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Plagiatsaffäre: 4. April 2011 - 8. April 2011

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8. April 2011

Karl-Theodor zu Guttenberg hat laut Uni Bayreuth absichtlich getäuscht:

  • Blog für wissenschaftliche Redlichkeit: Einmal kein Plagiat, einmal Plagiat mit Vorsatz – und zweimal die Frage nach der Transparenz (Blog von Stefan Weber) "Und heute abend dann die Nachricht, dass die Bayreuther Kommission Guttenbergs Mega-Plagiat offenbar als bewusste Täuschung einschätzt und Guttenbergs Anwälte die für Mai geplante Veröffentlichung des Endberichts vereiteln wollen. In beiden Fällen geht es wieder mal um die zentrale Frage nach der Tansparenz (sic) in der Wissenschaft: Warum veröffentlichen die Universität Klagenfurt und/oder die ÖAWI nicht auf ihren Webseiten die Gutachten zu Grasser (da könnte er doch nichts dagegen haben, oder?)? Bei Guttenberg indes könnte die Frage zu einem Rechtsstreit zwischen ihm und der Universität Bayreuth ausarten (Persönlichkeitsrechte versus öffentliches Interesse) – na dann, GuttenPlag wird’s schon richten…"
  • Demokratie und Alltag (Blog): Jung und smart und promoviert "(...) Ob es daran liegt, daß nicht nur Dr. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg (* 1971) Jura studiert und in Jura promoviert hat, sondern auch Dr. Veronica Sass (* 1977), Tochter von Dr. Edmund Stoiber) und der baden-württembergische CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Matthias Pröfrock (* 1977)? Und ob es wohl daran liegt, daß die Dissertationen der genannten drei Personen allesamt die gleichen Mängel aufweisen, wenn auch (noch) unterschiedlich viele Seiten mit vergessenen Gänsefüßchen und vergessenen Fußnoten?"
  • FAZ.NET: Bayreuth appelliert an Guttenberg (Heike Schmoll) "Die Universität Bayreuth wird zu Guttenberg wohl vorsätzliche Täuschung bescheinigen. Der ehemalige Verteidigungsminister bemüht sich nicht mehr 'aktiv' um Aufklärung in der Plagiatsaffäre - der Befund über seine Doktorarbeit soll nicht öffentlich werden. Zu einer Anhörung, zu der ihn die Kommission geladen hatte, ist er nicht gekommen. Es gibt deshalb Zweifel daran, dass er seiner früheren Ankündigung, an der Aufklärung aktiv mitzuwirken, nachkommt. Im Laufe des Verfahrens war Guttenberg wegen seines Fernbleibens gebeten worden, schriftlich Stellung zu nehmen. Dies hat er offenbar auch getan."
  • Hamburger Abendblatt: Guttenberg meistgesuchter Promi bei Suchmaschine im Internet (abendblatt.de/ryb) "Die zähe Affäre um seine abgeschriebene Doktorarbeit, das tröpfchenweise Eingestehen von Fehlern und der Rücktritt haben Guttenberg zur meistgesuchten Person beim deutschen Ableger der Internet-Suchmaschine Yahoo gemacht."
