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Pressespiegel/GuttenPlag Wiki im März 2011

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GuttenPlag Wiki im März 2011Bearbeiten



1. März 2011Bearbeiten

  • Augsburger Allgemeine: Guttenplag: Dissertation zur Hälfte abgekupfert "In dem Wiki dokumentieren Internetnutzer gemeinsam, wo Guttenberg abgeschrieben haben könnte. Durch die zahlreichen Fundstellen war der Druck auf den Politiker in den vergangenen Wochen stark gewachsen.
  • Basler Zeitung: «Guttenplag» lässt Guttenberg nicht in Ruhe "Die Betreiber der Internetseite Guttenplag Wiki kritisieren, dass der Karl-Theodor zu Guttenberg sich in seiner Rücktrittserklärung nicht zur Entstehung seiner Doktorarbeit geäussert habe."
  • CARTA: Seemann: “Es gibt jetzt endgültig kein “Wir” des Netzes mehr” (Robin Meyer-Lucht) "Auch für Michael Seemann bedeuten die Vorgänge um den Rücktritt zu Guttenbergs eine 'Zäsur im deutschen Internet': Die ‘Netzgemeinde’ ist tot. 'Das Netz forderte diesmal nichts, das Netz meinte diesmal nichts und das Netz brachte auch nichts zu stande.'"
  • CNN-news.de: Guttenberg: Des Ex-Ministers Ignoranz "Die von einem Doktoranden gestartete Initiative mit der Bezeichnung «Guttenplag» - Plag wie Plagiate - förderte dann in kurzer Zeit zahllose weitere Stellen zutage und machte dies in einem Balkendiagramm grafisch sichtbar. Internet-Experten bezeichnen die gemeinschaftliche Lösung von Aufgaben durch Freiwillige auch als 'Crowdsourcing'".
  • Deutschlandradio Kultur: Schwarmkontrolle brachte Minister zu Fall (Moderation: Frank Meyer) "Ohne das Internet wäre zu Guttenberg vermutlich noch im Amt, glaubt der Geschäftsführer des Adolf-Grimme-Instituts Uwe Kammann. Die Aktionen im Netz hätten dazu beigetragen, dass das Thema nicht einfach wieder verschwunden sei."
  • FINANCIAL TIMES: Guttenberg stürzt über Plagiatsaffäre "Am Mittwoch hatte die Universität Bayreuth entschieden, Guttenberg den Doktortitel abzuerkennen. Der Minister hatte Fehler eingeräumt, aber Vorwürfe absichtlicher Täuschung und Zuhilfenahme eines Ghostwriters zurückgewiesen. Nach einer Analyse der Plagiatsjäger vom Guttenplag-Wiki ist mindestens die Hälfte der Dissertation von Guttenberg abgekupfert. Laut einer automatischen Auswertung seien 8000 der 16 300 Textzeilen Plagiate, erklärten die Betreiber des Internet-Projekts am Dienstag in einem Zwischenbericht."
  • FINANCIAL TIMES: Chronik des Rücktritts "15:58 Uhr: Die Plagiatsjäger vom Guttenplag-Wiki zeigen sich enttäuscht über die Rücktrittserklärung des Ministers. 'Wir stellen fest, dass Herr zu Guttenberg in seiner heutigen Rücktrittserklärung seinen bisherigen Standpunkt, dass in der Dissertation nicht bewusst plagiiert wurde, nicht revidiert hat', heißt es. Daher sei zu bezweifeln, dass Guttenberg an der Aufklärung der Vorwürfe mitwirken wolle."
  • FOCUS ONLINE: Guttenplag: Dissertation zur Hälfte abgekupfert "Der Wiki-Betreiber – ein Doktorand, der anonym bleiben will – zeigte sich enttäuscht über die Rücktrittserklärung des Ministers. 'Wir stellen fest, dass Herr zu Guttenberg in seiner heutigen Rücktrittserklärung seinen bisherigen Standpunkt, dass in der Dissertation nicht bewusst plagiiert wurde, nicht revidiert hat.' Daher sei zu bezweifeln, dass Guttenberg an der Aufklärung der Vorwürfe mitwirken wolle. Ob und in welcher Weise die kollaborative Arbeit nach dem Zwischenbericht weitergeht, ließ der Betreiber offen. 'Wir haben explizit noch keine konkreten Pläne, weitere Arbeiten zu untersuchen', schrieb der Doktorand in einer E-Mail an die Deutsche Presse-Agentur. 'Letztlich ist das Wiki aber nicht zentral gesteuert, so dass es jedem freisteht, zu machen was er will.'"
  • FOCUS ONLINE: Das Internet als Untersuchungsausschuss (Alexander von Streit) "Heftigster Aufschlag war die kolloborative Untersuchung der umstrittenen Doktorarbeit des Verteidigungsministers. Internetnutzeranalysierten auf einer Web-Plattform in detailierter Kleinarbeit die Textpassagen des wissenschaftlichen Textes auf mögliche Plagiatsfälle hin. Mit erschütterndem Ergebnis des unter dem Namen Guttenplag Wiki laufenden Projektes: ..."
  • Frankfurter Rundschau: Guttbye! Das Netz hat Guttenbergs Rücktritt beschleunigt "Nachdem in Medienberichten zunächst von einigen wenigen Plagiaten die Rede war, trugen die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Guttenplag-Wikis zahlreiche Stellen zusammen, wo Guttenberg abgekupfert haben könnte. (...) Der Betreiber des Projektes - ein Doktorand, der anonym bleiben möchte - meint: «Auch wird aus den hier gesammelten Plagiaten der Täuschungsvorsatz offensichtlich.» Damit zerbröselte das Argument des Politikers, er habe versehentlich Textpassagen kopiert und die Fußnoten nur vergessen. Die Kraft der Kollaboration hat ihn in die Verteidigung gedrängt."
  • Golem: Trotz Rücktritt: Guttenplag-Wiki macht weiter "Das Team des Guttenplag-Wikis wird seine Arbeit an der Dissertation von Karl-Theodor zu Guttenberg fortsetzen. Der heute vorgelegte zweite Zwischenbericht ergab: 49 Prozent der Doktorarbeit sind als Plagiat identifiziert."
  • gulli: GuttenPlag schuld an Guttenberg-Rücktritt? "Für die Social-Media-Expertin und Autorin beim Blog 'KoopTech', Christiane Schulzki- Haddouti, steht fest, dass es ohne die Webseite 'GuttenPlag' nicht dazu gekommen wäre. Auf ihrem Blog schreibt die Journalistin, dass die Homepage maßgeblich an der Wegbereitung der Denunzierung des Ex-Ministers beteiligt gewesen sei. Der Spott, den Guttenberg im Netz ohnehin schon auf sich zog, sei verkraftbar gewesen. Doch dass immer wieder neue Plagiats-Fundstellen in der eigens dafür eingerichteten Wiki-Software gefunden wurden, habe dem Politiker den Rest gegeben. Anfang sei nur von wenigen möglichen Plagiaten die Rede gewesen. Durch GuttenPlag wurden es jedoch immer mehr." [Hinweis: Von dem Vorwurf einer "Denunzierung" distanziert sich GuttenPlag ausdrücklich, die Homepage dieses Wikis besagt ausdrücklich das Gegenteil!]
  • Handelsblatt: Nach dem Rücktritt: Das Internet sagt "Guttbye" "Nachdem in Medienberichten zunächst von einigen wenigen Plagiaten die Rede war, trugen die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Guttenplag-Wikis zahlreiche Stellen zusammen, wo Guttenberg abgekupfert haben könnte. Dank Twitter machte die Runde vom Projekt schnell die Runde. Bald wurde deutlich, wie massiv er sich bei anderen Autoren bedient hat. Das habe eine entscheidende Rolle für den Fall des Politikers bedeutet, meint die Social-Media-Expertin Christiane Schulzki-Haddouti: 'Ohne dieses Wiki hätte er nicht zurücktreten müssen.' Denn die Fleißarbeit der Vielen hätte kein Promotionsausschuss 'in dieser Gründlichkeit und Schnelle' leisten können, so die Journalistin und Bloggerin ('KoopTech'). Der Betreiber des Projektes - ein Doktorand, der anonym bleiben möchte - meint: 'Auch wird aus den hier gesammelten Plagiaten der Täuschungsvorsatz offensichtlich.'"
  • Hannoversche Allgemeine: Der Fall Guttenberg und die Medien (Imre Grimm) "Sicher ist: Etablierte Medien und die Schwarmintelligenz der Netzgemeinde, die im „GuttenPlag“-Wiki praktisch in Echtzeit mehr als 300 Fälschungen des Ministers entlarvte, kollaborierten wie selten zuvor. Mancher spricht schon von der 'fünften Gewalt' und meint Twitter, WikiLeaks und Co."
  • Huffington Post: Karl Theodor Zu Guttenberg, German Defense Minister, Resigns Amid Plagiarism Scandal (Juergen Baetz contributed to this report) "Karl-Theodor zu Guttenberg announced his decision days after Bayreuth University revoked his doctoral title. It said he had violated academic standards in his thesis by failing to sufficiently credit some of his sources. Guttenberg, who initially called the allegations 'absurd,' later admitted 'grave mistakes' but denied having deliberately deceived anyone."
  • Le Monde, Frankreich: Des internautes allemands passent au crible les travaux universitaires des élus "'Nous regrettons que M. Zu Guttenberg n'ait pas, lors de l'annonce de sa démission, reconnu clairement avoir commis un plagiat de manière intentionnelle.' La démission du ministre allemand de la défense, Karl-Theodor zu Guttenberg, accusé d'un plagiat massif de sa thèse de doctorat, n'a pas donné entière satisfaction aux membres du GuttenPlag Wiki, le site collaboratif qui a fait tomber le ministre. Lancé à l'initiative d'un juriste, ce projet a fédéré des internautes qui ont passé au crible la thèse de doctorat de M. zu Guttenberg, et déterminé qu'environ les deux tiers du texte étaient constitués 'd'emprunts' à d'autres auteurs non cités. Les internautes ont donc annoncé qu'ils 'continueront à travailler sur l'analyse de la thèse', et qu'ils publieront leurs résultats dans un rapport final."
