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GuttenPlag Wiki

Pressespiegel: Versuche der Rechtfertigung und Bagatellisierung des Plagiarismus

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... sowie: Diskreditierung der kollaborativen Plagiatdokumentation

VorbemerkungBearbeiten


Newspapers
Diese Seite ist noch ein Stub! 'Erstoption' auf die Formulierung des Vorwortes liegt bei Benutzer Kreuzritter. (Die Seite wurde auf seine Anregung hin eingerichtet.) -- Mr. Nice 02:03, 14. Mai 2011 (UTC)

Ich lasse das mal noch für eine gewisse Zeit der Eingewöhnung so stehen, insbesondere um Adressaten für Rückfragen erkennbar zu machen. Kreuzritter 00:04, 6. Jun. 2011 (UTC)


Die hitzigsten Verteidiger einer Wissenschaft, die nicht den geringsten scheelen Seitenblick auf dieselbe vertragen können, sind gemeiniglich solche Personen, die es nicht sehr weit in derselben gebracht haben und sich dieses Mangels heimlich bewußt sind.

(Lichtenberg, Aphorismen, ~1776)


Diese Seite soll den Wettstreit der Meinungen, aber auch eher neutrale Berichterstattung sowie Interviews in den ‚Holzmedien’, Fernsehen, Radio wie im Internet breit gefächert reflektieren. Dabei soll keine Vollständigkeit angestrebt werden, sondern eine Art typologischer Streifzug durch die Medienlandschaft zum Thema der kollaborativen Plagiatdokumentation und generell des Plagiarismus. Folgerichtig sind die Plattformen, welche für diese Dokumentation bereitgestellt sind, ob GuttenPlag Wiki, ob VroniPlag Wiki oder wie die nachfolgenden Projekte alle auch heißen bzw. heißen werden, kein Einschließungs- bzw. Ausschließungskriterium. Zeitgeschichtlich kann ohnehin niemand dem Projekt GuttenPlag und der ihm dienenden Plattform GuttenPlag Wiki den Prototyp-Charakter in Sachen netzgestützter Plagiatuntersuchung und –dokumentation mehr nehmen.

Diese Bewertung wurde am 22.06.2011 mit der zweifachen Auszeichnung in den Kategorien Spezial (Rang 1) und Publikumspreis (Rang 2) bei der Verleihung der Grimme Online Awards deutlich unterstrichen (Qualität im Internet - Plagiate-Wiki gewinnt Grimme-Online-Award).

Hinweis: Entscheidendes Kriterium für die Einstellung von medialen Äußerungen ist nachdem also, dass ein klarer Bezug auf den Titel der Seite gegeben sein muss, egal ob die Äußerung mehr dem ‚Pro’, dem ‚Contra’ oder einer eher neutralen oder ambivalenten Position (Chancen vs. Risiken) zuzurechnen ist. Es geht also um unterschiedliche Arten der medialen Abhandlung des Themas Plagiarismus und insbesondere dessen kollaborativer Untersuchung und Dokumentation.

Die Syntax der Einträge lässt sich unschwer anhand der Gleichförmigkeit der eingestellten Medienbeiträge ablesen.

AktuellesBearbeiten



Kritische Einrede, Rechtfertigung und BagatellisierungBearbeiten


  • Wiki-Watch Blog 18.06.2011: Plagiate im VroniPlag: „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher.“ (WikiCounselor) "In der Nachfolge von GuttenPlag Wiki haben sich die selbst ernannten Ermittler von VroniPlag Wiki aufgemacht, die Welt zu verbessern und schonungslos Plagiate aufzudecken. Wer dabei hofft, in Zukunft gäbe es weniger Plagiate, irrt. Denn VroniPlag erzeugt selbst unzählige.“
  • EurActiv.de 17.05.2011: Plagiatsaffären: Alvaro (FDP) greift "VroniPlag" an (awr) Guttenberg, Koch-Mehrin, Chatzimarkakis - Plagiatsfahnder setzen mit ihren Analysen im Internet Politiker unter Druck. Der FDP-Europaabgeordnete Alexander Alvaro schlägt nun zurück. Mit der Internetplattform VroniPlag werde das anonyme Denunziantentum zum gesellschaftlich akzeptierten Sport. Unterdessen steigt die Zahl der verdächtigen Stellen in der Doktorarbeit von Jorgo Chatzimarkakis dramatisch.
  • Sprengsatz.de 17.05.2011: Die Jäger müssen sich stellen (Michael Spreng) "Natürlich sind die Motive des FDP-Europaabgeordneten Alexander Alvaro durchsichtig und parteiisch, wenn er die Internet-Plattform “VroniPlag” angreift. Schließlich ist nach Silvana Koch-Mehrin mit Jorgo Chatzimarkakis schon der zweite Fraktionskollege im Visier der Plagiatsjäger. Täglich erhöht sich die Zahl der Seiten seiner Doktorarbeit, die angeblich ohne oder ohne korrekte Quellenangabe abgeschrieben worden sind. Aber Alvaro hat recht, wenn er das anonyme Denunziantentum im Internet angreift. Er wirft den Plagiatsjägern vor, sie wollten sich nicht an den eigenen Ansprüchen transparenter Arbeit messen lassen. Alvaro: “Wer andere an den Pranger stellt und vorverurteilt, muss das mit offenen Visier tun".
  • Handelsblatt 16.05.2011: Uni prüft Chatzimakis Doktorarbeit "Flucht nach vorne: FDP-Politiker Jorgo Chatzimarkakis hat die Uni Bonn gebeten, seine Doktorarbeit zu überprüfen. Sie steht unter Plagiatsverdacht. Unterdessen erhält er Rückendeckung aus den eigenen Reihen."
  • Hamburger Abendblatt 13.05.2011: Die Besserwisser sind so schlimm wie die Betrüger (Armgard Seegers) "Mit den Aufklärern der Plagiatsfälle Guttenberg und Koch-Mehrin stimmt etwas nicht. Abendblatt-Autorin eröffnet Debatte über moderne Blogwarte." <kostenpflichtig>
  • SPIEGEL ONLINE Netzwelt 12.05.2011: Webjagd auf Promidoktoren - Im Visier der Plagiate-Polizei (Konrad Lischka und Matthias Kremp) "Guttenberg, Koch-Mehrin, Stoibers Tochter, wer kommt als nächstes? Plagiatsjäger im Netz feiern ihre Erfolge im Kampf gegen den Doktor-Schmu. 200 andere Prominente könnten das nächste Ziel der Dissertationsprüfer sein - allzu oft aber haben sie außer pauschalen Verdächtigungen nichts zu bieten."
  • Die Zeit 03.05.2011: Warum viele Plagiatsvorwürfe nicht haltbar sind (Rafael Wawer) "Plagiatoren scheinen derzeit schnell ausgemacht. Doch ist es wirklich so einfach? Viele Vorwürfe sind obsolet, meint Rafael Wawer. Eine sprachphilosophische Spurensuche"
  • Welt am Sonntag 17.04.2011: Jeder Doktorand ein kleiner Hochstapler (Michael Stürmer) "Ein Professor plaudert aus dem Nähkästchen: Michael Stürmer warnt vor inquisitorischem Vorgehen und hält viele Plagiatsvorwürfe für überzogen. Droht nun der Terror der Fußnoten?"
  • V.i.S.d.P. 14.04.2011: Skandal oder Pillepalle? (Hajo Schumacher) "V.i.S.d.P.-Herausgeber Hajo Schumacher über die merkwürdigen Plagiatsermittlungen gegen Silvana Koch-Mehrin"
  • Südwest Presse 03.03.2011: Digitale Lynchjustiz (Christoph Faisst) " Er [gemeint: PlagDoc/kr] und seine Mitstreiter, die Guttenbergs Dissertation Seite für Seite seziert haben, haben allen staatlichen Stellen die Arbeit abgenommen: als Ermittler, Ankläger, Richter, Vollstrecker in eigener Sache und - anders als die Justiz es getan hätte - als kollektive Missachter der Unschuldsvermutung." "Denn die namenlose Meute, die für sich in Anspruch nimmt, der Wahrheit zu dienen, ist kein Instrument der Gerechtigkeit, sondern ein selbstermächtigter Mob, der sich anmaßt zu tun, was in einem Rechtsstaat allein den dazu berufenen Institutionen zusteht." (Zwei kleine 'Appetizer' aus dem Inhalt. (kr))
  • Vossischer Blog 01.03.2011: Des Freiherrn Einsamkeit inmitten des kommunistischen Agit-Props „Kolossal gelungen ist die ganze Verunglimpfung des einst strahlenden westdeutschen Bundesministers aufgrund seines Doktortitels, den er angeblich mit einer Doktorarbeit erworben hat, die als Plagiat bezeichnet worden ist, obwohl doch Doktorarbeiten insbesondere in humanistischen Wissenschaften nichts anderes sein können als Sammlungen von Zitaten, Statistiken, Doktrin und zusammenfassenden und aufarbeitenden Kommentaren.“
  • ZEIT Online 24.02.2011: Doktor a.D (Giovanni di Lorenzo) "Reicht es, wenn Karl-Theodor zu Guttenberg auf seinen akademischen Titel verzichtet?"
  • RP ONLINE 19.02.2011: Zu Guttenberg nicht abschreiben (Sven Gösmann) Kommentar. "Viele der Jakobiner, die sich da lauthals empören, sitzen im Glashaus, allen voran [...] jene ‚Internet-Ermittler‘, die selber immer fröhlich das Urheberrecht missachten. Anders als sie jedenfalls hat Guttenberg Fehler eingeräumt und sich seinen Kritikern gestellt. Wofür, wenn nicht für ein solches Verhalten, hat ein Politiker eine zweite Chance verdient?“