  • Leipziger Volkszeitung: Wolfgang Böhmer im Interview (Interview mit Dieter Wonka) *[LVZ:] "Hat er Sie betrogen? Hat Guttenberg das deutsche Volk betrogen?" [Antwort Böhmer:] "Also, das verstehe ich nicht, weshalb man das so formulieren könnte. Wenn er jemanden betrogen haben sollte, dann bestenfalls die Kommission, die seine Dissertation abgenommen hat. Die wird sich wahrscheinlich jetzt betrogen fühlen. Aber er hat ja nicht vor dem deutschen Volk promoviert." Kommentar von GuttenPlag: Es ist nicht nachvollziehbar, wie ein CDU-Politiker eine solche Aussage tätigen kann. Das ist ein Schlag ins Gesicht der deutschen Wissenschaft.
  • Süddeutsche: Guttenbergs Doktorvater: Professor Häberle "Hätte ich es merken müssen?" (Ein Besuch in Bayreuth von Heribert Prantl) "In stürmischen Zeiten setzte sich der Rechtsgelehrte Peter Häberle stets an den geliebten Flügel, um sich zu sammeln. Seit sein Doktorand Karl-Theodor zu Guttenberg ihn so sehr täuschte, spielt der Professor keinen Ton mehr." - Der Artikel wurde von der Internetseite entfernt und ist leider (noch) nicht im Google-Cache.
  • Süddeutsche: Plagiatsaffäre um Doktorarbeit: Gutachten: Guttenberg hat absichtlich abgeschrieben (Tanjev Schultz) "So viel Plagiat kann kein Zufall sein: In einem Gutachten kommt die Universität Bayreuth zu dem Schluss, dass der Ex-Minister mit Absicht abgeschrieben haben muss. Anders lassen sich die kopierten Passagen nicht erklären. Veröffentlichen darf die Hochschule ihre Analyse noch nicht - Guttenbergs Anwälte haben etwas dagegen."
  • Tagesspiegel: Guttenberg will Untersuchungsergebnis unterdrücken (Anja Kühne, Jost Müller-Neuhof) "Der wegen seiner Plagiatsaffäre zurückgetretene frühere Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) will die Ergebnisse zur Untersuchung seiner Doktorarbeit unterdrücken – gegen den erklärten Willen der Universität." Uni Präsident Bormann: "„Es besteht ein ganz starkes öffentliches Interesse, wie die Uni den Vorfall bewertet.“ Guttenberg selbst habe dies in seinen Reden dokumentiert. Allerdings werde man den Bericht nicht veröffentlichen, wenn der Politiker bei seinen Vorbehalten bleibe."
  • TV Oberfranken: Neue Entwicklungen im Fall zu Guttenberg "Die Universität Bayreuth beabsichtigt auch, das Ergebnis des Kommissionsberichtes im Hinblick auf das wissenschaftliche Fehlverhalten Herrn zu Guttenbergs öffentlich zu machen. Dass Rechtsanwälte Herrn zu Guttenbergs gegen eine solche öffentliche Klarstellung in einem früheren Schreiben zunächst Vorbehalte geäußert hatten, hat man an der Universität Bayreuth zur Kenntnis genommen."

