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Plagiatsaffäre: 16. März 2011 - 22. März 2011

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22. März 2011

  • Kölner Stadt-Anzeiger: Promovieren in Guttenbergs Zeiten (Sophia Sabro) "Karl-Theodor zu Guttenberg hat bei seiner Dissertation getäuscht. So viel ist klar. Die Fülle und Vielfalt der Plagiate lässt sogar vermuten, dass nicht er selbst, sondern ein Ghostwriter die Arbeit verfasst hat. Nun geht der Fall über die konkrete Person Guttenbergs hinaus." (...) "Wissenschaft als Streben nach Wahrheit und Erkenntnis kann ohne Ehrlichkeit und Gründlichkeit in der Arbeit nicht existieren. Eine steigende Missachtung wissenschaftlicher Standards würde zum Verlust ihres Stellenwerts in der Gesellschaft führen." (...) "Wenn seitenweise Ideen anderer als die eigenen ausgegeben werden, sollte ein gewissenhafter Doktorvater merken, dass etwas nicht stimmt. "Es ist bisher ja noch nicht erklärt worden, wieso Guttenbergs Doktorvater solch gravierendes Abschreiben in seinem Fachgebiet nicht feststellen konnte.""
  • LAVANGUARDIA.es: ¿Qué debe estudiar un político? (M. Dolores García) "En los últimos días se ha aireado el currículum de la vicepresidenta del Govern, Joana Ortega, con la intención de trasladar a Catalunya el caso del ministro Karl-Theodor zu Guttenberg, joven promesa del partido de Merkel, que dimitió por haber plagiado su tesis doctoral. Zu Guttenberg, de 39 años, era el político alemán más valorado, con un apoyo del 70%"
  • Mittelbayerische Zeitung: Rücktritt: Guttenberg dankt seinen „Facebook-Freunden“.
  • Nürnberger Zeitung (NZ): „Guttenberg hat sich bei meinen Ideen bedient“ (Jürgen Gebhardt). „24 Jahre lang war Jürgen Gebhardt Professor am Institut für Politische Wissenschaft der Uni Erlangen, bevor er 2002 in den Ruhestand ging. Teile seiner Schriften sind in der Doktorarbeit des zurückgetretenen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg aufgetaucht. In der NZ beschreibt Gebhardt seine ‚Nachgedanken eines Betroffenen‘.“
  • NZZ Online: Freunde als Ware (Tobias Feld) "In der Affäre Guttenberg wurde Facebook zu einem machtvollen Instrument. Hinter privatem Engagement verbarg sich aber eine parteipolitische Kampagne."
  • RP-online: Guttenberg entschuldigt sich bei Journalistin (dapd) "Guttenberg hat zugegeben, Auszüge aus einem Artikel Obermüllers ohne entsprechenden Nachweis in seiner Doktorarbeit verwendet zu haben."
  • der Standard.at: Wut-Doktor (Christoph Winder) Winders Wörterbuch zur Gegenwart - Kurzer Artikel zu Wutbürger, Wutdoktor und anderen Wortschöpfungen