Sachberichte / Meinung ('Weder - Noch' / Einerseits, andererseits) Bearbeiten


  • Deutschlandradio Radiofeuilleton 29.07.2011: Plagiatsgutachter: Althusmann ist nicht mit zu Guttenberg vergleichbar "Stefan Weber fordert differenzierte Betrachtung von Betrugsvorwürfen“ (Interview: Dieter Kassel) »Man müsse unterscheiden zwischen einem "glasklaren Plagiat" wie bei Karl Theodor zu Guttenberg und einer "Umschreib-Unkultur" wie bei Althusmann, sagt Weber. Jene Differenzierung werde in den Medien eigentlich nicht vermittelt, sodass ein falsches Bild entstehe: "nämlich jenes, dass diese Doktorarbeiten jetzt alle gefälscht wären. Das ist nicht der Punkt. Ich glaube, hier haben wir im Moment eine Fehlentwicklung."«
  • presseportal.de 27.07.2011: Rheinische Post: Plagiat-Suche (Kommentar: Reinhold Michels) "Richard Wagner wird das Zitat zugeschrieben, Deutschsein heiße, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun. Man wird den Verdacht nicht los, dass die Spürnasen, die in Doktorarbeiten sehr oder halbwegs prominenter Politiker nach Unkorrektheiten schnüffeln, mit heiligem Ernst einen neuen Nationalsport betreiben.“ [...] "Wer seinen Doktorhut wegen Tricks und Täuschungen verliert, muss auch den politischen Hut nehmen. Ob allerdings fehlende An- und Abführungszeichen oder die etwas leichthändige Art des Zitierens einer Dissertation ihren Wert und dem Verfasser seine Doktorwürde nehmen, bedarf des Nachdenkens. Und nicht so sehr teutonischen Übereifers.“
  • Bild.de 16.07.2011: „VroniPlag“wer sind die Plagiatjäger? (Franz Solms-Laubach) »Sie bringen die Akademiker im Bundestag zum Zittern: die Internet-Aktivisten von „VroniPlag“. Doch wer sind die Plagiatjäger von Chatzimarkakis und Co.?«
  • TechReview.de 14.07.2011: Software findet Plagiate automatisch (Karl Koreander) "Selbst die beste manuelle Recherche scheitert, wenn 120 Millionen Dokumentenpaare auf Plagiate zu prüfen sind. Genau darin bestand die Herausforderung beim 5th International Workshop on Uncovering Plagiarism, Authorship, and Social Software Misuse PAN'11, an dem Dr. Cristian Grozea vom Fraunhofer FIRST und Dr. Marius Popescu von der Universität Bukarest teilnahmen und mit ihrer Software den zweiten Platz bei der externen Plagiatsanalyse belegten.“
  • fudder.de 13.07.2011: Was sich an der Uni Freiburg im Umgang mit Plagiaten geändert hat "Vor vier Monaten löste der Plagiatsfall Karl-Theodor zu Guttenberg eine ganze Lawine von weiteren Plagiatsvorwürfen gegenüber Politikern und Akademikern aus. Auch die Uni Freiburg war betroffen. Um in Zukunft Plagiate zu vermeiden, gibt es hier seit Juni eine neue Satzung, mit der die Leitlinien zur Redlichkeit in der Wissenschaft überarbeitet wurden. Was sich in Freiburg getan hat und wie einzelne Fakultäten sich engagieren: …“
  • SPIEGEL ONLINE 06.07.2011: CDU-Parlamentarier Pröfrock verliert Doktorgrad (seh/dapd) "Der baden-württembergische CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Pröfrock hat in seiner Dissertation in erheblichem Umfang aus dem Internet kopiert und die Stellen nicht kenntlich gemacht. Die Uni Tübingen entzog ihm darum jetzt den Doktor. Parlamentsfrischling Pröfrock will sein Mandat nicht aufgeben.“
  • ZEIT ONLINE 06.07.2011 (19:25): Kultusminister Althusmann wegen Doktorarbeit unter Druck "Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann gerät wegen seiner Doktorarbeit unter Druck. Plagiatsjäger werfen ihm zahlreiche Fehler beim Zitieren fremder Quellen vor. Der CDU-Politiker entschuldigte sich am Mittwoch für mögliche handwerkliche Fehler, versicherte aber, er habe an keiner Stelle von anderen Wissenschaftlern abgeschrieben, ohne das zu kennzeichnen.“ (Quelle: dpa)
  • ZEIT ONLINE 06.07.2011 (10:25) Trübe Quellen / Die Technik des verschleierten Kopierens "Ausgerechnet der niedersächsische Bildungsminister Bernd Althusmann bediente sich in seiner Doktorarbeit fremden geistigen Eigentums. Ist sie deshalb ein Plagiat – oder nur schlampige Wissenschaft? Die Kultusministerkonferenz (KMK) ist das oberste Gremium der Bildungspolitik in Deutschland. Als ihr vornehmstes Mandat sichert sie die »Qualitätsstandards in Schule und Hochschule«, so steht es auf der KMK-Homepage. Jedes Jahr trägt ein anderer Landespolitiker für diese wichtige Aufgabe die oberste Verantwortung. Zurzeit amtiert als KMK-Präsident Dr. rer. pol. Bernd Althusmann, der Kultusminister von Niedersachsen. Nun eröffnet sich dem Politiker ein besonders geeignetes Feld, seiner Verpflichtung zur Qualitätssicherung nachzukommen: die eigene wissenschaftliche Vergangenheit.“ [ … ] "Wann wird aus einer zulässigen Übernahme eine unzulässige Kopie? Genau diese Fragen wirft Bernd Althusmanns Dissertation exemplarisch auf.“ (S.1) [ … ] Der Autor des Artikels sieht in der Dissertation von Althusmann ein Beispiel, wo übliche Plagiaterkennungsmethoden an ihre Grenzen stoßen: "Die starren Algorithmen der Internetsuchmaschinen und Prüfprogramme schlagen hier nicht an.“ (S.2)“
  • RP-ONLINE 06.07.2011: Plagiatdie Taktik der Doktoren (Philipp Jacobs, Gregor Mayntz) "Nach Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und Silvana Koch-Mehrin (FDP) sind nun die FDP-Politiker Jorgo Chatzimarkakis und Bijan Djir-Sarai mit ihren Doktorarbeiten ins Visier geraten. Der Europa-Politiker tritt die Flucht nach vorne an, doch auch über ihn scheint der Stab längst gebrochen.“
  • Borkener Zeitung 28.06.2011: Münsterischer Professor macht Jagd auf Plagiate - „Politiker, zeigt her eure Doktorarbeiten“ (Karin Völker) [ … ] " … Kamenz, der der Wissenschaftlerzunft generell in Sachen akademischer und sonstiger Redlichkeit auf die Finger klopft, hat am Wochenende alle 114 Doktortitelträger unter den Abgeordneten des Deutschen Bundestages persönlich dazu aufgefordert, ihm ihre Dissertation zur Überprüfung zur Verfügung und die Arbeit auch ins Internet zu stellen.“
  • taz.de 27.06.2011: "Wir müssen genauer hinschauen" (Interview mit Margret Wintermantel, Vorsitzende Hochschulrektorenkonferenz/Interviewerin: Anna Lehmann) Ein kleiner Ausschnitt: taz: »Ist es nicht peinlich für die Unis, dass diese Betrugsfälle durch eine Riege von ehrenamtlichen Internetdetektiven aufgedeckt wurden und hochdotierte Professoren nichts gemerkt haben?« Margret Wintermantel: »Es stimmt nicht, dass die Hochschulen erst durch "Internetdetektive" auf Plagiate aufmerksam wurden. Auch im Fall Guttenberg kam der erste Impuls aus der Wissenschaft. Es hat in der Wissenschaft wie in anderen Lebensbereichen leider immer Betrügereien gegeben. Und auch früher wurden Plagiate aufgedeckt. Wir haben diese schlimmen Fälle nicht gebraucht, um genauer auf die Doktorarbeiten zu schauen.«
  • volksfreund.de 19.06.2011: Doktorprüfung mit eigenem Rechtsanwalt (wk) "Mehr als zehn Jahre nach der Abgabe seiner Doktorarbeit muss sich der liberale Politiker Jorgo Chatzimarkakis heute an der Uni Bonn für sein Werk rechtfertigen - weil Plagiatsfahnder ihn als Abschreiber beschuldigen.“ […] »"Die Dissertationsschrift von Jorgo Chatzimarkakis erfüllt in keiner Hinsicht die Anforderungen, die an eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit zu stellen sind", sagt der Entdecker von Chatzimarkakis\' mutmaßlichem Plagiatswerk. Er nennt sich KayH und veröffentlicht seine Erkenntnisse nur unter diesem Pseudonym bei VroniPlag. Das ist eine Online-Plattform, auf der Textstellen von Doktorarbeiten dokumentiert werden. Eine Grafik zeigt dort an, dass Chatzi, wie der Liberale sich manchmal selbst nennt, knapp 72 Prozent des Textes abgekupfert haben soll. Daher vergleicht KayH die Arbeit mit Guttenbergs Dissertation, er nennt beide eine "durchgängige Collage fremder Texte".«