  • MAIN-NETZ: Expertin: Ohne Guttenplag-Wiki hätte er nicht zurücktreten müssen (Gespräch Peter Zschunke) " Als die Affäre Mitte Februar erstmals von Tageszeitungen bekannt gemacht wurde, ging es zunächst nur um einige wenige mögliche Plagiate. Die von einem Doktoranden gestartete Initiative mit der Bezeichnung [1] (Plag wie Plagiate) förderte dann in kurzer Zeit zahllose weitere Stellen zutage und machte dies in einem Balkendiagramm grafisch sichtbar. Internet-Experten bezeichnen die gemeinschaftliche Lösung von Aufgaben durch Freiwillige auch als »Crowdsourcing«."
  • MAIN POST: Guttenplag und die Macht der Vielen Die Internetseite http://de.guttenplag.wikia. com – besser bekannt als GuttenPlag – ist seit etwa zwei Wochen in aller Munde. Freiwillige sammeln, dokumentieren, klassifizieren und überprüfen Plagiate aus der Doktorarbeit des Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. Wer steckt hinter diesem Projekt und warum ist es so erfolgreich? Wir sprachen darüber mit dem Medienwissenschaftler Christian Pentzold von der Technischen Universität in Chemnitz..." (Update vom Vortag)
  • Meedia: Experte Pörksen: die Gründe des Guttenberg-Rücktritts "Er steckte in der medialen Zwangsjacke" (Interview: Christine Lübbers) "Die Internetgemeinde hat den Journalisten in diesem Fall bei der Recherche unter die Arme gegriffen, wie das Wiki GuttenPlag gezeigt hat. Wie verändern solche Projekte den Journalismus? Sie zeigen erneut: Es ist unsinnig, den klassischen Journalismus und eine angeblich dilettantisch agierende Netzgemeinde gegeneinander auszuspielen. Die so genannten Laien und die professionellen Gatekeeper können sich wunderbar ergänzen – eben das zeigt dieser Fall: die blitzschnelle Recherche einer auf Entlarvung drängenden Schwarmintelligenz hat erkennbar auch die Qualitätsmedien des Landes beeindruckt und sie mit Material und der nötigen Entschiedenheit versorgt
  • N24: Plagiatsjäger: Hälfte der Doktorarbeit abgekupfert "...Laut einer automatischen Auswertung seien 8000 der 16 300 Textzeilen Plagiate, erklärten die Betreiber des Internet-Projekts am Dienstag in einem Zwischenbericht - ein Anteil von 49 Prozent. Sie bedauerten, dass der Verteidigungsminister bei seinem Rücktritt 'keine klaren Worte zur offensichtlichen Täuschungsabsicht und zur Urheberschaft' seiner Dissertation gefunden habe."
  • N24: Guttenberg stürzt über Plagiatsaffäre "Am Mittwoch hatte die Universität Bayreuth entschieden, Guttenberg den Doktortitel abzuerkennen. Der Minister hatte Fehler eingeräumt, aber Vorwürfe absichtlicher Täuschung und Zuhilfenahme eines Ghostwriters zurückgewiesen. Nach einer Analyse der Plagiatsjäger vom Guttenplag-Wiki ist mindestens die Hälfte der Dissertation von Guttenberg abgekupfert. Laut einer automatischen Auswertung seien 8000 der 16 300 Textzeilen Plagiate, erklärten die Betreiber des Internet-Projekts am Dienstag in einem Zwischenbericht."
  • news.de: Plagiatsjäger vermissen klare Worte "Die Plagiatsjäger vom Guttenplag-Wiki bedauern, dass Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in seiner Rücktrittserklärung 'keine klaren Worte zur offensichtlichen Täuschungsabsicht und zur Urheberschaft' seiner Dissertation gefunden habe."
  • NZZ-Neue Züricher Zeitung, Schweiz: Good News fürs Eigentum "... und das eigens gegründete Guttenplag Wiki. Letztere Plattform demonstrierte überdies die Schlagkraft digitaler Kollektivarbeit. Innerhalb von bloss wenigen Tagen machten die Zuträger das Ausmass von Guttenbergs Plagiat sichtbar."
  • oe24, Österreich: Schummel-Minister Guttenberg tritt zurück "Die Plagiatsjäger der Internetplattform >Guttenplag-Wiki< bedauern unterdessen, dass Guttenberg in seiner Rücktrittserklärung 'keine klaren Worte zur offensichtlichen Täuschungsabsicht und zur Urheberschaft' seiner Dissertation gefunden habe. Aus aktuellem Anlass wollen sie am heutigen Dienstag einen zweiten Zwischenbericht zur Doktorarbeit des Politikers veröffentlichen. In dem von allen Usern frei bearbeitbaren Internetseite hatten Internetnutzer gemeinsam dokumentiert, wo Guttenberg abgeschrieben haben könnte. Durch die zahlreichen Fundstellen war der Druck auf ihn stark gewachsen."
  • Schwäbische.de: Guttenplag: Dissertation zur Hälfte abgekupfert "Zur Rolle des Projekts in der Guttenberg-Affäre erklärte der Doktorand: «Das GuttenPlag-Wiki hat sicher dazu beigetragen, dass die Aufarbeitung der Dissertation in der Öffentlichkeit stattfand. Auch wird aus den hier gesammelten Plagiaten der Täuschungsvorsatz offensichtlich.»"
  • sendung mit dem internet: "GuttenPlag" - Ein Interview mit Tim Bartel von Wikia "Es hat alle überrascht, wie groß das Interesse war. Das Projekt ist am Donnerstag online gegangen und bisher gab es knapp 6 Mio. Seitenabrufe. Es ist auch erstaunlich, wie viele Plagiate entdeckt worden sind. Dieses Diagramm, das sie ansprechen, ist als weißer Balken gestartet und jede Seite wird als ein weißer Pixel dargestellt. Wenn ein Plagiat gefunden wurde, wird diese Seite entsprechend schwarz eingefärbt. Inzwischen ist von den weißen Stellen nicht mehr viel übrig."
  • SPIEGEL ONLINE: Guttenbergs Abgang: Netz besiegt Minister (Christian Stöcker) "Karl-Theodor zu Guttenbergs Rücktritt ist ein Sieg des Internets. Ohne die akribische Dokumentation der Plagiate im GuttenPlag Wiki wäre die Debatte versandet. So aber brachte der Minister Deutschlands Wissenschaftselite gegen sich auf - nicht einmal die 'Bild'-Zeitung konnte seinen Job retten."
  • Stern.de: Gewinner und Verlierer des Skandals: Guttenberg-Affäre - die Abrechnung (Florian Güßgen) "Er ist zurückgetreten. Immerhin, aber viel zu spät. Sein Zögern und das Zögern der Kanzlerin haben gewaltige Flurschäden in der politischen Landschaft Deutschlands hinterlassen. Es gibt viele Verlierer, wenige Gewinner - und nur einen ganz großen Sieger."
  • sueddeutsche.de Guttenberg stürzt über Plagiatsaffäre "Mindestens die Hälfte der Dissertation von Karl- Theodor zu Guttenberg (CSU) ist nach einer Analyse der Plagiatsjäger vom Guttenplag-Wiki abgekupfert."
  • The European: Richtiger Rücktritt, schwache Nerven (Margaret Heckel) "Die Fleißarbeit der GuttenPlag- Mitarbeiter hat – weitaus mehr als alles, was in der etablierten Presse geschrieben wurde – transparent gemacht, in welchem Ausmaß der Minister bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben hatte."
  • WDR.de: Twitter-Nutzer sagen "#guttbye" (Christian Bernstein) "Enttäuscht von Guttenbergs Rücktrittserklärung zeigten sich auch die Nutzer des 'GuttenPlag Wiki', wenn auch aus einem völlig anderen Grund. Auf dem Portal hatte die Netzgemeinschaft Guttenbergs Doktorarbeit gemeinsam nach Plagiatsstellen durchsucht und damit maßgeblich dafür gesorgt, dass das Thema in der Öffentlichkeit blieb. Weniger als Stunde dauerte es, bis die Reaktion der Macher auf den Rücktritt online auf der Seite stand: 'Wir bedauern, dass Herr zu Guttenberg bei der Ankündigung seines Rücktritts keine klaren Worte zur offensichtlichen Täuschungsabsicht und zur Urheberschaft der Dissertation gefunden hat. Der Rücktritt des Bundesministers der Verteidigung war nie Ziel dieses Projekts. Ziel ist die detaillierte Aufklärung der Umstände, unter denen die Dissertation entstanden ist', heißt auf der Homepage des 'GuttenPlag Wiki'. Die Arbeit werde aber auch nach dem Rücktritt weiter untersucht, schreiben die Macher der Seite. Die Ergebnisse sollen in einem Abschlussbericht veröffentlicht werden."
  • ZDF: #guttbye: Wie viel Netz steckt im Rücktritt? (Dominik Rzepka) "Crowd sourcing [sic] macht's schneller. Da ist was dran. 'Ohne das Internet wäre dieser Rücktritt so nicht möglich gewesen', sagt Netzexperte Christoph Bieber, Politikwissenschaftler an der Universität Gießen. Auf der Internetseite GuttenPlag Wiki haben Hunderte Nutzer die Doktorarbeit des CSU-Politikers nach Plagiaten durchsucht. 'Diese Überprüfung ging online sehr viel schneller, als wenn einzig die Universität Bayreuth die Arbeit untersucht hätte.' Bieber spricht vom Phänomen des Crowd sourcings - große Arbeitsaufgaben seien auf eine große Zahl von Nutzern verteilt worden. 'Durch diese Aktivität ist auch der Lebenszyklus in den Medien verlängert worden', sagt Bieber. So sei jeden Tag ein Stückchen mehr Plagiat an die Öffentlichkeit gelangt. 'Und die alten Medien haben nur allzu gerne darüber berichtet.'"
  • ZEIT ONLINE: Verteidigung: Expertin: Ohne Guttenplag-Wiki kein Rücktritt "Die von einem Doktoranden gestartete Initiative mit der Bezeichnung «Guttenplag» (Plag wie Plagiate) förderte dann in kurzer Zeit zahllose weitere Stellen zutage und machte dies in einem Balkendiagramm grafisch sichtbar. Internet-Experten bezeichnen die gemeinschaftliche Lösung von Aufgaben durch Freiwillige auch als «Crowdsourcing»."




