Wikia

GuttenPlag Wiki

Plagiatsaffäre: 8. Mai 2011 - 12. Mai 2011

4.222Seiten in
diesem Wiki
Kommentare4

Diese Seite wurde für den Pressespiegel angelegt. Nach Umstellung des Pressespiegels auf Semantic MediaWiki sind diese Seiten geschützt und archiviert, und sollten nicht mehr bearbeitet oder verlinkt werden.


12. Mai 2011

  • Augsburger Allgemeine: Pressestimmen zu Plagiats-Affären: Peinlich, peinlicher, Guttenberg "Die Plagiats-Affären um zu Guttenberg, Koch-Mehrin und Saß haben ein breites Medien-Echo ausgelöst." Der Artikel listet Auszüge aus Kommentaren von Hamburger Abendblatt, WELT, Berliner Morgenpost, Neue Westfälische, Rhein-Zeitung, WAZ, Nürnberger Zeitung, Financial Times Deutschland, NWZ und Badische Zeitung auf.
  • DerWesten: Die Jagd auf Plagiate geht weiter (Christopher Onkelbach) „Drei prominente Akademiker haben die Plagiatejäger in kurzer Zeit zur Strecke gebracht. [...] Nach diesen Erfolgen werde sich das Interesse auf andere richten, glaubt der Eliteforscher und Soziologe Prof. Michael Hartmann von der TU Darmstadt. ‚Wer geschummelt hat und sich in einer prominenten Position befindet, sollte lieber an die Öffentlichkeit gehen. Das ist besser, als erwischt zu werden.‘ Die Jagd werde weiter gehen ‚der Reiz, Promis zu entlarven, ist groß‘.“
  • DerWesten: CSU hofft auf ein Combeback von Freiherr zu Guttenberg (DerWesten/dpad) „Rund zehn Wochen nachdem Karl-Theodor zu Guttenberg über seine teils abgeschriebene Doktorarbeit stürzte, gibt es in der CSU Stimmen, die sich einen Rücktritt vom Rücktritt des ehemaligen Politstars wünschen.“
  • Deutschlandfunk: "Es gibt unendlich viele Fälle" (Norbert Bolz im Gespräch mit Friedbert Meurer) "Guttenberg und Koch-Mehrin haben abgeschrieben, doch: 'Das ist sicher nur die Spitze des Eisberges', meint der Medienwissenschaftler Norbert Bolz und ist sich sicher, dass sehr viele Doktoranden, die schon im Berufsleben stehen, aber keine Zeit haben, wissenschaftlich zu arbeiten, 'Zuflucht nehmen zu derartigen Hilfen des Abschreibens'."
  • FAZ net: "Gespräche zu Guttenberg zu gegebener Zeit "In der Partei gibt es weiterhin Irritationen darüber, dass sich Guttenberg am Montag vom Kreisverband Kulmbach als Delegierter für den Bezirksparteitag Oberfranken am 15. Juli und den Landesparteitag am 7./8. Oktober in Nürnberg hat wählen lassen. Auf dem Landesparteitag steht die CSU-Führung zur Wahl."
  • Hamburger Abendblatt: Guttenberg: Getäuscht - aus Furcht zu enttäuschen (Roman Heflik) "Die Bayreuther Prüfer beeindruckte seine Stellungnahme wenig. Im Abschlussbericht rechnen sie hart mit dem ehemaligen CSU-Shootingstar ab. Guttenberg habe beim Abfassen seiner Doktorarbeit 'die Sorgfaltswidrigkeit zum bewussten Arbeitsstil erhoben', sagte der Vorsitzende der Kommission 'Selbstkontrolle in der Wissenschaft', Stephan Rixen. Täuschungen seien in der Arbeit ein 'werkprägendes Arbeitsmuster'."
  • Der Tagesspiegel: Nach Guttenberg: Das falsche Maß (Jost Müller-Neuhof) "Guttenbergs aufgeblasenes Werk ist die Fälschung eines akademischen Betrügers. Koch-Mehrin fertigte eine Karrieredissertation und schrieb dafür aus Historikerhandbüchern ab ohne zu kennzeichnen. Für den Doktorentzug mag das reichen – auch für den Rücktritt?"


Berichte über GuttenPlag:

  • Augsburger Allgemeine: Guttenberg: Abgeschrieben (Josef Karg) "Wer den umfangreichen Anhang des Berichts mit dem Vergleich von Guttenbergs Arbeit und den Originalzitaten durchsieht, tut sich schwer, das zu glauben. Auffallend häufig finden sich wortgleiche Sätze, teilweise sind nur einzelne Begriffe durch Synonyme ersetzt. Rixen bestätigt schließlich, was auf der jetzt für den Grimme-Online-Preis nominierten Internetplattform 'Guttenplag Wiki' schon vor Wochen zu lesen war: Rund 65 Prozent des Werks seien Plagiate."
  • Hamburger Abendblatt: Nominierungen für den Grimme Online Award stehen fest (HA) "Unter den weiteren Nominierten der Kategorie 'Spezial' befindet sich auch die Plattform 'GuttenPlag Wiki'. Auf dieser Site trugen Tausende von Internet-Nutzern die abgekupferten Passagen aus der Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg zusammen."
  • Hertener Allgemeine: Plagiate-Webseite für Grimme Online Award nominiert (dpa) "Diese Leistung habe letztlich zum Rücktritt des Ministers geführt und eine gesellschaftliche Diskussion über Ethik, Moral und Verantwortung entfacht, begründete die Nominierungskommission ihre Entscheidung."
  • Nord West Zeitung: Uni fällt vernichtendes Urteil "Die Kommission stützte sich dabei auf die Hinweise das GuttenPlag Wiki, aber auch auf eigene Recherchen und Hinweise aus der Wissenschaft."
  • silicon.de: GuttenPlag Wiki: Gute Chancen auf Grimme Online Award (Sibylle Gassner) "'Visualisierung und Dokumentation des Umfangs dieser Plagiate waren sowohl Hintergrund als auch Anlass für intensive Medienberichterstattung und öffentliche Diskussion', heißt es in der Begründung der Nominierungskommission. Im GuttenPlag Wiki dokumentierten und diskutierten tausende Freiwillige die Plagiate in der Dissertation des damaligen Bundesministers der Verteidigung, Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg. In kurzer Zeit wurden Quellen für nicht belegte Textpassagen gesammelt und wörtlichen Übereinstimmungen sowie kleineren und größeren Abweichungen in den Texten der Doktorarbeit gegenübergestellt."
  • Spiegel.de: Im Visier der Plagiate-Polizei (Konrad Lischka/Matthias Kremp) "Bis zu 1000 Freiwillige sollen am Guttenplag-Wiki mitgearbeitet haben, heißt es in Presseberichten. Die genau Zahl ist unklar. Sicher ist nur, dass der Führungskreis klein ist, aus vier bis fünf Personen besteht. Viele der Mitstreiter dürften aus dem Umfeld von Universitäten kommen, Studenten, Doktoranden oder Doktoren sein. Das erklärt auch ihre Motivation: Sie haben ein eigenes Interesse daran, den Teich, in dem sie schwimmen, sauber zu halten."
  • THE CHRONICLE: Band of Academic-Plagiarism Sleuths Undoes German Politicians (Aisha Labi) "A handful of bloggers began looking into Mr. Guttenberg's dissertation and posting their findings in a variety of online forums. As their output grew, it became clear that they would need a more hospitable venue than so many disparate sites or even the Google document that had been created, which allowed access to only about 100 people. The original creator of the site where they ended up collaborating,GuttenPlag Wiki, was a doctoral candidate with a background in online gaming, through which he was familiar with the collaborative wikia format, said Mr. Bartel. Like many who have been active in the online plagiarism-hunting effort, that person, who goes by the handle PlagDoc, prefers to remain pseudonymous. At the start, said Mr. Bartel, he and PlagDoc were the only two GuttenPlag participants. By the end of the site's first day in operation, about 20 people were active online. 'It's pretty hard to say the exact number of people that are involved,' said Mr. Bartel. Because there is no requirement for participants to sign up, some flit in and out of the forum while others are active on a regular basis. 'Some people don't come back, some people just sign in to fix a typo, some people join every day and work for several hours.'"
  • Tribune de Geneve: Les chasseurs de plagiat visent toujours plus haut
    "PlagDoc par exemple – un raccourci de plagiat et documentation – est le fondateur du site Guttenplag, dédié à l’examen de la thèse du ministre de la Défense, qui a fait école."


