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Guttenberg-2006

Weitergeleitet von Statistik

Verfassung und Verfassungsvertrag: Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU
von Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg

Bei der im Folgenden auf Plagiate überprüften Arbeit handelt es sich um die Dissertation "Verfassung und Verfassungsvertrag: Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU", eingereicht von Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg.

Die Dissertation besteht aus insgesamt 475 Seiten, die sich wie folgt aufteilen:

  • Seite 1-14: Titelei, Vorwort, Inhaltsverzeichnis
  • Seite 15-407: Haupttext
  • Seite 408-415: Anhänge
  • Seite 416-464: Literaturverzeichnis
  • Seite 465-475: Sachwortverzeichnis

Abzüglich der übrigen Seiten verbleiben 393 Seiten wissenschaftlicher Arbeit im Haupttext.

Seiten Bearbeiten

Alle Seiten können über diese Liste eingesehen werden. Es handelt sich hierbei um eine zusätzlich überprüfte und aufbereitete Version der Originalfunde.

Blau dargestellte Seitenzahlen führen zu einer verfügbaren Seite.
Grau dargestellt sind Seiten ohne Plagiate oder solche, die noch nicht überprüft und aufbereitet wurden.
Haupttext
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Die Seite Guttenberg-2006/Quellen listet alle bislang dokumentierten Originalquellen auf.

Statistik Bearbeiten

Auswertungsstufe I
Es sind bislang 471 Berichte über Plagiatfunde auf den 393 Haupttext-Seiten eingegangen. Da Mehrfachmeldungen hier unvermeidlich sind, wäre die direkte Ableitung einer Prozentzahl aus diesen Zahlen unseriös.
Auswertungsstufe II
Diese Meldungen wurden bereits teilweise überprüft und zusammengefasst: ohne Mehrfachnennung existieren 371 Berichte über Funde auf einzelnen Seiten, diese sind weiter unten aufgelistet. Dies entspricht 94.40% aller Seiten im Haupttext mit Plagiatfunden; diese Seiten sind natürlich jeweils nicht unbedingt vollständig plagiiert.
Auswertungsstufe III
Die oben genannten Berichte werden noch zusätzlich gesichtet und ggf. korrigiert werden.
  • 10 Seiten haben den Status "Ungesichtet" (dies entspricht Auswertungsstufe II)
  • 206 Seiten wurden einmalig gesichtet und dabei auf Vollständigkeit überprüft
  • 154 Seiten wurden doppelt gesichtet und gelten als "Qualitätsgesichert"
Alle Angaben Stand: 16:58, 26. Apr. 2011 (UTC)
Hinweis: Für Visualisierungszwecke ist eine Anzahl von Grafiken und Rohdaten vorhanden. Diese können auf der Seite Visualisierungen eingesehen werden.

Adminhinweise Bearbeiten

Achtung: Bitte nur mit Wikikenntnissen bearbeiten!

Für Auswertungsstufe II Bearbeiten

  • Auf /000 existiert eine Beispielseite. Da "Bearbeiten" (also den Quelltext anschauen), diesen kopieren, auf der passenden der oben verlinkten Seiten einfügen und durch Fragmente ergänzen. Falls die Frage erscheint, die neue Seite unbedingt als "leere Seite" (ohne Formatvorlage) erzeugen.
  • Seiten sollten direkt nach der Anlage gesperrt werden.
  • Nach Erzeugung einer Seite die Ursprungsseite von Kategorie:InFragmenten nach Kategorie:InFragmenten-Übernommen verschieben.
  • Problem: Fragment xxx wurden nach Gutenberg-2006/xxx erstellt. Wie finden wir das Fragment noch? Lösung: Bugs/GF_Diffs

Für Auswertungsstufe III Bearbeiten

Auswertungsstufe III soll der Vervollständigung und Qualitätssicherung dienen. Dazu soll für jede einzelne der oben verlinkten Seiten wie folgt verfahren werden:

  1. Vervollständigung
    • Wird auf einer Seite der Kategorie:Ungesichtete Seite durchgeführt
    • Überprüfung, ob alle zu einer Seite bereits existierenden Fragmente verlinkt sind (dabei kann der Link "F" oben rechts auf jeder Einzelseite hilfreich sein)
    • Überprüfung, ob alle Fundstellen in Fragmente übertragen wurden (dabei kann der Link "S" oben rechts auf jeder Einzelseite hilfreich sein)
    • Durch Setzen von "anzahl=1" auf der Seite wird diese in die nächste Sichtungskategorie verschoben
    • Bestätigung der "Erstsichtung" durch Anfügen einer Unterschriftenvorlage (s.u.)
    • Wenn eine Seite "gesichtet" wurde, sollte die Seitensperrung zusätzlich auf "kaskadierend" gesetzt werden. Dies verhindert, dass nachträglich Änderungen an den eingebundenen "Fragmenten" vorgenommen werden.
    • Die Vervollständigung nimmt der erste Sichter einer Seite vor.
  2. Qualitätssicherung
    • Wird durch einen anderen Sichter auf einer Seite der Kategorie:Vervollständigte Seite durchgeführt
    • inhaltliche Überprüfung aller Fragmente auf Stimmigkeit, korrekte Angabe von Zeilennummern, Plagiatskategorien etc.
    • Die Qualitätssicherung nimmt der zweite Sichter einer Seite vor.
    • Durch Setzen von "anzahl=2" auf der Seite wird diese in die endgültige Kategorie:Qualitätsgesicherte Seite verschoben
    • Bestätigung der "Zweitsichtung" durch Anfügen einer Unterschriftenvorlage (s.u.)

Unterschriftenvorlage Bearbeiten

Die Erst- und Zweitsichter bestätigen die durchgeführte Sichtung, indem Sie ihren Benutzernamen im Feld pruefer= auf der Seite hinterlassen. Dazu stehen zwei Vorlagen zur Verfügung, die genutzt werden sollten und gleichzeitig der internen Qualitätskontrolle dienen:

  • {{erstsichter|<BENUTZERNAME>|<WERTUNG>}}
  • {{zweitsichter|<BENUTZERNAME>|<WERTUNG>}}
Beide Vorlagen werden also aufeinander folgend in das gleiche Feld pruefer= gesetzt!

Dabei wird wie folgt eingesetzt:

  • für <BENUTZERNAME> der vollständige Benutzername des Sichters. Es wird ein Link zur Benutzerseite erzeugt.
  • für <WERTUNG> eine Bewertung der gesichteten Arbeit. Folgende Zeichen werden benutzt:
    • + (Plus-Zeichen), wenn kein Änderungsbedarf bestand
    • 0 (Null), wenn höchstens Kleinigkeiten zu ändern waren (z.B.: "Jahreszahl nicht vorhanden", "im LitVz vorhanden von [Ja auf Nein], [Nein auf Ja] ", "Zeilenzählung um 1 verrutscht")
    • - (Minus-Zeichen), wenn die bisherige Arbeit zu großen Teilen geändert werden musste oder komplett unbrauchbar war oder ("fake-Verdacht".... "da hat jm. absichtlich was reingeschmuggelt, um dem Projekt zu schaden"). Vorsicht bei vermuteten Tippfehlern, sie können eine wertvolle Info sein ("Californien")

Allgemein Bearbeiten

127 Kommentare

 
10.8.56.52nicht angemeldet
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  • Wenn man auf einem Hügel wohnt, darf man sich da Berg nennen?

  • Ab welcher Intensitaet des Verlustes der Wahrnehmungen muessen eigentlich Behoerden, wie die Fuehrerscheinstelle aktiv werden. Unter welchen Umstaenden kann ein psychologisches Gutachten zur Muendigkeit einer Person erstellt werden. Und, welche Bewusstseinszustaende fueheren zum Rechtsstatus eines Mündels? Gibt es psychatrische Gutachten, die vergleichbare Verhaltensweisen dokumentieren?

  • Wie lange steht eigentlich der Schwachsinn von guttenplag(e) noch im Netz. Es bedarf doch eines ganz abstrusen Befindens, sich diesen Ausdünstungen permanent auszusetzen. Gehen Sie einmal davon aus, dass von 100 Doktorarbeiten circa 70% schlampig bis schlampigst mit Zitaten umgehen. Das Problem liegt doch klar bei der Herren und Damen Professorenschaft. Dort ist anzusetzen. Gewiß umsonst: Welcher Hochschullehrer will sich schon intensiver um seine Doktoranden kümmern. Bedenkt dies auch einmal ihr Enthüllungstoren. Gryphios

    • Regeln sind Regeln. Nur weil Fehler nicht gefunden werden ist dies keine Erlaubnis, Zitate unsachgemäß zu nutzen.