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21. März 2011

  • Berliner Zeitung: Auszug der Plagiatoren (Torsten Harmsen) "Die Plagiatsaffäre um den Ministerbaron zu Guttenberg und seine zusammengeschusterte Doktorarbeit liegt zwar schon einige Tage zurück. Doch sie hat nachhaltig am Ruf der deutschen Universitäten gerüttelt. " (...) "Der Doktorvater könne Guttenbergs Arbeit gar nicht gelesen haben, sagt einer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Es könne sich nur um eine unglaubliche Nachlässigkeit oder einen illegalen Deal handeln."
  • Deutschlandradio Kultur: Fernsehen und Internet als Partner. Mainzer Tage der Fernsehkritik mit Debatten über Facebook und "Guttenplag" (Audio) (Ludger Fittkau) "Das heißt im Klartext: Die Recherchen von "Guttenplag" im Internet haben dazu geführt, dass der Bayreuther Rechtsgelehrte Oliver Lepsius im "Heute Journal" klipp und klar von einen Betrugsfall sprechen konnte und damit den Rücktritt zu Guttenberg mit erzwungen hat. Ein schlagendes Beispiel für die neue Kooperation von chaotischer Schwarmintelligenz im Internet mit der abwägenden journalistischen Entscheidung der hierarchischen Organisation Fernsehen […]"
  • NEON: Tausche Oberbefehl gegen Oberbefehl (PostScriptum) "Als zu Guttenberg ging, ging mit ihm die Unantastbarkeit der deutschen Wissenschaft und ihrer Merkmale." (...) "Eingestehen muss man wohl, dass es nie um die Frage ging, was tatsächlich in dieser Dissertation steht oder von wem die Zeilen tatsächlich verfasst wurden. Jedenfalls nicht für den Großteil derer, die ihre Meinung meinten zur Sache - verknüpft mit Forderungen an die Person zu Guttenberg - äußern zu müssen. Denn nur die wenigstens (sic!) derer sehen sich wohl in der Lage aus eigener Erfahrung über das Entstehen einer wissenschaftlichen Arbeit befinden zu können."(..) "Es bleibt das beruhigende Gefühl, dass an der Uni (gemeint ist die Universität Bayreuth, GuttenPlag), an der vor allem gut betuchte Familien an betreffender Fakultät ihren Sprösslingen akademische Bildung angedeihen lassen, alles so bleibt, wie es war und ist. Man kennt sich, Studenten und Professoren und Studenten und ihre Familien untereinander. Man weiß, was man voneinander zu halten hat und mit wem man verkehrt. Und dabei ist ein akademischer Titel letztlich nicht entscheidend. Weder für angenehme Tage an der Universität noch für das danach folgende Berufsleben."
  • Süddeutsche.: Das Ende der Unschuld (Peter Wagner) "In den Tagen nachdem Karl-Theodor zu Guttenberg von seinem Amt als Verteidigungsminister zurückgetreten war, weil er doch seine Doktorarbeit in üppigem Umfang kopiert hatte, kamen viele Menschen ins Grübeln. Der Oberfranke war als Betrüger entlarvt worden und hatte trotzdem noch ganz viele Freunde."
  • Westfalen Blatt: Abgeschrieben: Guttenberg entschuldigt sich bei Journalisten aus Paderborn. (Bernd Bexte) "Dr. Oliver Burgard hat Post von Karl-Theodor zu Guttenberg bekommen. Der zurückgetretene Verteidigungsminister entschuldigt sich bei dem 42-jährigen Journalisten "aufrichtig", dass er in seiner Dissertation Teile eines Textes aus der Feder des gebürtigen Paderborners wörtlich übernommen hat, ohne die Autorenschaft zu kennzeichnen." (...) ""Insgesamt stammen fünf fortlaufende Seiten seiner Dissertation aus meiner Feder", sagt Burgard. Damit gehört das Plagiat auf der Internetseite guttenplag.de, die die Verfehlungen des Freiherrn in seiner Doktorarbeit auflistet, zu den "herausragenden Fundstellen".Für Burgard ist die Sache mit dem Entschuldigungsschreiben nicht erledigt: "Das ist kein Zitierfehler, sondern ein dreistes Plagiat. Dass Guttenberg selber Jurist ist, macht die Sache in meinen Augen noch schlimmer." Mit einer simplen Entschuldigung lasse sich die Angelegenheit kaum aus der Welt schaffen. "Ich erwäge eine Strafanzeige wegen der Verletzung des Urheberrechtes einzureichen", sagte der Historiker."

