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Pressespiegel/Eintrag/2011-04-13 Osnabrücker Zeitung: Interview mit Soziologin: Auch die Äffare zu Guttenberg hat das nicht geändert „Adelstitel sind Markenzeichen mit magischer Macht“

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Publikation: Osnabrücker Zeitung
Titel: Interview mit Soziologin: Auch die Äffare zu Guttenberg hat das nicht geändert „Adelstitel sind Markenzeichen mit magischer Macht“
URL: http://www.noz.de/deutschland-und-welt/politik/niedersachsen/53388092/adelstitel-sind-markenzeichen-mit-magischer-macht
Datum: April 13, 2011
Autor: Waltraud Messmann
Details:
Auszug: Interview mit Dr. Elke Maurer, Universität Breisgau: "Er hat als Adeliger großes symbolisches Kapital also Prestige und Renommé. Und er hat großes soziales Kapital. (...) Als Adeliger hat er auch großes kulturelles Kapital. Dazu gehört Bildung im weitesten Sinn - Sprache, Umgangsformen, kulturelle Fertigkeiten, Wissen. Doch was ihm fehlte, war die offizielle Bestätigung dieses Kapitals. Diese erfolgt in unserer Gesellschaft im Allgemeinen durch Bildungszertifikate wie Diplome, akademische Titel, Zeugnisse, „Bildungspatente“. (...) Das genau fehlte ihm - kein gutes erstes Staatsexamen, das zweite Staatsexamen fehlt, kein akademischer Titel. Er wollte, so würde ich als Soziologin sagen, die offizielle Anerkennung und Bestätigung seines kulturellen Kapitals in Form eines Doktortitels. (...) Im Fall zu Guttenberg, so meine These, hat die Mehrheit der Parteifreunde und der Professoren einfach mitgespielt. Man hat nicht damit gerechnet, dass es „rauskommen“ würde, dass das „Volk“ und ein Teil der Elite protestieren würden. Das „Volk“ wisse eh nicht, wozu Fußnoten gut sein sollen und warum es wichtig ist, richtig zu zitieren. Die Rechnung wäre ja auch fast aufgegangen
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  • Osnabrücker Zeitung: Interview mit Soziologin: Auch die Äffare zu Guttenberg hat das nicht geändert „Adelstitel sind Markenzeichen mit magischer Macht“ (Waltraud Messmann) Interview mit Dr. Elke Maurer, Universität Breisgau: "Er hat als Adeliger großes symbolisches Kapital also Prestige und Renommé. Und er hat großes soziales Kapital. (...) Als Adeliger hat er auch großes kulturelles Kapital. Dazu gehört Bildung im weitesten Sinn - Sprache, Umgangsformen, kulturelle Fertigkeiten, Wissen. Doch was ihm fehlte, war die offizielle Bestätigung dieses Kapitals. Diese erfolgt in unserer Gesellschaft im Allgemeinen durch Bildungszertifikate wie Diplome, akademische Titel, Zeugnisse, „Bildungspatente“. (...) Das genau fehlte ihm - kein gutes erstes Staatsexamen, das zweite Staatsexamen fehlt, kein akademischer Titel. Er wollte, so würde ich als Soziologin sagen, die offizielle Anerkennung und Bestätigung seines kulturellen Kapitals in Form eines Doktortitels. (...) Im Fall zu Guttenberg, so meine These, hat die Mehrheit der Parteifreunde und der Professoren einfach mitgespielt. Man hat nicht damit gerechnet, dass es „rauskommen“ würde, dass das „Volk“ und ein Teil der Elite protestieren würden. Das „Volk“ wisse eh nicht, wozu Fußnoten gut sein sollen und warum es wichtig ist, richtig zu zitieren. Die Rechnung wäre ja auch fast aufgegangen"
Haupt-PS: False„False“ ist kein Wahrheitswert (wahr/falsch).
Gesichtet: False„False“ ist kein Wahrheitswert (wahr/falsch).

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