2. März 2011Bearbeiten

  • ARD tagesschau.de: Guttenberg-Fans fluten elektronische Postfächer "Die Macher der Seite GuttenPlag, auf der mögliche Plagiate aus Guttenbergs Doktorarbeit dokumentiert wurden, erklärten: 'Der Rücktritt des Bundesministers der Verteidigung war nicht Ziel dieses Projekts. Wir bedauern, dass Herr Freiherr zu Guttenberg bei der Ankündigung seines Rücktritts keine klaren Worte zur offensichtlichen Täuschungsabsicht und zur Urheberschaft der Dissertation gefunden hat.'"
  • BASIC THINKING: Guttenberg tritt zurück: Stürzte das Web den Minister? (Jürgen Vielmeier) "Stimmt das denn? Hat das Web Guttenberg gestürzt? Es dürfte zumindest einen großen Teil dazu beigetragen haben. Wenn vom “Web” die Rede ist, dann dürfte eine nicht unerhebliche Rolle auch Spiegel Online (im folgenden: SpOn, GuttenPlag) gespielt haben. Die Titelgeschichte über die 'Bild' im Schwesterblatt 'Spiegel' war von Medienjournalisten mit wenig Begeisterung aufgenommen worden, passt aber ins Gesamtkonzept. [...] Und hier hat SpOn gerade in den vergangenen Tagen viel dafür getan, dass das auch passiert. Und zwar zu einem Zeitpunkt, als sich viele andere schon damit abgefunden hatten, dass Guttenberg wohl im Amt bleiben würde." "SpOn ließ erboste Wissenschaftler zu Wort kommen, berichtete von Ende der Unterstützung des Ministers durch seinen eigenen Doktorvater, berichtete von einer Demo gegen den Minister, ließ Unions-Parteigenossen gegen Guttenberg schießen und brachte eigene Kommentatoren gegen ihn in Stellung. Ich sehe also bei beiden Initiatoren einen großen Anteil am Rücktritt Guttenbergs. Das GuttenPlag machte die Handarbeit, Spiegel Online übernahm das Marketing." [sic!; GuttenPlag]
  • Berliner Morgenpost: Guttenplag zählt 891 Plagiate bei zu Guttenberg (BMO) "Die Plattform Guttenplag hat erneut einen Zwischenbericht zu den mutmaßlichen Plagiaten in der Dissertation des zurückgetretenen Verteidigungsministers vorgelegt. Fazit der Internet-Aktivisten: Die Hälfte des 393-Seiten-Textes ist abgekupfert."
  • DerWesten: Ins Netz gegangen (Denise Ludwig) "Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist weg – und die Internetgemeinde klopft sich auf die Schultern. 'Der erste Minister, den das Internet gestürzt hat' titelt Blogger Robin Meyer-Lucht auf seiner Internetseite 'carta.info'. Ist an der These etwas dran oder geht es um pure Selbstbeweihräucherung im Netz?"
  • Deutschlandfunk: CSU moniert "Maßlosigkeit" und "Hass" der Guttenberg-Kritiker (Text und Audio) Der frühere CSU-Landesgruppenchef und neue Innenminister Hans-Peter Friedrich: "Ich glaube, dass auch viele, viel zu viele Menschen viel zu leichtgläubig an Dinge herangehen, im Internet irgendeine Seite aufrufen, dort wird irgendwas behauptet, sie können nicht kontrollieren, ist das wirklich wahr, ist der Wahrheitsgehalt dessen, was sie da lesen, wirklich nachvollziehbar, nachprüfbar. Auch da sollte jeder mal selbstkritisch damit umgehen, wie er sich Informationen besorgt und wie er damit umgeht."
  • Deutschlandfunk: "Es war nicht mal mehr ein Ausweg" (Text und Audio) 'taz'-Journalistin Bettina Gaus: "Das Internet hat eine eindrucksvolle Rolle gespielt, wie Sie mit Recht sagten, zum einen im Hinblick darauf, dass eben wirklich eine, man nennt das jetzt ja heute modisch, Schwarmintelligenz, also die Kompetenz sehr vieler Leute, zusammengewirkt hat, um Fehler nachzuweisen. Es war eben keine Kampagne, sondern wenn man sich die Mühe gemacht hat, regelmäßig auf diese Seite zu gehen, Guttenplag, wo die kopierten Stellen der Dissertation standen, dann konnte man feststellen, das war eine Diskussion, die auf hohem Niveau stattfand, wo auch monierte Stellen wieder rausgenommen wurden aus dem Netz, weil man sagte, nein, das war kein Plagiat, da gab es an dieser und jener Stelle durchaus einen Zitatverweis. Also das ist ja übrigens inhaltlich auch von keinem der Unterstützer Guttenbergs je bestritten worden, dass diese Stellen seriös gefunden wurden."
  • Frankfurter Rundschau: Markus Beckedahl: "Das Netz als fünfte Macht im Staate" (Interview: Maxim Leo und Thomas Leinkauf) "Markus Beckedahl von netzpolitik.org sieht im GuttenPlag-Wiki ein Beispiel für die Macht von Netzaktivisten - allerdings vor allem als Ergänzung zum klassischen Journalismus, erklärt er im FR-Interview." Und weiter: "Ich denke, wir können drei Motivationszielgruppen unterscheiden. Die eine waren politische Aktivisten aus dem Mitte-Links-Lager, die nach den ersten Plagiatsvorwürfen die Chance sahen, Guttenberg, und damit jemanden von den Rechten, zu stürzen. Die zweite Gruppe waren ganz klar Wissenschaftler, meistens jüngere, die sehr internetaffin sind und der Meinung waren, dass Grenzen überschritten wurden und man das nicht akzeptieren kann. Sie haben eine kollektive Schnitzeljagd begonnen, Fakt um Fakt zusammengetragen. Und die dritte Gruppe bestand aus denjenigen, die keine Wissenschaftler sind und auch relativ unpolitisch, die aber Spaß an dem Spiel Schnitzeljagd hatten. Leute, die eher ihre technischen Skills einbringen."
  • Hamburger Abendblatt: Im Netz gestürzt (Christian Unger) "Noch nie hat das Internet für die Politik eine so große Rolle gespielt wie in der Causa Guttenberg. [...] In kürzester Zeit sammelten Wissenschaftler im Netz Textpassagen der Dissertation zusammen, die Guttenberg woanders abgeschrieben haben soll. Auf der Seite GuttenPlag Wiki lieferten sie Quellenangaben und Zitate. Nach wenigen Tagen standen zwei Drittel der Arbeit unter Plagiatsverdacht - eine Recherche, für die einzelne Mitarbeiter der Universität Bayreuth sonst womöglich Wochen gebraucht hätten. Akribie, Fleiß und Schnelligkeit - das waren die Wege der Netzwelt, die Guttenberg unter Druck setzten. Und sie machen weiter, auch jetzt nach dem Rücktritt des Ministers."
  • IRISHTIMES.com: Plagiarism claims force minister from government (Derek Scally) "AFTER A meteoric rise, Berlin’s popular defence minister Karl- Theodor zu Guttenberg crashed to earth yesterday in spectacular fashion. Mr zu Guttenberg caught chancellor Angela Merkel off guard yesterday with his sudden resignation after failing to shake off allegations that he plagiarised large sections of his doctoral thesis. Mr zu Guttenberg (39), a member of a prominent aristocratic family, said he was standing down 'as a matter of decorum'. 'This is the most painful step I’ve taken in my life ... but I cannot meet the high expectations I have set for myself,' the minister said in a quavering voice. 'I thank the chancellor for her support but I have reached the limits of my strength.' Two weeks ago, he dismissed as 'abstruse' the initial allegations that his 2006 dissertation contained a large amount of unattributed material. However, as an online co-operative called GuttenPlag Wiki discovered new uncited passages on an hourly basis, he was forced to concede that 'serious mistakes' had 'unconsciously' found their way into his text. The minister continued to deny charges of plagiarism, even after his alma mater, Bayreuth University, stripped him of his academic title. GuttenPlag Wiki said yesterday it had detected plagiarism on 324 of the dissertation’s 407 pages."
  • Lenta, Russsland: Цу Гуттенберг решил отказаться от мандата депутата (PDA/КПК) Отметим, что по данным сайта GuttenPlag Wiki, плагиат (копипейст из работ других авторов без указания ссылки на источники) был обнаружен на 300 из 395 страниц содержательной части диссертации цу Гуттнеберга. Университет Байройта, где бывший министр защитил в 2007 году диссертацию на "отлично", лишил его ученой степени.
  • merkur-online: "GuttenPlag": Fast 50 Prozent abgeschrieben "Die freiwilligen Plagiatssucher von 'GuttenPlag Wiki' haben nach eigenen Angaben auf 324 der 393 Seiten umfassenden Arbeit plagiierte Stellen gefunden. Auf der Website von 'GuttenPlag' heißt es: 'Es sind nun 891 Plagiatfragmente aus über 120 verschiedenen Quellen (...) dokumentiert.'"
  • nordbayern.de: Politikersturz 2.0 "In zwei Wochen vom Kanzlerkandidat zum arbeitslosen 'GuttenPlag': Heutzutage kann alles ganz schnell gehen. Das Internet war Guttenbergs Nemesis und entsprechend groß ist im Netz jetzt auch der Zuspruch auf das verfrühte Aus des Pop-Ministers. Doch auch gegensätzliche Stimmen halten sich eisern."
  • ORF, Österreich: GuttenPlag und seine Folgen "Der Rücktritt des deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist am Dienstag relativ überraschend erfolgt. Nachdem er vor rund zwei Wochen erstmals wegen Plagiaten in seiner Dissertation unter Beschuss geraten war, tauchten zuletzt immer mehr Passagen auf, in denen Guttenberg offensichtlich auf eine korrekte Zitation 'vergessen' hatte."
  • SWR cont.ra: Hat das Internet Guttenberg gestürzt? (Stefan Eich) "Tausende Internetnutzer haben die Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg auseinandergepflückt und ihn des Abschreibens überführt. Tausende Wissenschaftler haben im Internet den Rücktritt des Verteidigungsministers gefordert - und sie haben Erfolg gehabt. Zum ersten Mal, so scheint es, hat sich in Deutschland die Macht des Internets gegen die Macht der Boulevardpresse durchgesetzt."
  • The Daily Beast: The Cheating German Baron (Stefan Theil) "Germany’s young, aristocratic defense minister, touted as Angela Merkel’s successor, quit this week after Internet activists caught him plagiarizing."
  • Tagesspiegel: Die Fronten verlaufen zwischen den Medien (Sonja Pohlmann) "'GuttenPlag Wiki' heißt die Website, die erst vor knapp zwei Wochen von anonymen Betreibern gegründet wurde. Bis zum vergangenen Montag hatten sie innerhalb von nur einer Woche mit der Unterstützung von zahlreichen Helfern herausgefunden,..."
  • tz-online: "Guttenplag": Fast 50 Prozent abgeschrieben. (kb) "8061 von insgesamt 16325 Zeilen der Doktorarbeit 'Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU' des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg sollen abgeschrieben sein. Die freiwilligen Plagiatssucher von 'GuttenPlag Wiki' haben nach eigenen Angaben auf 324 der 393 Seiten umfassenden Arbeit plagiierte Stellen gefunden. Auf der Website von 'GuttenPlag' heißt es: 'Es sind nun 891 Plagiatfragmente aus über 120 verschiedenen Quellen (...) dokumentiert.'"
  • ZDF heute de: Hans-Peter Friedrich: "Hoppla, jetzt komm' ich" - Der neue Innenminister im Porträt (Dominik Rzepka) Ein Porträt, u.a. mit folgendem Zitat: "Zwar hat Friedrich eine Seite bei Facebook. Dennoch sei er bisher nicht gerade als netzaffin aufgefallen, heißt es aus Fraktionskreisen. Das GuttenPlag Wiki, auf dem Hunderte Nutzer Plagiate in zu Guttenbergs Doktorarbeit gefunden hatten, habe er nicht gerade euphorisch beurteilt, heißt es."
  • ZEIT ONLNE: Der Titelverteidiger (Ulrich Schnabel) "Eine bunte Truppe von Nachwuchswissenschaftlern nahm im Netz mit dem GuttenPlag Wiki die umstrittene Dissertation auseinander und förderte so das ganze Ausmaß der Schummelei zutage."




