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Dissertation Original
[…] ein Sklave durch den Aufenthalt in einem fremden Staat oder Territorium seine Freiheit erlangt hätte. Namens der Mehrheit des Gerichts verkündete Chief Justice Taney, selbst Sklavenhalter aus Maryland, dass Schwarze keine Bürger der Vereinigten Staaten seien und folglich kein Klagerecht hätten. Sklaven seien Eigentum, das dem besonderen Schutz der Verfassung unterliege, so dass alle Gesetze die den Bürger um sein verbrieftes Eigentumsrecht brächten, null und nichtig seien. Das gelte für den Missouri-Kompromiss und implizit ebenso für den Kompromiss von 1850 und das Kansas-Nebraska-Gesetz von 1854; denn selbst eine Berufung auf die Volkssouveränität könne den übergeordneten Schutz des Eigentums nicht außer Kraft setzen. Damit hatte Taney den Verfassungskonsens im Sinne der Sklavenhalter pervertiert.

Dred Scott verstärkte einen bereits im Ansatz deutlich erkennbaren Riss, der durch die gesamte amerikanische Gesellschaft, die Parteien, die Kirche, die Wirtschaft und die allgemeinen Wertvorstellungen ging. Die Ansichten über zivilisiertes Verhalten, politische Kultur und ihre Grundwerte, ja über das, was Recht und Unrecht war, fanden keinen gemeinsamen Nenner mehr. Der Boden für eine gewaltsame Lösung war bereitet, es fehlte lediglich noch der Anlass, der sich schließlich in der Präsidentenwahl A. Lincolns im Jahre 1860 finden lassen sollte.

[…] ein Sklave durch den Aufenthalt in einem fremden Staat oder Territorium seine Freiheit erlangt hätte. Namens der Mehrheit des Gerichts verkündete der oberste Richter Taney, selbst Sklavenhalter aus Maryland, dass Schwarze keine Bürger der Vereinigten Staaten seien und folglich kein Klagerecht hätten. Darüber hinaus seien Sklaven Eigentum, das dem besonderen Schutz der Verfassung unterliege, so dass alle Gesetze die den Bürger um sein verbrieftes Eigentumsrecht brächten, null und nichtig seien. Das gelte für den Missouri-Kompromiss und implizit ebenso für den Kompromiss von 1850 und das Kansas-Nebraska-Gesetz von 1854; denn selbst eine Berufung auf die Volkssouveränität könne den übergeordneten Schutz des Eigentums nicht außer Kraft setzen. Damit hatte Taney den Verfassungskonsens im Sinne der Sklavenhalter pervertiert. Politisch noch folgenreicher war jedoch der rücksichtslose und von Buchanan unterstützte Versuch des Südens, Kansas gegen den Mehrheitswillen seiner Bevölkerung als Sklavenstaat in die Union aufzunehmen. Nicht nur scheiterte diese Absicht und diskreditierte die Regierung, sie entzog vor allem der demokratischen Partei ihren politischen Boden im Norden und machte damit den Weg für den Sieg der Republikaner frei. Der Riss ging durch die gesamte Gesellschaft, die Parteien, die Kirchen die Wirtschaft und die allgemeinen Wertvorstellungen. Die Ansichten über zivilisiertes Verhalten, politische Kultur und ihre Grundwerte, ja über das, was Recht und Unrecht war, fanden keinen gemeinsamen Nenner mehr. Der Boden für eine gewaltsame Lösung war bereitet, es fehlte lediglich noch der Anlass.
Übernommen aus: Horst Dippel: Geschichte der USA. 9, Auflage. 2010. S. 50]
Link: http://books.google.de/books?id=zgM1dAvYIaEC&printsec=frontcover&dq=dippel+usa&hl=de&ei=xsddTertI8WbOsiInYAL&
Dokumentiert in: -

Anmerkung: Guttenberg muss wohl aus einer Vorauflage abgeschrieben haben, nicht aus der 9. Aufl. von 2010!! Im Literaturverzeichnis: Dippel,H.:DasZeitalterderRevolution(1763–1789),in:GeschichtederUSA,2001, S.18ff fragmentierung begonnen siehe http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Fragment_282_11-21

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