  • Potsdamer Neueste Nachrichten 18.06.2011: Potsdamer Professorin soll abgeschrieben haben (Jan Kixmüller) "Die Honorarprofessorin der Uni Potsdam, die FDP-Politikerin Margarita Mathiopoulos, und ist ins Visier der Plagiatsjäger geraten."
  • Cicero Online 17.06.2011: Doktor adeDeutschlands Elite im Visier der anonymen Plagiatspolizei (Hugo Müller-Vogg) “Ob zu Guttenberg, die Stoiber-Tochter oder jüngst Koch-Mehrin. Reihenweise werden dem bürgerlichen Lager nahestehende Personen überführt. Doch die einseitige politische Ausrichtung der Plagiatsjäger ist offenkundig und ihre Anonymität steht im Widerspruch zu einer offenen Gesellschaft.“
  • suite101.de 16.06.2011: VroniPlag Wiki - Eine kritische Anmerkung (Stephan Frey) "VroniPlag Wiki hat sich mittlerweile als Internetplattform für Plagiatjäger etabliert. Nicht nur zu Guttenberg, sondern auch Silvana Koch-Mehrin und angeblich noch 200 weitere Doktorarbeiten harren der Überprüfung durch die selbsternannten Plagiatjäger. Was ist das Ansinnen dieser Plagiatjäger? Die Wissenschaft vor unehrenhaftem Verhalten zu bewahren oder handelt es sich um eine moderne Form des Mobbings auf akademischem Niveau?“
  • sueddeutsche.de 21.05.2011: Plagiatsjäger: Konservattive nicht bevorzugtes Ziel " Die anonymen Plagiatsjäger, die eine wichtige Rolle bei der Entlarvung der abgekupferten Doktorarbeit von Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) spielten, haben es angeblich nicht speziell auf konservative Politiker abgesehen." (...) "Das Internetprojekt «GuttenPlag Wiki» ist für den Grimme Online Award nominiert. Sollte das Portal den Preis gewinnen, wollen die Aktivisten einen Stellvertreter zur Verleihung schicken." Ein Sekundärbericht unter Bezugnahme auf das Interview der Frankfurter Rundschau vom 20.05.2011 Den Ruf der Politik verbessern mit dem Initiator von GuttenPlag Wiki PlagDoc und AnnaNym. Mit dem Stellvertreter ist gemeint Tim Bartel Die Jäger der falschen Doktoren. (kr)
  • ZEIT ONLINE 16.05.2011: Bonner Nachsicht bei Plagiaten (Hermann Horstkotte) "Nun steht auch der FDP-Europapolitiker Georgios Chatzimarkakis unter Plagiatsverdacht. Die Uni Bonn ist gefragt - frühere Fälle entschied sie in bemerkenswert mildem Licht" Der Titel ließe eigentlich eine Tendenz vermuten, meint jedoch eine vergleichende Gegenüberstellung der Haltungen verschiedener Universitäten, ohne selbst kommentierend zu bewerten (kr).
  • DW-WORLD Deutsche Welle 14.05.2011: "Die Wissenschaft ist unser höchstes Gut" (Nils Naumann und Arne Lichtenberg) Interview mit dem Plagiatssucher "Dr. Martin Klicken" - "Meine Erfahrung aus vergangenen Fällen des Wissenschaftsbetrugs zeigt auch, dass die Beschuldigten regelmäßig Einschüchterungstaktiken gegen diejenigen anstrengen, die sich an der Aufdeckung beteiligen. Dabei wird viel verleumdet, mit Schmutz geworfen, verklagt usw." (...) "Während meiner Arbeit mit wissenschaftlichen Veröffentlichungen habe ich gar nicht das Gefühl, zu kämpfen, eher zu suchen. Das mit dem "Kämpfen" ist ein ziemlich schlechtes Bild, das meines Erachtens gezielt zur Emotionalisierung und Martialisierung der Debatte eingestreut wurde. Es soll von inhaltlichen Fragen ablenken, die völlig losgelöst von der Identität der Helfer zu betrachten sind: Ist die Doktorarbeit eine Eigenleistung, oder wurde abgeschrieben?" Es sei hingewiesen auf einen ergänzenden Kommentar von Dr. Martin Klicken im Pressespiegelarchiv bei VroniPlag Archiv/2011-19 (kr)
  • DER TAGESSPIEGEL 12.05.2011: Meinung: Das falsche Maß (Jost Müller-Neuhof) "Müssen alle Politikerdissertationen durchleuchtet, sollten anonyme Internet-Plagiatsjäger mit Medienpreisen dazu angehalten werden? Muss es, wie bei den Stasi-Akten, gar eine Unterlagenbehörde geben, die unsere akademische Vergangenheit aufarbeitet?"
  • FOCUS ONLINE 14.04.2011: Plagiate: „Keine Übeltäter, sondern arme Würstchen“ (Interview Christoph Pagel) "Plagiatoren ruinieren den Ruf der deutschen Wissenschaft. Gegen sie muss entschieden vorgegangen werden, fordert der Münchner Rechtswissenschaftler Volker Rieble im FOCUS-Online-Interview. Doch auch Professoren tragen zu der Misere bei."
  • der Freitag 03.03.2011: Doktoren ohne jede Würde (Nico Schmidt) "So vielfältig die Wege zu einem Doktortitel sind, so vielfältig sind die Betrugsmöglichkeiten. Über die Qualität der Verstöße gibt es ebenfalls keine Daten, aber Veröffentlichungen wie die der DFG deuten darauf hin, dass das Plagiat die häufigste Form des wissenschaftlichen Fehlverhaltens ist. Die Aneignung fremder Textstellen ist vor allem ein Problem der Geistes- und Rechtswissenschaften.“
  • DER TAGESSPIEGEL 22.02.2011: Plagiatsdebatte: Schwarm und Schwärmer (Sonja Pohlmann) "Alles im Netz: Das "GuttenPlag Wiki" entlarvt den Betrug mit der Doktorarbeit, Fans feiern den Verteidigungsminister auf Facebook."
  • sueddeutsche.de 22.02.2011: Jagd auf Plagiate im Internet - Wir sind der Gegendruck (Martin Kotynek) “ Ihr Jagdfieber richtet sich nicht gegen Guttenberg, sondern gegen seinen akademischen Grad. Die Gründer der Plattform "GuttenPlag Wiki" kämpfen für das Ansehen wissenschaftlicher Arbeiten. Die Dimension der Täuschung ist dort für jeden nachvollziehbar.“
  • ZEIT ONLINE 21.02.2011: Guttenberg kopierte auch aus der ZEIT (David Hugendick) "Weite Teile der Dissertation des Verteidigungsministers stammen aus ungenannten Quellen, belegt die Website "GuttenPlag Wiki". Auch aus der ZEIT schrieb er ab. Mit beachtlichem Einsatz bemühen sich die Nutzer der Website GuttenPlag Wiki um die Exegese einer Doktorarbeit. Seit Donnerstag wird dort das Buch Verfassung und Verfassungsvertrag überprüft, die juristische Dissertation Karl-Theodor zu Guttenbergs." Beispiel für wohlwollende Kenntnisnahme der öffentlichen Plagiatdokumentation bei eigener Betroffenheit.
  • SPIEGEL ONLINE 25.01.2008: Plagiate in der Wissenschaft - Kopieren geht über studieren (Jens Lubbadeh) “ Warum selber arbeiten, wenn man auch abschreiben kann? Nicht nur Schüler und Studenten erliegen im digitalen Zeitalter der Verlockung der schnellen Kopie. Auch manche Wissenschaftler klauen, wo sie können. Wie viele es tatsächlich sind, haben zwei Forscher nun untersucht.“
  • ZEIT ONLINE 13.07.2007: Rächer der Kopierten (Wolfgang Luef) "In den Zeiten von Internet und Google wird in der Wissenschaft viel kopiert und plagiiert. Stefan Weber hat auf seinem Feldzug gegen die Abschreiberei schon manche akademische Karriere jäh beendet." Der Bericht über Person und Arbeit des ‚Plagiatjägers’ Stefan Weber zeichnet ein nicht ganz unproblematisches Bild eines Protagonisten der netzgestützten Plagiatdokumentation. Man beachte den Zeitpunkt: Ein Jahr zuvor hatte Frh. zu Guttenberg seine Dissertation eingereicht. (kr)