    • "Gehen Sie einmal davon aus, dass von 100 Doktorarbeiten circa 70% schlampig bis schlampigst mit Zitaten umgehen." Woher nehmen Sie diese Zahl? Das ist doch aus der Luft gegriffen! Was genaus bedeutet "schlampig umgehen"? Der Herr Freiherr hat absichtlich geschummelt und ist nicht schlampig mit seinen Fußnoten umgegangen! Webseiten, wie Guttenplag leisten einen Beitrag dazu, empirisch/statistisch zu erfassen und welchem Maße Plagiate in Doktorarbeiten durhcgewunken werden. Selbst wenn, die Schuld der versäumten Überprüfung bei den Hochschullehrer liegt - da stimme ich Ihnen zu - muß es doch gut sein, deren Pflicht nachzuholen und transparent, für jedermann zugänglich zu dokumentieren. Und genau das macht Guttenplag.

    • Ganz im Gegenteil! Schön drin lassen. Der gemeine Wähler neigt nämlich zur akuten Amnesie. Da habe ich immer wieder gerne einen Link vorrätig, der diverse abstruse Machenschaften in der Parteienlandschaft illustriert.

    • Eigentlich sollte man von einem angehenden Juristen erwarten dürfen, dass er ein gewisses Maß an Rechtsempfinden besitzen und nicht gutsherrschaftlich und Kraft des elterlichen Geldes über den für alle geltenden Regeln steht. Es ist ein Geschenk der Internetgemeinde, dass einem solchen Blender und "Lügenbaron" die Macht und Verantwortung über unsere Kinder in solch gefährlichen Missionen wie in Afghanistan u.anderswo entzogen ist. Wahrscheinlich ist es wohl auch eher eine Frage für den Psychiater sich mit ihm zu befassen. Sicherlich sind allgemein geringes Rechtsempfinden und vorhandene Bildungsferne kein Grund das Verhalten des "Dr. Gernegroß" zu tolerieren oder gar zu hofieren. Wir haben bereits genug "Ehrenwortkanzler", Steuerbetrüger u.a. in höchsten Ämtern gehabt. Wie groß sein Realitätsverlust ist, zeigt sich an seinem Versuch als V-Mann für Internetfragen in der EU Fuß zu fassen. Dieser Mann ist ein Witz..

  • Tja, jetzt isses vorbei. Offiziell gerädert und gevierteilt. Der Bericht der Kommission liest sich super!

  • Die Pressedoku wird täglich eingepflegt. Der Bericht über den Stand der Sichtung bleibt auf dem 6. April stehen? 16:53, 26. Apr. 2011 (UTC)Klungs11

    von Klungs11
  • Man kann es einfach nicht fassen. Herr zu Guttenberg hat die Übersicht verloren und die Uni Bayreuth kann das teilweise nachvollziehen. Da wird eine Dissertation abgeliefert (ohne jeden Überblick), dazu eine mündliche Prüfung (mit Überblick?) und letztlich mit "summa cum laude". Was sind das für Professoren? Bei diesen vielen Plagiaten und eigenen Fußnoten, kann doch kaum ein sinnvoller eigener Satz in dieser Arbeit zu finden sein. Außerdem dürfte die Zusammenstellung solcher Texte viel aufwändiger sein, als eigenes Gedankengut zu Papier zu bringen. Ich frage mich nur, was hat Herr zu Guttenberg nun dazu beigetragen, diesen Vorgang aufzuklären? Eigentlich nichts, denn er kann dazu nichts beitragen, weil er dieses Schriftstück nicht selbst verfasst hat. Und den eigentlichen Verfasser will er nicht nennen. Wie Herr Kohl, die Spender nenne ich nicht. Christliche Nächstenliebe lässt grüßen.

  • alternativen zur politok: dipl arbeit von bierhoff!

  • hh

  • http://www.tagesspiegel.de/politik/guttenberg-will-untersuchungsergebnis-unterdruecken/4041744.html Guttenberg will Untersuchungsergebnis unterdrücken

  • wo sind denn die über 80.000 kommentare hin?

  • Vergesst auch nicht bei der SPD und der SED Linken nachzuschnüffeln. Nich immer nur auf einer Partei rumhacken, sonnt kommt man noc hauf den Gedanken das ihr bestellt wurdet.

    • auch FDP und CDU, oder nicht?