11. Mai 2011

Berichte zur Nominierung von GuttenPlag für den Grimme Online Award


  • Alle Berichte: Da es unmöglich ist, alle Berichte hier einzupflegen da bundesweit darüber berichtet wird, hier die Namen der Medien die darüber berichten in alphabetischer Reihenfolge eintragen:

Aachener Zeitung , Abendzeitung München, Ahlener Zeitung, Allgemeine Zeitung Mainz, Augsburger Allgemeine, Baden Online, Badische Zeitung, Berliner Morgenpost, Bocholter-Borkener Volksblatt, Borkener Zeitung , Dewezet, Donaukurier,DWDL, Frankenpost, Frankfurter Neue Presse, Freie Presse (Chemnitz), Futurezone, Gelnhäuser Tageblatt, General Anzeiger, Gießener Allgemeine, Gießener Anzeiger, Goslarsche Zeitung, Ibbenbürener Volkszeitung, ínFranken , Kreis-Anzeiger, Landes-Zeitung, Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Lauterbacher Anzeiger, Lausitzer Rundschau , Leipziger Volkszeitung, Lübecker Nachrichten, Main Netz, Main Spitze, Mindener Tageblatt, Mitteldeutsche Zeitung, Morgenweb , Münsterländische Volkszeitung , Nassauische Neue Presse, Neckarquelle, Neue Osnabrücker Zeitung, Neue Westfälische, news.de , Nordbayern.de, Nordwest Zeitung, n-tv, Oldenburgische Volkszeitung, Ostsee Zeitung, Passauer Neue Presse, Rhein-Neckar Zeitung , Rhein Zeitung, Saarbrücker Zeitung, Sächsische Zeitung, Schaumburger Zeitung, Schwäbische Zeitung, Solinger Tageblatt, Spiegel.de, STERN.DE, Stuttgarter Nachrichten, Stuttgarter Zeitung, sueddeutsche.de, Südkurier, Uetensener Nachrichten, Usinger Anzeiger, Vlothoer Anzeiger, Walsroder Zeitung, WAZ, Westdeutsche Zeitung, Weinheimer Nachrichten, Wiesbadener Kurier, Wiesbadener Tagblatt, Wormser Zeitung, ZEIT ONLINE

  • ARD Tagesschau: " GuttenPlag Wiki" für Grimme Online Award nominiert "Das Internetprojekt 'GuttenPlag Wiki' ist für den Grimme Online Award nominiert. Auf der Internetseite hatten mehr als 1000 freiwillige Helfer in der Doktorarbeit von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg zahlreiche Plagiate entdeckt und kenntlich gemacht. Diese Leistung habe letztlich zum Rücktritt des Ministers geführt und eine gesellschaftliche Diskussion über Ethik, Moral und Verantwortung entfacht, begründete die Nominierungskommission in Düsseldorf ihre Entscheidung."
  • Augsburger Allgemeine: "GuttenPlag Wiki" für Grimme Online Award nominiert (dpa/AZ) "Das Internetprojekt 'GuttenPlag Wiki' ist für den Grimme Online Award nominiert. In dem Wiki hatten mehr als 1000 freiwillige Mitarbeiter in der Doktorarbeit von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg zahlreiche Plagiate ausfindig und kenntlich gemacht. Diese Leistung habe letztlich zum Rücktritt des Ministers geführt und eine gesellschaftliche Diskussion über Ethik, Moral und Verantwortung entfacht, begründet die Nominierungskommission am Mittwoch in Düsseldorf ihre Entscheidung.
  • Bild: "GuttenPlag Wiki" für Grimme Online Award Nominiert (dpa/lnw) "Das Internetprojekt «GuttenPlag Wiki» ist für den Grimme Online Award nominiert. In dem Wiki hatten mehr als 1000 freiwillige Mitarbeiter in der Doktorarbeit von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg zahlreiche Plagiate ausfindig und kenntlich gemacht. Diese Leistung habe letztlich zum Rücktritt des Ministers geführt und eine gesellschaftliche Diskussion über Ethik, Moral und Verantwortung entfacht, begründet die Nominierungskommission am Mittwoch in Düsseldorf ihre Entscheidung. Mit 2100 Einreichungen ist für den Preis ein neuer Rekord erzielt worden. Insgesamt wurden 25 Web-Angebote nominiert, aus denen nun acht Preisträger ausgewählt werden."
  • FOCUS ONLINE: Grimme Online Award 2011 - Nominierung für das GuttenPlag Wiki (Claudia Frickel) "Kaum eine Internetseite hat in den vergangenen Monaten in Deutschland so für Aufsehen gesorgt wie ein Wiki, das Doktoranden initiierten. Das GuttenPlag Wiki listet abgeschriebene Textstellen in der Doktorarbeit von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg auf. Die Besonderheit: Bei dem Projekt konnte jeder mitmachen, sich einen Abschnitt vornehmen und mit möglichen Originalquellen vergleichen. Die Ergebnisse sind auf der Seite zu sehen. Die Wirkung der Webseite war gewaltig: Die Funde erhöhten den Druck auf den Minister massiv. Die Arbeit des GuttenPlag Wikis adelt nun das Adolf-Grimme-Institut mit der Nominierung für den Grimme Online Award. Die Nominierungskommission schreibt in ihrer Begründung: 'Ihre Leistung führte letztendlich nicht nur zum Rücktritt des Ministers, sondern fachte eine gesellschaftliche Diskussion über Ethik, Moral und Verantwortung an.'"
  • Tagesspiegel: Das Wächter Netz (Kurt Sagatz) "Die Planung passt zum mitunter närrischen Nordrhein-Westfalen. Am 11. Mai um 11 Uhr wollte das Grimme-Institut die Nominierungen für den 11. Grimme Online Award bekannt geben. Aus gutem Grund wurde die Shortlist für die besten deutschen Webseiten des Jahres 2011 dann allerdings erst eine Stunde später zur Veröffentlichung freigegeben. Offensichtlich wollte das Grimme-Institut der Universität Bayreuth den Vortritt lassen, die den Abschlussbericht über die aberkannte Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg um 11 Uhr 30 ins Internet gestellt hat, eine halbe Stunde bevor die Nominierung von 'GuttenPlag Wiki' in Marl bekannt gegeben wurde. Das Netzprojekt habe nicht nur zum Rücktritt des CSU-Ministers geführt, sondern auch eine gesellschaftliche Diskussion über Ethik, Moral und Verantwortung entfacht, erklärte die Nominierungskommission."
  • WELT ONLINE: "GuttenPlag Wiki" für Grimme Online Award nominiert (dpa) "Das Internetprojekt 'GuttenPlag Wiki' ist für den Grimme Online Award nominiert. In dem Wiki hatten mehr als 1000 freiwillige Helfer in der Doktorarbeit von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg zahlreiche Plagiate entdeckt und kenntlich gemacht."
  • ZDF Blog: Nominiert für den Grimme-Online-Award sind… "Die Bandbreite der Nominierten reicht 2011 von Modeblogs, über Medien- und Fotomagazine bis hin zum GuttenPlag Wiki. Dieses Angebot hat maßgeblich zur Aufdeckung der von Karl-Theodor zu Guttenberg gefälschten Doktorarbeit beigetragen. Die Preisträger des Grimme-Online-Award 2011 werden am 22. Juni in der Kölner Vulkanhalle bekanntgegeben. Erstmalig wird es auch einen Livestream der Veranstaltung im Netz geben."