7. April 2011

  • Forschung & Lehre: Der Fall zu Guttenberg ist Titelthema der Ausgabe 4/2011; siehe alle Artikel hierzu im Monatsmagazin April.
  • N24: Merkel zielt auf Machterhalt ab "Besonders deutlich habe sich dies in Merkels Unterstützung für Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gezeigt. Obwohl der Verteidigungsminister als Plagiator überführt gewesen sei, habe sie ihn aufgrund seiner Beliebtheit noch im Amt halten wollen: "Kühl kalkulierend hat sie für ein paar Silberlinge, die sie an den Wahlurnen dann doch nicht hat einstreichen können, das rechtsstaatliche Amtsverständnis kassiert." Habermas spricht davon, dass sie damit "die politische Kultur des Landes berlusconisierte"."
  • Süddeutsche: Habermas kritisiert die EU (Kurzmitteilung der SZ) "Zudem kritisiert er das Verhalten der Bundeskanzlerin in der Guttenberg-Plagiatsaffäre: 'Kühl kalkulierend hat sie für ein paar Silberlinge, die sie an den Wahlurnen dann doch nicht hat einstreichen können, das rechtsstaatliche Amtsverständnis kassiert.'"
  • Süddeutsche: Politikum: Guttenbergs letzte Bitte (Olaf Przybilla) "Es ist nämlich so, dass man als Minister ganz unkompliziert die Waffen strecken kann, es bedarf dafür im Wesentlichen nur eines funktionstüchtigen Faxgerätes (Glos) und/oder einiger Mikrofone (Guttenberg). Sein Mandat als Abgeordneter abzugeben, ist schon schwieriger, ein Notar aber bekommt die Sache ebenfalls in überschaubarem Zeitraum in den Griff. Nun aber zum kommunalpolitischen Ehrenamt, das man nicht einfach so ablegen kann wie einen zu klein gewordenen Konfirmationsanzug. Um nicht mehr Kreisrat sein zu müssen, bedarf es erstens einer plausiblen Begründung. Und zweitens einer wohlwollenden Beurteilung aus eben jenem Gremium, aus dem man sich gerade verabschieden will." (...) "An neun von zehn Sitzungen seit der Wahl 2008, so hat die SPD nachgezählt, habe sich der Kreisrat zu Guttenberg entschuldigen lassen. In der Periode zuvor sei die Quote nicht viel besser gewesen. Hätte man damals schon jenen Maßstab für die Entbindung angelegt, hätte da einer sein Mandat offenbar gar nicht erst antreten dürfen."
  • Tagesspiegel: Der Doktormacher (Armin Lehmann) "Japan, Atom, Libyen oder der Absturz von Schwarz-Gelb haben den Fall des ehemaligen Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg in den Schatten gestellt. Juristisch aber ist die Geschichte nicht beendet, und die moralische Frage bleibt sowieso im politischen Raum. Der Baron aus Bayern hat sich für seine Doktorarbeit aus dem geistigen Eigentum anderer bedient, aber es gibt auch solche, die andere Wege gewählt haben, etwa mit der Hilfe Jensens, um sich ihren Doktorentitel, sagen wir, anzueignen."
  • tv-movie: Harald Schmidt Show Programmhinweis: "Natürlich kommt Lästermaul Harald Schmidt an der Affäre um Karl-Theodor zu Guttenberg nicht vorbei. Er weissagt: "Baron zu Guttenberg kommt..."

6. April 2011

  • Finanzwirtschafter: Microsoft kopiert weiterhin: Jetzt kommt StreetView-Plagiat "Microsoft kann es einfach nicht lassen: Das Unternehmen zeigt sich weiterhin wenig innovative und setzt weiterhin auf die Guttenberg-Methode: Warum selbst erfinden, wenn man auch plagiieren kann?"
  • taz: Auktion Abstrus oder wie Plagiate Nutzen stiften "Der taz liegt eines der inzwischen vergriffenen Exemplare von Karl-Theodor zu Guttenbergs Doktorarbeit vor. Dieses auf 400 Stück limitierte Werk wird auf dem Medienkongressim Haus der Kulturen der Welt am 9. April für einen guten Zweck versteigert. Der Erlös geht zugunsten von LobbyControl e. V."
  • Zeit online: Über Guttenbergs Wald "Vielleicht möchte Guttenberg, das wäre eine Lesart, seine Bereitschaft demonstrieren, sich an deutschen Dichtern und Denkern ein Beispiel zu nehmen und in der Waldeinsamkeit jene intellektuelle Muße zu suchen, die ihm bei der Arbeit an seiner Promotion bekanntlich fehlte."

5. April 2011

  • Twick.it: Twick.it beim Webmontag in Köln (Markus Möller) "Vortrag vier war nicht nur der längste, sondern auch der spannendste. Tim Bartel von Wikia (übrigens Twick.it-Kritiker der allerersten Stunde) erzählte vom GuttenPlag Wiki. In einem leicht über die festgelegte Redezeit hinausragenden Vortrag präsentierte er die Hintergründe über die Online-Plattform, bei der Internet-Nutzer kollaborativ nach Plagiatsstellen in der Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg suchten. Wer den Vortrag verpasst hat, muss nicht traurig sein. Wir haben ihn auf Video[.]" Anm.: Tim Bartel ist der Country Manager von Wikia in Deutschland