    • Interessant: Die Dissertationen von SPD-Politikern und sogar LINKE-Politikern sind allgemein seriöser als die von CDU-/CSU- und FDP-Politikern. Wer es nicht glaubt, der sollte nicht so feige sein und sich mal die Dissertation eines Steinmeiers oder Gysi unter die Lupe zu nehmen!!! Ich habe mit dem Kommunismus so meine Probleme, aber die Dissertation von Gysi ist beeindruckend! Das sind seine Gedanken und nicht eine Collage des geistigen Eigentums anderer. Beim rezipieren der Dissertation von Guttenberg stellt man sich durchgehend die Frage, was denn nun eigentlich sein eigener Gedanke sei!

      Und die von Steinmeier, auch wenn es bei ihm persönlich eine Reihe von politischen Fehltritten gab, ist beeindruckend! Man hätte es im Fernsehen mal zu einem hemmungslosen Duell zwischen Steinmeier und Scharlachtan Guttenberg kommen lassen sollen, um entlarven zu können, was für eine Inszenierung der letztere eigentlich ist!

    • Concern-Troll. Im Übrigen: schon wurde einen Diss. von einem SPD-Politiker (Schmid) untersucht - es ist sauber.

    • Die meißten Kriminellen sind halt mal in den "C" - Parteien!!!

  • Kennt ihr einen ungefähren Stand bei der Uni B. ? Die B-Uni hat laut eigenen Angaben am 8. März zuletzt getagt. Wann werden sie wieder tagen? Oder warten die ersten auf guttenplags Abschlussbericht? Damit ihnen die Arbeit fast komplett abgenommen wurde?

  • Aktualisiert bitte den Stand der Statistik. Der letzte Eintrag ist vom 15.März und damit 11 Tage alt...

  • +++++++++++++++++++ S O N D E R M E L D U N G ++++++++++++++++++++++

    Guttenberg und Merkel sind sich einig: das Wort "alternativlos" ist abstrus. (Joán Ujházy)

    ++++++++++++ E N D E D E R M E L D U N G +++++++++++++++++

    von Max-stirner
  • +++++++++++++++++++ S O N D E R M E L D U N G ++++++++++++++++++++++

    Guttenberg tritt der Piratenpartei bei.

    ++++++++++++ E N D E D E R M E L D U N G +++++++++++++++++

    • Ha! Unglaublich, inzwischen gibt es laut obigen Grafik nirgendwo im Diss 3 Seiten nebeneinander, die allesamt keine Plagiat enthalten. Und nur an sieben Stellen findet man zwei Seiten nebeneinander, die beide keine Plagiat enthalten. Plagiate auf 93% der Seiten ist wirklich erstaunlich dreist.

    • Nein, es ist einfach nur konsequent. Oder meinetwegen: auf dreiste Weise konsequent. Oder meinetwegen: konsequent dreist. Es ist eine Dissertation der Konsequenz, äh, ein Plagiat der Konsequenz, äh "ein Rücktritt der Konsequenz" (Westerwelle)? ist die Konsequenz zurückgetreten? Ja, Guttenberg ist von und zu Konsequenz, durch und durch durchlauchtigst konsequent, und konsequent steht er exakt in der Tradition des Herkömmlichen (Synonym für: Plagiat...?), habe die Ehre.

    • Die brauchen keinen "Lügenbaron"- ...die sind unverbraucht und nicht Korrupt wie so viele in den "C"-Parteien!!!

  • Herzlichen Dank allen, die an der Aufarbeitung mitgearbeitet haben. Ich bin wirklich auf den Abschlussbericht gespannt und hoffe, dass dieser auch in der Öffentlichkeit entsprechend gewürdigt wird.

  • 90.07% aller Seiten im Haupttext mit Plagiatfunden

    • Macht Feierabend bevor ihr bei über 100% landet! Ich weiß nicht, wie sich jemand da noch herauswinden kann – weder die Uni Bayreuth noch die Staatsanwaltschaft! Eine tolle Arbeit, danke an euch alle!!!

    • Unersättliche Pirannias, damischte!

    • Und das hauptsächlich mit Quellen, die am Internet zu finden sind! Wahrscheinlich wird die wahre Ausmass der Gesamtplagiat (inklusive Quellen, die nicht elektronisch vorhanden sind) nie festgestellt werden können.

    • Auch von mir ein großer Dank an alle, die demokratisch aufgedeckt haben! Gratulation! Jetzt müssen wir alle aufpassen, dass das Thema nicht in Vergessenheit gerät und in den Tiefen der Staatsanwaltschaft versickert. Also, immer schön Augen und Ohren auf und weiter nachhaken!