Berichte mit Bezug zum GuttenPlag

  • Berliner Morgenpost: Guttenberg wuchs Doktorarbeit „über den Kopf“ „GuttenPlag: Arbeit besteht zu 94,4 Prozent aus Plagiaten Die Internet-Plattform GuttenPlag hatte bereits am Tag des Rücktritts von zu Guttenberg einen Zwischenbericht vorgelegt. Auf der Plattform - ein sogenanntes ‚Wiki‘, dessen Nutzer Inhalte lesen und auch bearbeiten können - wurden von einer Vielzahl von Internet-Nutzern mutmaßliche Plagiate in der Dissertation untersucht, mit der zu Guttenberg 2006 an der Universität Bayreuth mit 'summa cum laude‘ promovierte.“
  • Deutsche Welle: Uni Bayreuth: Guttenberg täuschte bewusst (Christian Walz) „Bei soviel Verlierern gibt es bei den Plagiats-Affären aber auch Gewinner: So wurde das so genannte 'GuttenPlag Wiki‘, also die Web-Site, auf der die plagiierten Textstellen der Dokterarbeit Guttenbergs dargestellt wurden, für den Spezialpreis des renommierten Grimme-Online-Awards nominiert.“
  • FOCUS ONLINE: Analyse: Vernichtendes Urteil über Guttenberg "'Fälschungen durchziehen die Arbeit als werkprägendes Arbeitsmuster‘, urteilte der Kommissionsvorsitzende Prof. Stephan Rixen. Die Kommission stützte sich dabei auf die Hinweise das GuttenPlag Wiki, aber auch auf eigene Recherchen und Hinweise aus der Wissenschaft.“
  • Mitteldeutsche Zeitung: Analyse: Vernichtendes Urteil über Guttenberg (Manfred Präcklein) "Zunächst war im Fall von Guttenberg nur von einigen wenigen Plagiaten die Rede, doch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des 'Guttenplag-Wikis' trugen zahlreiche Stellen zusammen, wo Guttenberg abgekupfert haben könnte. 'Plagiate gehen einfach nicht', sagt der anonym bleiben wollende Initiator der Nachrichtenagentur dpa. Dem Internet-Projekt gehe es nicht um persönliche Angriffe, sondern um die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit. 'Als Wissenschaftler und Studenten müssen wir schließlich selbst ordentlich arbeiten'. Auf die gleiche Weise nahm 'VroniPlag Wiki‘ die Dissertation der FDP-Europapolitikerin Koch-Mehrin unter die Lupe.“
  • Stern.de: Der kleine Ratgeber für Blender (Florian Güßgen) „3. Sie werden das Internet nicht los! Es hat ja während der Guttenberg-Affäre bisweilen so angemutet, als ob es immer noch Menschen gäbe, die vermeinten, sie könnten dieses Internet irgendwie abstellen, es abschütteln, diese hundsgemeine Archivfunktion, diese plötzliche Präsenz unzähliger Kontrolleure, Wächter, Überprüfer. Noch Anfang dieser Woche schimpfte eine Ex-Vizepräsident der Universität Bayreuth über das gemeine Netz, das eine Hetzjagd auf den armen KT veranstaltet habe. Lassen Sie sich das hier in einer Sonderlektion gesagt sein: Is' nicht, das mit dem Abschalten. Das Internet geht nicht weg. Alle können fast allen fast immer zugucken - und laut aufschreien, wenn etwas nicht gefällt. Manche halten das sogar für einen Gewinn.“
  • sueddeutsche.de: Analyse: Vernichtendes Urteil über Guttenberg "'Fälschungen durchziehen die Arbeit als werkprägendes Arbeitsmuster', urteilte der Kommissionsvorsitzende Prof. Stephan Rixen. Die Kommission stützte sich dabei auf die Hinweise das GuttenPlag Wiki, aber auch auf eigene Recherchen und Hinweise aus der Wissenschaft." Kommentar: Am Ende des Berichts Direktlink zum GuttenPlag. Ärgerlich
  • sueddeutsche.de: GuttenPlag Wiki preisverdächtig „Wie das Grimme-Institut am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte, konnten laut Nominierungskommission in diesem Jahr unter den insgesamt fast 2100 eingereichten Vorschlägen vor allem interaktive Angebote überzeugen, die ‚den passiven Nutzer zum aktiven Teilnehmer machen und so im Idealfall eine besondere Nähe zum Thema schaffen‘. Auf der Website 'GuttenPlag Wiki‘ hatten tausende Freiwillige die Plagiate in der Dissertation des später zurückgetretenen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) dokumentiert und diskutiert.“