4. April 2011

  • Berliner Morgenpost: Kommentar: Schummeln tut doch jeder? Schüler über die Guttenberg-Affäre (Berfin Durgun, Kl. 8e, Albrecht-Dürer-Gymnasium, Neukölln)"Warum ist der Betrug in der Wissenschaft so schlimm? „Die Wissenschaft erarbeitet erst die Grundlagen, die dann von der Gesellschaft aufgenommen werden. Daher gibt es strenge Regeln, die eingehalten werden müssen.“ Es geht also, anders als in der Schule, nicht darum, vorgefertigtes Wissen zu lernen und in Klassenarbeiten wiederzugeben. Daher ist ein Betrug in der Wissenschaft viel schwerwiegender."
  • Blog für wissenschaftliche Redlichkeit: Deutscher Plagiatsskandal: Wann äußert sich Schavan? (Blog von Stefan Weber) "Wenn man sich die Arbeitsmethoden von Guttenberg, Saß und Pröfrock ansieht, dann entdeckt man hier keinen gemeinsamen Ghostwriter, sondern eine allen gemeinsame Unkultur, eben eine Textkultur ohne oder mit nur ganz wenig Hirn. Die in den Wikis penibel dokumentierten Vergleiche sind einmalige Lehreinheiten in Sachen Wissenschaftsblendwerk. Es ist kein Problem der Juristen. Es ist auch kein Problem der CDU. Es ist ein Problem der Hochschulen und der akademischen Kultur insgesamt, und dort, wo man im Moment genau hinsieht, entdeckt man eben einen Fall nach dem anderen. Wie viele Arbeiten dieser Art werden die Wikis noch enthüllen?"
  • Chaos Radio: Internet hilft FBI bei Mordaufklärung "Die heutigen Möglichkeiten der Schwarmintelligenz im Internet im so genannten Zeitalter des web 2.0 hatte beispielsweise auch der Politiker Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg zu spüren bekommen. Nachdem ihm durch zwei Wissenschaftler vorgeworfen worden war, er habe Teile seiner Doktorarbeit wortwörtlich ohne Einhaltung der erforderlichen Zitierregeln von anderen Quellen abgeschrieben, bildeten sich im Zuge der intensiven medialen Berichterstattung und öffentlichen Diskussion im Internet Seiten wie das "GuttenPlag Wiki" wo dessen Doktorarbeit durch eine Vielzahl von Internetnutzern akribisch nach weiteren Unregelmäßigkeiten durchsucht wurde"
  • Kölner Stadt-Anzeiger: Stadtbezirk Mülheim: "Prinzen"-Audienz im E-Werk (tor) "Die Leipziger Band besteht seit 20 Jahren, und spätestens seit der Plagiat-Affäre um Karl-Theodor zu Guttenberg ist der Prinzen-Hit "Alles nur geklaut" wieder in aller Munde."
  • radio Bamberg: Die Universität Bayreuth will die Untersuchungen der zu Guttenberg-Doktorarbeit bis Mitte April abschließen "Die Prüfungskommission sei mit ihrer Arbeit schon sehr weit und könne den Termin einhalten. Der Abschlussbericht befasse sich nicht nur mit dem wissenschaftlichen Fehlverhalten zu Guttenbergs, sondern auch mit der Frage, welche Konsequenzen aus der Affäre für die Arbeit an der Uni Bayreuth zu ziehen seien." (entspricht inhaltlich der Meldung von Kanal8 am 01.04.2011)
  • Rheinische Post: Der Fall Guttenberg - CDU-Schmunzeln treibt CSU um (Gregor Mayntz und Reinhold Michels) „Thomas Goppel, bayerischer Wissenschaftsminister a. D. und Ex-CSU-Generalsekretär, sagte unserer Zeitung, Lammerts und Schavans Verhalten spotte jeder Beschreibung. Es sei politisch schäbig, sich auf Kosten eines politischen Freundes, der zuletzt unter fürchterlichem Druck gestanden habe, profilieren zu wollen.“ - Pressemitteilung dazu: CSU erbost über CDU-Kritik an Guttenberg.
  • DerWesten: Titelschutz: Netz-Blick auf Gutti und auf unsere Zukunft (Katrin Scheib).

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