GegenredenBearbeiten


  • Augsburger Allgemeine 06.08.2011: Erschlichene Doktortitel: „Die Zahl der Fälle ist erschreckend“ "Deutschlands oberste Professorin Margret Wintermantel spricht im Interview über erschlichene Doktortitel von Politikern. Sie sorgt sich um den Ruf der Wissenschaft.“ (Michael Kerler - Interview mit Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, "über wissenschaftliches Arbeiten, Ehrlichkeit und die Konsequenzen aus der Affäre.“
  • ZEIT ONLINE 02.08.2011: Wissenschaft Bund soll Plagiatsvorwürfe prüfen (Tilmann Warnecke | Amory Burchard) "Viele Politiker sind bei ihren Doktorarbeiten des Plagiats überführt oder werden verdächtigt. SPD-Politikerin Ulla Burchardt regt eine stichprobenartige Überprüfung an.“
  • DER TAGESSPIEGEL 01.08.2011: Immer mehr Verdachtsfälle - Bund soll Plagiatsvorwürfe prüfen (Tilmann Warnecke, Amory Burchard) "Die Liste der Politiker, die bei ihren Doktorarbeiten des Plagiats überführt oder verdächtigt werden, wird immer länger. SPD-Politikerin Ulla Burchardt regt nun eine stichprobenartige Überprüfung von Dissertationen an.“ […] »Das Auffinden von Plagiaten dürfe nicht allein anonymen Internetplattformen wie „Vroniplag“ überlassen werden, wo „Einzelne mit verschiedenen Interessen“ ans Werk gingen, sagte Burchardt dem Tagesspiegel.«
  • sueddeutsche.de 17.07.2011: Der Segen prominenter Plagiatsfälle – Seite 1: Empört Euch! – Seite 2: Die Verniedlichung des Plagiats ist das Problem (Stefan Kühl, Soziologie-Professor an der Universität Bielefeld) "Die Wissenschaft kann prominenten Plagiatoren wie Jorgo Chatzimarkakis, Silvana Koch-Mehrin oder Karl-Theodor zu Guttenberg dankbar sein: Aufgrund immer neuer Plagiatsfälle herrscht an den Universitäten inzwischen eine bislang noch nie dagewesene Sensibilität für das Problem des Abschreibens.“ "Angesichts der Vielzahl von Plagiatsfällen mehr oder minder prominenter deutscher Politiker zeigt man sich in der Wissenschaft entsetzt. Die Dreistigkeit mit der Titeljäger ihre Promotionen mit "Copy and Paste" zusammenbasteln, nur um sich auf Parteitagen prominent hinter mit einem Doktortitel verzierten Namensschildern platzieren zu können, hat dazu geführt, dass nicht wenige bereits den Niedergang wissenschaftlicher Standards an die Wand malen.“
  • Bocholter Borkener Volksblatt 16.07.2011: Münsteraner Promotion als Plagiat entlarvt (Hans Georg Knapp) “Das Internet-Lexikon „Wikipedia“ ist nicht unumstritten. Doch die medizinische Fakultät der Universität Münster ist ihm ausgesprochen dankbar. Denn zwei seiner Autoren haben eine Dissertation der Fakultät als Plagiat entlarvt. Vier Monate nach ihrer Beobachtung steht fest: Der Plagiator darf seinen Doktortitel nicht mehr führen.“
  • DER TAGESSPIEGEL 14.07.2011: Die Väter der Gedanken - Suche nach Erkenntnis statt Titeljagd: Wie ein Berliner Professor und sein Doktorand die Wissenschaft verteidigen (Deike Diening) "Seit der wissenschaftlichen Entzauberung von Guttenberg, Koch-Mehrin, Chatzimarkarkis und Althusman, seit der Gründung von Vroniplag, seitdem Einzelfälle den Charakter einer Epidemie annehmen, stellt sich die Frage, wo das System schwächelt und wo der Mensch.“ […] "Bei Karl-Theodor zu Guttenberg war am Ende nicht mehr klar, wer eigentlich wen promovieren sollte. Beförderte der Baron den Doktorvater in eine andere gesellschaftliche Schicht oder der Wissenschaftler den Baron in die Wissensgesellschaft?“
  • SPIEGEL ONLINE 13.07.2011: Anonyme Plagiatsjäger - Stellt Euch nicht! (Kommentar/Oliver Trenkamp) "Feige Denunzianten, linke Wirrköpfe und Nerds mit zu viel Zeit: Dieses Bild zeichnen abschreibende Politiker von Plagiatsjägern im Netz, weil diese ihre Identität nicht preisgeben wollen. Ein verzweifelter Versuch, vom eigenen Betrug abzulenken. Die Aktivisten sollten weiter im Verborgenen bleiben.“
  • wissenslogs.de 26.06.2011: Kein Etappensieg für den Anstand (Anatol Stefanowitsch) "Silvana Koch-Mehrins halbherziger Rückzug aus dem Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie ist weder Zeichen dafür, dass sie ihren Anstand oder ihren Respekt vor Wissenschaft und Gesellschaft wiedergefunden hat, noch ist es ein Triumph für diejenigen, die diesen Anstand und Respekt eingefordert haben.“ […] "Höchste Zeit also, eine Grundsatzdiskussion darüber zu führen, wie sich des Plagiats überführte Träger akademischer Grade verhalten sollten.“
  • Hamburger Abendblatt 24.06.2011: Nichts als die Wahrheit (Kommentar: Alexander Josefowicz) […] "Die Rechercheure des Wikis haben bewiesen, dass es das Internet möglich macht, auch den Staat und seine Protagonisten zu überwachen, zu überprüfen, ob sie tatsächlich das sind, was sie vorgeben zu sein. Sie haben keine Hetzkampagne betrieben, sondern das getan, was man von mündigen Bürgern erwartet: Sie haben sich auf die Suche nach der Wahrheit gemacht.“ <kostenpflichtig>
  • Informationsdienst Wissenschaft 24.06.2011: Bagatellisierung von Plagiaten beschädigt Reputation der Forschung (Josef Zens) "Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen stellt fest: Wissenschaftlicher Fortschritt und Innovationen, letztlich also der Wohlstand in unserem Land, beruhen maßgeblich auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Redlichkeit und Vertrauen. Erfolgreiche Wissenschaft kann es ohne den sorgfältigen Umgang mit Quellen, ohne die unmissverständliche Unterscheidung fremden und eigenen Wissens, ohne Dokumentation und ohne die kritische Diskussion der eigenen Forschungsergebnisse durch die jeweiligen Fachkolleginnen und -kollegen nicht geben. Die deutsche Wissenschaft und deren Qualitätssicherungssysteme sind auch im internationalen Vergleich hoch anerkannt. Diese Reputation darf nicht durch die Bagatellisierung wissenschaftlichen Fehlverhaltens beschädigt werden." Pressemitteilung
