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Wissenschaftlicher Dienst

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Lt. unterschiedlichen Medienberichten hat Guttenberg aus verschiedenen Arbeiten Wissenschaftliche Dienste (WD) des Deutschen Bundestages plagiiert, ohne diese korrekt oder überhaupt zu zitieren. Ein Teil dieser Quellen ist in den Medien ausführlich beschrieben worden, allerdings ist der Originaltext nicht zugänglich.

Diese Seite dient dazu die bekannten Quellenangaben dieser Berichte zu sammeln.

SPIEGEL-Online http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,747325,00.html:

Bei den beiden fraglichen Bundestagsexpertisen handelt es sich um eine fünfseitige Dokumentation vom 28. Oktober 2003 zum Thema "Europäischer Konvent und der Konvent von Philadelphia - Parallelen und Unterschiede" und eine 13-seitige Dokumentation vom 15. Dezember 2005 über "Europäische Verfassungsentwürfe seit 1945".
Besonders freizügig ließ der Minister das Bundestagsdokument aus dem Jahr 2003 in seine Arbeit einfließen, ohne dies in irgendeiner Weise zu kennzeichnen. Gleich an mehreren prominenten Stellen in der Dissertation sind Absätze aus der Expertise fast wortgleich übernommen, so etwa in der Einleitung auf Seite 17 und 18 oder im Fazit auf Seite 405. Aber auch ganze Seiten der Bundestagszuarbeit finden sich mit nur geringfügigen Änderungen in der Doktorarbeit. So füllte Guttenberg den Unterpunkt "V.1." ab Seite 359 über mehrere Seiten mit einer Textpassage des Bundestagsdokuments. Ähnlich locker ging Guttenberg mit der Expertise aus dem Jahr 2005 um, ohne sie in einer Fußnote oder im Literaturverzeichnis zu nennen.


Focus Online http://www.focus.de/politik/deutschland/plagiate-die-gutachten-des-herrn-zu-guttenberg_aid_602648.html:

Die Einleitung des Kapitels zum Beispiel und weitere fünf Seiten entnahm Guttenberg einem Gutachten der Autorin und Mitarbeiterin der Wissenschaftlichen Dienste, Silvia Hartleif. Der Titel: „Vergleichende Darstellung des Gottes- und Religionsbezuges in den bisherigen und alternativen Textvorschlägen für einen europäischen Verfassungsvertrag“.
[...]
Weitere drei fast wortgleiche Seiten der Guttenberg-Arbeit, von Seite 252 bis 256, lieferte am 24. Oktober 2003 der damalige Bundestagswissenschaftler Niklas Görlitz zu. Görlitz taucht namentlich nicht auf. Sein Gutachten trägt den Titel: „Einzelfragen zur Abänderbarkeit des derzeitigen und künftigen europäischen Primärrechts“. Immerhin, in diesem Fall schreibt Guttenberg in der Fußnote: „Vergleiche auch eine Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages“, dem Görlitz damals angehörte.


SPIEGEL-Online http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748209,00.html:

Auch an anderer Stelle reißen die Vorwürfe nicht ab. Inzwischen ist eine siebte Expertise der Wissenschaftlichen Dienste im Deutschen Bundestag aufgetaucht, die Guttenberg in seiner Arbeit freizügig abgekupfert hat, ohne sie als Quelle zu nennen. Dabei handelt es sich um eine 13-seitige Ausarbeitung vom 21. Oktober 2003 mit dem Titel "Der Gottesbezug in den Verfassungen der EU-Mitgliedstaaten, der EU-Beitrittskandidaten und in den Verfassungen der 16 Bundesländer". Ein Hinweis auf das Papier ist weder in der Fußnote zu finden noch im Literaturverzeichnis. Das Beispiel ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Minister gegen die Bundestags-Regularien verstoßen haben könnte.


Daraus ergibt sich als (vorläufige) Quellenangabe:

  • Görlitz, Europäischer Konvent und der Konvent von Philadelphia - Parallelen und Unterschiede. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Berlin 2003 (28. Oktober 2003, WF XII - 148/03)
  • Hellriegel/Thoma, Europäische Verfassungsentwürfe seit 1945. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Berlin 2005 (15. Dezember 2005, WF XII - 268/05)
  • Silvia Hartleif, Vergleichende Darstellung des Gottes- und Religionsbezuges in den bisherigen und alternativen Textvorschlägen für einen europäischen Verfassungsvertrag. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Berlin 2004 (3. Mai 2004, WF XII 044/04)
  • Niklas Görlitz, Einzelfragen zur Abänderbarkeit des derzeitigen und künftigen europäischen Primärrechts. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Berlin 2003 (24. Oktober 2003, WF XII - 140/03)
  • Ulrich Tammler, Der Gottesbezug in den Verfassungen der EU-Mitgliedstaaten, der EU-Beitrittskandidaten und in den Verfassungen der 16 Bundesländer. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Berlin 2003 (21. Oktober 2003, Registernummer WF III-240/03)

Eindeutig bekannte Quellen sind:

  • Ulrich Tammler, Die Frage nach einem Gottesbezug in der US-Verfassung und die Rechtsprechung des Supreme Court zur Trennung von Staat und Religion. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Berlin 2004 (13. Mai 2004, Registernummer WF III - 100/04)
  • Wilhelm Weege, Die Rolle der USA im europäischen Einigungsprozess bis zum Ende des Ost-West-Konflikt. Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages, Berlin 2005 (25. Oktober 2005, Reg.-Nr.: WD 1 - 137/05)


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