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20. März 2011

  • 20 Minuten Online: Guttenberg entschuldigt sich bei Redaktorin "In einem Brief bittet zurückgetretene deutsche Verteidigungsminister eine Journalistin der «NZZ am Sonntag» für das unerlaubte Abschreiben aus ihrer Arbeit um Verzeihung."
  • ABC ESPANA: Mentirrículum vitae (Iva Anuero de Sojo) "El ejemplo del ex ministro de Defensa alemán no cunde entre los políticos españoles, que «enriquecen» sus currículos sin apenas consecuencias"
  • Bild: Wie Guttenberg in Berlin vergessen werden soll "Mit Guttenbergs Scheitern hat man ja gesehen, wo wir mit den Jungen landen.“ Bei CDU und CSU setzt man jetzt auf erfahrene Kräfte."
  • cio Wirtschaftsnachrichten: Streit zwischen Wissenschafts-Ghostwritern vor Gericht "In Juristenkreisen hieß es, angesichts der Plagiats-Affäre um den früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hätte die Branche wohl eher Anlass, nicht in die Öffentlichkeit zu gehen. Guttenberg war zurückgetreten, weil ein Großteil seiner Doktorarbeit aus nicht gekennzeichneten Texten fremder Autoren besteht. Die Universität Bayreuth hatte ihm deshalb den Titel aberkannt. Derzeit wird geprüft, ob Guttenberg als Doktorand vorsätzlich getäuscht hat."
  • suite101 - das Netzwerk der Autoren: Die Affäre um Karl-Theodor zu Guttenberg und die Folgen (Melitta Konopka) "Trotz des schwindenden Rückhalts in den Regierungsparteien waren es jedoch nicht politische Gründe, die zu Guttenberg zum Rücktritt zwangen, sondern es war die geballte Macht von Wissenschaft und Internet, vor der zu Guttenberg schließlich kapitulierte. So hatten Guttenberg-Kritiker aus der Wissenschaft die Webseite "GuttenPlag Wiki“ gegründet, um dort Plagiatsstellen aus zu Guttenbergs Doktorarbeit zu sammeln, die von freiwilligen Helfern - darunter viele Doktoranden - aufgespürt wurden.Diese allgemein zugänglichen Fakten wirkten – so der Medienökonom Robin Meyer-Lucht – wie eine klaffende Wunde in der Selbstinszenierung des Ministers." (...) "Dass der Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenbergs vom Amt des Verteidigungsministers und dessen Vorgeschichte Ereignisse waren, die die Gemüter in Deutschland über alle Maßen erregt und zur Etablierung des Internet als „fünfte Gewalt im Staat“ geführt haben, ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich wohl noch nie in Deutschland eine solche Kluft aufgetan hat zwischen dem Erscheinungsbild eines Politikers, den Ansprüchen, die er scheinbar an sich selbst und an sein Amt gestellt hat, und seinem tatsächlichen Handeln."

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19. März 2011

  • Kölnische Rundschau online: Guttenberg ohne „Dr.“ im Goldenen Buch (kh) "Eine „Fälschung“, die das Ansehen der Stadt Hennef beschädigt habe, prangert die Linke an. In einem Fraktionsantrag fordern Gerd Weisel und Andreas Naylor, sofort den Eintrag von Karl-Theodor zu Guttenberg aus dem Goldenen Buch der Stadt zu entfernen, weil der Unterschriften-Zusatz „Dr.“ nicht rechtmäßig sei. Doch wie Bürgermeister Klaus Pipke die Linken beruhigen kann, hat der damalige Bundesverteidigungsminister bei seinem Autogramm das „Dr.“ weggelassen."

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18. März 2011

  • Baltische Rundschau: Plagiatsaffäre stoppt deutschen Minister
  • Welt online: Biographie: Den ganzen Guttenberg gibt's nächste Woche neu (dapd/Sven Eichstädt/dpa/ek) "Die beiden Autoren – promovierte Historiker – erläutern ihre Hauptthesen: Guttenbergs heimliche Opposition zur Regierung und dass sein Reden von Demut nur aufgesetzt gewesen sei." (...) "Guttenberg hatte es nicht mit der Partei, sondern mit der Regierung veranstaltet." Er sei Teil der Regierung und des Apparats gewesen und habe sich zugleich davon abgewandt. "Die Masche war sehr erfolgreich", meint Lohse, "er hat es damit geschafft, einen sehr volksnahen Zugang zu bekommen." (...) "Die beiden Autoren hatten ihre Biografie noch vor Bekanntwerden der Plagiatsvorwürfe abgeschlossen. "Für uns kam die Affäre nicht so überraschend", sagt Wehner, "es fügt sich in das Bild, das wir von Guttenberg hatten." Schon in seinem Lebenslauf hätten sie einige "frisierte" Stellen entdeckt: stark aufgewertete Praktika und freie Mitarbeiten."