3. März 2011Bearbeiten

  • der Freitag: Netz der Selbstkontrolle (Jimmy Wales) "Für Wikipedia-Gründer Jimmy Wales beweist der Fall zu Guttenberg: Das Netz korrigiert die Auswüchse, die ihm vorgeworfen werden, selbst. In diesem Fall mit GuttenPlag" (Übersetzung der gekürzten Fassung: Zilla Hofman)
  • newsgrape: Die Wahrheits-Wikis "Unterdessen ist mit dem GuttenPlag-Wiki eine neue Form der Wiki-Nutzung bekannt geworden, die durchaus große Chancen hat, ein wichtiges Regulativ in der Öffentlichkeit der Zukunft zu spielen. Das disziplinierte und von vielen, vor allem jungen Usern perfekt beherrschte Crowdsourcing hat binnen weniger Tage eine Redaktionsleistung erbracht, zu der ein fachkompetentes Untersuchungsgremium sonst viele Wochen brauchen würde. Doch das Wichtigste ist: die Ergebnisse sind öffentlich für jeden interessierten User bis in alle Details einsehbar."
  • SPIEGEL ONLINE: Guttenberg-Umfragen: Wie Bilder die Urteilskraft lenken (Markus Becker) "'Hier hat ein Paradigmenwechsel stattgefunden', sagt Sozialpsychologe [Fritz] Strack. Früher hätten Politiker Skandale durchstehen können, wenn die bildgewaltigen Medien auf ihrer Seite waren [...] Heute sieht die Welt dank des Internets anders aus - im Fall Guttenberg zu besichtigen anhand der Website 'Guttenplag Wiki', auf der Hunderte Freiwillige in Windeseile das Ausmaß des Plagiats enthüllten. 'Man lässt sich dann nicht mehr hinhalten, etwa durch eine Universität, die die Vorwürfe gegen Guttenberg erst einmal wochenlang prüfen will', sagt Strack. Die noch nie dagewesene Verfügbarkeit von Informationen führe dazu, dass sich 'die Öffentlichkeit nicht mehr so leicht blenden lässt'."
  • Südwestpresse: Digitale Lynchjustiz (Christop Faisst) "PlagDoc kann sich die Hände reiben: Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Waffen gestreckt - als überführter Hochstapler, Plagiator und Totengräber der wissenschaftlichen Arbeit. [...] Er und seine Mitstreiter, die Guttenbergs Dissertation Seite für Seite seziert haben, haben allen staatlichen Stellen die Arbeit abgenommen: als Ermittler, Ankläger, Richter, Vollstrecker in eigener Sache und - anders als die Justiz es getan hätte - als kollektive Missachter der Unschuldsvermutung."
  • Tages Anzeiger (Schweiz): Internet gegen «Bild»: Eins zu null (Thomas Widmer) "Dass vorgestern der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zurücktrat – es war massgeblich das Verdienst einer aufsässigen digitalen Öffentlichkeit."
  • ZEIT ONLINE: Karl-Theodor zu Guttenberg: Er war ein Pirat (Khue Pham) "Der gestürzte Verteidigungsminister hatte mit seinen Jägern im Netz mehr gemeinsam als gedacht, denn schließlich ist er ein Meister des sogenannten Copy and Paste."




4. März 2011Bearbeiten

  • Die Presse.com: Von Guttenberg und zu Gutenberg: Eine Ära neigt sich dem Ende zu (Karl Weidinger) "Auf der Plattform http:// de.guttenplag.wikia.com wirkten die Netz-User zusammen und verwoben Stück für Stück des Inhalts, zogen Letter für Letter durch Suchmaschinen in Betracht und brachten schließlich, Buchstabe für Buchstabe, mit vereinten Zwergenkräften den Politikriesen ins Wanken. Demokratie pur, also."
  • Stern.de: Guttenberg-Rücktritt und das Internet: In den Fängen der digitalen Bürger (Florian Güßgen) "'Abstrus' nannte er die Plagiatsvorwürfe, um dann von einer Heerschar von freiwilligen, fleißigen Plagiatsjägern in Windeseile widerlegt zu werden. Guttenplag Wiki, das zigfach von etablierten Medien zitierte Gesamtkunstwerk einer kritischen Dissertationswürdigung, machte ihm den Garaus"




5. März 2011Bearbeiten

  • Augsburger Allgemeine: Aufstand der Anhänger (Stefan Drescher) "Nachdem erstmals ein Plagiatsverdacht gegen Guttenberg öffentlich wurde, trugen Internetnutzer auf der Plattform Guttenplag Wiki weitere kopierte Textstellen zusammen und sammelten nicht angeführte Quellenbelege und Zitate. Die Macher der Seite profitierten dabei von den gewaltigen Ressourcen der vernetzten Online-Gemeinde. Innerhalb kürzester Zeit standen große Teile der Doktorarbeit Guttenbergs unter Plagiatsverdacht. Eine Überprüfung auf herkömmlichem wissenschaftlichen Wege hätte wohl deutlich länger gedauert."
  • der Freitag: Personenkult und Massenphänomene (Blog) "WikiLeaks und GuttenPlag sind, wie ich in meinem Eingangsbeitrag schon schrieb, Beispiele für mehr Transparenz im weltweiten politischen Geschehen und nehmen erheblichen Einfluss auf die handelnden Akteure. Sie bieten ganz neue Möglichkeiten, Jedermann einen Einblick in die Zusammenhänge zu geben. [...] GuttenPlag in der Kombination mit Twitter, Facebook und Google hat eine enorme Wirkung entfaltet, mit einem grundsätzlich redlichen Zweck."
  • Irish Times: Plagiarism "The website GuttenPlag Wiki says it has detected plagiaristic “lifts” on 324 of the dissertation’s 407 pages and is finding more by the day. Bayreuth University has stripped him of his doctoral title and zu Guttenberg, who resigned his post, admits to 'serious mistakes' which had 'unconsciously' found their way into his text. Coincidentally, a new anti-Gadafy front has opened up in the London School of Economics where the doctoral thesis written by his son Seif al-Islam is also being checked for plagiarism following complaints by online activists. Now one of the major challenges of academe, plagiarism is claiming high-profile political casualties."
  • WELT ONLINE: Die CSU braucht eine Schuldige für den Rücktritt (Robin Alexander) "Der Guttenberg-GAU, der Größte Anzunehmende Unfall der Union ist neben allem auch noch ein Crashkurs für die politische Klasse in Netzkommunikation. Erst zerlegte die ungreifbare und damit unangreifbare Schwarmintelligenz der Guttenbergschen Dissertation nach dem Wikipedia-Prinzip in fast zweihundert Plagiatstellen."




6. März 2011Bearbeiten

  • futurezone.at: Die Macht der vernetzten Massen (Gerald Reischl, Patrick Dax) "Auch Deutschland erlebte in der vergangenen Woche ein kleines Lehrstück über die Macht der vernetzten Massen. Der in eine Plagiatsaffäre verstrickte Verteidigungsminister Karl-Theodor Guttenberg gab am Dienstag trotz Rückendeckung des Boulevardblattes 'Bild' seinen Rücktritt bekannt, nachdem der öffentliche Druck auf ihn zu groß geworden war. Zuvor hatten zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter auf dem WikiGuttenPlag die Plagiatsvergehen in der Doktorarbeit des Ministers penibel dokumentiert. Das Wiki fungierte als für jeden einsehbarer Beweis für die Verfehlungen des Ministers. In sozialen Netzwerken und auf der Kurznachrichtenplattform Twitter wurde es genüsslich zitiert. Auch die traditionellen Medien kamen daran nicht vorbei. Zwei Tage nach dem Start der Seite berichtete bereits die Tagesschau zur Hauptsendezeit über die Plagiatssuche im Netz."




