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Dissertation Original
Die Präambel ist im Vergleich zu manch anderen Verfassungstexten wenig eindrucksvoll ausgefallen. Nicht nur erscheint der Bezug zum religiösen und geistigen Erbe Europas dürr [Fußnote 530: Vgl. hierzu unter C.II.], wenngleich die Diskussion über die fortwirkende Bedeutung des religiösen Erbes für die europäische Identität bemerkenswert lebendig und substantiell gewesen ist. Auch die formulierten "Ziele der europäischen Einigung" werden eher in trockener Sprache, entsprechend dem Kommuniqué Stil von EU Gipfeltreffen abgehandelt.

Was der Dank an die „Verfassungsschöpfer“ in einer Präambel zu suchen meint, bleibt das – uneitlen Erwägungen wohl nicht gänzlich ferne – (Er-)Schöpfungsrät- sel der Konventsmitglieder. [Fußnote 531: Vgl. auch L. Kühnhardt, Der Verfassungsentwurf des EU-Konvents. Bewertung der Strukturentscheidungen, ZEI Discussion-Paper, 2003, S. 6 f.: „Dass den Verfassungsschöpfern Dank gebührt, ist wohl wahr. Aber was hat dieser Dank in der Präambel einer Verfassung zu suchen, die nicht nur politischen Akteuren als Referenzpunkt dienen soll, sondern die von Schülern und Studenten in ganz Europa studiert wird, um Auskunft über die Frage zu bekommen, was die politische Identität Europas bedeutet?“] Der Präambeltext bewegt sich auffällig fern allen (auch literarischen) Schwunges sowie des gerne belächelten Pathos und Zielorientierung der amerikanischen Verfassung. In der Konsequenz einen Verzicht auf die Präambel zu erwägen und den Verfassungstext stattdessen unmittelbar mit der Evokation der Grundrechte in der Europäischen Union beginnen zu lassen, würde freilich zu weit führen. [Fußnote 532: Siehe aber L. Künhardt, ebenda.]

Wenig eindrucksvoll ist auch die Präambel ausgefallen. Nicht nur bleibt der Bezug zum religiösen und geistigen Erbe Europas dürr, wiewohl die Diskussion über die fortwirkende Bedeutung des religiösen Erbes für die europäische Identität außerordentlich substantiell gewesen ist. Auch die formulierten Ziele der europäischen Einigung werden in eher trockener Sprache, im üblichen eher langweiligen Kommuniqué-Stil von EU-Gipfeltreffen abgehandelt.

Dass den Verfassungsschöpfern Dank gebührt, ist wohl wahr. Aber was hat dieser Dank in der Präambel einer Verfassung zu suchen, die nicht nur politischen Akteuren als Referenzpunkt dienen soll, sondern die von Schülern und Studenten in ganz Europa studiert wird, um Auskunft über die Frage zu bekommen, was die politische Identität Europas bedeutet? Hier hätten der Schwung und das Pathos und die Zielorientierung der amerikanischen Verfassung gut getan – oder aber man verzichtet auf eine Präambel und beginnt den Verfassungstext stattdessen unmittelbar mit der Evokation der Grundrechte in der Europäischen Union.

Übernommen aus: ZEI (Hrsg.)

Der Verfassungsentwurf des EU-Konvents Bewertung der Strukturentscheidungen

2) Ludger Kühnhardt, "Weichenstellungen und Auswirkungen", in: Zentrum für Europäische Integrationsforschung, "Der Verfassungsentwurf des EU-Konvents", 2003, S. 6
Link: http://www.zei.de/download/zei_dp/dp_c124_zei.pdf
Dokumentiert in:

Anmerkungen:

  • Fußnote 530 lautet: "Vgl. hierzu unter C. II."
  • Der darauffolgende Absatz der Dissertation zitiert Kühnhardt korrekt in einer Fußnote, jedoch für einen ganz anderen Kommentar (zur Aufnahme einer Danksagung in die Präambel): "Vgl. auch L. Kühnhardt, Der Verfassungsentwurf des EU-Konvents, Bewertung der Strukturentscheidungen, ZEI-Discussion-Paper 2003, S. 6 f.: 'Dass den Verfassungsschöpfern Dank gebührt, ist wohl wahr. Aber was hat dieser Dank in der Präambel einer Verfassung zu suchen, die nicht nur politischen Akteuren als ..."
  • Es ist ziemlich kompliziert mit diesem Lühhardt, er scheint seine Arbeiten mehrfach zu publizieren:
  • http://books.google.de/books?id=LHEVAQAAIAAJ&q=Bezug+zum+religi%C3%B6sen+und+geistigen+Erbe+Europas+%2Bd%C3%BCrr&dq=Bezug+zum+religi%C3%B6sen+und+geistigen+Erbe+Europas+%2Bd%C3%BCrr&hl=de&ei=gTNhTZHcPIyr4AbT0fTSCQ&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CCoQ6AEwAA
  • http://www.epin.org/pdf/LKBundestatement.pdf
  • http://www.zei.de/download/zei_dp/dp_c124_zei.pdf
  • Den letzten Teil dieses Plagiats finde ich sehr komisch. Der Autor scheint etwas anderes ausdrücken zu wollen als Kühnhardt, verwendet aber seine Wort und Ausdrücke. Warum man hier nicht ganz neu schreibt, finde ich sehr verwunderlich. Die Textstelle von Kühnhardt scheint mit dem alleinigen Ziel verändert worden zu sein, die Bedeutung etwas zu verändern. Eine ganz neue Plagiatskategorie: Eigene Gedanken in die Worte anderer zu pressen. Vielleicht war aber auch das Problem, dass die Textstelle 2003 mit copy-paste Teil der Dissertation wurde, und dann wurde (ich bin mir da nicht ganz sicher, bitte verifizieren) 2004 die Präambel in der Europäischen Verfassung eingefügt, und dann wurde das beim Korrekturlesen oder so verbessert. Vielleicht findet sich aber auch im Buch von 2005 von Kühnhardt die Lösung des Rätsels.

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