Berichte Uni Bayreuth veröffentlicht den Abschlussbericht im Fall Guttenberg

Vorab die Pressemitteilung der Universität Bayreuth: Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)

  • Bild.de: Uni-Urteil: Vorsätzliche Täuschung "Die Universität Bayreuth hat heute den Abschluss-Bericht zur Plagiats-Affäre vorgelegt. Vor der Presse erläuterten der Präsident der Universität, Rüdiger Bormann, der Vorsitzende der Kommission 'Selbstkontrolle in der Wissenschaft', Stephan Rixen, und der Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Markus Möstl, die Verfehlungen des Ex-Verteidigungsministers."
  • DerWesten: Guttenberg erklärt Plagiat mit Mehrfachbelastung - Uni legt Abschlussbericht vor (dapd) "Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat seine unzureichende Doktorarbeit mit seiner beruflichen und familiären Mehrfachbelastung erklärt. Das geht aus dem Abschlussbericht der Universität Bayreuth zur Überprüfung der Dissertation hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. In einer Stellungnahme gegenüber der Hochschule räumte der CSU-Politiker eine 'ungeordnete Arbeitsweise' mit 'gelegentlich chaotischen Zügen' ein. All dies habe sich über Jahre in einer Situation abgespielt, in der die - durch die Übernahme neuer beruflicher Tätigkeiten und politischer Ämter entstandene - 'vielfache Arbeitsbelastung' ihm teilweise über den Kopf gewachsen sei."
  • Deutschlandfunk: Bewusst getäuscht (Manfred Götzke) Kommentar. „Wissenschaftler wie der Jurist Volker Rieble, die solche Fälle immer mal wieder aufdecken, werden von der Fachwelt nicht gefeiert, sondern als Nestbeschmutzer geächtet. Für ihn wie für alle anderen Plagiatsjäger bleibt also auch nach dem vorläufigen Schließen der Akte zu Guttenberg genug zu tun.“
  • euronews: Guttenberg erklärt unzureichende Doktorarbeit mit Mehrfachbelastung (DAPD) "Hinzugekommen sei die Erwartungshaltung der Familie, die bestehenden Anforderungen erfolgreich zu bewältigen. Ihm sei deutlich gemacht worden, dass die Qualität der unterschiedlichen Engagements keinesfalls leiden dürfe und eine begonnene Arbeit auch zu Ende zu bringen sei. Außerdem habe Guttenberg seinen Doktorvater Peter Häberle nicht enttäuschen wollen. Er habe sich nicht durchringen können, die Dissertation zurückzugeben und das Promotionsverfahren zu beenden. 'Ich wollte mir eine Schwäche nicht eingestehen', sagte Guttenberg dem Bericht zufolge. Die zuständige Kommission der Universität erkannte die Argumentation nicht an: Im Wissen um eine sich über Jahre hinziehende 'zeitliche Dauerüberforderung' habe sich Guttenberg entschieden, 'über alle selbst erkannten Warnzeichen hinwegzusehen'. Er habe damit sehenden Auges in Kauf genommen, dass er eine Arbeitsweise pflege, der 'die fehlende wissenschaftliche Sorgfalt immanent ist'. Wer jahrelang akzeptiere, dass er Sorgfaltsstandards nicht einhält, 'handelt nicht fahrlässig, sondern vorsätzlich, weil er die Sorgfaltswidrigkeit zum bewussten Arbeitsstil erhebt'."
  • Focus online: Uni-Gutachten relevant für die Justiz (Susanne Klaiber) "Für das Papier interessiert sich auch die Staatsanwaltschaft Hof, die gegen Guttenberg wegen des Vorwurfs der Urheberrechtsverletzung ermittelt. 'Der Abschlussbericht hat für uns als externe Informationsquelle Relevanz', sagte ein Sprecher zu FOCUS Online, 'aber verbindlich ist der Bericht für uns nicht. Wir müssen natürlich selbst ermitteln – und das lassen wir uns auch nicht nehmen.' Während die Universität Guttenbergs Arbeit wissenschaftlich untersuche, werde die Staatsanwaltschaft sie strafrechtlich prüfen. 'Die Bewertung kann durchaus auseinandergehen.'"
  • Financial Times Deutschland Plagiatsaffäre: Peinlich, peinlicher, Guttenberg (Kommentar von Kai Beller) Mit dem Prüfbericht der Universität Bayreuth rückt ein Comeback des CSU-Politikers in weite Ferne. Sein Versuch, sich als Stressopfer darzustellen, lassen ihn ungeeignet für ein politisches Amt erscheinen.
  • heute (ZDF): Fall Guttenberg: "Plagiate prägen" die Doktorarbeit "Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass Guttenberg bei seiner Doktorarbeit die Standards guter wissenschaftlicher Praxis grob verletzt und die Prüfungskommission vorsätzlich getäuscht hat.In 'vertieften Einzelanalysen' des Textes habe die Kommission 'Inhalts- und Wortlautplagiate über die ganze Arbeit verteilt gefunden'. Rixen sprach von einem 'werkprägenden Muster'. Wegen der 'Fülle der Einzelplagiate ist uns klar, dass man hier nicht mehr von Fahrlässigkeit sprechen kann'"