7. März 2011Bearbeiten

  • FAZ.NET- Blogs: Guttis Groupies geben Gas (Marco Settembrini di Novetre) "Das Netz hat zu Guttenberg nicht gestürzt, aber einen massiven Stolperstein geliefert. Via Facebook formiert sich nun auch die Fankurve des Ex-Ministers - aber sie kriegt ihre PS nicht auf die Straße."
  • Neue Nachricht: Bild, Guttenberg und die unberechenbare Netzffentlichkeit (Gunnar Sohn) "'Die Schwarmintelligenz im Netz benötigte gut zwei Tage, um Guttenbergs Dissertation bis auf die Knochen abzunagen. Wie Piranhas', schreibt Volker Zastrow in einem opulenten und höchst lesenswerten Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Die blitzschnelle Recherche des GuttenPlag Wikis habe auch die Qualitätsmedien des Landes beeindruckt, sie mit Material und der nötigen Entschiedenheit versorgt, meint Pörksen. Und nicht zuletzt die Wissenschaftscommunity auf die Barrikaden gebracht."
  • n-tv: 100 Anzeigen: Gegen Guttenberg wird ermittelt "Guttenbergs Dissertation besteht zu großen Teilen aus abgeschriebenen Texten anderer Autoren. Laut Guttenplag-Wiki wurden auf bislang drei Vierteln aller Seiten Plagiate gefunden. Die Universität Bayreuth erkannte dem Politiker am 23. Februar den Doktortitel ab, weil Guttenberg 'in erheblichem Umfang' gegen die wissenschaftlichen Pflichten verstoßen habe. Guttenberg bestreitet bislang, 'bewusst' abgeschrieben zu haben. Nach Einschätzung des Bayreuther Juristen Oliver Lepsius ist die Universität einem 'Betrüger' aufgesessen. Auch nach der Aberkennung des Doktortitels prüft die Universität weiter, ob er 'vorsätzlich' getäuscht hat."
  • marketing boerse: BILD, Guttenberg und die unberechenbare Netzöffentlichkeit "Die blitzschnelle Recherche des GuttenPlag Wikis habe auch die Qualitätsmedien des Landes beeindruckt, sie mit Material und der nötigen Entschiedenheit versorgt, meint Pörksen. Und nicht zuletzt die Wissenschaftscommunity auf die Barrikaden gebracht" (ident. mit Meldung von The European, ohne Verweis)
  • The European: Bild, Guttenberg und die unberechenbare Netzöffentlichkeit (Gunnar Sohn) "'Die Schwarmintelligenz im Netz benötigte gut zwei Tage, um Guttenbergs Dissertation bis auf die Knochen abzunagen. Wie Piranhas', schreibt Volker Zastrow in einem opulenten und höchst lesenswerten Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Die blitzschnelle Recherche des GuttenPlag Wikis habe auch die Qualitätsmedien des Landes beeindruckt, sie mit Material und der nötigen Entschiedenheit versorgt, meint Pörksen. Und nicht zuletzt die Wissenschaftscommunity auf die Barrikaden gebracht."




8. März 2011Bearbeiten

  • ZDF heute de: Plagiate: Wer ist der Nächste? (sic!) (Georg H. Przikling) "Die Gründer des Wikis kennen sich übrigens bestens in der Plagiatssuche aus. Schließlich waren sie es, die das 'GuttenPlag'-Wiki auf die Beine gestellt hatten, das dem Ex-Minister Plagiate in seiner Doktorarbeit nachwies und ihn so letzten Endes zum Rücktritt zwang. Ein gewisse Häme findet sich denn auch in der Kurzbeschreibung des neuen Wiki: 'Eine erfolgreiche politische Karriere unter einem akademischen Titel', so ist dort nachzulesen, 'fußt nicht zwangsläufig auf ehrlicher Arbeit." [Hinweis: Allerdings hat Guttenplag-Wiki auch klar gestellt, dass es sich um keinen Generalverdacht handele, siehe Hauptseite]
  • ZEIT ONLINE (Blogs): Agenda Setting und Soziale Medien – Der Fall Guttenberg(s) (Stefan Collet) "Guttenplag Wiki und der offene Brief der ca. 30.000 Doktoranden an Frau Dr. Angela Merkel hätten nicht diese öffentliche Aufmerksamkeit erzielt, wenn die klassischen Medien diese beiden online-basierten Bewegungen nicht aufgesogen, nicht kanalisiert und sie dadurch nicht nach und nach auf der Publikumsagenda nach oben getrieben hätten."




9. März 2011Bearbeiten

  • Bayerischer Rundfunk: Kopierte Guttenberg selbst den Doktorvater? "Zu Guttenberg hat angeblich auch bei seinem Doktorvater abgeschrieben. Er mischte ohne Quellennachweise Auszüge aus Peter Häberles Standardwerk "Europäische Verfassungslehre" in seine Fußnoten. Aufgespürt hat dies wieder mal das Internetforum 'Guttenplag Wiki'."
  • Berliner Morgenpost: Guttenberg kopierte auch bei seinem Doktorvater "Guttenplag macht weiter: Wie zum Rücktritt des Verteidigungsministers angekündigt, durchsucht die Netz-Plattform zu Guttenbergs Doktorarbeit auf weitere Plagiate. Neuer Fund: Kopien aus dem Standardwerk des Doktorvaters Peter Häberle."
  • CNN news.de: Guttenberg soll auch von Doktorvater kopiert haben "Die Dissertation des ehemaligen Verteidigungsministers enthalte an 29 Stellen Fragmente aus Peter Häberles Standardwerk «Europäische Verfassungslehre», ohne dass die Quelle ausreichend genannt sei, berichtete das Guttenplag-Wiki, ein Zusammenschluss von Internetnutzern zur Überprüfung der Doktorarbeit. Guttenberg habe 234 Zeilen kopiert, vor allem in Fußnoten. Dadurch verweise die Arbeit auf viele wissenschaftliche Werke, die Häberle für wichtig erachte, schreiben die Wiki-Autoren."
  • FAZ.NET: Plagiatsvorwürfe: Guttenberg schrieb auch bei seinem Doktorvater ab (Oliver Georgi) "'Wie mit der Gießkanne besprenkelt Guttenberg seine Dissertation mit der wissenschaftlichen Arbeit seines Doktorvaters', heißt es dazu im Weblog 'GuttenPlag', der die fragwürdigen Fußnoten recherchiert hat und in diesen Tagen seinen Abschlussbericht zu Guttenbergs Doktorarbeit vorlegen will. Und weiter: 'Durch die Übernahme der Fußnoten seines Doktorvaters enthalten der Anmerkungsapparat und das Literaturverzeichnis ohne weiteres Zutun eine Vielzahl von Titeln, die Häberle für relevant und wichtig erachtet hat.' Nach Berechnungen von 'GuttenPlag' gehört Häberles Buch sogar zu den zehn Hauptquellen für Guttenbergs Plagiate."
  • FINANCIAL TIMES: Plagiatsaffäre: Guttenberg soll sogar bei seinem Doktorvater abgeschrieben haben "Die Zeitung zitiert dazu den Blog 'GuttenPlag', der die fragwürdigen Fußnoten recherchiert habe. 'Wie mit der Gießkanne besprenkelt Guttenberg seine Dissertation mit der wissenschaftlichen Arbeit seines Doktorvaters', heißt es dort den Angaben zufolge. 'Durch die Übernahme der Fußnoten seines Doktorvaters enthalten der Anmerkungsapparat und das Literaturverzeichnis ohne weiteres Zutun eine Vielzahl von Titeln, die Häberle für relevant und wichtig erachtet hat.'"
  • FOCUS ONLINE: Guttenberg soll auch von Doktorvater kopiert haben. "Guttenbergs Dissertation enthalte an 29 Stellen Fragmente aus Peter Häberles Standardwerk 'Europäische Verfassungslehre', ohne dass die Quelle ausreichend genannt sei, berichtet das Guttenplag-Wiki. Dabei habe Guttenberg 234 Zeilen kopiert."
  • Frankfurter Rundschau: Fußnoten-Affäre: Guttenberg hat auch seinen Doktorvater kopiert "Die Macher des Guttenplag-Wikis haben die Arbeit keineswegs eingestellt: Nun haben sie 29 Stellen in Guttenbergs Dissertation gefunden, die Fragmente aus Peter Häberles Standardwerk ‚Europäische Verfassungslehre‘ enthalten - ohne ausreichende Quellenangaben.“
  • Märkische Oderzeitung: Guttenberg hat auch bei Doktorvater abgekupfert "Auch bei seinem Doktorvater hat Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) angeblich massiv abgekupfert. Die Dissertation des ehemaligen Verteidigungsministers enthalte an 29 Stellen Fragmente aus Peter Häberles Standardwerk 'Europäische Verfassungslehre', ohne dass die Quelle ausreichend genannt sei, berichtete das Guttenplag-Wiki am Mittwoch."
  • Manager Magazin: Warnhinweis für Guttenberg-Dissertation "Die Übernahmen finden sich dem Bericht zufolge vor allem in den Fußnoten. Dadurch verweise die Arbeit auf viele wissenschaftliche Werke, die Häberle für wichtig erachte, schreiben die Wiki-Autoren. Die Dokumentation und Einordnung von Quellen sei jedoch Kern wissenschaftlicher Textarbeit. 'Das hier dokumentierte Vorgehen zeigt, dass an vielen Stellen der Arbeit nicht einmal der Versuch einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung unternommen wurde.'"
  • Saarbrücker Zeitung: Guttenberg soll auch von Doktorvater kopiert haben „Die Dissertation des ehemaligen Verteidigungsministers enthalte an 29 Stellen Fragmente aus Peter Häberles Standardwerk «Europäische Verfassungslehre», ohne dass die Quelle ausreichend genannt sei, berichtete das Guttenplag-Wiki, ein Zusammenschluss von Internetnutzern zur Überprüfung der Doktorarbeit.“
  • SPIEGEL ONLINE: Plagiatsaffäre: Guttenberg soll bei Doktorvater abgeschrieben haben „Ein neuer Bericht der Webseite GuttenPlag Wiki legt nun nahe, der Freiherr könnte beim Erstellen seiner Doktorarbeit sogar bei seinem Doktorvater abgekupfert haben. Guttenbergs Dissertation enthalte an 29 Stellen Fragmente aus Peter Häberles Standardwerk ‚Europäische Verfassungslehre‘, berichteten Autoren der Webseite ‚GuttenPlag Wiki‘ am Mittwoch.“
  • Stuttgarter Nachrichten: Internet: Guttenberg soll auch von Doktorvater kopiert haben "Guttenbergs Dissertation enthalte an 29 Stellen Fragmente aus Peter Häberles Standardwerk 'Europäische Verfassungslehre', ohne dass die Quelle ausreichend genannt sei, berichtet das Guttenplag-Wiki. Dabei habe Guttenberg 234 Zeilen kopiert."
  • WELT ONLINE: Guttenberg schrieb auch bei seinem Doktorvater ab "Auch bei seinem Doktorvater hat Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) angeblich abgekupfert. Die Dissertation des ehemaligen Verteidigungsministers enthalte an 29 Stellen Fragmente aus Peter Häberles Standardwerk 'Europäische Verfassungslehre', ohne dass die Quelle ausreichend genannt sei, berichtete das Guttenplag-Wiki am Mittwoch. Dabei habe Guttenberg 234 Zeilen kopiert."
  • ZEIT ONLINE: Guttenberg hat auch bei Doktorvater abgekupfert "Die Dissertation des ehemaligen Verteidigungsministers enthalte an 29 Stellen Fragmente aus Peter Häberles Standardwerk «Europäische Verfassungslehre», ohne dass die Quelle ausreichend genannt sei. Das berichtet das Guttenplag-Wiki. Dabei habe Guttenberg 234 Zeilen kopiert. In dem Wiki überprüfen Internetnutzer gemeinsam Guttenbergs Doktorarbeit. Durch die zahlreichen Funde war der Druck auf den Politiker stark gewachsen."