  • SPIEGEL ONLINE 24.06.2011: Kampf der Prestige-Gier - Der Dr. als Titel muss weg (Fritz Strack) »In den USA wurde Fritz Strack für seinen "Prof. Dr." ausgelacht - und macht sich angesichts der Skandal-Doktorarbeiten von Guttenberg und Co. Gedanken übers deutsche Recht. Mit kleinen Änderungen, sagt der Wissenschaftler, ließen sich Eitelkeits- und Karriere-Promotionen leicht ausbremsen.«
  • solinger-tageblatt.de 23.06.2011: Opfer eines Doktor-Pfuschers (Thomas Kraft) "PLAGIATE Prof. Dr. Jörg Becker über einen EU-Abgeordneten der FDP, der aus seiner Arbeit geklaut hat.“
  • F!XMBR 23.06.2011: GuttenPlag Wiki gewinnt Grimme Online Award (Christian Sickendieck) "Die Anonymität bedeutet für die Macher des GuttenPlag Wikis und des VroniPlag Wikis den größtmöglichem Schutz. Die eigene Privatsphäre, die eigene Familie, die eigene Existenz wird bestmöglich geschützt. Anonymität bedeutet Schutz vor einer maßlosen Pressemeute, die beim Thema Internet zur Yellow Press der untersten Schublade wird. Die beiden Wikis beweisen auf eindrucksvolle Weise, dass Anonymität keine negativen Begleiterscheinungen mit sich bringen muss, sondern zum Vorteil unserer Demokratie positiv eingesetzt werden kann.“
  • nz-online.de (Nürnberger Zeitung) 20.06.2011: Solche Wiki-Experten beschäftigt die Kanzlerin (Peter Viebig aka vip) "Dazu braucht man keinen Hajo Schumacher um festzustellen, dass die Mitglieder von Guttenplag und Vroniplag im letzten Jahr in der Politik mehr bewegt haben als Kanzlerin Angela Merkel. Aber, und das ist leider nicht bloß in der Politik üblich: Man reagiert darauf nicht mit mehr Engagement und größeren Anstrengungen. Nein, man versucht, demjenigen, der besser ist, Knüppel in den Weg zu werfen.“
  • WELT ONLINE 19.06.2011: Welt am Sonntag: Dr. Dr. Plagiat (Andrea Seibel) »In dieser Woche gab es einen bemerkenswerten Fall von Selbstkritik: "Meine Doktorarbeit ist nicht frei von Schwächen, nicht selten ungenau, oberflächlich und manchmal geradezu fehlerhaft."«
  • taz.de 19.06.2011: Uwe Brinkmann will strafrechtliche Verfolgung umgehen - Schlichtes Manöver (Kommentar: Ilka Kreutzträger) "Bleibt zu hoffen, dass entweder die Uni die freiwillige Rückgabe nicht akzeptiert oder sich unter den Geschädigten ein Kläger findet. Denn klammheimlich sollte sich niemand davonstehlen können, der die gedankliche Leistung anderer dreist stiehlt.“
  • Stuttgarter Zeitung 18.06.2011: Grimme Online Award - Das Netz entblößt die Politikergarde (Jörg Breithut) »Die Mitmach-Plattform ist eines von 26 Internet-Projekten, die für den Online Grimme Award nominiert sind. Am Mittwoch prämiert eine Jury in Köln die bis zu acht Gewinner für „publizistische Qualität im Netz“. Bei GuttenPlag Wiki sei es vor allem die Dynamik gewesen, die sie beeindruckt habe, sagt Carolin Buchheim, die Vorsitzende der Nominierungskommission. Dass sich innerhalb kürzester Zeit so viele Menschen mit einem gemeinsamen Ziel zusammenschließen und solch eine große Wirkung erzielen, „das fanden wir herausragend“, sagt die Journalistin. „Ein einzelner Mensch hätte das nicht leisten können.“«
  • Frankfurter Rundschau 18.06.2011: „Wir haben die Täuschungen unterschätzt“ (Interview: Michael Billig) “Der Promotionsexperte und Jurist Wolfgang Löwer sieht einen Grund auch in der Publikationsflut: Wissenschaftler könnten nicht mehr alles sichten.“
  • Ahlener Zeitung 29.05.2011: Doktor dreist - Plagiatsverdacht an der Universität Münster (Kommentar: Karin Völker) "Auch wenn manche Kontrollaktionen der Plagiatsjäger jetzt manchem übertrieben erscheinen: Allen, die redlich ihren Doktor erarbeitet und dafür oft Jahre ihres Lebens investiert haben, musste es schon immer wie Hohn erscheinen, wenn andere offenbar ganz nebenbei zu Titelwürden kamen.“
  • der Freitag 24.05.2011: Back to the Norms (Ralf Klausnitzer) "Möglicherweise demonstrieren die digitalen Plagiatsermittler eine neue Qualität dieser philologischen Aufmerksamkeit: Ihre kollektiv praktizierte Beobachtungsgenauigkeit zeigt den universitären Gutachtern, wie mit der Produktion von Wissen unter den Bedingungen eines Universums von digital vervielfältigten Dokumenten umzugehen ist. Auf diese Weise werden nicht nur frech kopierende Politiker und ihre allzu gefälligen Notengeber in den Unis entlarvt. Zugleich stehen Umgangsformen mit geistigem Eigentum und Werte wie Glaubwürdigkeit und Vertrauen auf dem Prüfstand: Normen, die Wissenschaft überhaupt erst dauerhaft möglich machen.“
  • techfieber network 22.05.2011: VroniPlag, GuttenPlag & Co.: Plagiatsjäger im Web wehren sich gegen den Vorwurf der Einseitigkeit "Im Gespräch mit der “Frankfurter Rundschau” betonten die anonymen Prüfer von Doktorarbeiten “PlagDoc” und “AnnaNym” es gehe ihnen nicht um Angriffe “auf Menschen als Personen”, sondern um ethische Standards: “Wir wollen den Ruf der Politik und der Wissenschaft verbessern.” Die beiden aus Süddeutschland stammenden Wissenschaftler nahmen auch Stellung zu der Kritik des FDP-Europaabgeordneten Jorgo Chatzimarkakis, der ebenfalls wegen seiner Doktorarbeit unter Druck steht." Sekundärbericht zum Interview in der Frankfurter Rundschau ("Den Ruf der Politik verbessern")