  • Man kann nur sagen summa cum laude Euch allen Suchenden und solche Prädikate verhängenden Individuen. Ich als ehrenamtlicher Mitschreiber an diversen Diplomarbeiten kann nur schmunzeln über Guttenbergs Leistung. Im Vergleich zu den meisten im Umlauf befindlichen Komplettplagiaten war dies noch eine reife Leistung. Das Rad wird eben nur einmal erfunden. Das ist das Kernproblem jeder Dissertation oder Diplomarbeit. Unterhaltet Euch mal vertrauensvoll mit Medizinern über deren Dissertationen .... Das was hier und in der Medienlandschaft läuft ist nur noch als moralinsauer und ätzend zu bezeichnen. Haeberles und Konsorten korrigieren ohne eigenen Plagiatsspeicher. Wie schlecht belesen sind eigentlich diese Herren, daß es hier wie in tausenden von Fällen nicht aufgefallens ist. Ich denke mir lasst doch jede veröffentlichte Arbeit durch den Scanner laufen. Am besten fangt Ihr mit dem Bundestag an. Vielleicht mit den SPD-mitgliedern

    von Doktorvadder
    • Gähn...Sie haben wohl keine Ahnung.

    • "Das Rad wird eben nur einmal erfunden. Das ist das Kernproblem jeder Dissertation..."

      Ja klar, wenn alles bereits erfunden ist - welchen Schluß ziehst du daraus - alle Hochschulen und Universitäten dicht machen und durch Fachhochschulen ersetzen? Guttenberg selbst ist sicher anderer Meinung, sonst hätte er nicht soviel Arbeit in seine (gefakte) Dissertation gesteckt um sich mit dem Dr.-Titel schmücken zu können.

    • Dann reiche mal alten Käse als Dissertation in Physik, Mathematik oder Chemie ein! Oder versuch es mal bei einem Patentamt! Das wird Dir Dein Professor schon während der praktischen Arbeit um die Ohren hauen, dass Dir hören und sehen vergeht! Bei Patentanmeldungen macht der Patentprüfer das gleiche.

    • in den Naturwissenschaften warten noch eine Menge Räder auf ihre Erfinder...

  • Ist die Teilveröffentlichung vom Urheber eigentlich genehmigt worden, oder begehen Sie gerade Diebstahl geistigen Eigentums?;-)

    • Der Gesetzgeber schränkt das Urheberrecht ein, und es gibt viele legale Nutzungen fremder Werke, die auch ohne Genehmigung erfolgen können. Dazu gehören u.a. korrekt ausgewiesene Zitate. Wir glauben, dass das Guttenplag wiki nur eine legale Nutzung fremder Werke vornimmt. Unter anderm deswegen sind die Stellen, in denen keine Plagiate nachgewiesen sind, in diversen Visualisierungen unkenntlich gemacht.

  • Ein riesiges Lob für eure Arbeit und eine vielleicht blöde Frage: Sind bei der Angabe der Anzahl der Fließtextzeilen eigentlich die in den Fließtext integrierten, als Zitate kenntlich gemachten Zeilen exkludiert?

    • Nein. Korrekt ausgewiesene Zitate sind Teil des "nicht-plagiierten" Inhalts der Dissertation und werden auch voll dazu gezählt. Wenn man diese auch noch abziehen will, um die Eigenleistung des Verfassers am Text selber zu ermitteln, muss man die Zahl der korrekt zitierten Zeilen ermitteln. Das ist allerdings eine Menge Arbeit (und wird vermutlich zu weiteren Plagiatsfunden führen), für die sich keiner gefunden hat.

    • Marcusb sagt, dass sich für diese Arbeit niemand gefunden hat. Ich würde einen Teil davon gern machen. Also: Ein anscheinend oder scheinbar korrektes Zitat mit dem Original vergleichen. Auf Punkt und Komma. Voraussetzung 1: Ich erhalte ein pdf des Originals. Voraussetzung 2: Ich teile meine Ergebnisse in Worten mit. Grund: ich bin weder Jurist, habe also keine diesbezügliche Literatur zu Hause, noch möchte ich mich in die Programmierspezifik einarbeiten. Aber zum Korrekturlesen (auch zum Entdecken von überflüssigen Leerzeichen oder Satzzeichen) habe ich wirklich ein scharfes Auge.

    • wegen korrekturlesen, d.h. "Sichten" bei uns, melde dich bitte an und komm in den Chat .