10. März 2011Bearbeiten

  • FINANCIAL TIMES: Plagiatsaffäre: Guttenberg plant plagiatsfreie Autobiographie "Die Zeitung zitiert dazu den Blog 'GuttenPlag', der die fragwürdigen Fußnoten recherchiert habe. 'Wie mit der Gießkanne besprenkelt Guttenberg seine Dissertation mit der wissenschaftlichen Arbeit seines Doktorvaters', heißt es dort den Angaben zufolge. 'Durch die Übernahme der Fußnoten seines Doktorvaters enthalten der Anmerkungsapparat und das Literaturverzeichnis ohne weiteres Zutun eine Vielzahl von Titeln, die Häberle für relevant und wichtig erachtet hat.'"
  • News4Press.com: Karl-Theodor zu Guttenberg: Die Doktorarbeit und die pathologische "Zitteritis" (Johannes Schumacher) "Die Plagiatjäger auf Guttenplag sind jetzt bis in die Fußnoten der Doktorarbeit vorgedrungen. Darin weist normalerweise jeder Autor am Fuß der Buchseite zwingend Zitate nach. Durch üppige Hinweise auf angeblich weiterführende Literatur demonstriert er zudem seine breite Belesenheit. Ganz anders ist das aber anscheinend im Falle Guttenberg. Er soll nach den Feststellungen seiner Quellenkritiker 29 Mal in insgesamt mehr als 230 Zeilen Literaturangaben machen, die sich genau so oder in leichter Variation schon 1999 in der 'Europäischen Verfassungslehre' seines akademischen Lehrers und Prüfers Peter Häberle finden. Besonders verräterisch: Bei beiden wird der Völkerrechtler Helmut Steinberger einmal falsch 'R. Steinberger' genannt."
  • OSTSEE-ZEITUNG.DE: "Die Leute sind hellhörig geworden" " Ich hätte es mir vorher nicht vorstellen können, dass sich plötzlich Leute auf einer Plattform wie GuttenPlag zusammenschließen, um Doktorarbeiten auseinanderzunehmen und sie nach übersehenen Zitaten zu durchforsten. Aber ich meine, dass man auch an anderer Stelle ansetzen muss: Es ist eine Sache, dass jemand seine Doktorarbeit einreicht und versichert, dass er sie selbst angefertigt habe. Doch es wäre wahrscheinlich nicht zu einer Untersuchung gekommen, wenn die Prüfungskommission Guttenbergs Dissertation nicht mit summa cum laude bewertet hätte."
  • ZEIT ONLINE: Aufgeplustert bis in die Fußnoten (Hermann Horstkotte) "Die Plagiatjäger auff Guttenplag sind jetzt bis in die Fußnoten der Doktorarbeit vorgedrungen. Darin weist normalerweise jeder Autor am Fuß der Buchseite zwingend Zitate nach. Durch üppige Hinweise auf angeblich weiterführende Literatur demonstriert er zudem seine breite Belesenheit. Ganz anders ist das aber anscheinend im Falle Guttenberg."




11. März 2011Bearbeiten

  • MAIN POST: Digitaler Vertrag der Generationen (Roland Schmitt-Raiser) "Nur zur Erinnerung: Auf Guttenplag.de teilten sich etliche Internetnutzer, die ohne Webseite nie zusammengefunden hätten, die Prüfung von Guttenbergs Doktorarbeit. So trug jeder Einzelne einen kleinen Teil zu etwas Großem bei. Hier entstehen sehr effiziente Formen der Arbeitsorganisation."
  • m&c internet: Die Leute sind hellhörig geworden (Annekatrin Liebisch) Interview mit Björn Leineweber, der als Anwalt für Urheber- und Medienrecht praktiziert u.a. wiedergegeben mit: "Ich hätte es mir vorher nicht vorstellen können, dass sich plötzlich Leute auf einer Plattform wie GuttenPlag zusammenschließen, um Doktorarbeiten auseinanderzunehmen und sie nach übersehenen Zitaten zu durchforsten."
  • Meedia Top Story: Guttenplag Trafficgewinner im Februar "Für einen großen Besucherandrang sorgte im abgelaufenen Monat ganz eindeutig das Guttenplag-Wiki. Das beim kommerziellen Wiki-Anbieter Wikia.com gehostete Projekt kam in Deutschland aus dem Stand auf 380.000 Unique Visitors und bescherte Wikia.com mit 910.000 Besuchern einen neuen Deutschland-Rekord"




12. März 2011Bearbeiten

  • Die Presse.com: Von Guttenberg und zu Gutenberg: Eine Ära neigt sich dem Ende zu (Karl Weidinger) "Auf der Plattform http:// de.guttenplag.wikia.com wirkten die Netz-User zusammen und verwoben Stück für Stück des Inhalts, zogen Letter für Letter durch Suchmaschinen in Betracht und brachten schließlich, Buchstabe für Buchstabe, mit vereinten Zwergenkräften den Politikriesen ins Wanken. Demokratie pur, also."
  • Neue Westfälische (nw-news.de): Die Netzgemeinde profiliert sich als Kontrollinstanz (Heike Krüger) "Spontane Aktionen wie das Netzwerk GuttenPlag Wiki, das viele der geklauten Textstellen aufstöberte, übernähmen somit allenfalls die Rolle einer 5. Gewalt im Staate, um neben den traditionellen Medien Politik, Verwaltung und Justiz auf die Finger zu schauen"
  • WELT ONLINE: Das kannst du abschreiben (Wieland Schäfer) Der von Guttenplag Wiki erfundene Begriff "Guttenbergs Gießkanne" wird in seiner Buchrezension von "David Shields: Reality Hunger. Ein Manifest." aufgegriffen.




13. März 2011Bearbeiten

  • FAZ.NET: Die Nachfolge Guttenbergs: Horst zu Seehofer (Albert Schäffer) Ein scharfzüngiges Essay über die Doppelspitze der CSU und die Wirkung heute: "Dann kam Guttenplag über die CSU, und seither erweist sich die wahre Größe Seehofers. Er schreibt das Stück einfach fort, indem er die CSU zu einer Partei deklariert, die in stetiger Erwartung der Rückkehr Guttenbergs lebt. Guttenberg bleibt an seiner Seite, wenn auch nur virtuell. Wer in der Wählerschaft will, kann zum Schloss Guttenberg blicken und hoffen, dass bald aus dem Tor ein geläuterter Heros heraustritt. Seehofer wird niemand die Sicht versperren [...]: Für ihn lebt es sich umso angenehmer, je länger die Verklärung Guttenbergs dauert."
  • WELT ONLINE: Wulff will Deutsche online mitbestimmen lassen (Dominik Ehrentraut) "Und neue interaktive Formen wie das GuttenPlag, mit dessen Hilfe die Doktorarbeit des Ex-Verteidigungsministers ganz genau unter die Lupe genommen wurde, können schon einmal zum Rücktritt eines Ministers führen. Die Macht des Internets möchte sich nun auch Bundespräsident Christian Wulff zu eigen machen als er am vergangenen Wochenende ein bundesweites Online-Bürgerforum ins Leben rief. [...] Dass das Konzept grundsätzlich funktionieren könne, habe das GuttenPlag-Wiki bewiesen. 'Hier wurde allerdings auch eine konkrete Aufgabe gestellt, an der sich die Teilnehmer abarbeiten konnten', so Bieber."




14. März 2011Bearbeiten

  • art: DER LÜGENDETEKTOR (Daniel Boese) "Bei der Diskussion der Grafik ist es ein Irrglaube von 'dem Internet' und 'der Wissenschaft' zu sprechen. Diese zwei Sphären sind nicht getrennt. Es war gerade der Zorn junger Wissenschaftler, die vor prekären Karrieren stehen, der die detektivische Arbeit antrieb. Auch dafür war die Grafik ein 'Leitbild', das motivierte. Eben ein kleines Bild, das sehr mächtig wurde."
  • politik.de: Online mitbestimmen? (Dominik Ehrentraut) "Und neue interaktive Formen wie das GuttenPlag, mit dessen Hilfe die Doktorarbeit des Ex-Verteidigungsministers ganz genau unter die Lupe genommen wurde, können schon einmal zum Rücktritt eines Ministers führen. [...] 'Hier wurde allerdings auch eine konkrete Aufgabe gestellt, an der sich die Teilnehmer abarbeiten konnten', so Bieber [zitiert wird der Politikwissenschaftler Christoph Bieber, Universität Gießen; GuttenPlag]. Bei allgemeinen Themen wie 'Familiäre Lebensformen', 'Demografie' oder 'Demokratie und Beteiligung' sei die Gefahr groß, dass die Diskussionen schnell erlahmten. Die Organisatoren müssten sich ständig die Frage stellen, wie sie die Teilnehmer dazu bringen, sich kontinuierlich zu beteiligen."
  • Südkurier: Kulturen haben ihre Grenzen (Diana Schmidt-Pfister) "Spontane Initiativen wie das 'GuttenPlag Wiki' und einige Blogs bedeuten nicht nur eine grundsätzliche Änderung im Verfahren, welches der alleinigen Zuständigkeit der Fachexpertise enthoben wird, sondern stellen auch die Betroffenen unter nie dagewesenen öffentlichen Druck. Dass die Bayreuther Uni sich zur Bekanntgabe eines Urteils bewegen ließ, obwohl das interne Prüfungsverfahren noch läuft, ist ein überdeutliches Zeichen."
  • ZEIT ONLINE: Soziale Netzwerke: Facebookratie (Matthias Stolz) "Aber plötzlich funktioniert diese Demokratie anders. Zum ersten Mal in Deutschland spürbar im Fall Guttenberg. Nicht der Spiegel hat ihn aus dem Amt gedrängt, und Bild hat ihn auch nicht im Amt gehalten. Über Guttenbergs Schicksal bestimmten am Ende eher Leute, die übers Internet zusammenkamen: die Plagiatsrechercheure der Seite GuttenPlag."