  • Hamburger Abendblatt 20.05.2011: Das Internet und seine Schwarmintelligenz (Wolfgang Hoffmann-Riem) "Die neue Öffentlichkeit, die Guttenbergs Plagiat entlarvt hat, ist trotz aller Risiken ein Gewinn für die Demokratie, meint der ehemalige Verfassungsrichter“ <kostenpflichtig>
  • aerzteblatt-studieren.de: Plagiate in der Wissenschaft: Weitgehend totgeschwiegen (Zylka-Menhorn, Vera; Hibbeler, Birgit; Gerst, Thomas) Befragung des Deutschen Ärzteblattes zur Häufigkeit von Plagiaten an den medizinischen Fakultäten. Gespräch mit der Plagiatforscherin Debora Weber-Wulff. Die Rolle von wissenschaftlichen Beratern („Ghostwriting“)"
  • Erbloggtes (Blog) 18.05.2011: Die Jäger müssen das Wild stellen: Anonymität im Plagiatswiki "Er wähnte sich auf der sicheren Seite, der anonyme Beiträger zur Gemeinschaftlichen Plagiatssuche. Doch ist Anonymität in Anti-Plagiats-Wikis wie dem inzwischen auch bei der New York Times bekannten VroniPlag eigentlich eine Gefahr oder eine Chance?" Der Blog-Autor äußert sich u.a. zu Beiträgen von Alexander Alvaro, Michael Spreng, Debora Weber-Wulff.
  • Erbloggtes (Blog) 18.05.2011: Motive der Plagiatssuche "Erhellt es die gegenwärtig wieder aufflammende Debatte um die Anonymität der Plagiatssucher, dass es durchaus eine Hand voll mehr oder weniger bekannter „Plagiatsjäger“ gibt? Im Gegensatz zu den größtenteils anonymen Beiträgern der verschiedenen Plagiatswikis, die einen Großteil der Plagiatssuche bestreiten, sind die namentlich bekannten Plagiatssucher persönlichen Anfeindungen ausgesetzt und müssen Sanktionen fürchten, auch wenn alles korrekt ist, was sie auf Plagiatssuche herausfinden. [...] VroniPlag dazu im Pressespiegel vom 18.05.2011: Ein markantes Beispiel, welche Vorhaltungen sich die Plagiatsexpertin Debora Weber-Wulff, die unter dem Namen „WiseWoman“ offen in verschiedenen Plagiatswikis aktiv ist, anhören muss, findet sich hier. Weber-Wulffs Benutzerprofil im VroniPlag enthält auch Kommentare zur Presseberichterstattung über sie und eine Diskussion der Gründe, Plagiatssuche zu betreiben (Warum wir hier sind)."
  • Hamburger Abendblatt 18.05.2011: Wer abschreibt, der blendet und heuchelt (Stefan Weber) "Was ist so schlimm an einer Handvoll plagiierter Dissertationen, wenn in Deutschland jährlich rund 25 000 eingereicht werden? Und was ist eigentlich so schlimm an einem Plagiator, wenn er seinen Job gut macht, eloquent ist, gut aussieht und Menschen führen kann? Jeder Mensch macht doch mal Fehler, und es ist eigentlich nichts anderes als Beckmesserei, wenn man genüsslich die Fehler des anderen auflistet. Oder? Dies sind die Fragen, die derzeit in der Plagiatsdebatte gerne gestellt werden. Ich möchte sie um einige weitere ergänzen....." <kostenpflichtig>
  • Nachrichten.ch 16.05.2011: Deutsche Doktorendämmerung (Patrik Etschmayer) "Die deutsche Doktorendämmerung setzte erst in jenem Moment ein, als es durch das Internet möglich wurde, verdächtige Dissertationen im Parallel-Processing durch Hunderte Wiki-Teilnehmer gleichzeitig zu prüfen. So konnten selbst 500-Seiten Monster in wenigen Tage recht gründlich durchleuchtet werden. Umso ironischer ist dabei vermutlich, dass ausgerechnet das Internet, das Plagiate zu produzieren so einfach machte, nun auch das Verderben der Abschreiber einläutete."
  • MEEDIA TOPSTORY 05.05.2011: Die Hintergründe zur Abrechnung der "digitalen Blogwarte" - Warum Hajo S. für Koch-Mehrin Partei ergreift (Marvin Oppong) "Als joggender Achim Achilles genießt er bei Spiegel Online Kultstatus, in Polit-Talkshows ist er ein gefragter Gast: Hajo Schumacher, früherer Spiegel-Reporter und Max-Chefredakteur, inzwischen freier Publizist und Berater in der Hauptstadt und darüber hinaus Herausgeber des Medienmagazins V.i.S.d.P.. Einer seiner dort wöchentlich veröffentlichten Kommentare wirft die Frage nach der Unabhängigkeit des Journalisten auf: eine Apologie auf die FDP-Politikerin Koch-Mehrin."
  • Handelsblatt 13.04.2011: Das Plagiat-Problem ist noch lange nicht gebannt (Stefanie Hergert) "Erst Karl-Theodor zu Guttenberg – nun Silvana Koch-Mehrin: Die Wissenschaftler gehen in die Offensive und prangern das Abschreiben an. Doch sich selbst nehmen sie aus.“
  • SPIEGEL ONLINE 10.04.2011: Zoff mit der Uni Bayreuth: Guttenbergs seltsamer Kampf (Ein Kommentar von Christian Stöcker) "Es ist ein höchst eigentümlicher Vorgang, der sich in diesen Tagen in Bayreuth, in München und Berlin abspielt. Es kann für niemenden, der auch nur einen flüchtigen Blick auf die gemeinschaftlich erstellte Kopier-Dokumentation Guttenplag-Wiki geworfen hat, der leiseste Zweifel darüber bestehen, dass Karl-Theodor zu Guttenberg seine Doktorarbeit aus den unterschiedlichsten Quellen zusammenkopiert hat, großzügig. Noch einmal die nackten Zahlen: Dem Gemeinschaftsprojekt gründlicher Internetnutzer zufolge finden sich auf über 94 Prozent der Seiten der Dissertation Guttenbergs abgeschriebene Fragmente. Fast 64 Prozent, fast zwei Drittel des gesamten Textes bestehen demnach aus Abgeschriebenem. Dass diese Zahlen nicht erfunden sind, kann jeder selbst nachprüfen, Klick für Klick, Quelle für Quelle. Dass Guttenberg noch immer auf der Position beharrt, all das sei "nicht bewusst" geschehen, spricht mindestens für Chuzpe."
