dass es nicht gelungen sei, einem beachtlichen Teil der Bevölkerung zu vermitteln, dass es nicht um Fußnoten, sondern um Redlichkeit und Glaubwürdigkeit gegangen sei."
  • Südkurier: Kulturen haben ihre Grenzen (Diana Schmidt-Pfister) "Der Fall Guttenberg oder Regeln und Grauzonen in der Kultur der Wissenschaft"
  • Zeit online: Facebookratie (Matthias Stolz) "Aber plötzlich funktioniert diese Demokratie anders. Zum ersten Mal in Deutschland spürbar im Fall Guttenberg. Nicht der Spiegel hat ihn aus dem Amt gedrängt, und Bild hat ihn auch nicht im Amt gehalten. Über Guttenbergs Schicksal bestimmten am Ende eher Leute, die übers Internet zusammenkamen: die Plagiatsrechercheure der Seite GuttenPlag."

13. März 2011


12. März 2011

  • Die Presse.com: Von Guttenberg und zu Gutenberg: Eine Ära neigt sich dem Ende zu (Karl Weidinger) "Auf der Plattform http:// de.guttenplag.wikia.com wirkten die Netz-User zusammen und verwoben Stück für Stück des Inhalts, zogen Letter für Letter durch Suchmaschinen in Betracht und brachten schließlich, Buchstabe für Buchstabe, mit vereinten Zwergenkräften den Politikriesen ins Wanken. Demokratie pur, also."
  • Focus online: Guttenberg bittet persönlich um Entschuldigung (jpa/dpa) "Wenige Tage nach seinem Rückzug aus der Politik hat sich Ex-Minister Guttenberg bei den Autoren der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags für sein Abschreiben entschuldigt."
  • SPIEGEL ONLINE: Guttenberg entschuldigt sich bei Plagiatsopfern (suc/dapd) "Ich möchte mich hierfür aufrichtig bei Ihnen entschuldigen." Gezeichnet: "Ihr sehr ergebener KT Guttenberg". Im Absender steht ein "G-Family Office" in der Berliner Kantstraße. Viele Wissenschaftler haben allerdings noch keinen Brief erhalten. Guttenberg, dem die Uni Bayreuth seinen Doktortitel wegen der Plagiate aberkannt hat, nimmt es offenbar auch bei seiner Entschuldigung mit der Recherche nicht so genau."
  • Stern: Nach Plagiatsaffäre: Guttenberg bittet Wissenschaftler um Verzeihung (mlr/AFP/DPA) „In persönlich adressierten Briefen hat sich Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg bei mehreren Bundestags-Wissenschaftlern entschuldigt. Aus deren Expertisen hatte er ganze Passagen für seine Dissertation abgeschrieben, ohne sie zu kennzeichnen. Andere Forscher warten noch auf eine Entschuldigung.“