15. März 2011 Bearbeiten

  • Le Post: Karl-Theodor zu Guttenberg: le Dr plagiat (FrancoisL) "Il faut dire que le baron a fait fort : un wiki (site communautaire), GuttenPlag, a été créé pour recenser tous les passages plagiés. Sur 475 pages, seuls deux passages conséquents (les 15 premières et les 60 dernières) sont sans aucun doute du vrai Guttenberg. En d’autres mots, toute l’analyse est au mieux litigieuse, au pire textuellement plagiée sur des auteurs, principalement de langue anglaise."




16. März 2011 Bearbeiten

  • Internet-Briefing.ch: Soziale Medien verändern die Regeln der Politik (Markus Hegi) "Die ungeheure Geschwindigkeit des Internets lässt sich exemplarisch an Guttenberg sehen: Es gab Aussagen in seiner Verteidigungsrede, die fast während seiner Rede wiederlegt waren – auf Twitter und mit entsprechenden Links auf die Fakten. Und schon wenige Stunden später war wohl fast die gesamte Rede überholt durch zahlreiche neue nachgewiesene Plagiatsstellen, welche Blogger weltweit auf Guttenplag zusammentrugen."




17. März 2011 Bearbeiten

  • Business Village: Wer die Kurve nicht kriegt, fliegt raus (Constantin Sander) "Zu diesem Zeitpunkt hatte die Internet-Initiative GuttenPlag-Wiki allerdings schon zahlreiche weitere Plagiatsstellen im Netz offengelegt, die den Standpunkt des Ministers als unhaltbar erkennen lassen. Diesen deutlichen Warnschuss haben auch die Verantwortlichen im Umfeld des Ministers offensichtlich nicht gehört oder wollten ihn nicht hören. Dass sich der Fokus des Betroffenen unter dem öffentlichen Druck verengte und seine Handlungsweise beeinträchtigte, ist verständlich. Dass aber das ihn umgebende System hier kläglich versagte, indem es seine offensichtlich unhaltbaren Positionen noch stützte, ist erschreckend" (kostenlose Registrierung erforderlich)
  • ZEIT ONLINE: Crowdsourcing: Die Formel Guttenplag (Martin Ganteföhr) „Die öffentliche Fahndung könnte zum Trend werden. Allerdings funktioniert die Jagd auf Plagiate nur unter bestimmten Bedingungen so gut wie bei Guttenberg." [...] Das besondere an GuttenPlag ist sein Erfolg. Selbst jetzt noch doktern die Fahnder an den Details der Abschreiberei herum. Der Befund war schon am 1. März vernichtend: Auf 76,34 Prozent stand da der Klau-Zähler. Aber bei GuttenPlag will man es genau wissen, exakt bis in die zweite Nachkommastelle. Die Energie, die die Hobbyermittler aufwenden, könnte vermutlich noch ein Dutzend weitere Plagiatsjagden zum Erfolg führen. [...] In der Tat hat GuttenPlag es verstanden, die Medienreaktionen zur Verstärkung seiner Arbeit zu nutzen, nach innen wie nach außen. Ein Pressespiegel, der Fahndern, Medien und Voyeuren die Relevanz der Jagd zeigte, wurde mit viel Aufwand gepflegt, unterstützt von Visualisierungen, etwa von einem Fortschrittsbalken mit dem aktuellen Fahndungserfolg. Spielerische Elemente wie Ranglisten, Punktekonten, Auszeichnungen und zeitkritischen Aufgaben ('Zwischenberichte') motivierten die Fahnder zusätzlich."




18. März 2011 Bearbeiten

  • moderne-unternehmenskommunikation.de: Guttenbergs Crowd. Oder: Wie das Web 2.0 politische Diskussionen verändert.(mrosin) "Im Fall Guttenberg ist die massenhafte Mobilisierung zwecks breitenwirksamer Aktionen am schnellsten und effizientesten mithilfe der kommunikativen Möglichkeiten des Webs gelungen. Selbstredend bedarf es neben der technischen Plattform eine gemeinsame 'Leit-Motivation', welche in der maßgeblichen Zielgruppe durch die bereits vor der Affäre vorhandene Medienpräsenz des Ministers schnell gefunden war. Und es braucht auch im Netz immer einen, der sozusagen den „Stein ins Rollen bringt“. Gestartet hat das Guttenberg-Crowdsourcing ein junger Doktorand, der die Netzgemeinde dazu aufrief, mitzuarbeiten an einer 'kollaborative[n] Dokumentation der Plagiate'. In kürzester Zeit konnten die User über die so ins Leben gerufene Plattform GuttenPlag Wiki auf 82% aller Seiten der Dissertation Plagiatsstellen veröffentlichen und kategorisieren. Einen wichtigen mobilisierenden Effekt hatte für diesen Erfolg vor allem das 'Sprachrohr' des Wikis: der Twitter-Account des Gründers informierte über den aktuellen Stand der Dinge und kommunizierte laufend neue Aufgaben an die Unterstützer."




20. März 2011Bearbeiten

  • boersenblatt.net: Dankesrede zum Alfred-Kerr-Preis Die Dankesrede der Preisträgerin Ina Hartwig wird abgedruckt, in ihr findet sich u.a. folgender Satz: "Insofern ist es eine erstaunliche und im demokratischen Sinne schöne und beruhigende Pointe, dass am Ende die Beharrungskräfte der Textkritik – einer kollektiven, radikal nicht-kommerziellen, idealistischen Textkritik, Stichwort 'GuttenPlag' – über die 'nervöse Tigernervosität' triumphieren konnten."
  • carta: Medienlinks zum Wochenstart: Optionen an der Bezahlmauer Die Seite stellt Medienlinks zusammen. Guttenplag erscheint unter "Warum Guttenplag funktioniert hat, andere Plagiat-Crowdsourcing-Plattformen nicht" mit einer Rezension und dem Link zu dem Artikel von Martin Ganteföhr bei ZEIT Online (siehe oben, 17. März 2011).
  • suite101 - das Netzwerk der Autoren: Die Affäre um Karl-Theodor zu Guttenberg und die Folgen (Melitta Konopka) "Trotz des schwindenden Rückhalts in den Regierungsparteien waren es jedoch nicht politische Gründe, die zu Guttenberg zum Rücktritt zwangen, sondern es war die geballte Macht von Wissenschaft und Internet, vor der zu Guttenberg schließlich kapitulierte. So hatten Guttenberg-Kritiker aus der Wissenschaft die Webseite 'GuttenPlag Wiki' gegründet, um dort Plagiatsstellen aus zu Guttenbergs Doktorarbeit zu sammeln, die von freiwilligen Helfern - darunter viele Doktoranden - aufgespürt wurden.Diese allgemein zugänglichen Fakten wirkten – so der Medienökonom Robin Meyer-Lucht – wie eine klaffende Wunde der Selbstinszenierun des Ministers. [...] Dass der Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenbergs vom Amt des Verteidigungsministers und dessen Vorgeschichte Ereignisse waren, die die Gemüter in Deutschland über alle Maßen erregt und zur Etablierung des Internet als „fünfte Gewalt im Staat“ geführt haben, ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich wohl noch nie in Deutschland eine solche Kluft aufgetan hat zwischen dem Erscheinungsbild eines Politikers, den Ansprüchen, die er scheinbar an sich selbst und an sein Amt gestellt hat, und seinem tatsächlichen Handeln."




21. März 2011Bearbeiten

  • Deutschlandradio: Fernsehen und Internet als Partner (Ludger Fittkau) - Mainzer Tage der Fernsehkritik mit Debatten über Facebook und Guttenplag - "Das heißt im Klartext: Die Recherchen von 'Guttenplag' im Internet haben dazu geführt, dass der Bayreuther Rechtsgelehrte Oliver Lepsius im 'Heute Journal' klipp und klar von einen Betrugsfall sprechen konnte und damit den Rücktritt zu Guttenberg mit erzwungen hat. Ein schlagendes Beispiel für die neue Kooperation von chaotischer Schwarmintelligenz im Internet mit der abwägenden journalistischen Entscheidung der hierarchischen Organisation Fernsehen - wie Harald Lesch die beiden Medien in Mainz strukturell voneinander abgrenzt. Damit sind dann auch die politischen Grenzen einer Verschmelzung von TV und Internet gesteckt."




23. März 2011Bearbeiten

  • WELT ONLINE: Mainzer Tage der Netzkritik (Ekkehard Kern) "'Wissen, was zählt - Wenn Fernsehen und Internet verschmelzen' hat das für seine Leichtfüßigkeit bekannte zweite Programm seinen kleinen Mediengipfel genannt - zu Recht. Denn Internet und Fernsehen verschmelzen tatsächlich. [...] Man denke nur an die von Twitter unterstützte 'Revolution 2.0', die das Mubarak-Regime zum Sturz brachte und an die effektive Wiki-Maschinerie 'Guttenplag', die eindrücklich vor Augen führte, dass auch in Deutschland Mächtige spielend in die Knie zu zwingen sind."