  • Seehofer hatte Guttenberg bereits vor dessen Rücktritt vor Kritik aus den eigenen Reihen in Schutz genommen. Nun, zwei Tage nach dem spektakulären Rückzug des in der Plagiatsaffäre massiv unter Druck geratenen CSU-Stars, legt Seehofer erbost nach: "Das war nicht solidarisch. Zum Selbstverständnis der Union sollte gehören, dass man den eigenen Leuten beisteht, ihnen nicht öffentlich in den Rücken fällt", sagte Seehofer der "Bild". http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748750,00.html Interessant was da so offen über das Selbstverständnis der CSU gesagt wird. Es geht also gar nicht um moralische und rechtliche Grundsätze?! ...Auch wenn es nicht wirklich überraschend kommt, so doch sehr offen. Wann hat eine "bürgerliche" Partei zum letzten Mal so die Masken fallen lassen wie die CDU/CSU in der Affaire Guttenberg?! R.

    • Seehofer hatte Guttenberg bereits vor dessen Rücktritt vor Kritik aus den eigenen Reihen in Schutz genommen. Nun, zwei Tage nach dem spektakulären Rückzug des in der Plagiatsaffäre massiv unter Druck geratenen CSU-Stars, legt Seehofer erbost nach: "Das war nicht solidarisch. Zum Selbstverständnis der Union sollte gehören, dass man den eigenen Leuten beisteht, ihnen nicht öffentlich in den Rücken fällt", sagte Seehofer der "Bild" [1].

      Es ist schon interessant mal offen und ehrlich das Selbstverständnis der CSU durch Herrn Seehofer erklärt zu bekommen. Also nichts mit bürgerlichen Werten, konservativen Normen, Ehrlichkeit, Redlichkeit etc. Nicht, dass dies überraschend wäre, aber schon erstaunlich, dieses im Superwahljahr so offen zuzugeben! Wann hat die "bürgerliche" CDU/CSU zum letzten Mal so offen ihre Maske fallenlassen?

      Dabei wird regelmäßig vergessen, dass es sich bei dieser "Affaire" um einen zu Tage gekommenen geistigen Diebstahl handelt und geistiges Eigentum laut Merkel (2008) ein hohes Gut darstellt. Ein Minister und somit ein öffentlicher Vertreter der BRD und ein Vorbild der Menschen in diesem Land sollte sich an den Gesetzen und Werten dieser Gesellschaft messen lassen. Der offensichtliche Betrug, den Fachvertreter wie Prof. Dr. Lepsius beklagen, ist der Auslöser, viel schlimmer aber stellt sich die öffentliche Lüge des Verteidigungsministers Guttenberg (im Amt!) dar. Zudem wirft dieser Vorgang ein bezeichnendes Licht auf den Umgang und die Glaubwürdigkeit von Guttenberg in anderen - schwerwiegenden - Fällen der jüngeren Vergangenheit! Wir erinnern uns an den Umgang mit dem Skandal um den Militäreinsatz von Kunduz (der in seinem Ablauf erschreckend an den Umgang in der sog. Plagiatsaffaire erinnert). Wie kommt es, dass ein Politiker ohne jegliche berufliche Qualifizierung/Erfahrung und einem offensichtlich taktischen Verhältnis zur Wahrheit gerade nach dem Bekanntwerden dieser Vorfälle als "politisches Talent" angesprochen wird?! Wie kommt es, dass Vertreter der CDU/CSU aber auch Teile der FDP sich so widerstandslos hinter den Minister stellten? Dies betrifft alle, angefangen von der Bundeskanzlerin Merkel bis zur Bundesministerin für Bildung und Forschung Schavan, die sich zwar "nicht nur heimlich schämte" (über den wissenschaftlichen Betrug) aber dennoch keinen Grund sah, politische Konsequenzen für Guttenberg zu fordern!

      Sagt das nicht viel über das (Selb-)Verständnis unserer politischen Elite aus?!

      R.H. 13:38, 3. Mär. 2011 (UTC)rh

    • sorry für das doppelte posting

    • CSU-Wähler wollen doch verarscht werden!

  • Einer muss immer hinhalten. Ihr Eierköpfe kommt auch noch dran!!!