  • Märkische Allgemeine: Der Fall Guttenberg und die Suche nach der wahren Promotion (Manfred Präcklein und Karl-Heinz Reith, dpa) "Zunächst war im Fall von Guttenberg nur von einigen wenigen Plagiaten die Rede, doch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des 'Guttenplag-Wikis' trugen zahlreiche Stellen zusammen, wo Guttenberg abgekupfert haben könnte. 'Plagiate gehen einfach nicht', sagt der anonym bleiben wollende Initiator der Nachrichtenagentur dpa. Dem Internet-Projekt gehe es nicht um persönliche Angriffe, sondern um die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit. 'Als Wissenschaftler und Studenten müssen wir schließlich selbst ordentlich arbeiten'. Auf die gleiche Weise nahm 'VroniPlag Wiki' die Dissertation der FDP-Europapolitikerin Koch-Mehrin unter die Lupe."
  • n-tv: "Eine ganz schlechte Strategie" "Nun wird es auch offiziell durch die Uni Bayreuth bestätigt: Karl-Theodor zu Guttenberg hat bei seiner Doktorarbeit vorsätzlich getäuscht. Der Präsident des Ethikverbands der Deutschen Wirtschaft, Ulf Posé, kritisiert besonders die Verteidigungsstrategie des ehemaligen Verteidigungsministers. Guttenberg hätte viel eher seine Schummeleien eingestehen sollen, so Posé im Gespräch mit n-tv."
  • n-tv: Uni stellt Guttenberg-Bericht vor "Der ehemalige bayerische Wissenschaftsminister und CSU-Generalsekretär Thomas Goppel geht nicht von einer Rückkehr des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg in die Politik aus. 'Das ist im Prinzip vorbei', sagte Goppel im Deutschlandfunk. 'Ich glaube allen Ernstes, dass man in einer solchen Geschichte mit einem solchen Ergebnis mit solchen Vorgaben nicht davon reden kann, dass man morgen in der Politik wiederkommt.'"
  • SPIEGEL ONLINE: Guttenberg gibt Familie Mitschuld an Doktorschmu (fdi/dpa/dapd) "Guttenbergs Doktor-Plagiat war keine Schludrigkeit, sondern eindeutig Vorsatz - das befindet die Uni Bayreuth in ihrem Abschlussbericht. Den Gutachtern macht die Uni nur verhaltene Vorwürfe und zitiert aus Guttenbergs Entschuldigung: Der Druck durch seine Familie sei groß gewesen."
  • Stern.de: Die Lehren aus dem Fall Guttenberg: Der kleine Ratgeber für Blender (Florian Güßgen) "Schreiben Sie gerade eine Dissertation? Bewerben Sie sich für ein höheres Amt? Wollen Sie Abteilungsleiter, Chefredakteur, Professor, Minister, Kanzler werden? Wollen Sie eine Frau oder einen Mann in amouröser Absicht beeindrucken? Oder wollen Sie einfach nur gut, glücklich, zufrieden und voller Harmonie mit ihren Mitmenschen durchs Leben kommen? Da haben wir etwas für Sie. Denn der Aufstieg und Fall des KT zu Guttenberg bietet Lehren für alle Herausforderungen des täglichen Bedarfs. Heute, an jenem Tag, an dem die Universität Bayreuth ihre wissenschaftsethische Abhandlung vorgestellt hat, präsentieren wir Ihnen unsere alltagsethischen Empfehlungen - frisch gelernt anhand des Falls Guttenberg."
  • Stuttgarter Nachrichten: Guttenberg: Arbeit wuchs mir "teilweise über den Kopf" (dpa) "Die Universität Bayreuth will aus der Plagiatsaffäre Konsequenzen ziehen. Es sollen einheitliche Qualitätsmaßstäbe für Promotionsverfahren erarbeitet werden, sagte Uni-Präsident Prof. Rüdiger Bormann."
  • sueddeutsche.de: CSU: Guttenberg wird Delegierter (Birgit Kruse) "Ist das der Beginn eines großen Comebacks? Karl-Theodor zu Guttenberg kommt zum CSU-Parteitag - diesmal nur als Delegierter. Doch damit löst der einstige Shootingstar offenbar ein politisches Versprechen ein."
  • tagesschau.de: Uni Bayreuth stellt Abschlussbericht vor "Goppel: Uni will sich reinwaschen - Der frühere bayerische Wissenschaftsminister Thomas Goppel warf der Hochschule vor, sich selbst reinwaschen zu wollen. Goppel sagte im Deutschlandfunk, wer wie Guttenbergs Doktorvater das Prädikat 'summa cum laude' vergebe und abgeschriebene Textstellen nicht erkenne, sei bei seiner Bewertung nicht genau genug gewesen."
  • Welt online: Universität gibt Guttenberg alle Schuld (Torsten Krauel und Mark Neller) "Die Uni Bayreuth bricht den Stab über ihren Doktoranden, spricht sich selbst aber frei. Dabei fehlten in Bayreuth Kontrollen, die andere Hochschulen schon haben."
  • Welt online: Uni Bayreuth weist Guttenbergs Beteuerungen zurück (dapd/dpa/ks) "Guttenberg habe beim Abfassen seiner aberkannten Doktorarbeit 'die Sorgfaltswidrigkeit zum bewussten Arbeitsstil erhoben', sagte der Vorsitzende der Kommission 'Selbstkontrolle in der Wissenschaft', Professor Stephan Rixen."
  • Zeit Online: Guttenberg will aus Überlastung gefälscht haben (ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP) "Die Uni Bayreuth wird deutlich: Als Doktorand ließ es der Ex-Minister an Sorgfalt mangeln und fälschte. Die Hochschule will Konsequenzen ziehen."