11. März 2011

  • Berliner Morgenpost: Guttenbergs Abgang und das „süße Gift des Zweifels“ (Christoph Löhr) „Nach Guttenbergs Zapfenstreich sendete Maybrit Illner dem Ex-Minister einen weiteren Abschiedsgruß hinterher. Und bediente dabei die Verschwörungstheoretiker.“
  • Deutschlandradio: Streitbare Geister braucht das Land (Sabine Adler) Kommentar. „Bundestagspräsident Lammert [...] [ist] ein für die Kanzlerin unbequemer und in selbst Wahlkampfzeiten wenig rücksichtsvoller Parteifreund. Einer, der sich nicht das Denken und Reden verbieten lässt und damit schon des Öfteren das Ansehen der Politiker gerettet hat. Zuletzt in der Guttenberg-Affäre, als die Partei wider besseres Wissen alle Augen zudrücken sollte, obwohl der Minister des Betrugs überführt worden war.“
  • Financial Times: Plagiatsaffäre: Guttenbergs letzter Streich (Thomas Steinmann) "Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bildungsministerin Annette Schavan gehören zu jenen Gästen, die ihre Einladung erst am Vortag des Zapfenstreichs erhalten haben und jetzt lieber andere Termine wahrnehmen. Die Mail kommt am Mittwoch um 17.35 Uhr, da steht der Termin für die Zeremonie schon tagelang fest."
  • Frankfurter Rundschau: Die verklärte Wissenschaft (Ralf Bönt) "Dass der Minister zu Guttenberg eine ganze Regierung zwei Wochen in diese Haltung zwingen und sich hinter ihrem Rücken verstecken konnte, ließ sie entsprechend aus der Zeit gefallen wirken. Schließlich schätzen wir heute Mündigkeit, Transparenz und die Gleichheit vor dem Gesetz, wo früher einmal Hierarchie und Protektion eine gewisse Ordnung geschaffen haben mögen. Zum Glück entfachte die Sache auch einen publizistischen Sturm, der der offenen und freiheitlichen Gesellschaft alle Ehre machte."
  • Frankfurter Rundschau: Junge, komm nie wieder (Natalie Soondrum) Ein Gedanke, geäußert von Heinz-Ulrich Jörges wird besonders herausgestellt: "Es sei das erste Mal, dass bei uns ein Politiker durch einen Volksaufstand im Internet gestürzt worden sei, ganz so wie in den arabischen Ländern. - Wenn uns nicht alles täuscht, wogegen sämtliche Fakten sprechen, dann war zu Guttenberg auf dem besten Wege, unsere demokratischen Gepflogenheiten mit einer Verachtung und Respektlosigkeit zu treten, deren Folgen wir uns im Augenblick zum Glück nicht mehr vorstellen müssen."
  • Handelsblatt: Guttenberg Bericht lässt auf sich warten "Die Frage, ob Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Universität Bayreuth bei seiner Doktorarbeit vorsätzlich getäuscht hat, wird frühestens Mitte April beantwortet. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wird die Kommission zur Selbstkontrolle der Wissenschaft der Hochschule zu ihren Beratungen auch zwei externe Experten hinzuziehen. Dabei handelt es sich um den Bonner Juristen Prof. Wolfgang Löwer und den Konstanzer Philosophen Prof. Jürgen Mittelstraß. Der weitere Zeitablauf hänge von der Koordination der Termine mit den beiden Wissenschaftlern ab, hieß es."
  • m&c internet: Die Leute sind hellhörig geworden (Annekatrin Liebisch) Interview mit Björn Leineweber, der als Anwalt für Urheber- und Medienrecht praktiziert u.a. wiedergegeben mit: "Ich hätte es mir vorher nicht vorstellen können, dass sich plötzlich Leute auf einer Plattform wie GuttenPlag zusammenschließen, um Doktorarbeiten auseinanderzunehmen und sie nach übersehenen Zitaten zu durchforsten."
  • Meedia Top Story: Guttenplag: Trafficgewinner im Februar "Für einen großen Besucherandrang sorgte im abgelaufenen Monat ganz eindeutig das Guttenplag-Wiki. Das beim kommerziellen Wiki-Anbieter Wikia.com gehostete Projekt kam in Deutschland aus dem Stand auf 380.000 Unique Visitors und bescherte Wikia.com mit 910.000 Besuchern einen neuen Deutschland-Rekord"
  • NZZ Online: Bewährungsprobe nicht bestanden (Joachim Güntner) zu Guttenberg-Sympathisanten: "Schummeln ist erstens nicht schlimm, und zweitens wurde, wie die Kanzlerin gesagt hat, Guttenberg ja nicht als «wissenschaftlicher Mitarbeiter» ins Kabinett geholt, sondern wegen anderer Qualitäten. Ein gerechtes Urteil über Guttenberg als Plagiator hätte demnach seine Verfehlungen realistisch zu gewichten und die Sphären von Politik und Wissenschaft zu trennen. Das Ergebnis müsste, finden die Fans, ein Freispruch sein." (...) "Eine Bewährungsprobe war zu bestehen. Der Prüfling und seine Getreuen haben dies bis heute nicht bemerkt."
  • Schweiz Magazin: Guttenberg: Live schämen in der ARD "In Deutschland wird es jetzt Mode mutmasslichen Betrügern extra Minuten TV-Sendezeit zu widmen wenn sie vor den Trümmern ihrer selbst verschuldet gescheiterten Karriere stehen. Ex-Minister Guttenberg ist live in der ARD mit höchsten militärischen Ehren offiziell von der Bundeswehr verabschiedet worden, der er mehrfach erheblichen Schaden zufügte."
  • Spiegel: Uni entscheidet erst im April (fln/dpa) "Guttenberg ist zurückgetreten, aber die zentrale Frage bleibt: Hat der Ex-Minister mit seiner zusammenkopierten Doktorarbeit bewusst getäuscht? Die Uni Bayreuth lässt sich mit der Antwort Zeit und bittet nun zwei externe Berater dazu. Einer ist als scharfer Guttenberg-Kritiker bekannt."
  • Süddeutsche Zeitung: Guttenberg und die Folgen für die Wissenschaft "Die Universität macht sich zum Komplizen des Betrügers" (Rudolf Neumaier) Mutmassungen und Spekulationen, ob Angela Merkel gezielt den akademischen Aufstand provozierte, Diskussion um Änderungen des Promotionsverfahrens in der BRD - und weitere Kritik an der Uni Bayreuth aus eigenem Hause.
  • Zeit: Guttenberg will bereuen und büßen (dpa, AFP).

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