  • Guttenberg-2006 muss Guttenberg-2009 heißen. (Wir beziehen uns hier auf die 2009 veröffentlichte Fassung der Dissertation, die offenbar nicht identisch mit derjenigen ist, die 2006 bei der Uni Bayreuth abgegeben und von den Gutachter bwertet wurde.)

    von Wislawa
  • Wo sind denn die Kommentare von gestern (02.03.2011) abend?

  • Ein "verschärftes Bauernopfer" generell als Plagiat einzuordnen ist lächerlich! Schlimmer als gelungene Plagiate sind gelungene Ergebnismanipulationen zum eigenen Vorteil!

    • Richtig, Ergebnismanipulationen sind schlimmer.

      Und trotzdem ist jedes wörtliche Zitat, das nicht als solches gekennzeichnet wird, ein Plagiat.

      Beim Bauernopfer übernimmt der oder die Plagiator(in) ganze Absätze, oft mit komplexen, mühevoll erarbeiteten und belegten sowie kunstvoll formulierten Gedankengängen von anderen, ohne klar zu machen, dass diese geistige Leistung von einer anderen Person stamt. "Verschärft" wird das Bauernopfer dadurch, dass die Fußnote aktiv vorspiegelt, dass die Übernahme nicht wörtlich ist. "Vergleichen" kann man nichts Identisches. "Siehe auch" oder "Ähnlich" oder "In diese Richtung ebenfalls" schreibt man nicht, wenn man dort nur dasselbe findet.

      Gibt es dafür irgendeinen legitimen Grund? Ich meine nein. Ich kenne auch einige Kollegen, die von der DFG oder den einschlägigen Gremien ihrer Universität für die geballte Verwendung von Bauernopfern abgerügt worden sind.

      Das lässt sich ganz leicht vermeiden: Anführungszeichen setzen, Quelle benennen, alles in Ordnung.

    • Für zusammenfassende und verkürzende Literaturbezüge (um Redundanz im wissenschaftlichen Text zu erreichen) ist es geradezu notwendig "Textanker", d.h. wörtliche Passage beliebiger Länge", einzubinden. Es geht darum, dass man sich in eine gewisse Argumentationstradition stellt!

      Im übrigen müsste man bei diesen Maßstäben die gesamte Naturwissenschaft einschlißelich Mathematik und Informatik (von den Ingenieurwissenscaften ganz zu schweigen) entlassen und verhaften, die gerade solche weiträumigen Belegzitatet (ohne Seitenzahl) standardmäßig verwendet.

    • ... meinte natürlich: "um Redundanz ... zu vermeiden"

    • Wird hier nicht Geschmack als Norm (oder sogar als positive Tatsache/Praxis) ausgegeben? Und ist Text-Dropping gleich Plagiat?

    • Ist doch alles gar kein Problem. Man muss nur Anführungszeichen verwenden. Das kann wirklich jede(r). Macht man das nicht, tut man so, als habe man das selbst geschrieben. Und das ist ein Plagiat

      Damit verletzt man, ganz unabhängig von wissenschaftlichen Standards, auch als Naturwissenschaftler Urheberrechte.

      Die mir bekannten Mathematiker(innen) legen übrigens selbst bei mündlichen Vorträgen größten Wert darauf, Vorleistungen anderer namentlich zu benennen.

    • In der Mathematik ist die Verwendung von wörtlichen Zitaten ein Ausweis von unmethodischer und prätenziöser Arbeit, da niemals ein Zitat sondern stets nur das Argument mathematische Beleg- oder Beweiskraft besitzen kann. Anführungszeichen sind Schmuck, verlängern/verkomplizieren die Darstellung ohne zusätzlichen Erkenntniszuwachs und sind deshalb wegzulassen.

      Viele Beweise, die bekannte Resultate zu neuen erweitern, sind mit nur marginalen Unterschieden (die inhaltlich aber den Unterschied machen) wortwörtliche Übertragungen aus der Literatur. Dies ist auch essentiell für den Verifikationsprozess. Mit der konsequenten Einführung von Anführungszeichen würde die Mathematik lahmgelegt werden. Das gilt genauso für die Naturwissenschaften, wenn sie mathematisch betrieben werden.

      Wenn sich das hier vertretene "verschärfte" Plagiatsverständnis in der Wissenschaft durchsetzen sollte, wird all jenen Begriffskolonialisten und Wissenschaftsspammern weiter Vorschub geleistet, die mit geringen intellektuellen Mitteln möglichst viele wissenschaftliche Themen als erste besetzen und sich so eine unangemessene Reputation erarbeitern. Die Effizienz der Wissenschaft wird dadurch nicht gerade erhöht.