Sonstige Berichte zu Guttenberg:

  • Augsburger Allgemeine: Guttenberg ist raus, für immer (Kommentar von Nico Steeb) "Dazu nötig ist jedoch die öffentliche Entschuldigung; und zwar eine glaubhafte und umfassende. Doch genau das Gegenteil passierte. Guttenberg nannte die Vorwürfe in der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit zuerst 'abstrus', dann ließ er in gönnerhafter Gutsherrenmentalität seinen Titel 'vorerst ruhen', bevor er deutlich gezeichnet 'schwere Fehler' einräumte. Und selbst danach beteuerte er immer und immer wieder, nicht mit Absicht betrogen oder getäuscht zu haben. Schadensbegrenzung sieht anders aus. Den traurigen Höhepunkt bildete Guttenbergs selbstgerechte Abschiedsrede. Ein solches Lavieren, nach einem solchen Skandal, werden wohl selbst seine Fans ihm kaum noch verzeihen."
  • Bild: Fängt Guttenberg jetzt ganz von vorne an? "Aus Kulmbach kommt eine Nachricht, die darauf hindeuten könnte. Der dortige CSU-Kreisverband hat ihn als Delegierten für den Bezirks- und den Landesparteitag seiner Partei gewählt und ihm damit den Weg zurück in die Politik geebnet."
  • Deutschlandfunk: War das Landesblindenanstalt? (Wilfried Scharnagl im Gespräch mit Martin Zagatta) "Zagatta: Herr Scharnagl, diese Stellungnahme heute der Universität Bayreuth, die war ja so zu erwarten. Hat Sie das noch irgendwie geschockt, oder war Ihnen inzwischen auch schon längst klar, dass Guttenberg dann doch ganz bewusst getäuscht hat? Scharnagl: Erstens hat mich diese Stellungnahme der Universität von Bayreuth nicht geschockt. Ich habe das so erwartet, denn die Universität Bayreuth, die ja dieses Gutachten gebracht hat, ist ja nicht ein unabhängiger Richter, sie ist ja Partei. Sie musste ja alles tun, um ihre Rolle gut und verständlich und einsichtsvoll und nachvollziehbar darzustellen, was sie offensichtlich im Kern damit getan hat, wie Ihr Korrespondent aus Bayreuth eben ja selbst gesagt hat, dass sie die eigene Rolle tunlichst in den Mantel des Schweigens gehüllt hat, und das ist natürlich, finde ich, eine völlig unerträgliche Maßnahme ... wie kann das sein, dass jemand sieben Jahre an seiner Doktorarbeit arbeitet, einen Doktorvater hat, der ihn begleitet, der eigentlich mit ihm sprechen muss, wie läuft das, wie kommst du voran, was passiert, dann beugt sich ein zweiter Professor über diese Doktorarbeit und, weil sie mit Summa cum laude benotet wird, ein dritter Gutachter. Dann kann ich nur sagen, wo waren die? War das die Landesblindenanstalt, oder waren das tatsächlich drei Professoren, die sich ernsthaft um die Doktorarbeit eines Doktoranden gekümmert haben? Zu dieser Frage haben die Bayreuther in ihrer heutigen Erklärung offensichtlich überhaupt nichts gesagt." (Hervorhebung durch Externer)
  • Deutschlandfunk: Doktor pecuniae causa - Über Sinn und Unsinn eines beliebten akademischen Titels (Hans-Joachim Lenger) „Wenn die Universitäten und Hochschulen also jetzt damit beginnen, ihre Lehren aus der Causa Guttenberg zu ziehen, dann sollte - gerade in neoliberalen Zeiten - diese Ökonomie des Titels eine nicht geringe Rolle spielen. Was nämlich spräche dagegen, die Gesetze der Ökonomie tatsächlich zum Zug kommen zu lassen und einen Doktor pecuniae causa, also ‚des Geldes wegen‘, einzuführen?“
  • FAZ: Der Fall Guttenberg (Heike Schmoll) "Dass der CSU-Kreisverband Kulmbach Guttenberg trotz dessen vorsätzlicher Täuschung und der Verschleierung eines Betrugs sofort wieder zum Delegierten für den Bezirks- und den Landesparteitag gewählt hat, wirft ein reichlich trübes Licht auf das Verhältnis von Politik zu Wissenschaft. Die Universität Bayreuth, deren Naturwissenschaftler schon ihre Felle bei der Drittmitteleinwerbung davonschwimmen sahen, musste diesen Plagiatsfall ungeahnten Ausmaßes schonungslos aufdecken, weil es nicht nur um die eigene Ehrenrettung, sondern um die Geltung grundlegender wissenschaftlicher Prinzipien überhaupt ging. Das Promotionsrecht ist und bleibt das Alleinstellungsmerkmal der Universitäten. Sie können es sich nicht gefallen lassen, dass ein Doktorand, wie populär der auch immer sein mag, das Prinzip der wissenschaftlichen Redlichkeit und Eigenständigkeit missachtet."
  • Hamburger Abendblatt: Kanzlerin Merkel ändert ihre Meinung über Guttenberg nicht "Unterdessen ist auch nach dem eindeutigen Plagiatsurteil der Uni Bayreuth der Rückhalt für Guttenberg in der Politik groß. Regierungssprecher Christoph Steegmans sagte am Mittwoch in Berlin, Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihre Meinung über den ehemaligen Verteidigungsminister nicht geändert. Sie nehme die Stellungnahme der Universität sehr ernst. Genauso ernst nehme sie aber das, was Guttenberg ihr in 'vertraulichen Gesprächen' dargelegt habe."
  • sueddeutsche.de: Angenommen, man glaubt Guttenberg.... (Tanjev Schultz) "Ein Mann mit solchen Eigenschaften sollte sich von der Politik lieber fernhalten. Es ist doch schwer zu glauben, dass so viel Schlampigkeit und so wenig Erinnerungsvermögen nur auf private Belange beschränkt bleiben würden."
  • sueddeutsche.de: Lektion Bescheidenheit (Birgit Kruse) "Ist das der Beginn eines großen Comebacks? Karl-Theodor zu Guttenberg kommt zum CSU-Parteitag - diesmal nur als Delegierter. Doch damit löst der einstige Shootingstar offenbar ein politisches Versprechen ein."
  • sueddeutsche.de: Spitzenforscher: Selbstkontrolle funktioniert (dpa) "Im Ausgang der Plagiatsaffäre um die Doktorarbeit von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sieht die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einen Beleg, 'dass das Prinzip Selbstkontrolle in der Wissenschaft funktioniert'."
  • suite101: Zu Guttenberg, Koch-Mehrin, Saß - Plagiatsaffären und kein Ende (Stephan Frey) "Aus wissenschaftlicher Sicht haben beide, Herr zu Guttenberg und Frau Veronica Saß, bei Frau Koch-Mehrin steht eine abschließende Beurteilung jedoch noch aus, sämtliche wissenschaftliche Standards verletzt. Dies gilt berechtigterweise als absolutes 'No-Go' in der Wissenschaft. Die wissenschaftliche Sicht der Dinge ist daher eindeutig und nicht zu entschuldigen. Dieser neue Sachverhalt betrifft insbesondere alle derzeit Promovierenden, die nun quasi unter einer Art Generalverdacht geraten und bei Abschlussnoten womöglich Abschläge hinnehmen müssen, obwohl die Arbeit eigentlich höher zu bewerten wäre. Für die beurteilenden Professoren bedeutet die Betreuung einer Doktorarbeit in Zukunft geradezu eine Angstaufgabe, womöglich als Betreuer eines Plagiats in Verbindung mit diesem gebracht zu werden und dadurch die eigene wissenschaftliche Karriere, zu beschädigen.
  • DerWesten: 400 Seiten bis zum Doktor (Fabienne Piepiora) „Die Guttenberg-Diskussion ist nicht spurlos an den Unis vorbeigegangen. In den Erst­semester-Seminaren der Universität Duisburg-Essen klären sie inzwischen verstärkt darüber auf, wie man korrekt zitiert und dass Abschreiben nicht erlaubt ist. Als wenn das vorher nicht bekannt gewesen wäre...“
  • ZEIT ONLINE: Doktor-Prüfung (Andreas Sentker) "Der Fall Guttenberg zeigt: Eine Reform ist nötig"


Plagiatsopfer stellt Strafantrag gegen Guttenberg

  • süddeutsche.de: Erstes Plagiatsopfer stellt Strafantrag gegen Guttenberg "Die Plagiatsaffäre Karl-Theodor zu Guttenberg ist noch lange nicht zu Ende. Erst am Freitag gab die Universität Bayreuth bekannt, der ehemalige Verteidigungsminister habe in seiner Doktorarbeit nicht nur abgeschrieben, sondern vorsätzlich getäuscht. Jetzt könnte die Dissertation für den CSU-Politiker auch noch ernsthafte juristische Konsequenzen haben: Zum ersten Mal hat einer der Autoren, von denen Guttenberg abgeschrieben haben soll, Strafantrag gestellt."
  • WELT ONLINE: Guttenbergs nächstes Problem (Simone Meyer und Marc Neller) "Das erste Plagiatsopfer hat Strafantrag gestellt. Rechtsexperten halten nun sogar eine Anklage für möglich"