  • "Forschung und Lehre" - Zeitschrift des Deutschen Hochschulverbandes (Heft 04/11) 06.04.2011: Unbelehrbares Volk - Die Massenmedien, das Internet und die Bürger (Norbert Bolz) "Die Entlarvung des Plagiatsfalls Guttenberg ist eine eindrucksvolle Manifestation der Weisheit der Vielen. Tausende Netzwerker haben die Dissertation Seite um Seite auf versteckte Zitate hin analysiert, und es blieb kein Stein auf dem anderen. Es ist also keine Reklameformel der Internetkultur, wenn man sagt, dass wir heute im Zeitalter der Transparenz und Reputation leben."
  • Twick.it 05.04.2011: Twick.it beim Webmontag in Köln (Markus Möller) "Vortrag vier war nicht nur der längste, sondern auch der spannendste. Tim Bartel von Wikia (übrigens Twick.it-Kritiker der allerersten Stunde) erzählte vom GuttenPlag Wiki. In einem leicht über die festgelegte Redezeit hinausragenden Vortrag präsentierte er die Hintergründe über die Online-Plattform, bei der Internet-Nutzer kollaborativ nach Plagiatsstellen in der Doktorarbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg suchten. Wer den Vortrag verpasst hat, muss nicht traurig sein. Wir haben ihn auf Video:" Anmerkung: Tim Bartel ist der Country Manager Deutschland von WIKIA.
  • Deutscher Bundestag 24.03.2011: Vorabdruck der Bundestagsrede von Krista Sager (Grüne) Wissenschaftliche Redlichkeit und die Qualitätssicherung bei Promotionen stärken (Vorabdruck) "Die Plagiats-Affäre hat aber auch Lücken in der Qualitätssicherung bei Promotionen offenbart. Es waren nämlich erst der vierte Guttenberg-Rezensent sowie das Wiki GuttenPlag, die den Diebstahl geistigen Eigentums aufdeckten. Zuvor konnte die Dissertation die Gutachter und den Prüfungsausschuss der Universität Bayreuth ohne jede Beanstandung und sogar mit dem Prädikat „summa cum laude“ durchlaufen."
  • ZEIT ONLINE 17.03.2011: Crowdsourcing: Die Formel Guttenplag (Martin Ganteföhr) „Die öffentliche Fahndung könnte zum Trend werden. Allerdings funktioniert die Jagd auf Plagiate nur unter bestimmten Bedingungen so gut wie bei Guttenberg." (...) "Das besondere an GuttenPlag ist sein Erfolg. Selbst jetzt noch doktern die Fahnder an den Details der Abschreiberei herum. Der Befund war schon am 1. März vernichtend: Auf 76,34 Prozent stand da der Klau-Zähler. Aber bei GuttenPlag will man es genau wissen, exakt bis in die zweite Nachkommastelle. Die Energie, die die Hobbyermittler aufwenden, könnte vermutlich noch ein Dutzend weitere Plagiatsjagden zum Erfolg führen." (...) "In der Tat hat GuttenPlag es verstanden, die Medienreaktionen zur Verstärkung seiner Arbeit zu nutzen, nach innen wie nach außen. Ein Pressespiegel, der Fahndern, Medien und Voyeuren die Relevanz der Jagd zeigte, wurde mit viel Aufwand gepflegt, unterstützt von Visualisierungen, etwa von einem Fortschrittsbalken mit dem aktuellen Fahndungserfolg. Spielerische Elemente wie Ranglisten, Punktekonten, Auszeichnungen und zeitkritischen Aufgaben ("Zwischenberichte") motivierten die Fahnder zusätzlich."
  • The European 07.03.2011: Bild, Guttenberg und die unberechenbare Netzöffentlichkeit (Gunnar Sohn) "„Die Schwarmintelligenz im Netz benötigte gut zwei Tage, um Guttenbergs Dissertation bis auf die Knochen abzunagen. Wie Piranhas“, schreibt Volker Zastrow in einem opulenten und höchst lesenswerten Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Die blitzschnelle Recherche des GuttenPlag Wikis habe auch die Qualitätsmedien des Landes beeindruckt, sie mit Material und der nötigen Entschiedenheit versorgt, meint Pörksen. Und nicht zuletzt die Wissenschaftscommunity auf die Barrikaden gebracht."
  • newsgrape 03.03.2011: Die Wahrheits-Wikis "Unterdessen ist mit dem GuttenPlag-Wiki eine neue Form der Wiki-Nutzung bekannt geworden, die durchaus große Chancen hat, ein wichtiges Regulativ in der Öffentlichkeit der Zukunft zu spielen. Das disziplinierte und von vielen, vor allem jungen Usern perfekt beherrschte Crowdsourcing hat binnen weniger Tage eine Redaktionsleistung erbracht, zu der ein fachkompetentes Untersuchungsgremium sonst viele Wochen brauchen würde. Doch das Wichtigste ist: die Ergebnisse sind öffentlich für jeden interessierten User bis in alle Details einsehbar."
  • Meedia 01.03.2011: Experte Pörksen: die Gründe des Guttenberg-Rücktritts "Er steckte in der medialen Zwangsjacke" (Interview: Christine Lübbers) "Die Internetgemeinde hat den Journalisten in diesem Fall bei der Recherche unter die Arme gegriffen, wie das Wiki GuttenPlag gezeigt hat. Wie verändern solche Projekte den Journalismus? Sie zeigen erneut: Es ist unsinnig, den klassischen Journalismus und eine angeblich dilettantisch agierende Netzgemeinde gegeneinander auszuspielen. Die so genannten Laien und die professionellen Gatekeeper können sich wunderbar ergänzen – eben das zeigt dieser Fall: die blitzschnelle Recherche einer auf Entlarvung drängenden Schwarmintelligenz hat erkennbar auch die Qualitätsmedien des Landes beeindruckt und sie mit Material und der nötigen Entschiedenheit versorgt"
  • SPIEGEL ONLINE 01.03.2011: Affäre Guttenberg - Netz besiegt Minister (Christian Stöcker) "Karl-Theodor zu Guttenbergs Rücktritt ist ein Sieg des Internets. Ohne die akribische Dokumentation der Plagiate im GuttenPlag Wiki wäre die Debatte versandet. So aber brachte der Minister Deutschlands Wissenschaftselite gegen sich auf - nicht einmal die "Bild"-Zeitung konnte seinen Job retten."