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17. März 2011

  • Business village: Wer die Kurve nicht kriegt, fliegt raus (Constantin Sander) "Zu diesem Zeitpunkt hatte die Internet-Initiative GuttenPlag-Wiki allerdings schon zahlreiche weitere Plagiatsstellen im Netz offengelegt, die den Standpunkt des Ministers als unhaltbar erkennen lassen. Diesen deutlichen Warnschuss haben auch die Verantwortlichen im Umfeld des Ministers offensichtlich nicht gehört oder wollten ihn nicht hören."
  • börsenblatt net.: Alfred-Kerr-Preis 2011 für Literaturkritik "Ina Hartwig (d.i. die Preisträgerin, GuttenPlag) kritisierte zudem den in der Plagiatsaffäre um zu Guttenberg zutage getretenen „Anti-Intellektualismus und Anti-Elitismus“. Er sei „gerichtet gegen die wissenschaftliche Community, deren Beharren auf selbstverständliche Standards von erschreckend großen Kreisen der Lächerlichkeit preisgegeben werden sollten. Es sei eine erstaunliche und im demokratischen Sinne schöne und beruhigende Pointe, dass am Ende die Beharrungskräfte der Textkritik – (", GuttenPlag) einer kollektiven, radikal nicht-kommerziellen, idealistischen Textkritik“ triumphieren konnten."
  • Main Post: Wird die Netzgemeinde gegen Atomkraft agieren? (Gisela Rauch) "Vor wenigen Wochen erst haben sich hierzulande Wissenschaftler im Netz zusammengefunden, um zu Guttenberg das Abschreiben seiner Doktorarbeit nachweisen zu können. Der Druck der Netzgemeinde war so groß, dass zu Guttenberg ging."
  • Märkische Oderzeitung: Guttenberg-Biographie erhält Rücktrittskapitel „'Wir mussten das Buch nicht umschreiben, die Plagiatsaffäre hat uns nicht überrascht', sagte Werner (d.i. Markus Werner, einer der beiden Autoren, GuttenPlag) der Nachrichtenagentur dpa. 'Wir haben gedacht, das ist ein Hammer, aber es passt ins Bild.' In dem als seriös und sachlich gelobten Buch „Guttenberg“ schildern die beiden Journalisten der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ den Ex-Minister als einen stark auf Außenwirkung bedachen 'Politiker mit Starqualitäten'. Bezeichnend sei eine frühere Aussage von ihm: 'Ich bin mit relativ wenig Aufwand relativ weit gekommen.'"
  • Zeit online: Die Formel Guttenplag (Martin Ganteföhr) "Die öffentliche Fahndung könnte zum Trend werden. Allerdings funktioniert die Jagd auf Plagiate nur unter bestimmten Bedingungen so gut wie bei Guttenberg." (...) "In der Tat hat GuttenPlag es verstanden, die Medienreaktionen zur Verstärkung seiner Arbeit zu nutzen, nach innen wie nach außen. Ein Pressespiegel, der Fahndern, Medien und Voyeuren die Relevanz der Jagd zeigte, wurde mit viel Aufwand gepflegt, unterstützt von Visualisierungen, etwa von einem Fortschrittsbalken mit dem aktuellen Fahndungserfolg. Spielerische Elemente wie Ranglisten, Punktekonten, Auszeichnungen und zeitkritischen Aufgaben ("Zwischenberichte") motivierten die Fahnder zusätzlich."

16. März 2011

  • nnz online: Fukushima, zu Guttenberg und wir (Bodo Schwarzberg) "Fukushima, zu Guttenberg und wir - Was aber hat Fukushima noch mit zu Guttenberg und mit uns als kleine Erdenbürger zu tun?
    Ganz einfach: Zunächst einmal war Guttenbergs Lügerei vollkommen harmlos und ohne größere Auswirkung auf das Leben und auf die Gesundheit von uns Bürgern. Denn auch beim Wahrheitsgehalt von Politikeraussagen könnte man eine Richterskala entwerfen. Zu Guttenberg würde ich die Stufe 1 geben, Blüms Rentenlüge wegen ihrer möglicherweise existentiellen Auswirkungen auf Millionen Gutgläubige bereits die 6, den japanischen Fukushima-Verantwortlichen hingegen, wie dem dortigen Erdbeben die 9. - Es gibt aber weitere Gemeinsamkeiten: Die Vergesslichkeit, die Bequemlichkeit, das trügerische Sicherheitsempfinden und das Verdrängen der Menschen: Zu Guttenberg geht ein paar Monate auf Tauchstation und wird schon jetzt wieder sehnsüchtig vom Boulevard erwartet."

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