24. März 2011Bearbeiten

  • Bundestag: Rede von Krista Sager (Grüne) Wissenschaftliche Redlichkeit und die Qualitätssicherung bei Promotionen stärken (Vorabdruck) "Die Plagiats-Affäre hat aber auch Lücken in der Qualitätssicherung bei Promotionen offenbart. Es waren nämlich erst der vierte Guttenberg-Rezensent sowie das Wiki GuttenPlag, die den Diebstahl geistigen Eigentums aufdeckten. Zuvor konnte die Dissertation die Gutachter und den Prüfungsausschuss der Universität Bayreuth ohne jede Beanstandung und sogar mit dem Prädikat 'summa cum laude' durchlaufen."




25. März 2011Bearbeiten

  • netzpolitik.org: Der kurze Frühling von OpenData (Lorentz Matzat) "Innerhalb kürzester Zeit fanden sich auf der Website GuttenPlag viele Personen zusammen; im zehnten Jahr der Wikipedia sind so einige Internetuser geschult in der Nutzung eines Tools wie des Wikis. Nun stelle man sich vor, eine solche adhoc zustande gekommene Gruppe widmet sich themenbezogen großen OpenData-Sätzen der Regierungen. Bearbeitet diese systematisch mit Softwaremaschinen, gräbt in Zusammenhänge hinein und analysiert politische Vorgänge."
  • SPIEGEL ONLINE: "Buckeln vor dem Minister" (Juliane Frisse) "Hrachovec, Weber und der Linzer Wissenschaftsforscher Gerhard Fröhlich haben unterdessen die 'Initiative Transparente Wissenschaft' ins Leben gerufen. Nach dem Vorbild des GuttenPlag Wikis haben sie ein Wiki eingerichtet, in dem verdächtige Stellen in Hahns Arbeit zusammengetragen werden sollen."




26. März 2011Bearbeiten

  • stltoday.com (USA): Founder sees Wikipedia as an exercise in global democracy - Jimmy Wales, Wikipedia-Gründer & Wikia-Co-Gründer, besuchte gestern die Washington University (Marlon A. Walker) "He also gave a glimpse into Wikia, a free web-hosting site where people can create wikis, or bunches of interlinked web pages using more simplified coding. A wiki was used recently to determine exactly how much of German Defense Minister Karl-Theodor zu Guttenberg's doctoral dissertation was the product of plagiarism. Those who worked on that wiki found information on more than two-thirds of the document had been lifted from other sources', Wales said. 'After news began to spread of the wiki, it went from 'zero to a million page views,' Wales said."
  • taz.de: Die Kritik darf nicht aufhören (Abdruck der Dankrede von Ina Härtwig bei Verleihung des Alfred-Kerr-Preises") "Der Antiintellektualismus und Antielitismus, der in der Guttenberg-Affäre zutage trat - gerichtet gegen eine wissenschaftliche Community, deren Beharren auf selbstverständlichen Standards von erschreckend weiten Kreisen der Lächerlichkeit preisgegeben werden sollten -, konnte einem vorkommen wie eine Wiederkehr der Dreyfus-Affäre unter verdrehten Vorzeichen. Insofern ist es eine erstaunliche und im demokratischen Sinne schöne und beruhigende Pointe, dass am Ende die Beharrungskräfte der Textkritik, einer kollektiven, radikal nichtkommerziellen, idealistischen Textkritik - Stichwort 'GuttenPlag' -, über die 'wütende Tigernervosität' triumphieren konnten. Das textkritische Kollektiv machte es wie Alfred Kerrs Berliner Wirt; es hielt ein Plakat hoch, auf dem stand: 'Hier darf nicht geklaut werden'."




27. März 2011Bearbeiten

  • SHINMOONGO (Korea): '신정아-정운찬' vs '30대 독일국방장관' (Allg. automatische Übersetzung ins Engl.) Merkel und andere Politiker setzten sich für den Verbleib für von zu Guttenberg ein. Aber ein paar Politiker konnten nicht die Macht vieler Einzelner bezwingen. Mit dem offenen Brief der Doktoranden und durch das GuttenPlag Wiki wurde Druck ausgeübt. Mit dieser Macht des Internets haben die deutschen Wissenschaftler zu Guttenberg zum Rücktritt gezwungen. Der Druck auf den Politiker kam durch die kollektive Macht zur Geltung. Sie war größer als die Macht einzelner Politiker.




28. März 2011Bearbeiten

  • Stern.de: Comeback des Politischen - Von wegen Wutbürger (Florian Güßgen) "Das politische Engagement erlebt einen bemerkenswerten Frühling. Erst reizte Stuttgart 21, dann mobilisierte die Affäre Guttenberg, jetzt bewegt die Katastrophe von Fukushima. [...] Aber jede Regierung muss nun zumindest damit rechnen, schneller beim Lügen erwischt zu werden als früher - und dann sofort im anhaltenden, wuchtigen "Shitstorm" zu stehen. Der Erfolg vonGuttenPlag Wiki in der Guttenberg-Affäre ist dafür nur ein Indiz. Eine Regierung, die wiederholt die Unwahrheit verkündet, motiviert nun nicht nur Zigtausende Kontrolleure zur Zusammenarbeit im Netz."




29. März 2011Bearbeiten

  • Blog für wissenschaftliche Redlichkeit: VroniPlag Wiki funktioniert – Eine erste kleine Plag-Wiki-Bilanz "Begonnen hat alles mit dem fulminanten Erfolg von GuttenPlag Wiki, das am 17. Februar 2011 gegründet wurde, maßgeblich am raschen Rücktritt von Verteidigungsminister Guttenberg beteiligt war und mit heutigem Datum 2.277 Seiten umfasst – Aktivität ungebrochen."
  • ZEIT ONLINE: Emanzipation durch Computer (Johannes Thumfart) "Ob in Betrieben, Universitäten oder in der Politik – die Kommunikationstechnologie hilft heute, Grenzen zwischen Menschen zu überwinden, vor allem solche hierarchischer Natur." Jüngste Beispiele dieser Entwicklung seien Wikileaks, Guttenplag und die arabischen Revolutionen.




30. März 2011Bearbeiten

  • Bayerisches Fernsehen: Die Plage mit den Plagiaten (Astrid Halder) Die Plage mit den Plagiaten - mit Bericht über GuttenPlag Wiki. Programmankündigung schriftlich: "Und täglich grüßt das Murmeltier: Schon wieder gibt es Plagiatsvorwürfe zu einer Doktorarbeit. Diesmal gehört sie Stoiber-Tochter Veronica. Hatte der Fall Guttenberg eigentlich überhaupt Konsequenzen auf Uni-Seite? Oder darf immer noch jeder herumdoktern wie er will?" (Video)
  • Berliner Gazette: Konturen der Transparenz: Micah Sifrys Buch "Wikileaks and the Age of Transparency (Christoph Bieber) "Das Guttenplag-Wiki als Vorzeige-Transparenz-Projekt Es fällt auf, dass kein einziges Beispiel aus Deutschland den Weg in Sifrys umfangreiche Sammlung gefunden hat – Kroatien, Kenia oder Indien finden dagegen Erwähnung. In Deutschland sind vorzeigbare Projekte gerade erst im Entstehen oder sehen sich mit Widerständen von öffentlicher Seite konfrontiert. In einem spektakulären Fall hatten deutsche “Transparenz-Aktivisten“ jedoch einfach Pech, denn das Sifrys Ansprüchen sicher gerecht werdende Guttenplag-Wiki kam ein paar Tage zu spät. Diese offene Untersuchungsplattform für die Dissertation des zurückgetretenen Verteidigungsministers erfüllt nämlich genau jene Kriterien und Mechanismen, die Sifry für Transparenz-Projekte geltend macht. Das Guttenplag-Wiki hat den gemeinschaftlichen Arbeitsprozess erfolgreich vereinfacht (...) und jederzeit ausführlich über die eigenen Arbeitsbedingungen und Hintergründe informiert."
  • SPEIGEL ONLINE: Plagiatsvorwurf gegen Stoiber-Tochter (Jonas Leppin und Markus Verbeet) "Die peinliche Plagiatsaffäre von Karl-Theodor zu Guttenberg geriet in den vergangen Wochen beinahe in Vergessenheit. Plagiat in der Jura-Arbeit des Ex-Ministers? War da was? Besonders befördert hatten die Enthüllungen in der Arbeit des Verteidigungsminister viele anonyme Helfer im Internet, die im GuttenPlag Wiki Beleg um Beleg für abgekupferte Passagen sammelten."




31. März 2011Bearbeiten

  • DRadio Wissen: Plagiatsvorwurf gegen Stoiber-Tochter (Thomas Reintjes) GuttenPlag-Bilanz: "Im bislang prominentesten Internetcommunity-Aufdeckungsblog GuttenPlag sieht die Bilanz zum heutigen Stand so aus: Auf 94 Prozent der Seiten wurden Plagiate gefunden. Jetzt sollen alle Seiten nochmal doppelt überprüft werden, 144 Seiten haben das bereits durchlaufen und sind nach Aussage der Seite damit 'qualitätsgesichert'. Am Ende dieser doppelten Überprüfung soll ein Abschluss-Bericht stehen, an dem jeder mitwirken kann. Das Verfahren läuft so, dass man im Internet eine bestimmte Fundstelle präsentiert bekommt, um zu bewerten, ob sie richtig kategorisiert wurde."
  • suite 101 de: Ist die Dissertation von Stoiber-Tochter Veronica ein Plagiat? (Dr. Claudia von Gerstenberger) "Die Plagiatjäger bei 'GuttenPlag-Wiki' und 'Plagiapedia-Wiki', die maßgeblich zum Rücktritt des CSU-Verteidigungsministers beigetragen hatten, kündigten danach an, weitere Dissertationen bekannter Persönlichkeiten auf Plagiate und Urheberrechtsverletzungen hin zu überprüfen."
  • Tagesspiegel: Stoiber-Tochter unter Plagiatsverdacht (ho) "Nach dem in der Guttenberg-Affäre bekannt gewordenen Vorbild 'GuttenPlag-Wiki' haben Netz-Aktivisten eine neue Webseite geschaffen, die sich kritisch mit der Doktorarbeit von Veronica Saß beschäftigt. [...] Im Verlauf der Plagiatsaffäre Karl-Theodor zu Guttenbergs hatte das GuttenPlag-Wiki eine herausragende Rolle beim Zusammentragen der plagiierten Textstellen gespielt."




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