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Dissertation Original
Über diese und weitere Aspekte des historischen Vergleichs hinaus stellt sich die Frage, ob das europäische Verfassungsprojekt auch Ursachen für die momentan angespannten Beziehungen zwischen Europa und den USA deutlich machen kann. Vor mehr als dreißig Jahren wurden auf amerikanischer Seite die ersten Bestrebungen in Richtung einer Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft als Vorboten eines vereinigten Europa angesehen, das seinem Retter und Verbündeten jenseits des Atlantik nacheifern würde.1038 Heute darf man angesichts der Folgen des Krieges im Irak, der Abkühlung der Beziehungen zwischen den USA und einiger europäischer Staaten sowie der Politik der Regierung G.W.Bush vielleicht fragen, ob der Prozess der Entstehung einer Verfassung auf beiden Seiten des Atlantik tatsächlich ein Beleg dafür ist, wie viel Amerikaner und Europäer gemeinsam haben oder eher dafür, wie umfangreich und beständig die Unterschiede sind. Mancher historischen Betrachtung zufolge beseitigte einst die amerikanische Föderation die Rivalitäten, die in Europa noch durch Krieg und Diplomatie im Gleichgewicht der Mächte ausgefochten wurden. Es wäre nicht ohne Pikanterie, wenn es den Europäern also in absehbarer Zeit gelänge, eine Verfassung für eine Union zu schaffen, von der sich bis heute nicht wenige ein Gegengewicht zur derzeit größten (benevolenten) „Hegemonialmacht“ der Welt erhoffen.

Fußnote 1038: Vgl. m.w.N. J.Rakove, Europe’s Floundering Fathers, in: Foreign Policy,138/2003, S.28ff.; mit einigen (historisch) vergleichenden Gedanken R.R.Palmer, Das Zeitalter der demokratischen Revolution, 1970.

Beyond these and other points of historical comparison, how does the European constitutional project illuminate the state of European and American relations at this vexed moment in the transatlantic relationship? More than three decades ago, when the late R. R. Palmer memorably titled his sweeping history of the era of the American and French revolutions The Age of the Democratic Revolution, the first movements toward the European Economic Community were seen as portents of a united European entity that would emulate its savior-ally across the Atlantic. Today, faced with the aftermath of the Iraq war, the chilling of U.S. relations with the Franco-German entente, and the unilateralism of the Bush administration, we might ask whether the process of constitution-making across the Atlantic is evidence of how much Americans and Europeans share or how widely and persistently we differ. As the brothers Peter and Nicholas Onuf have suggested, Americans once saw their federal union as a solution to the rivalries that Europeans tried to manage through the diplomacy and warfare of balance of power. It would be a nice historical irony for Europeans to contrive a constitutional union that some of them hope would counterbalance the greatest hegemon of them all.
Übernommen aus: Jack Rakove, Europe's Floundering Fathers. Foreign Policy No. 138 (Sep. - Oct., 2003), pp. 28-38
Link: JSTOR: http://www.jstor.org/pss/3183653
Dokumentiert in:



Anmerkungen

Mindestens ab Seite 363 (letzter Absatz) bis Seite 368 besteht zu Guttenbergs Dissertation praktisch ausschließlich aus ungekennzeichneten Übersetzungen von Rakoves Artikel, s. Seite 363-364, Seite 364-365 (bis unmittelbar vor obige Passage), Seite 366 (folgt unmittelbar auf obige Passage), Seite 367 und Seite 368.

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