    • Schauen wir uns doch mal den Ausgangspunkt dieser Diskussion an – beispielsweise S. 256-260. Mit ganz geringfügigen Änderungen kupfert der Verf. etwa vier Seiten Text – über 1,000 Worte - am Stück ab. Ganz ohne Anführungszeichen. Aber mit Bauernopfer: Für die im ersten Satz aufgestellte Behauptung verweist Verf. als Beleg in einer Fußnote auf die Quelle.

      Ich gehe einmal davon aus, dass wir uns einig sind: Das ist wissenschaftlich nicht akzeptabel. Mir würde das reichen, um eine Doktorarbeit durchfallen zu lassen. Wenn es nur einmal vorkommt, würde ich sie vielleicht mit einer schlechten Note durchgehen lassen. Ich mache das aber auch vorher klar.

      Jetzt müsste man mich noch davon überzeugen, dass so etwa kein Plagiat darstellen darf, weil Mathematiker Anführungszeichen verwirrend und unmethodisch finden. Das wird nicht einfach sein.

      Erstens finde ich als typischer Nichtmathematiker die in der Mathematik gebrauchten langen Aneinanderreihungen von für mich größtenteils unverständlichen Zeichen so verwirrend, dass mir nicht einleuchten will, warum sich Mathematiker ausgerechnet von einem Zeichen umhauen lassen sollten, das in der ersten Schulklasse beigebracht wird und das geschätzte 99,9% der lesenden Bevölkerung mühelos versteht.

      Zweitens: Die korrekte Ausweisung einer Quelle, die man wörtlich angezapft hat, soll unmethodisch sein? Sicherlich nicht. Was mir einleuchtet ist, dass in der Mathematik etwas nicht nur deshalb wahr ist, weil X es gesagt hat. Das geht aber allen anderen Wissenschaften – mit möglicher Ausnahme der Theologie und Gott als X – genauso. Anführungszeichen erhöhen nicht den Wahrheitsgehalt eines Gedankengangs. Dafür sind sie auch gar nicht da.

      Erstickt die Wissenschaft, wenn man wörtliche Übernahmen kennzeichnen muss? Wohl kaum. Wem das zu dumm ist, kann die übernommenen Gedanken ganz ohne Anführungszeichen selbst neu formulieren und regulär in einer Fußnote auf die Quelle verweisen.

      Ich kann mir vorstellen, dass es in der Mathematik Beweise gibt, die nicht nur als Standard bekannt sind, sondern auch in einer Standardformulierung. Die hat sich möglicherweise über Jahrzehnte, manchmal Jahrhunderte entwickelt. Dann wird man natürlich nicht sämtliche Entwicklungsstufen nachzeichnen wollen. Das muss man aber auch gar nicht. Ebenso geht es beispielsweise bei allen gängigen Definitionen dessen, was ein Plagiat ist. Aber auch hier spricht nichts dagegen, ein wörtliches Zitat als solches zu kennzeichnen. Die Grenzen dafür werden in der Mathematik möglicherweise anders liegen als in anderen Fächern. Soviel habe ich verstanden. Diese spezifisch mathematischen Gründe sollten aber nicht die Plagiatsdefinition für alle anderen Wissenschaften gleich mit verwässern.

    • Weil Mathematiker, Physiker und Chemiker in aller Regel nie wörtlich zitieren. Deshalb wird man in praktisch keiner Dissertation Anführungszeichen finden. Man braucht sie ganz einfach nicht. Niemand käme auf die Idee, im Rahmen einer längeren Berechnung z.B. zu schreiben: "... E=mc^2 [Einstein 1905] => ..." . Solche Formeln sind praktisch das kleine Einmaleins der Naturwissenschaften und zum Teil sogar Allgemeinwissen, das jedes Kind kennt. Wer sie nutzt, zitiert nicht wörtlich, zumal in Originalveröffentlichungen zum Teil die (historische) Schreibweise anders war. Deshalb braucht man dort keine Anführungszeichen.

    • Sorry, mit Anführungszeichen müsste es natürlich heissen: ... "E=mc^2" [Einstein 1905]. ...

      So rechnet das kein Mensch auf der ganzen Welt vor, da es gerade schon genug Zeichen zu beachten gibt. Ausserdem ändern sich oft die Variablen. Was macht man, wenn die Energie plötzlich H oder T heisst? Müssten dann auch Anführungszeichen her?

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