Veronica Saß wird Doktorgrad aberkannt

  • Deutschlandfunk: Nur noch Frau Saß - Stoiber-Tochter bekommt Doktortitel aberkannt (Thomas Wagner) „Erst Karl-Theodor zu Guttenberg und jetzt Veronica Saß: Der Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) wird der Doktortitel aberkannt. Nach Angabe der Universität Konstanz enthielten erhebliche Teile ihrer Arbeit Plagiate.“ - MP3-Audio.
  • FAZ.NET: Stoiber-Tochter verliert Doktotitel (FAZ.NET mit dapd/Reuters) "Die Universität Konstanz hat der Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU), Veronica Saß, den Doktortitel entzogen. Nach umfassender Prüfung ihre Dissertation sei der Promotionsausschuss zu den Ergebnis gekommen, dass erhebliche Teile der Arbeit Plagiate seien, teilte die Universität am Mittwoch in Konstanz mit."
  • taz.de: Auch Stoibers Tochter doktorlos (dapd/dpa) "Im Ausgang der Plagiatsaffäre um die Doktorarbeit von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sieht die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einen Beleg, 'dass das Prinzip Selbstkontrolle in der Wissenschaft funktioniert'. Die Universität Bayreuth habe die Vorwürfe konsequent verfolgt, sagte der DFG-Präsident Matthias Kleiner."
  • WELT ONLINE: Stoibers Tochter will Doktortitel-Entzug anfechten (dapd/ks) "Man werde sie vor den Verwaltungsgerichten anfechten. Saß sei nicht die Möglichkeit gegeben worden, 'nach der bevorstehenden Geburt ihres Kindes persönlich vor dem Promotionsausschuss Stellung zu nehmen'. Die Universität Konstanz wies den Vorwurf zurück. Saß habe im Verfahren angemessen Gelegenheit zur Stellungnahme gehabt, teilte die Hochschule mit: 'Dazu zählte auch das Angebot einer persönlichen Anhörung vor dem Promotionsausschuss. Dieses Angebot hat Frau Saß nicht angenommen. Es gab stattdessen eine umfassende schriftliche Stellungnahme der Anwälte von Frau Saß. Die Schwangerschaft von Frau Saß ist der Universität Konstanz bekannt und wurde im Rahmen des Prüfverfahrens unter anderem durch die wiederholte Verlängerung der Äußerungsfrist berücksichtigt.'"


Berichte zur Niederlegung aller politischen Ämter durch Koch Mehrin:

  • Deutschlandfunk: Aberkennung des Doktortitels von Koch-Mehrin „noch völlig offen“ (Marietta Fuhrmann-Koch im Gespräch mit Kate Maleike) „Die Kommission hat [...] Frau Koch-Mehrin aufgefordert oder ihr die Möglichkeit eingeräumt, eine Stellungnahme abzugeben beziehungsweise auch zu einem Anhörungstermin nach Heidelberg zu kommen.“
  • Stern.de: Silvana Koch-Mehrin legt alle politischen Ämter nieder (swd/dho/DPA/AFP/Reuters) "Mit sofortiger Wirkung legte sie am Abend ihre Posten als Vorsitzende der FDP im Europaparlament und Vizepräsidentin des Europaparlaments nieder, wie sie in einer schriftlichen Erklärung verbreiten ließ. Damit ist sie auch nicht mehr im FDP-Präsidium vertreten. Bislang hatte Koch-Mehrin zu den Vorwürfen geschwiegen. 'Ich hoffe, dadurch meiner Partei den Neuanfang mit einem neuen Führungsteam zu erleichtern', erklärte die 40-Jährige."
  • DerWesten: Der leise Abgang der Silvana Koch-Mehrin (Dirk Hautkapp, Stefan Schulte) „Die Kommentatoren mussten sie sich nicht einmal selbst ausdenken, sie wurden reichlich gefüttert durch liberale Politiker, denen die Medienpräsenz der fotogenen Europapolitikerin schon lange auf die Nerven ging. Gerade deshalb müssten sie umso zufriedener mit der Art ihres Abgangs sein: leise, zurückhaltend, bar jeder Schärfe gegen Doktorjäger oder gemeine Medien.“


10. Mai 2011

Alle Berichte zum Thema Treibjagd auf Guttenberg

  • Bild: "Was jetzt passiert ist eine Treibjagd" (Interview von Paul Ronzheimer mit dem Ex-Vize-Präsidenten der Uni Bayreuth) "BILD: Aber das Urteil liest sich sehr eindeutig: Herr zu Guttenberg hat demnach 'vorsätzlich getäuscht'. Schmitt-Glaeser: Die Feststellung ist schon klar, aber die Begründung für die angeblich bewusste Täuschung ist in Wahrheit keine. Vergeblich sucht man nach stichhaltigen Argumenten. Es ging wohl alleine darum, ihn vor ein Tribunal zu zerren und vor aller Augen schuldig zu sprechen. Man jagt offenbar besonders gerne Menschen, die sich exponiert haben. Damit eines klar ist: Es war richtig, Herrn zu Guttenberg den Doktortitel zu entziehen. Und es war auch richtig, dass er als Minister zurückgetreten ist. Aber was jetzt passiert, ist eine einzige Treibjagd.“ Ganzer Brief hier Kommentar: Nach diesen Äußerungen ist es eigentlich klar, wie Guttenberg mit einem Totalplagiat seinen Doktortitel erhalten konnte und das auch noch mit summa cum laude. Ärgerlich (Zusatzinfo: Schmitt-Glaeser saß für die CSU auf dem Posten des Bayerischen Senatspräsidenten, in Bild ist noch nicht einmal die Parteizugehörigkeit angegeben)
  • buchreport: Urheberrecht, ein Sommermärchen „Das Urheberrecht hat gute Chancen, eines der heißesten Sommerthemen zu werden, denn der Entwurf des Bundesjustizministeriums für den 'Dritten Korb‘ der Urheberrechtsreform ist auf dem Weg. Seit dem gewaltigen Echo, das der 'Heidelberger Appell‘ vor zwei Jahren fand, wissen wir um das erstaunliche Emotionalisierungs-potenzial der spröden und komplizierten Materie Urheberrecht. Ein passendes Präludium bildete der Plagiatsfall um Karl Theodor zu Guttenberg. Wir dürfen uns also auf einiges gefasst machen. Bisherige Wortmeldungen lassen leider befürchten, dass auf die Verlage und ihre Interessenvertreter vor allem ein schweres Stück Aufklärungsarbeit zukommt.“ Kommentar: Absolut lesenswert. Ärgerlich
  • Potsdamer Neueste Nachrichten: Von Guttenberg bis Herha: Eisheilige 2011 (Sven Malzahn) „11. Mai: Mamertus: Wenn's an Mamertus blitzt und grummelt, dann ist es vorsätzlich geschummelt.Am Mittwoch will die Uni Bayreuth ihren vollständigen Bericht zur Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg veröffentlichen. Der Kommission 'Selbstkontrolle in der Wissenschaft‘ zufolge hat der frühere Bundesverteidigungsminister vorsätzlich getäuscht - und irgendwo wird es am Mittwoch wohl auch gewittern.“
  • Radio Plassenburg: Wiedergewählt: Henry Schramm ist alter und neuer CSU-Kreis-Chef „Bei der Sitzung gestern wurde kurzfristig die Öffentlichkeit ausgeschlossen, weil Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg dabei war. Die Parteikollegen hätten ihn herzlich aufgenommen, sagte Schramm. Zu Guttenberg werde der Kulmbacher CSU erhalten bleiben und Delegierter beim Landesparteitag und beim Bezirksparteitag bleiben.“
  • Readers Edition: Juristenausbildung. Drei Examina zur Auswahl (Rolf Ehlers) „Wenn jemand keine akademische Laufbahn anstrebt und nicht einmal besondere Leistungen in der juristischen Praxis anstrebt, sollte er nicht promovieren. Er nimmt dem Apparat von Forschung und Lehre nur Platz und Geld. Wer nur den Titel sucht, um damit prahlen zu können, dass er auch wissenschaftlich was drauf hätte, sollte es lassen. Diese Kandidaten sind die, die leeres Stroh dreschen wie Kohl und die täuschen wie zu Guttenberg und Kristina Schröder.“
  • Stuttgarter Zeitung: Plagiatsvorwurf belastet Landtagseinzug (Oliver Hillinger) „Zum Ausgang des Verfahrens will sich die Dekanin nicht äußern. Einen Schaden sieht sie 'für die Redlichkeit der Wissenschaft‘. 'Solche Vorwürfe würde ich bei jedem Amtsträger für ein bisschen erschütternd halten‘, erklärt Remmert zu Pröfrocks Landtagsmandat.“
  • Tagesspiegel: Universität Heidelberg will Koch-Mehrin Doktortitel aberkennen (Jost Müller-Neuhof) "Die Universität Heidelberg will der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin offenbar ihren Doktortitel aberkennen und hat sie vor wenigen Tagen zu einer Stellungnahme aufgefordert. Dies erfuhr der Tagesspiegel am Dienstag aus Kreisen der Universität Heidelberg, an der Koch-Mehrin promoviert hatte. Der Verdacht auf mehrere Plagiate in ihrer Dissertation zum Fach Wirtschaftsgeschichte habe sich erhärtet." Berichte aller Medien zu diesem Thema hier