Weitere MaterialienBearbeiten


Auszeichnungen / AwardsBearbeiten

  • Handelsblatt 22.06.2011 Qualität im Internet - Plagiate-Wiki gewinnt Grimme-Online-Award (dpa/rtr) »GuttenPlag-Wiki förderte zahlreiche Plagiate in der Doktorarbeit des früheren Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zutage. Die freiwilligen Mitarbeiter erhielten die Auszeichnung in der Kategorie „Spezial“ für die Idee, Initiative und Autorenschaft. Die Jury lobte den Angaben zufolge die „faire und unvoreingenommene Arbeitsweise der Administratoren des Wikis“. Das Projekt mache deutlich, dass Textvergleiche gut kollaborativ organisiert werden könnten und welche Möglichkeiten das Netz für gemeinsames Arbeiten biete.«

MEDIEN-InterviewsBearbeiten

  • Märkische Allgemeine.de 28.07.2011: Bernhard Kempen, Präsident des Deutschen Hochschulverbands, meint, mit den bisherigen Fällen sei nicht Schluss "Die Plagiatsskandale beschäftigen auch die Hochschulen selbst. Über vergangene und mögliche Fälle sprach mit Bernhard Kempen, dem Präsidenten des Hochschulverbands, Rüdiger Braun“ Zur Rolle der Plagiatdokumentation in Wikis wurde gefragt: "Was ist mit den Plagiatswikis? Sind die ein Problem? Kempen: Ich sehe da keine Probleme. Wissenschaft ist öffentlich, und wenn Menschen in Hinterzimmern in Doktorarbeiten wühlen, ob da alles mit rechten Dingen zuging, dann ist das ihr gutes Recht.“
  • WELT ONLINE 13.07.2011: "Betrüger sind auffallend oft Politiker" (Interview/Bericht: Manuel Bewarder) Lenzen äußert u.a.: "Ein Professor, der eine schlechte Arbeit so gut bewertet, wie wir es im Fall Guttenberg gesehen haben, ist eigentlich eine wissenschaftliche Unperson geworden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Fach dies vergisst. Insofern ist die aktuelle Öffentlichkeit völlig angemessen. Es muss ein hohes Risiko für einen Wissenschaftler sein, eine schlechte Arbeit durchgehen zu lassen.“
  • on3 Radio 21.06.2011: "Wer steckt hinter Doktorarbeiten-Domino? So tickt ein Plagiatsjäger" (Verena Fiebiger) "Rücktritte und Tränen: Seit Wochen dominieren Plagiats-Affären die Schlagzeilen. Projekte wie GuttenPlag oder Doktorarbeiten-Domino wollen dem Titelschwindel ein Ende machen. Aber warum opfern Plagiatsjäger dafür ihre Freizeit?“ (Audio 3’ 02’ ’)
  • jetzt.sueddeutsche.de 03.06.2011: „Ich will keiner Partei schaden“ (Text: christian-helten) "Die Plagiatsjäger im Netz sind wieder fündig geworden: Sie wollen in der Doktorarbeit des Bundestagsabgeordneten Bijan Djir-Sarai Plagiate entdeckt haben." Das Interview wurde geführt mit Hindemith (VroniPlag).
  • on3 Radio 23.05.2011: "Doktorarbeiten-Domino Auf der Suche nach dem nächsten Stolperstein" (Sebastian Nachbar) "Ob Guttenberg oder Koch-Mehrin, beide haben bei der Doktorarbeit geschummelt, beide wurden entlarvt. Ämter weg, Fall erledigt, der Nächste bitte! Den suchen die Betreiber von doktorarbeitendomino.de derzeit im Deutschen Bundestag.“ (Audio 3’ 29’ ’)
  • FAZ.NET: 16.05.2011 Jagd auf Plagiatoren - Die Scanner (Friederike Haupt) Reportage: Wiki-Aktivisten der Plattformen GuttenPlag und VroniPlag äußern sich im Rahmen einer freundlich-sachlichen Berichtsform.
  • Deutsche Welle 14.05.2011: Die Wissenschaft ist unser höchstes Gut (Nils Laumann und Arne Lichtenberg) Interview mit dem Plagiatssucher "Dr. Martin Klicken" - "Meine Erfahrung aus vergangenen Fällen des Wissenschaftsbetrugs zeigt auch, dass die Beschuldigten regelmäßig Einschüchterungstaktiken gegen diejenigen anstrengen, die sich an der Aufdeckung beteiligen. Dabei wird viel verleumdet, mit Schmutz geworfen, verklagt usw." (…) "Während meiner Arbeit mit wissenschaftlichen Veröffentlichungen habe ich gar nicht das Gefühl, zu kämpfen, eher zu suchen. Das mit dem "Kämpfen" ist ein ziemlich schlechtes Bild, das meines Erachtens gezielt zur Emotionalisierung und Martialisierung der Debatte eingestreut wurde. Es soll von inhaltlichen Fragen ablenken, die völlig losgelöst von der Identität der Helfer zu betrachten sind: Ist die Doktorarbeit eine Eigenleistung, oder wurde abgeschrieben?"
  • Deutsche Welle 13.05.2011: "Es ist so einfach, Plagiate zu finden" (Debora Weber-Wulff im Gespräch mit Ulrike Timm) "Wissenschaftlerin Weber-Wulff plädiert für 'organisierten Skeptizismus'.'" "Die Berliner Informatikprofessorin Debora Weber-Wulff hält das Suchen und öffentliche Aufdecken von Plagiaten für sehr wichtig. Es gehe dabei nicht ums 'Anschwärzen'."

VIDEOPORTALEBearbeiten

  • youtube.com 19.05.2011: Prof. Dr. Thomas Simeon (HTW Berlin) über Plagiatsskandale, Handhabungen und Konsequenzen Prof. Dr. Thomas Simeon über Plagiatsvorwürfe an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Das Video stammt aus dem Kurs "Kommunikationssoziologie" vom 19. Mai 2011. Simeon berichtet vor Studenten über einen Plagiatfall an der HTW, wo ein Professor einen fremden Text aus einer Studienarbeit plagiierte und nur mit einer Rüge bedacht wurde. „Es gibt ja auch berühmte Plagiatsjägerinnen, hier, an dieser Hochschule, die haben über alle anderen Plagiate erzählt, aber nicht darüber.“ Simeon berichtet über die Androhung eines Disziplinarverfahrens von Seiten der HTW, wenn er mit dem Vorgang an die Öffentlichkeit gehe. Er verweist auf einen Chat-Auszug zu der Sendung Frontal21 Aus Komma ist Semikolon geworden , einem Chat-Auszug, worin die Dekanin Weber-Wulff sich dazu äußern soll, dass der Plagiatfall der Uni nicht öffentlich gemacht (‚ge-outet’) wurde. Des weiteren sieht er den Betrugstatbestand auch dann erfüllt, wenn der Plagiator sich nur ideelle Vorteile verschafft, z.B. Anerkennung. Insofern habe die Uni Bayreuth Anzeige erstatten müssen, was sie nicht getan habe. Dies könne man Strafvereitelung im Amt nennen. Simeon zu den Studenten: „Sie können das sozusagen, ich weiß nicht, bei You Tube ins Netz stellen …“ Siehe hierzu eine Stellungnahme von Prof. Weber-Wulff: WiseWoman/HTW-Fall.

TalkshowsBearbeiten

Wissenschaftliche SchriftenBearbeiten

  • heise online iX 06/2011: Kopienjäger - Cloud-Software vs. menschliche Crowd in der Plagiaterkennung (Debora Weber-Wulff, Katrin Köhler) "Aufsehenerregende Plagiatfälle haben in letzter Zeit insbesondere die akademische Gemeinde aufgeschreckt. Lassen sich solche Arbeiten nicht per Software auf Originalität prüfen? An der HTW Berlin untersucht ein Wissenschaftlerteam seit einigen Jahren Plagiaterkennungssysteme und hat die fünf besten auf die guttenbergsche Doktorarbeit angesetzt.“ [...] "Das GuttenPlagWiki ist zwar den maschinellen Erkennungssystemen weit voraus, trotzdem können diese bei einem ersten Verdacht wichtige Hinweise auf Plagiate geben.“

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