"taz: Herr Schimmel, das mit dem Vorwort ist doch ein Scherz? Roland Schimmel: Das Buch nicht, das Vorwort schon. Na ja, das Buch irgendwie auch. Es ist geschrieben in der Form einer Anleitung, wie man seinen Prüfer hintergeht. In der Sache ist es allerdings ein sachte ironischer Appell für anständiges wissenschaftliches Arbeiten. Ausschlaggebend für das Buch waren Fälle aus der Prüfungspraxis mit meinen Studenten. Erst im Zusammenhang mit dem Fall zu Guttenberg kam jetzt ein Verleger auf mich zu. Der würde übrigens mit einem Zwinkern auf das Datum, den 01. April 2011, unter dem Vorwort verweisen."

  • WELT ONLINE: Plagiatsopfer stellt Strafanzeige gegen Guttenberg „Die Person will anonym bleiben, um nicht in ein laufendes Verfahren einzugreifen. Sie bestätigt aber, was 'Welt Online‘ herausgefunden hat: dass sie Strafantrag gestellt hat. Zwar liegen der Staatsanwaltschaft Hof nach eigenen Angaben deutlich über 100 Anzeigen vor, doch bisher war kein Autor darunter, bei dem Guttenberg sich für seine Arbeit bedient hatte.“
  • DerWesten: FDP-Spitzenpolitikerin Koch-Mehrin soll Stellung beziehen (Gregor Boldt) „Nach Ansicht von VroniPlag soll Koch-Mehrin bei ihrer Arbeit nicht nur unsauber gearbeitet, sondern bewusst getäuscht haben. Damit könnte Silvana Koch-Mehrin nach dem ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) die zweite politische Spitzenkraft sein, die ihren Doktortitel auf Grund von festgestellten Plagiaten nicht mehr führen darf.“


09. Mai 2011

  • mittelstandsmanager.de: Doktortitel - wichtig oder nur schöner Schein? (Jörn-Axel Meyer) „Die Diskussionen um die Dissertation von Theodor zu Guttenberg haben bis heute wohl mehr Seiten gefüllt als die Arbeit selbst. Dabei ist der 'Fall zu Guttenberg‘ nur ein Symptom für einen Trend in unserer Gesellschaft, sich mit akademischen Titeln zu schmücken. Das Thema ist nicht neu, aber selten so aktuell. Wir beobachten derzeit eine wiedererwachte Titelgier in Deutschland.“
  • Stuttgarter Zeitung: Plagiatsaffäre zieht Kreise (Oliver Hillinger) "Als pikant bewerten Plagiatssucher, dass sich in Pröfrocks Promotion wie bei zu Guttenberg Passagen des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages fänden, die für die Promotion zweckentfremdet worden seien. In der Zeit des Abfassens seiner Doktorarbeit war Pröfrock zeitweise Mitarbeiter im Berliner Büro des CDU-Bundestagsabgeordneten Joachim Pfeiffer."
  • supportnet: Guttenberg auch auf politischer Ebene ein großer Blender (pego) "Möglich wurde es durch das digitale Zeitalter. Viel schneller ist es heutzutage dank maschineller Plagiatsprüfung festzustellen, wo und was abgeschrieben wurde. Das Netz vergisst nichts, was einmal geschrieben wurde. Nun hat die Universität Bayreuth bestätigt, dass Guttenberg bei seiner juristischen Doktorarbeit vorsätzlich getäuscht hat. Ob es zu einer Anklage und damit eventuell zur Verhängung einer Strafe kommt, wird derzeit noch von der Staatsanwaltschaft Hof geprüft – scheint aber wegen des öffentlichen Interesses und der Rechtssicherheit geboten."


08. Mai 2011

  • Frühnachrichten: Aktuelle Nachrichten am 08.05.2011 "Inland: Laut Angaben der Universität Bayreuth soll der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nach ausführlicher Prüfung der Vorwürfe vorsätzlich bei seiner Doktorarbeit getäuscht haben"
  • merkur online: Auslaufmodell, Guttenberg und ein Oscar (Robert Langer) "Zwei Themen dominierten die Ansprachen zur ersten diesjährigen Abiturfeier am Humboldt-Gymnasium in Vaterstetten: Der letzte Jahrgang des neunstufigen Gymnasiums G9 und die Kopier-Affäre um die Doktorarbeit des Ex-Ministers Karl-Theodor zu Guttenberg."

Aus dem Wikia-Netzwerk

Zufälliges Wiki